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von Montio » 22.05.2012, 12:45
open source energy hat geschrieben:Jetzt wird es spannend: OSE erklär uns doch mal in zwei Sätzen die Idee von Herr Popp. Ich bin mir sicher da kommt wieder nichts...
Wie soll man was erklären was inhaltlich einfach gewisse Entwicklungen der Zukunft vernachlässigen. Das ist doch auch nicht weiteres schlimm, nur ist es wichtig das nach und nach an die Entwicklung anzupassen und das solltest Du mal verstehen. Sonst kommt wieder die Idee mit dem weltumspannenden Verteilernetz und den Aufwindkraftwerken, auch ne tolle Sache...
Du hast also a) nichts gelesen b) nichts verstanden und willst es auch gar nicht. Wenn man keine Ahnung hat sollte man allerdings auch nicht über andere herziehen, sondern lieber die Klappe halten. Danke! Gruß Montio
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Montio
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von Montio » 22.05.2012, 13:11
eggis hat geschrieben: das muss dann wohl mit Speichern und Importen ausgeglichen werden. Interessant finde ich, dass in den Wochen 13-19 im Mittel nur 30-40GW PV-Leistung zur Verfügung stehen, obwohl das Szenario von 200GWp installierter Leistung ausgeht. Oder sind das 24h Werte. Hab´ noch nicht alles gelesen, da die Zeitung erst von 5min im Postkasten lag. 
Mit Speichern wird das nicht gehen, weil ja gar nicht genug produziert wird. Mir scheint das ganze Quaschning-Szenario höchst fragwürdig und niveaulos zusammengebastelt zu sein, das macht jeder Realschüler besser: 1) Annahme der Volllaststunden (herausgerechnet aus der Grafik): Solar 875, Onshore 1700, Offshore 3800. Frage: die aktuellen WKA onshore liefern schon 2012 schon ohne Mühe 2500. Warum sollen 2040 die Onshoreanlagen schlechter sein als die heutigen? Der Fehler wird fast in allen aktuellen Studien gemacht: Einfach die Werte des deutschen Windparks der Jahre 2000-2010 festschreiben - was soll der Blödsinn? 2) Warum dermaßen viel teurer Offshorestrom in den Mix? Wir wissen doch das Onshore uns jede Menge Geld bei Anschluss und Leitungen erspart 3) Natürlich und wie immer: keine Kostenbetrachtung, keine Betrachtung zu den benötigten Speichern der unterschiedlichen Technologien. Wenn man gigantische Summen investiert sollte das ganz nicht so laufen wie bei der PV der Jahre 2009-2012. 4) Natürlich wieder diese deutschtümelen Sandkastenspielchen: 2040 wird das ganze sicher auf Europäischer Ebene laufen und nicht nur auf Importebene. 5) Interessant wäre natürlich gewesen mit den Kapazitäten mal zu spielen. Das hat Herr Popp nämlich gemacht. Mit nur rund 100 GW Wind und 100 GW PV liefert der Popp'sche Ansatz 100% EE mit 10 TWh Speicher. Warum sollen wir mit 5TWh 100 GW Wind und 200 GW PV nur 80% Leistung bekommen? Fragen über Fragen Gruß Montio
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von open source energy » 22.05.2012, 13:22
Montio hat geschrieben:open source energy hat geschrieben:Jetzt wird es spannend: OSE erklär uns doch mal in zwei Sätzen die Idee von Herr Popp. Ich bin mir sicher da kommt wieder nichts...
Wie soll man was erklären was inhaltlich einfach gewisse Entwicklungen der Zukunft vernachlässigen. Das ist doch auch nicht weiteres schlimm, nur ist es wichtig das nach und nach an die Entwicklung anzupassen und das solltest Du mal verstehen. Sonst kommt wieder die Idee mit dem weltumspannenden Verteilernetz und den Aufwindkraftwerken, auch ne tolle Sache...
