Eigenes Energiekonzept des Forums

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Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon PeterQ » 16.10.2010, 18:04

Es ist angebracht, dass wir selber ein schlüssiges Energiekonzept diskutieren und ein Plan haben, wie wir den Umbau der Energieversorgung schaffen können. Es gibt hier viele Anregungen im Forum, die ich mal in ein paar Punkte zusammengefasst habe.
Ich weiß, dass jeder Punkt genügend Diskussionsstoff liefern kann, aber vielleicht können wir es schaffen, einen Konsens über die wichtigsten Eckpunkte zu erreichen. Auch schließt das eine das andere auch nicht aus. Oder anders gesagt: Es führen viele Wege nach Rom!


Energiekonzept für den Bereich Strom

1. Energieeinsparung an erster Stelle.

2. PV-Vergütungslänge wird an die erzeugten kWh angepasst. Ziel: Investitionskosten sind abgesichert. Wenn durch die Einspeisung die Investitionskosten beglichen wurden, wird die Einspeisevergütung abgesenkt.

3. Vergütung wird regional gestaffelt, um eine gleichmäßigere Verteilung der Erzeugung zu erreichen und um den Netzausbau auf ein vertretbares Maß zu begrenzen.

4. Einführung von variablen Strompreisen. Damit können Verbraucher (E-Mobile, Gefrieranlagen, Warmwasserspeicher ...) angebotsabhängig eingeschaltet werden. Ziel: Verringerung des Speicherbedarfs

5. Vergütung von Speicherstrom. Anreiz für Investionen in Speichersysteme durch Vergütungsmodelle wie PV-Vergütung mit jährlicher Degression. Ziel: Aufnahme von Windstrom nachts und den Spitzenerträge PV mittags. Damit Glättung der Angebotsseite und Verringerung der Netzausbaukosten.

6. Förderung von KWK mit Einspeisevergütungssätzen. Optimale Ergänzung zu dem PV-Strom im Jahreszyklus. Bonusvergütung für Biogas-KWKs (Biogas nach Richtlinien z.B. von Naturstrom)

7. Ausbau von WKA im Süden von Deutschland und PV im Osten von Deutschlands um den regionalen Mix zu optimieren.

8. Ausbau von Kleinwasserkraftwerken, die fischgängig sind. (Wasserwirbelkraftwerke können Fischtreppen z.B. ersetzen und liefern dabei noch Strom)

9. Geothermie als kommunaler Wärme- und Stromlieferant. Allerdings nur wo es geologisch, ökologisch und ökonomisch Sinn macht.

10. Abschaltung atomarer und konventioneller Kraftwerke je nach Ausbau der Erneuerbaren Energien

Die Punkte sind keine Reihenfolge der Maßnahmen, dienen nur der Gliederung.

Sonnige Grüße Peter
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Re: Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon firestarter » 16.10.2010, 18:56

Ich weiss nicht,
ob es sehr viel Sinn macht schonwieder so viele Dinge zu diskutieren
...letztlich, haben wir dies an vielen Stellen schon getan

...aber ich bin ja immer für sowas zu haben,
und als BHKW-Spezi würd ich mich in einzelnen Punkten gern besondes einnbringen

1. Energieeinsparung an erster Stelle

und wie?

für den Strom:
Hab mal was von nem Schweize Konzept gehört
und möcht es hier gern anregen (so wie ich es mal gesagt bekommen hab)
Vorab, im Industriellen oder auch gewerblichen Bereich wüsst ich gerad nicht wie umzusetzen,

Für haushaltkunden folgender Vorschlag
- Jede natürlich Person in D bekommt 500kwh elektrische Energie pro Jahr geschenkt
...würde bei rund 80mio natürlichen Peronen Kosten von 40mrd. verursachen
- Die Kosten (halt 40mrd.) werden mit einer ES-Umlage (Energiespar-Umlage) auf den Haushlatstrompreis aufgeschlagen
...dürfte bei nem Verbrauch der Haushalte von ca. 140mrd kwh ca. 30cent/kwh machen

