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Moderator: Mod-Team
von PV-Berlin » 31.08.2010, 09:52
PV soll 2% 2050 am Gesamtenergieverbrauch erbringen. *also nur noch einen homöopathischen Zubau für 40 Jahre
Zu Ende gedacht bedeutet das, dass der Zubau aus 2010 dazu führen wird, dass es zu einer weiteren Absenkung der Vergütung im Bereich EEG für 2011 kommen wird. Noch mal mindestens 13%. Anders wird die EEG Umlage nicht "gerettet" werden können. Laufzeiten der EEG aus PV werden reduziert. Ich bin gespannt, wann die Katze aus dem Sack gelassen wird. zzgl. zu den aktuellen 13% zum 01.01.2011
Folgen dieser Politik, die sich auf dieses Studie stütz: PV wird exportiert. Es kommt zu einer kompletten Abzug aller Kapazitäten der Forschung und der Produktion. Der Experte Prof. Marc Oliver Bettzüge sieht ja nicht mal für Nordafrika PV als Lösungsansatz. Italien, Spanien, Bulgarien, Portugal, Serbien, Albanien und Südfrankreich, haben ja offensichtlich ähnlich mieseste Bedingen für PV. Solarthermie ist der Heilsbringer
Wir dürfen dann klatschen, wenn die Vier den europäerischen Markt mit Hilfe von HGÜ "retten" und die geeignetsten Standorte miteinander verbinden. Unsere Bauern mit Hilfe von Diesel und Dünger (Extrem Energieaufwendig) Biogas erzeugen, die Vier ihre Windparks auf See errichten. Geothermie in Großanlagen genutzt wird und die "Versorgungssicherheit" uns geschenkt wird. KKW den Strompreis niedrig halten wird.
(Meine Sicht) Stand PV 2010 Herstellerseite: PV Anlagen ab 1 MWp mit Si Technologie können in D für ca. 2.100 bis 2.200 € je kWp erstellt werden.*Deutsche und Importmodule Es wurden Vorraussetzungen geschaffen, dass dieser Preis 2011 deutlich unter 2.000,- € sinken wird. *Deutsche Module Im Ausland, bei größeren Projekten, wird ein Preis nahe 1.600,- € erreicht werden. (Ab 5 MWp,) Da, die PV Industrie nicht verschwindet, einfach so, wird die Entwicklung im Ausland stattfinden.
Preise von ca. 1.000 € je kWp (ab 5 kWp) komplett auf dem Dach in D wird es ab 2015 bis 2020 geben. *Neubau *Module werden deutlich mehr Leistung haben *Die WR werden deutlich intelligenter und preiswerter werden. *Die Integration im Neubaugeschäft wird vorankommen.
Für D sehe ich bis zur nächsten Wahl schwarz. Ich glaube nicht mehr daran, dass diese Politik zu kippen sein wird. Sollte die Regierung wechseln, was ich nicht sehe, dann könnte PV wieder interessant werden. Einige ganz mutige Investoren, können darauf wetten und Standorte für PV Anlagen entwickeln (Ackerland und Freiflächen, die im Moment raus gefallen sind) . Die Entwicklungszeit beträgt eh mindestens 3 Jahre und sollte von Anfang an im Einklang mit dem BUND und fundierten Umweltveträglichkeitsstudien einhergehen. Als Bioreserveflächen.. Artenschutzgebiete, Überschwemmungsraum, Regenerationsraum, Grundwasserschutzgebiet, Torfschutzgebiet usw. Dann sehe ich schon auch in D ab 2015 Anlagenpreis ab 1.000,- für möglich.
