Ich weiss nicht,
ob es sehr viel Sinn macht schonwieder so viele Dinge zu diskutieren
...letztlich, haben wir dies an vielen Stellen schon getan
...aber ich bin ja immer für sowas zu haben,
und als BHKW-Spezi würd ich mich in einzelnen Punkten gern besondes einnbringen
1. Energieeinsparung an erster Stelle
und wie?
für den Strom:
Hab mal was von nem Schweize Konzept gehört
und möcht es hier gern anregen (so wie ich es mal gesagt bekommen hab)
Vorab, im Industriellen oder auch gewerblichen Bereich wüsst ich gerad nicht wie umzusetzen,
Für haushaltkunden folgender Vorschlag
- Jede natürlich Person in D bekommt 500kwh elektrische Energie pro Jahr geschenkt
...würde bei rund 80mio natürlichen Peronen Kosten von 40mrd. verursachen
- Die Kosten (halt 40mrd.) werden mit einer ES-Umlage (Energiespar-Umlage) auf den Haushlatstrompreis aufgeschlagen
...dürfte bei nem Verbrauch der Haushalte von ca. 140mrd kwh ca. 30cent/kwh machen
=> Ein Haushalt mit 3 Personen und 4.000kwh Jahresbedarf hätte folgende Kosten
- bisher: 4.000kwh x 20cent(kwh (bisheriger Haushaltstrompreis) = 800€
- dann: [4.000kwh - (3 x 500kwh)] x 50cent/kwh (bisheriger Preis+30cent ES-Umlage) = 1.250 €
- aber, ein sparsamerer Haushalt mit 3.000kwh Bedarf (sowas ist kein Problem) = 750 € p.a.
- und ganz sparsame...sollen schon heut welche schaffen mit 1.500kwh p.a.
zahlen gar nichts
- und echte Verschwender mit 9.000kwh zahlen entsprechend 3.750 €
zur Wärme,
vielen mir viele Dinge ein
Eine nette Idee (weil auf meinem Mist gewachsen)