=> Ein Haushalt mit 3 Personen und 4.000kwh Jahresbedarf hätte folgende Kosten
- bisher: 4.000kwh x 20cent(kwh (bisheriger Haushaltstrompreis) = 800€
- dann: [4.000kwh - (3 x 500kwh)] x 50cent/kwh (bisheriger Preis+30cent ES-Umlage) = 1.250 €
- aber, ein sparsamerer Haushalt mit 3.000kwh Bedarf (sowas ist kein Problem) = 750 € p.a.
- und ganz sparsame...sollen schon heut welche schaffen mit 1.500kwh p.a.
zahlen gar nichts
- und echte Verschwender mit 9.000kwh zahlen entsprechend 3.750 €


zur Wärme,
vielen mir viele Dinge ein

Eine nette Idee (weil auf meinem Mist gewachsen) ;)
der Gedanke einer "ökologischen Grundsteuerreform"
Wie vielleicht einige Wissen, muss die Bemessung der Grundsteuer eh geändert werden (Karlsruhe hat da reingefunkt)
Idee: die Grundsteuer wird künftig nach dem Primärenergiebedarf Q_p(die angabe hat jeder Energiepass) des Objektes bemessen
Der Hebesatz wird danach bestimmt. Wer 50kwh/m²a hat, der hat einen hebesatz von 50%
Wer 100kwh halt 100
Wer 300kwh hat halt 300%
Das darf gerne auch nciht linear sein, sondern progressiv...meinetwegen so, dass unsanierte Dreckschleudern auf 2.000% landen (Vergleich Berlin hat jetzt eh schon nen Hebesatz von über 800%)
Vorteil: Das Argument "Mieter, gerade schwächerer Einkommensklassen können sich nach Sanierung die Miete nicht mehr Leisten, könnte hiermit abgemildert werden, da neben der Energieeinsparung auch Grundsteuer deutlich sinkt)
...und diese Art der Besteuerung wäre halt völlig technologieoffen und Objekteigener kann sich überlegen, ob er z.B. sofort die Hütte dämmt(muss er eh mal) oder erstmal mit nem BHKW den Primärenergiebedarf halbiert.
2. PV-Vergütungslänge wird an die erzeugten kWh angepasst. Ziel: Investitionskosten sind abgesichert. Wenn durch die Einspeisung die Investitionskosten beglichen wurden, wird die Einspeisevergütung abgesenkt.

schon besser,
aber ich find die Idee (siehe min Vorschlag in dem thread "Gegenvorschlag"
ein jährliche Deckelung auf die erzeugte Menge besser (weil damit u.a. die Ausgaben gestreckt werden)
also z.B.: die EEG-Vergütung für PV gibts nur auf die ersten 800 kwh pro kwp pro Jahr
Darüber hinausgehende Mengen werden zum "üblichen Preis"(durchschnittlicher daypeak-Preis der EEX) abgerechnet oder können durch direktvermarktung vertrieben werden.
Organisatorisch kein Problem, da bereits heute im Bereich KWK so gehandhabt
Vorteil: Abmilderung von Standortvorteilen und damit stärkere Dezentralisierung (raus ausm Süden)
aber auch tagszeitliche Streckung, da durchaus auch ein Ost/Westdach da ran kommt
weiterhin Abmilderung der Vergütung und gleichzeitig dennoch höherer nicht-vergüteter PV-Anteil (halt der Anteil, der über den 800 liegt und nicht nach EEG bezahlt wird
weiterhin Entwicklung von Märkten (die wir eh künftig brauchen) wie man PV-Strom auch anders verkaufen kann
und dann noch höherer eigenstromnutzung (da starke Standorte schon drauf acht geben werden)

3. Vergütung wird regional gestaffelt, um eine gleichmäßigere Verteilung der Erzeugung zu erreichen und um den Netzausbau auf ein vertretbares Maß zu begrenzen.