Du hast also a) nichts gelesen b) nichts verstanden und willst es auch gar nicht. Wenn man keine Ahnung hat sollte man allerdings auch nicht über andere herziehen, sondern lieber die Klappe halten. Danke! Gruß Montio
Nanana .... Ich sag mal danke gleichfalls... Schau doch mal nach etwas politischeren Aussagen... Ich hab doch nur gesagt dass Herr Popp die aktuelle Situation nicht berücksichtig hat und das ist nicht schlimm, wer kann schon in die Zukunft schauen! Falsch finde ich dennoch zwingend an alten Ideen festzuhalten, vielleicht solltest du das mal in Deine Überlegungen einbeziehen bevor Du so persönlich austeilst.
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von eggis » 22.05.2012, 15:11
Montio hat geschrieben:eggis hat geschrieben: das muss dann wohl mit Speichern und Importen ausgeglichen werden. Interessant finde ich, dass in den Wochen 13-19 im Mittel nur 30-40GW PV-Leistung zur Verfügung stehen, obwohl das Szenario von 200GWp installierter Leistung ausgeht. Oder sind das 24h Werte. Hab´ noch nicht alles gelesen, da die Zeitung erst von 5min im Postkasten lag. 
Mit Speichern wird das nicht gehen, weil ja gar nicht genug produziert wird. Mir scheint das ganze Quaschning-Szenario höchst fragwürdig und niveaulos zusammengebastelt zu sein, das macht jeder Realschüler besser:
Dir ist aber schon klar, dass es sich nicht um eine Studie, sondern um einen Zeitungsartikel handelt. 1) Annahme der Volllaststunden (herausgerechnet aus der Grafik): Solar 875, Onshore 1700, Offshore 3800. Frage: die aktuellen WKA onshore liefern schon 2012 schon ohne Mühe 2500. Warum sollen 2040 die Onshoreanlagen schlechter sein als die heutigen? Der Fehler wird fast in allen aktuellen Studien gemacht: Einfach die Werte des deutschen Windparks der Jahre 2000-2010 festschreiben - was soll der Blödsinn?
Schon wieder Volllaststunden im Zusammenhang mit erneuerbarer Stromerzeugung.  Um die erzeugte Menge Strom je installiertem kW abzuschätzen mag es ja OK sein. Es sagt aber nicht über die Verfügbarkeit aus. PV liefert 4000-4500h Strom im Jahr und Wind egal ob On- oder Offshore vermutlich um die 8000h. Die Laufen halt überwiegend in der Teillast. Warum die Zahlen einfach auf die Zukunft extrapoliert wurden ist mir auch nicht klar. Vermutlich wegen der Prognoseunsicherheit, was die technische Machbarkeit angeht. Sollte sich bei der PV bei der PV etwas in Richtung Hochkonversion entwickeln, könnte ich mir vorstellen, dass weiteren 1000h Verfügbarkeit hinzukommen. 2) Warum dermaßen viel teurer Offshorestrom in den Mix? Wir wissen doch das Onshore uns jede Menge Geld bei Anschluss und Leitungen erspart
Weil es das politische Ziel ist 20GW hinzuzubauen. 3) Natürlich und wie immer: keine Kostenbetrachtung, keine Betrachtung zu den benötigten Speichern der unterschiedlichen Technologien. Wenn man gigantische Summen investiert sollte das ganz nicht so laufen wie bei der PV der Jahre 2009-2012.
Wie gesagt, das ist keine Studie! 4) Natürlich wieder diese deutschtümelen Sandkastenspielchen: 2040 wird das ganze sicher auf Europäischer Ebene laufen und nicht nur auf Importebene.
Hallo Herr Oettiger! Es geht um die Vermeidung von Energieimporten. Ein gewisser Austausch mit den Nachbarländern, wie es ihn heute schon gibt, wird auch in Zukunft stattfinden. Das könnte man auch noch durch weiteren Übertragungskapazitäten forcieren. Warum nicht an Tagen wie heute 10GW PV-Strom nach Frankreich oder 2-3GW nach Österreich liefern? Unbenannt1.png Wenn´s bei uns mal schattig ist, holen wir uns den Strom aus hoffentlich erneuerbaren Quellen zurück. Ich sehe aber keinen Sinn darin, den Strom komplett im Ausland zu produzieren und durch halb Europa zu leiten. 5) Interessant wäre natürlich gewesen mit den Kapazitäten mal zu spielen. Das hat Herr Popp nämlich gemacht. Mit nur rund 100 GW Wind und 100 GW PV liefert der Popp'sche Ansatz 100% EE mit 10 TWh Speicher.