Im Ausland wird man den Kopf schütteln, warum Deutschland nun wieder eine Technologie verschenkt hat, die das Zeug um Mega Blockbaster hatte. ------------------------------------------------------.-------------------------------------------------------- Die Annahmen zu den Preisen für Öl sind überaus realistisch, wenn man auch annimmt, dass der Euro zum Dollar weit unter 50 US Cent fällt. Selbst die US Marine stellt bis 2015 ihre gesamte Flugbezinversorgung auf Biokraftstoffe um, nicht nur weil sie den Preisauftrieb fürchtet, sondern weil sie schlicht davon ausgeht, dass die Verfügbarkeit von Kraftstoffen ein unbedingtes nationales Interesse ist, das auf jeden Fall zu 100% aus eigenen Mitteln realisiert werden muss.
Wir können es uns leisten, Kohle und Öl in Mengen zu importieren. *Auf jeden Fall ein ganz klares Signal dafür, dass die Studie nationale Interessen und makroökonomische Wirkungsmechanismen im Mittelpunkt ihrer Betrachtungen gestellt hat. # depressive Ironie
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von cephalotus » 31.08.2010, 10:08
benchfrooser hat geschrieben:1.In der Studie wird der zukünftige Ölpreis sehr niedrig angesetzt. Warum wurde das gemacht?
Naja, im Gegensatz zu früheren prognos Szenarien ist in der Studie schon ein signifikanter Preisansteig drin. Das sind ja auch Inflationsbereinigte Preise auf Basis 2008, d.h. die Inflation kommt nochmal oben drauf. Der Benzinpreis soll z.B. 2050 nominal über 4 Euro/l liegen. Was mich mehr verwundert ist, dass man z.B. davon ausgeht, dass Steinkohleimporte geradezu spottbillig werden. Vermutlich ein Wunschszenario der EVUs. Mir fällt es schwer dies zu glauben, bei der stark ansteigenden Nachfrage aus Asien. 3. In einem Forum das ganze zu diskutieren ist sehr schwierig. Man bräuchte die Möglichkeit auf jede Textpassage, der Studie zu antworten, oder wenn das schon geschehen ist dieses Zitat weiter zu diskutieren. Also ein modifiziertes Wiki. Kennt jemand so etwas?
Ich hab die Diskussion angestoßen, weil (logischerweise) auch die PV tangiert wird und ich das für absolut Diskussionswürdig halte. Laut Kanzlerin Merkel ist die Atomkraft eine Brückentechnologie zu den erneuerbaren Energien. Im Konzept gilt das für onshore Wind und Photovoltaik jedenfalls nicht, da man dort den beiden kaum noch Potential zutraut. genauso finden sich außer der Elektromobilität kaum neue Technologien wie z.B. EE-Methan, Wasserstoff oder neue chemische Speichersysteme und Niedertemperaturwärmespeicherwas, was vermutlich daran liegt, dass sich nur die Elektromobilität im Fokus der großen EVUs befindet. An dezantralen stationären Speichern oder einer Wärmepumpe mit Wärmespeicher haben die kein Interesse, daran verdienen sie ja nichts. Unter diesen Annahmen bringt man natürlich keine großen Mengen EEs in die Netze und muss Strom (und Biomasse) aus dem Ausland importieren, um die Klimaziele zu erreichen. Ich sage garnicht, dass Imoprte nicht klüger sein können, insbesondere wenn es deutlich billiger wäre, aber diese "Details" werden ja nicht näher erläutert. mfg
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von cephalotus » 31.08.2010, 10:16
Spekulatius hat geschrieben:Du sprichst einen krokanten Punkt an: Ist es überhaupt möglich, dass die Systempreise in Deutschland auf 1000 Euro / kWp fallen und dass PV irgendwann ohne Bürger-subventionen fliegt? Wenn man bedenkt dass Yingli und Trina heute schon die Module zu Herstellkosten von unter 900 Euro /kWp produzieren, erscheinen die genannten Systempreise für 2020 - 2050 locker erreichbar.