zu bürokratisch
und mit den Vorschlägen unter 2) m.E. auch nciht mehr nötig

4. Einführung von variablen Strompreisen. Damit können Verbraucher (E-Mobile, Gefrieranlagen, Warmwasserspeicher ...) angebotsabhängig eingeschaltet werden. Ziel: Verringerung des Speicherbedarfs

Die MUSS es eh ab 01.01. geben
die Anreize werden aber meiens Erachtens nciht ausreichen, drum wäre eine Erhöhung des Hebels wünschenswert.
bisher:
3...8cent Börsenpreis (klar auch ausreisser...aber so in der Art), das ist variabel und drückt auch Netzlast aus
weiterhin EEG und KWK umlage= fixpreis
weiterhin Stromsteuer= fix
und Netzkosten= "relativ" fix, da im Standardprofil
udn MwSt= "relativ" variabel, halt auf den Strompreis
Das heisst, dass der Strompreis vielleicht irgendwo zwischen 17 und 22 cent pendeln würde bei variablen Tarifen...nicht so der hohe Anreiz
besser:
Es werden per Verordnung 3 Zeiträume definiert: rot | gelb | grün
Die "Neben"-Kosten, die bisher fix sind, bekommen nun einen variablen Faktor an die Seite
als Beispiel
rot (hohe Netzlast) ergibt Faktor 200%
gelb (mittlere Last) ergibt 100%
grün (schwache Last) ergibt 50%
plötzlich würde der Strompreis zwischen 10 (grün) und 30cent (rot) variieren
und dürfte deutlich höhere Anreize setzen sein Verhalten dem Markt anzupassen (auch mit entsprechenden Technologien wie intelleigente haustechnik, Speicher etc.)

5. Vergütung von Speicherstrom. Anreiz für Investionen in Speichersysteme durch Vergütungsmodelle wie PV-Vergütung mit jährlicher Degression. Ziel: Aufnahme von Windstrom nachts und den Spitzenerträge PV mittags. Damit Glättung der Angebotsseite und Verringerung der Netzausbaukosten.

Speicher werden wir sicher irgendwann mal brauchen,
meiner Meinung nach, haben wir aber noch sehr viel Platz im Bereich der variablen Preisgestaltung und Lastfolgebetrieben (insbesonder auch aus BHKW)....wenn wir es mal wollten.
Nebenbei könnte die Argumente aus 4) durchaus Speicherförderungen entfallen lassen, da Dezentral schon dei verbrauch für die Kapazitäten sorgen werden (speichern halt "freiwillig" weils nachts billiger ist...20cent Preisvorteil)

6. Förderung von KWK mit Einspeisevergütungssätzen. Optimale Ergänzung zu dem PV-Strom im Jahreszyklus. Bonusvergütung für Biogas-KWKs (Biogas nach Richtlinien z.B. von Naturstrom)

oooh ja,
da würde mir so ein Palette einfalllen...auch genug Dinge, die überhaupt keine Förderungen bedürften (KWK ist bei Eigenstromnutzung sowas von rentabel)...leider eher Dinge im Ordnungspolitischen
Man bräuchte für KWK (und allgemein für variable dezentrale Einspeiser) eine Lastabhängige Vergütung (keine Förderung)
Vielleciht im ersten Schritt der pragmatischste Ansatz,
denn einfach ist immer besser.
BHKWs dürfen "ziellos" einspeisen, wie sie Lustig sind und dürfen zu anderen Zeiten wieder kostenlos ausm Netz entnehmen (also der rückwärtslaufende Zähler)
...jaja, ich hör schon den Aufschrei ;)
ABER dafür, werden die auch verdonnert per Rundsteuerbefehl abgeschaltet werden zu können.
Irgendwie so ne Regelung als "bis zu 2 x 4 h pro Tag darf Netzbetreiber abschalten" wäre leicht umzusetzen.
Dies Netzdienstleistung (Lastmanagment) ist was wert und dafür wird halt auf die exakte Messung verzichtet
Letzlich würden BHKWs (wenn es ddenn schon sinnvolle Speicher gäbe) eh nichts einspeisen und Dinge wie Konzessionsabgaben würden dann eh nicht fliessen.