der Gedanke einer "ökologischen Grundsteuerreform"
Wie vielleicht einige Wissen, muss die Bemessung der Grundsteuer eh geändert werden (Karlsruhe hat da reingefunkt)
Idee: die Grundsteuer wird künftig nach dem Primärenergiebedarf Q_p(die angabe hat jeder Energiepass) des Objektes bemessen
Der Hebesatz wird danach bestimmt. Wer 50kwh/m²a hat, der hat einen hebesatz von 50%
Wer 100kwh halt 100
Wer 300kwh hat halt 300%
Das darf gerne auch nciht linear sein, sondern progressiv...meinetwegen so, dass unsanierte Dreckschleudern auf 2.000% landen (Vergleich Berlin hat jetzt eh schon nen Hebesatz von über 800%)
Vorteil: Das Argument "Mieter, gerade schwächerer Einkommensklassen können sich nach Sanierung die Miete nicht mehr Leisten, könnte hiermit abgemildert werden, da neben der Energieeinsparung auch Grundsteuer deutlich sinkt)
...und diese Art der Besteuerung wäre halt völlig technologieoffen und Objekteigener kann sich überlegen, ob er z.B. sofort die Hütte dämmt(muss er eh mal) oder erstmal mit nem BHKW den Primärenergiebedarf halbiert.
2. PV-Vergütungslänge wird an die erzeugten kWh angepasst. Ziel: Investitionskosten sind abgesichert. Wenn durch die Einspeisung die Investitionskosten beglichen wurden, wird die Einspeisevergütung abgesenkt.
schon besser,
aber ich find die Idee (siehe min Vorschlag in dem thread "Gegenvorschlag"
ein jährliche Deckelung auf die erzeugte Menge besser (weil damit u.a. die Ausgaben gestreckt werden)
also z.B.: die EEG-Vergütung für PV gibts nur auf die ersten 800 kwh pro kwp pro Jahr
Darüber hinausgehende Mengen werden zum "üblichen Preis"(durchschnittlicher daypeak-Preis der EEX) abgerechnet oder können durch direktvermarktung vertrieben werden.
Organisatorisch kein Problem, da bereits heute im Bereich KWK so gehandhabt
Vorteil: Abmilderung von Standortvorteilen und damit stärkere Dezentralisierung (raus ausm Süden)
aber auch tagszeitliche Streckung, da durchaus auch ein Ost/Westdach da ran kommt
weiterhin Abmilderung der Vergütung und gleichzeitig dennoch höherer nicht-vergüteter PV-Anteil (halt der Anteil, der über den 800 liegt und nicht nach EEG bezahlt wird
weiterhin Entwicklung von Märkten (die wir eh künftig brauchen) wie man PV-Strom auch anders verkaufen kann
und dann noch höherer eigenstromnutzung (da starke Standorte schon drauf acht geben werden)
3. Vergütung wird regional gestaffelt, um eine gleichmäßigere Verteilung der Erzeugung zu erreichen und um den Netzausbau auf ein vertretbares Maß zu begrenzen.
zu bürokratisch
und mit den Vorschlägen unter 2) m.E. auch nciht mehr nötig
4. Einführung von variablen Strompreisen. Damit können Verbraucher (E-Mobile, Gefrieranlagen, Warmwasserspeicher ...) angebotsabhängig eingeschaltet werden. Ziel: Verringerung des Speicherbedarfs
Die MUSS es eh ab 01.01. geben
die Anreize werden aber meiens Erachtens nciht ausreichen, drum wäre eine Erhöhung des Hebels wünschenswert.
bisher:
3...8cent Börsenpreis (klar auch ausreisser...aber so in der Art), das ist variabel und drückt auch Netzlast aus
weiterhin EEG und KWK umlage= fixpreis
weiterhin Stromsteuer= fix
und Netzkosten= "relativ" fix, da im Standardprofil
udn MwSt= "relativ" variabel, halt auf den Strompreis
Das heisst, dass der Strompreis vielleicht irgendwo zwischen 17 und 22 cent pendeln würde bei variablen Tarifen...nicht so der hohe Anreiz
besser:
Es werden per Verordnung 3 Zeiträume definiert: rot | gelb | grün
Die "Neben"-Kosten, die bisher fix sind, bekommen nun einen variablen Faktor an die Seite
als Beispiel
rot (hohe Netzlast) ergibt Faktor 200%
gelb (mittlere Last) ergibt 100%
grün (schwache Last) ergibt 50%
plötzlich würde der Strompreis zwischen 10 (grün) und 30cent (rot) variieren
und dürfte deutlich höhere Anreize setzen sein Verhalten dem Markt anzupassen (auch mit entsprechenden Technologien wie intelleigente haustechnik, Speicher etc.)
5. Vergütung von Speicherstrom. Anreiz für Investionen in Speichersysteme durch Vergütungsmodelle wie PV-Vergütung mit jährlicher Degression. Ziel: Aufnahme von Windstrom nachts und den Spitzenerträge PV mittags. Damit Glättung der Angebotsseite und Verringerung der Netzausbaukosten.
Speicher werden wir sicher irgendwann mal brauchen,
meiner Meinung nach, haben wir aber noch sehr viel Platz im Bereich der variablen Preisgestaltung und Lastfolgebetrieben (insbesonder auch aus BHKW)....wenn wir es mal wollten.
Nebenbei könnte die Argumente aus 4) durchaus Speicherförderungen entfallen lassen, da Dezentral schon dei verbrauch für die Kapazitäten sorgen werden (speichern halt "freiwillig" weils nachts billiger ist...20cent Preisvorteil)
6. Förderung von KWK mit Einspeisevergütungssätzen. Optimale Ergänzung zu dem PV-Strom im Jahreszyklus. Bonusvergütung für Biogas-KWKs (Biogas nach Richtlinien z.B. von Naturstrom)
oooh ja,
da würde mir so ein Palette einfalllen...auch genug Dinge, die überhaupt keine Förderungen bedürften (KWK ist bei Eigenstromnutzung sowas von rentabel)...leider eher Dinge im Ordnungspolitischen
Man bräuchte für KWK (und allgemein für variable dezentrale Einspeiser) eine Lastabhängige Vergütung (keine Förderung)
Vielleciht im ersten Schritt der pragmatischste Ansatz,
denn einfach ist immer besser.
BHKWs dürfen "ziellos" einspeisen, wie sie Lustig sind und dürfen zu anderen Zeiten wieder kostenlos ausm Netz entnehmen (also der rückwärtslaufende Zähler)
...jaja, ich hör schon den Aufschrei

ABER dafür, werden die auch verdonnert per Rundsteuerbefehl abgeschaltet werden zu können.
Irgendwie so ne Regelung als "bis zu 2 x 4 h pro Tag darf Netzbetreiber abschalten" wäre leicht umzusetzen.
Dies Netzdienstleistung (Lastmanagment) ist was wert und dafür wird halt auf die exakte Messung verzichtet
Letzlich würden BHKWs (wenn es ddenn schon sinnvolle Speicher gäbe) eh nichts einspeisen und Dinge wie Konzessionsabgaben würden dann eh nicht fliessen.
wie gesagt...was pragmatisches

7. Ausbau von WKA im Süden von Deutschland und PV im Osten von Deutschlands um den regionalen Mix zu optimieren.
zu PV sagte ich schon was
und WKA sollten mittlerweile auch im Süden laufen (wenn nciht gerad DIE die vorranggebiete in Täler legen würden)
...muss essen,
drum lass ich mal die Einzelbetrachtung der anderen Punkte
...einfach nur Zustimmung