Sehr schwierig zu sagen, denn die Inflation müsste man von diesen Preisen ja auch noch abziehen (?). Ich glaube es eher nicht, aber wenn es so käme, wäre es ja gut, insbesondere für die sonnenreichen Regionen der Welt. Ob sich Solarstrom in Deutschland jemals rechnet darf trotzdem bezweifelt werden. Zum einen kannst Du ja in einfachen Systemen nur Deinen Direktverbrauch substituieren, beim Rest ist amn auf Einspeisung agewiesen. Volkswirtschaftlich ist der Direktverbrauch aber schädlich, da die Umlagekosten dann auf andere verteilt werden. Wenn mal viel PV Leistung im Netz ist wird der Strom zu diesem Zeitpunkt auch sehr billig, möglicherweise "wertlos". Im Endeffekt läuft das dann vielleicht auf kleine Anlagen hinaus, die bei meinetwegen 3.000kWh Strombedarf 1.000-2.000kWh im Jahr erzeugen und die Überschüsse verheizen. Eine Alternative böte noch das Elektroauto, sofern es mittags bei Sonnenschein daheim steht. Wenn man aber überlegt, dass Leute noch nicht mal in effiziente Kühlschränke investieren, die eine deutlich höhere Rendite bringen als PV-Anlagen, dann glaube ich nicht daran, dass sich hier ein großer Markt auftun kann. Sobald man den Solarstrom speichern muss ist die Wirtschaftlichkeit weitgehend für die Katz'. Das Problem für Deutschland, aber das wunderbare Geschenk für die Welt, ist jedoch dass Du bei Systemkosten von €1300 / kWp in sonnenreichen Gegenden schon unter die Gestehungskosten von Gas und sehr nah an die von Kohle kommst. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird eine nie dagewesene Nachfrage nach Modulen verhindern dass die Preise weiter fallen, d.h. es wird sich ein solider Preisboden etablieren. Ob PV zu diesem Preis in Deutschland wirtschaftlich ist ist fraglich, es kann durchaus sein dass wir auf sehr lange Zeit auf Subventionen angewiesen sind.
Sehe ich genauso. mfg
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von Solgain » 31.08.2010, 10:19
PV-Berlin hat geschrieben:... Die Annahmen zu den Preisen für Öl sind überaus realistisch, wenn man auch annimmt, dass der Euro zum Dollar weit unter 50 US Cent fällt. Selbst die US Marine stellt bis 2015 ihre gesamte Flugbezinversorgung auf Biokraftstoffe um, nicht nur weil sie den Preisauftrieb fürchtet, sondern weil sie schlicht davon ausgeht, dass die Verfügbarkeit von Kraftstoffen ein unbedingtes nationales Interesse ist, das auf jeden Fall zu 100% aus eigenen Mitteln realisiert werden muss. ...
Aber die Preisentwicklung von Strom ist blanker Unsinn. Strom ist weiten Bereichen ein Substitute für Öl/Gas. Wenn der Strompreis deutlich unter dem Öl/Gas-Preis liegt, wird mit Strom geheizt werden. Dies wird die Nachfrage nach Strom explodieren lassen. Dann wird der Preis vom Strom anziehen, wenn es kein Überangebot von Strom geben wird. Dauerhaftes Überangebot von Strom wird es nur geben, wenn wir einen derartigen technologischen Durchbruch in der Stromerzeugung (Beispiel: Funktionierende und BILLIGE Kernfusion) haben, von denen wir heute nicht einmal träumen können. Fazit: Wirtschaftlich ist nicht einzusehen, dass sich Strompreis und Preis für Öl/Gas nachhaltig entkoppeln werden. Realistisch würde ich den Strompreis eher bei 1,50 Euro/kWh im jahre 2050 ansetzen. (Die geringen Steigerungen in den anderen Energieträger halte ich in der Studie auch für zu gering.)