wie gesagt...was pragmatisches :)

7. Ausbau von WKA im Süden von Deutschland und PV im Osten von Deutschlands um den regionalen Mix zu optimieren.

zu PV sagte ich schon was
und WKA sollten mittlerweile auch im Süden laufen (wenn nciht gerad DIE die vorranggebiete in Täler legen würden)

...muss essen,
drum lass ich mal die Einzelbetrachtung der anderen Punkte
...einfach nur Zustimmung
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Re: Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon user4711 » 16.10.2010, 19:19

PeterQ hat geschrieben:Es ist angebracht, dass wir selber ein schlüssiges Energiekonzept diskutieren und ein Plan haben, wie wir den Umbau der Energieversorgung schaffen können. Es gibt hier viele Anregungen im Forum, die ich mal in ein paar Punkte zusammengefasst habe.
Ich weiß, dass jeder Punkt genügend Diskussionsstoff liefern kann, aber vielleicht können wir es schaffen, einen Konsens über die wichtigsten Eckpunkte zu erreichen. Auch schließt das eine das andere auch nicht aus. Oder anders gesagt: Es führen viele Wege nach Rom!


Energiekonzept für den Bereich Strom

1. Energieeinsparung an erster Stelle.

2. PV-Vergütungslänge wird an die erzeugten kWh angepasst. Ziel: Investitionskosten sind abgesichert. Wenn durch die Einspeisung die Investitionskosten beglichen wurden, wird die Einspeisevergütung abgesenkt.

3. Vergütung wird regional gestaffelt, um eine gleichmäßigere Verteilung der Erzeugung zu erreichen und um den Netzausbau auf ein vertretbares Maß zu begrenzen.

4. Einführung von variablen Strompreisen. Damit können Verbraucher (E-Mobile, Gefrieranlagen, Warmwasserspeicher ...) angebotsabhängig eingeschaltet werden. Ziel: Verringerung des Speicherbedarfs

5. Vergütung von Speicherstrom. Anreiz für Investionen in Speichersysteme durch Vergütungsmodelle wie PV-Vergütung mit jährlicher Degression. Ziel: Aufnahme von Windstrom nachts und den Spitzenerträge PV mittags. Damit Glättung der Angebotsseite und Verringerung der Netzausbaukosten.

6. Förderung von KWK mit Einspeisevergütungssätzen. Optimale Ergänzung zu dem PV-Strom im Jahreszyklus. Bonusvergütung für Biogas-KWKs (Biogas nach Richtlinien z.B. von Naturstrom)

7. Ausbau von WKA im Süden von Deutschland und PV im Osten von Deutschlands um den regionalen Mix zu optimieren.

8. Ausbau von Kleinwasserkraftwerken, die fischgängig sind. (Wasserwirbelkraftwerke können Fischtreppen z.B. ersetzen und liefern dabei noch Strom)

9. Geothermie als kommunaler Wärme- und Stromlieferant. Allerdings nur wo es geologisch, ökologisch und ökonomisch Sinn macht.

10. Abschaltung atomarer und konventioneller Kraftwerke je nach Ausbau der Erneuerbaren Energien

Die Punkte sind keine Reihenfolge der Maßnahmen, dienen nur der Gliederung.