350TWh (250 Wind + 100 Sonne) Strom sollen zukünftig ausreichen? Ich gehe eher davon aus, dass in ferner Zukunft auch der Wärme- und Mobilitätsbereich elektrisch funktionieren. 1000TWh sehe ich als Untergrenze an. Warum sollen wir mit 5TWh 100 GW Wind und 200 GW PV nur 80% Leistung bekommen? Das ist doch noch nicht das Ende! 
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von firestarter » 22.05.2012, 15:23
Hallo Herr Oettiger! Es geht um die Vermeidung von Energieimporten. Ein gewisser Austausch mit den Nachbarländern, wie es ihn heute schon gibt, wird auch in Zukunft stattfinden. Das könnte man auch noch durch weiteren Übertragungskapazitäten forcieren. Warum nicht an Tagen wie heute 10GW PV-Strom nach Frankreich oder 2-3GW nach Österreich liefern?
als Größenordnung machen wir das heute schon ...an solch Tagen wie geute, liegt das Saldo aus Imort/Export bei den jeweilgien Maxima durchaus in der Größenordnung
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von Ulenspiegel » 22.05.2012, 16:17
OK, der Wärmebedarf von Gebäuden ist hoch, kann aber ohne besondere Ambitionen auf 20% (300 TWh) durch bessere Dämmung gesenkt werden, wird dann die Wärmeenergie über WPs mit AZ=3 (auch wenig ambitioniert) zur Verfügung gestellt, komme ich auf ~ 100 TWh für Gebäudeheizung, diese wäre mein worst-case.
Reduzieren wir den Wärmebedarf auf 15%, wir wären noch immer deutlich vom PH-Standard entfernt, und verwenden WPs mit AZ=4 käme ich auf ~ 50 TWh als mein best-case. Gebäude sind langfristig also eher peanuts.
Wie sieht der Beitrag für Mobilität aus: 40 Mio PKW (10.000 km p.a.); 10 Mio LKW etc. (100.000 km p.a.) für PKW 25 kWh pro 100 km ergibt ca. 2.500 kWh pro PKW und Jahr, also insgesamt 100 TWh für LKW 100 kWh pro 100 km ergibt ca. 100.000 kWh pro LKW und Jahr, also insgesamt 1000 TWh
Also ist, wenn ich mich nicht verrechnet habe, unser Hauptproblem die hohe Zahl und Kilometerleistung von LKWs und Bussen.
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von Montio » 22.05.2012, 16:34
eggis hat geschrieben:Dir ist aber schon klar, dass es sich nicht um eine Studie, sondern um einen Zeitungsartikel handelt.
Und da darf schon mal jeden Blödsinn von sich geben, nicht wahr? eggis hat geschrieben:Schon wieder Volllaststunden im Zusammenhang mit erneuerbarer Stromerzeugung...  Um die erzeugte Menge Strom je installiertem kW abzuschätzen mag es ja OK sein. Es sagt aber nicht über die Verfügbarkeit aus. Aber selbstverständlich tut es das: z.B. Die gesicherte Leistung steigt. Und der Speicherbedarf und Leitungskapazität sinkt, bessere Auslastung aller Energieanlagen. Der größte Fehler beim "Bildzeitungsartikel" entsteht dadurch, dass mit der gleichen Menge onshore das annähernd doppelte an Strom gleichmäßig erzeugt werden könnten. Das sind alles riesige volkswirtschaftliche Kostenvorteile. Interessiert alles nicht die Bohne, nicht wahr? eggis hat geschrieben:Warum die Zahlen einfach auf die Zukunft extrapoliert wurden ist mir auch nicht klar. Es ist einfach nur dumm und unseriös, jede Schularbeit hätte das besser gemacht. Herr Prof. Dr. Quaschning ist leider PV-fixiert und scheint vom Rest wenig Ahnung zu haben. Armes Deutschland. eggis hat geschrieben:es das politische Ziel ist 20GW hinzuzubauen.
Bis wann? die 10 GW bis 2020 sind kaum zu schaffen, bis 2030 waren mal 25 GW anvisiert.Nein. Herr Quaschning will einfach nur seine Message durchpauken. eggis hat geschrieben:Ich sehe aber keinen Sinn darin, den Strom komplett im Ausland zu produzieren und durch halb Europa zu leiten.