Zuletzt geändert von Solgain am 31.08.2010, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
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von batome » 31.08.2010, 10:20
PV-Berlin hat geschrieben:Preise von ca. 1.000 € je kWp (ab 5 kWp) komplett auf dem Dach in D wird es ab 2015 bis 2020 geben. *Neubau
Und wie schweben die Module aufs Dach? Montage, Gestelle, Kabel kosten dann nix mehr? Ganz abgesehen davon, dass die PV-Industrie natürlich nicht zum Herstellungspreis (oder noch tiefer) verkaufen kann, dann gibt es sie sehr bald nicht mehr. Das ist doch alles völlig unrealistisch. Heute stehen wir eher bei 3000 € je kWp bei kleinen Anlagen und wir können froh sein, wenn wir bis 2020 die 2000 € je kWp erreichen (für kleine Anlage). Selbst das ist noch ein großer Schritt, da die BOS-Kosten weitgehend fix bleiben bzw. teilweise sogar steigen können (Arbeitskosten). Ich denke, es wird oftmals viel zu idealistisch die Preissenkungen von 2009 auf weitere Jahre fortgeschrieben. Diese Preissenkungen sind aber so gar nicht mehr möglich und die Realität (Preisindex) zeigt eher eine gegenteilige Entwicklung (Chinesen erhöhen die Preise).
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von diesonnelacht » 31.08.2010, 10:52
Die erste Hälfte der Seite 2 - die Passage wurde von firestarter bereits angesprochen - muss man sich mal richtig auf der Zunge zergehen lassen.
Da wird im dritten Absatz erklärt, was eine Untersuchung mit Zielszenarien wäre. Eigentlich würde es bedeuten, dass man guckt, wieviel jeweils von den Massnahmen A bis X nötig wäre, um das vorgegebene Ziel zu erreichen. So hätte ich das eigentlich auch erwartet. Natürlich kann man nicht alle denkbaren Massnahmen abdecken, aber man nimmt ein breites Spektrum.
Dann wird erklärt, man hätte auch Massnahmen-orientierte Szenarien erstellen können. Und genau das ist ja passiert: Laufzeitverlängerung, CCS ab 2025, kein EEG ab 2020. Dazu kaum PV, teures Gas, billige Kohle als feste Eckannahmen.
Da steht für mich ganz klar: "Wir machen Zielszenarien", aber es wird auch klar: Es handelt sich um Massnahmenszenarien. Damit steht oder vielmehr fällt die ganze Studie. Alles, was an der Studie pillepalle ist, fusst auf diesem nicht ganz versehentlichen "Irrtum".
Oder seh' ich das falsch? Die Passage hätten die besser weggelassen...
Zuletzt geändert von diesonnelacht am 31.08.2010, 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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von diesonnelacht » 31.08.2010, 10:53
Ein weiterer Punkt (von Haladin): "Und zum Lastfolgebetrieb, der wird wohl zunehmen, ... zuviel Kapazität im Netz. ... Außerdem eben man bremst die Erneuerbaren ein und belässt es beim Status quo."
Man müsste also viel abregeln. Das Handwerkszeug dazu haben die Netzbetreiber: Erzeugungsanlagen über 100 kW müssen eine Abregelung für kritische Netzzustände haben bzw. (EEG-Anlagen) bis 1.1.2011 nachrüsten. Ausserdem müssen Anlagen am Mittelspannungsnetz (künftig aber wohl auch am Niederspannungsnetz) ab 50,2 Hz automatisch mit 40%/Hz abregeln. Und zur Not kann man ja einen ganzen Netzabschnitt auch mal abkoppeln, um die Versorgungssicherheit (ist nun mal das Wichtigste) zu wahren. So kann man sich Kohle und Kernkraft noch etwas länger am Netz wahren, denn "die kann man ja nicht abregeln". Es bleibt abzuwarten, ob sich die Vernunft durchsetzt (also der bevorzugte Einsatz von Erzeugern, die ohnehin kostenlos liefern) und wie sich z.B. Transpower und 50Hz verhalten.