Sonnige Grüße Peter


Zwei Dring, die mich sehr stoehren
1. zuviel Plan, bitte keine Planwirkschaft und Vorgaben, die dem Marktgeschehen immer wieder anzupassen sind.
Ich halte das derzeitige System fuer ok, nur ist die Berichterstattung ist gelenkt und die Vergleiche mehr der Art von dem Vergleichvon Aepfel und Birnen. -> Was meine ich damit z.B sind die AKW nicht versichert, eine Versicherung wuerden den kWh Preis auf 4 DM, so meine Erinnerung, hochziehen. Wir haben dann noch nicht von der Entsorgung und unseren Hinterlassenschaften u.s.w gesprochen.
2. AKWs sind ohne wenn und aber, so schnell wie moeglich, vom Netz zu nehmen. Eine Verbindung zu den erneuerbaren, wie etwa Brueckentechnik, sollten wir nicht zulassen. Diese Bruecke zur Hoelle sollte nicht durch die erneuerbaren aufgewertet werden.

Viele Gruesse
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Re: Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon PV-Berlin » 17.10.2010, 15:22

Na das gefällt mir! Am Anfang sollten wir uns darauf konzentrieren möglichst viele Ideen einzubringen.
Die Ausgestaltung ist der letzte Schritt. dazu gehört es, möglichst ohne allzu viel Bürokratie auszukommen.

Ich wäre für eine PV Kleinanlage Grundkostenpauschale. bis maximal 5kWp.
Über die Höhe kann man diskutieren, sie sollte aber in der Höhe der Fixkosten sein. *Strom/ Gerüst Zählerschrank.
Im Gegenzug die Laufzeit der festen Vergütung stark verkürzen und auf maximal 800 bis 900 kWh je kWp begrenzen.

Ziel, Masseverteilung, Netzverträglichkeit. Sinnvolle Verwendung der KKW Umlage, bei gleichzeitiger positiver Wirkung auf die EEG PV für den normalen Stromkunden. Kostenneutral bis Kostenpositiv, da durch den Zinseffekt (5% Zinsfuss) schon ein echter Vorteil da ist.

€ 1.000 bis 2.000 ! Diskussionsgrundlage.

Folge in 2011: 5 kWp kosten nur noch maximal 8 TEUR auf dem Dach.

Laufzeitkürzung Anlagen über 30 Kwp auf unter 20 Jahre! Vergütung bis maximal 800 kWh je kWp. *Rest ist möglicher Beitrag zur Regelenergie.
Anlagen über 30 kWp werden sich immer noch rechnen!

Überarbeitung: der EEG PV: Von 5 bis 30 Kwp.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon PeterQ » 17.10.2010, 16:47

firestarter hat geschrieben:
2. PV-Vergütungslänge wird an die erzeugten kWh angepasst. Ziel: Investitionskosten sind abgesichert. Wenn durch die Einspeisung die Investitionskosten beglichen wurden, wird die Einspeisevergütung abgesenkt.
schon besser,aber ich find die Idee (siehe min Vorschlag in dem thread "Gegenvorschlag"ein jährliche Deckelung auf die erzeugte Menge besser (weil damit u.a. die Ausgaben gestreckt werden)also z.B.: die EEG-Vergütung für PV gibts nur auf die ersten 800 kwh pro kwp pro JahrDarüber hinausgehende Mengen werden zum "üblichen Preis"(durchschnittlicher daypeak-Preis der EEX) abgerechnet oder können durch direktvermarktung vertrieben werden.Organisatorisch kein Problem, da bereits heute im Bereich KWK so gehandhabtVorteil: Abmilderung von Standortvorteilen und damit stärkere Dezentralisierung (raus ausm Süden)aber auch tagszeitliche Streckung, da durchaus auch ein Ost/Westdach da ran kommtweiterhin Abmilderung der Vergütung und gleichzeitig dennoch höherer nicht-vergüteter PV-Anteil (halt der Anteil, der über den 800 liegt und nicht nach EEG bezahlt wirdweiterhin Entwicklung von Märkten (die wir eh künftig brauchen) wie man PV-Strom auch anders verkaufen kannund dann noch höherer eigenstromnutzung (da starke Standorte schon drauf acht geben werden)
Das wäre auch einen Möglichkeit. Der Vorteil läge darin, dass die PV schneller günstiger wäre (Mischpreis zwischen festen, kalkulierbaren Einnahmen für die Investition und den Zusatzbonus, der dann zwar geringer ausfallen würde als jetzt, aber dennoch was einbringen würde. Wenn sonnenreiche Gegenden von 1000 kWh/kwp ausgehen, würden 20 % des Stromes schon für den Preis in den Strommarkt gehen, wie es in ca. 20 Jahren sein würde. (oder nach meinem Modell nach der Begleichung der Investitionskosten). Je länger ich darüber nachdenke, desto sinniger erscheint mir dieser Vorschlag. Die Gesamtvergütung für PV wäre klarer zu kalkulieren. Man könnte die jährliche Degression auch auf die kWh/kWp beziehen. Der Kostenvorteil von PV würde so schneller erreicht werden.