Wenn das ökonomisch sinnvoll ist, warum denn nicht. Von komplett ist ja keine Rede. eggis hat geschrieben: 350TWh (250 Wind + 100 Sonne) Strom sollen zukünftig ausreichen? Ich gehe eher davon aus, dass in ferner Zukunft auch der Wärme- und Mobilitätsbereich elektrisch funktionieren. 1000TWh sehe ich als Untergrenze an. Bei Hr. Quatschning sind es 275 TWh Wind und 180 TWh Sonne. Die UBA Szenarien gehen incl. eMobility und Wärme von einem Strombedarf von 506 TWh im Jahr 2050 aus. http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3997.pdfGruß Montio
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von open source energy » 22.05.2012, 16:46
Montio hat geschrieben:Es ist einfach nur dumm und unseriös, jede Schularbeit hätte das besser gemacht. Herr Prof. Dr. Quaschning ist leider PV-fixiert und scheint vom Rest wenig Ahnung zu haben. Armes Deutschland.
ohohohoh.... Was glaubst Du denn warum der OnShore Ausbau nicht voran kommt? Einfach mal ein Windrad bauen, dann weiter reden. Auf dem Papier wird die Welt nunmal nicht geändert es gibt auch noch Menschen die da bei sind. Passt nicht jedem (u.A. Röttgen) aber ist halt so. Und so eine Ausdrucksform gegen einen Prof... na das sind aber harte Worte... Ich glaube nicht, dass ich jemals so derart abwertende Worte gegen den Herrn Popp gefunden habe und selbst darüber bist Du schon an die Decke gefahren.
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von Montio » 22.05.2012, 16:48
Ulenspiegel hat geschrieben:OK, der Wärmebedarf von Gebäuden ist hoch, kann aber ohne besondere Ambitionen auf 20% (300 TWh) durch bessere Dämmung gesenkt werden, wird dann die Wärmeenergie über WPs mit AZ=3 (auch wenig ambitioniert) zur Verfügung gestellt, komme ich auf ~ 100 TWh für Gebäudeheizung, diese wäre mein worst-case.
Reduzieren wir den Wärmebedarf auf 15%, wir wären noch immer deutlich vom PH-Standard entfernt, und verwenden WPs mit AZ=4 käme ich auf ~ 50 TWh als mein best-case. Gebäude sind langfristig also eher peanuts.
Wie sieht der Beitrag für Mobilität aus: 40 Mio PKW (10.000 km p.a.); 10 Mio LKW etc. (100.000 km p.a.) für PKW 25 kWh pro 100 km ergibt ca. 2.500 kWh pro PKW und Jahr, also insgesamt 100 TWh für LKW 100 kWh pro 100 km ergibt ca. 100.000 kWh pro LKW und Jahr, also insgesamt 1000 TWh
Also ist, wenn ich mich nicht verrechnet habe, unser Hauptproblem die hohe Zahl und Kilometerleistung von LKWs und Bussen.
Wenn man realistische Zahlen annimmt (viel zu viele LKW, Verbräuche): teile das Ergebnis durch 10-20, dann könnte es hinhauen. Siehe auch UBA-Studie /Verkehr. Gruß Montio
Zuletzt geändert von Montio am 22.05.2012, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.
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von Montio » 22.05.2012, 16:50
open source energy hat geschrieben:Montio hat geschrieben:Es ist einfach nur dumm und unseriös, jede Schularbeit hätte das besser gemacht. Herr Prof. Dr. Quaschning ist leider PV-fixiert und scheint vom Rest wenig Ahnung zu haben. Armes Deutschland.
Und so eine Ausdrucksform gegen einen Prof... na das sind aber harte Worte... Ich glaube nicht, dass ich jemals so derart abwertende Worte gegen den Herrn Popp gefunden habe und selbst darüber bist Du schon an die Decke gefahren.
Im Ggs. zu dir habe ich aber meine Meinung detailliert begründet, sonst würde ich Hr. Quatschning auch nicht so hart anfassen. Und ich hatte damals mal eine begründetes Urteil bei dir anfordert. Da kam und kommt wie immer leider: nichts. Gruß Montio
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