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von NO Diesel » 31.08.2010, 13:24
PV-Berlin hat geschrieben:PV soll 2% 2050 am Gesamtenergieverbrauch erbringen. *also nur noch einen homöopathischen Zubau für 40 Jahre
Zu Ende gedacht bedeutet das, dass der Zubau aus 2010 dazu führen wird, dass es zu einer weiteren Absenkung der Vergütung im Bereich EEG für 2011 kommen wird. Noch mal mindestens 13%. Anders wird die EEG Umlage nicht "gerettet" werden können. Laufzeiten der EEG aus PV werden reduziert. Ich bin gespannt, wann die Katze aus dem Sack gelassen wird. zzgl. zu den aktuellen 13% zum 01.01.2011
Folgen dieser Politik, die sich auf dieses Studie stütz: PV wird exportiert. Es kommt zu einer kompletten Abzug aller Kapazitäten der Forschung und der Produktion. ...
(Meine Sicht) Stand PV 2010 Herstellerseite: PV Anlagen ab 1 MWp mit Si Technologie können in D für ca. 2.100 bis 2.200 € je kWp erstellt werden.*Deutsche und Importmodule Es wurden Vorraussetzungen geschaffen, dass dieser Preis 2011 deutlich unter 2.000,- € sinken wird. *Deutsche Module Im Ausland, bei größeren Projekten, wird ein Preis nahe 1.600,- € erreicht werden. (Ab 5 MWp,) Da, die PV Industrie nicht verschwindet, einfach so, wird die Entwicklung im Ausland stattfinden.
Preise von ca. 1.000 € je kWp (ab 5 kWp) komplett auf dem Dach in D wird es ab 2015 bis 2020 geben. *Neubau *Module werden deutlich mehr Leistung haben *Die WR werden deutlich intelligenter und preiswerter werden. *Die Integration im Neubaugeschäft wird vorankommen.
Die "Studie" ist natürlich vor dem Hintergrund der PV-Kostendegression vollkommener Quatsch. Wurde via EWI schließlich auch von RWE und E(g)ON finanziert. Die Aussichten für PV sind in DE trotzdem hervorragend, selbst wenn die Förderung so wie geplant zurückgefahren wird (max. 21% zum 01.01.2012). Nur die Sprünge sind wegen der Nachfrageverzerrung kompletter Unsinn, ein "ausschleichen" mit monatlicher Senkung m.E. viel verträglicher. Warum sollte aber die Forschung und die Unternehmen weggehen? Das wichtigste sind doch bei den vollautomatischen Fertigungen das Know-how der Mitarbeiter und Forschungseinrichtungen sowie die Nähe zu den Anlagenbauern. Entsprechende Studiengänge wurden auch etabliert und Fraunhofer.ISE geht sicher auch nicht weg. Die Probleme eines Teils der Industrie (z.B. Qcells) sind fast ausschließlich auf gravierende strategische Fehler zurückzuführen. DE ist für die Produktion von PV-Modulen geradezu prädestiniert: Hohe Automatisierungsquote kombiniert mit gut ausgebildeten Mitarbeitern. Zu den Kosten: Wenn man sehr vorsichtig mit nur 8% Kostensenkung kalkuliert, ergeben sich folgende Systemkosten pro kWp: 2011: 2500,00 (bei den Angeboten gibts aktuell schon manche günstigere) 2012: 2300,00 2013: 2116,00 2014: 1946,72 2015: 1790,98 2016: 1647,70 Diese Systemkosten sind zumindest bei mittelgroßen Anlagen locker zu erreichen. Und vermutlich sind dann auch Kleinanlagen nicht weit davon entfernt, da ins Modul integrierte Micro-Inverter Planung und Aufbau erheblich vereinfachen. Demgegenüber steigt der aktuelle Strompreis bis 2016 durch EEG und zusätzliche Netzvergütungen von aktuell 22 ct. auf ca. 27 ct. brutto (bzw. 22,7 ct. netto) Das heißt, dass sich ab ca. 2016 alle Neuanlagen nach 8 Jahren amortisiert haben, sofern 100% des PV-Stroms Verwendung finden (Randbedingungen: 1000 kWh/KWp, 4% Kapitalkosten). Mit der Tendenz, dass der PV-Preis weiter runtergeht und der Strompreis weiter raufgeht. Die PV-Nachfrage wird ab da auch ohne Förderung exponentiell ansteigen.
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von PV-Berlin » 31.08.2010, 14:14
Ich muss mich noch deutlicher machen. Ich hatte "......" und dann meine Sicht geschrieben.
Denn wenn ich die Studie und die Experten Ernst nehmen soll, dann sind das die einzig logischen Schlussfolgerungen. Denn die gehen von einem Untergang der PV Industrie in D aus. Anders kann man dieses Zahlenwerk nicht interpretieren.
Ob sich die Regierung wirklich traut, dieses in Gesetzte zu gießen, kann ich nicht beurteilen. Dass die PV nicht zu stoppen sein wird, werden die Vier und EDF in Frankreich noch feststellen dürfen. In 2011 und 2012 muss die Lernkurve im Wesentlichen von anderen Ländern getragen werden. Aber inzwischen sind so viele Länder aufgewacht, die noch nicht mal Braunkohle im Boden haben und deutlich mehr als 1.000 kWh je kWp erzeugen können. Da mache ich mir weniger Sorgen. 40 Länder mit nur 500 MWp Nachfrage im Durchschnitt für 2011 reichen aus, um weiter zu kommen.
@ batome Die Montagekosten für PV sind bei Neubau und Sanierung von Dächern sogar negativ. Es kann auf teure und optisch hochwertige Dachbeschichtung verzichtet werden. Die Platten für Indachlösungen sind natürlich etwas teurer als Montagegestelle *noch, passen aber z.B. perfekt mit Außendämmsystemen zusammen. Bei sehr großen Dächern (Schulen und Gewerblichen Objekten) kann man ohne Bedenken der Optik betreffend Trapezeindeckungen verwenden und mit Hilfe von optisch hochwertigen Modulen und einer Randeinfassung ein Luxusdach darstellen, das deutlich günstiger ist, als ein Ziegeldach und wesentlich schneller zu montieren ist. *Muss man bei der Planung nur auch wollen. Ich sehe nicht, dass die Montage und Befestigungssysteme ein Kostenproblem darstellen werden. Bei Nachrüstungen auf privaten Dächern bis 5 -6 kWp wird man schwerer unter 500 € je kWp kommen. Aber dafür muss der Strom auch nicht das Haus verlassen, zumal recht bald deutlich kleinere Flächen dafür reichen sollten.
Schon ein Systempreis von unter 10.000, -€ für 5kWp wirkt für einen privaten Betreiber nicht mehr als Geld-Anlage, so dass der Absicherungsgedanke (Strompreis) und Robinson Crusoe Effekt zum tragen kommt. Dass wir in nicht allzu fernen Zukunft Preise von 2.000,- je kWp bei den Angeboten sehen werden, ist doch unstreitig.
Leider, wird diese Studie uns allen noch schwer zu schaffen machen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von diesonnelacht » 31.08.2010, 14:28
PV-Berlin hat geschrieben:Leider wird diese Studie uns allen noch schwer zu schaffen machen.
Ist zu befürchten. Mir ist eingefallen, dass ich mir "Hart aber fair" angesehen hatte und danach den Eindruck hatte, dass der einsetzende und bevorstehende Wandel hin zu den Erneuerbaren in Politik wie breiter Bevölkerung angekommen ist: Wir brauchen den Wandel, er wird kommen (und ist eigentlich schon da). Das war nicht nur vom Röttgen zu hören, sonderen sinngemäss auch vom Clement, ohne dass ihm sein Atomforist an die Gurgel gegangen wäre. Und jetzt sollen diese "Energieszenarien" einen wesentlichen Beitrag zum Energiekonzept liefern. Danke und gute Nacht.
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