firestarter hat geschrieben:
3. Vergütung wird regional gestaffelt, um eine gleichmäßigere Verteilung der Erzeugung zu erreichen und um den Netzausbau auf ein vertretbares Maß zu begrenzen.
zu bürokratischund mit den Vorschlägen unter 2) m.E. auch nciht mehr nötig
Könnte dann ja wegfallen.

firestarter hat geschrieben:
4. Einführung von variablen Strompreisen. Damit können Verbraucher (E-Mobile, Gefrieranlagen, Warmwasserspeicher ...) angebotsabhängig eingeschaltet werden. Ziel: Verringerung des Speicherbedarfs
Die MUSS es eh ab 01.01. gebendie Anreize werden aber meiens Erachtens nciht ausreichen, drum wäre eine Erhöhung des Hebels wünschenswert.bisher: 3...8cent Börsenpreis (klar auch ausreisser...aber so in der Art), das ist variabel und drückt auch Netzlast ausweiterhin EEG und KWK umlage= fixpreisweiterhin Stromsteuer= fixund Netzkosten= "relativ" fix, da im Standardprofiludn MwSt= "relativ" variabel, halt auf den StrompreisDas heisst, dass der Strompreis vielleicht irgendwo zwischen 17 und 22 cent pendeln würde bei variablen Tarifen...nicht so der hohe Anreizbesser: Es werden per Verordnung 3 Zeiträume definiert: rot | gelb | grünDie "Neben"-Kosten, die bisher fix sind, bekommen nun einen variablen Faktor an die Seiteals Beispielrot (hohe Netzlast) ergibt Faktor 200%gelb (mittlere Last) ergibt 100%grün (schwache Last) ergibt 50%plötzlich würde der Strompreis zwischen 10 (grün) und 30cent (rot) variierenund dürfte deutlich höhere Anreize setzen sein Verhalten dem Markt anzupassen (auch mit entsprechenden Technologien wie intelleigente haustechnik, Speicher etc.)
Auch ein gute Idee. Kann bloß nicht einschätzen, wie sich das verrechnungstechnisch auswirkt. Wird dies ein Nullsummenspiel oder wer wird draufzahlen?
firestarter hat geschrieben:
5. Vergütung von Speicherstrom. Anreiz für Investionen in Speichersysteme durch Vergütungsmodelle wie PV-Vergütung mit jährlicher Degression. Ziel: Aufnahme von Windstrom nachts und den Spitzenerträge PV mittags. Damit Glättung der Angebotsseite und Verringerung der Netzausbaukosten.
Speicher werden wir sicher irgendwann mal brauchen,meiner Meinung nach, haben wir aber noch sehr viel Platz im Bereich der variablen Preisgestaltung und Lastfolgebetrieben (insbesonder auch aus BHKW)....wenn wir es mal wollten.Nebenbei könnte die Argumente aus 4) durchaus Speicherförderungen entfallen lassen, da Dezentral schon dei verbrauch für die Kapazitäten sorgen werden (speichern halt "freiwillig" weils nachts billiger ist...20cent Preisvorteil)
Wichtig war mir, dass es auch Anreize für Speicher gibt. Wenn die Spreizung zwischen Einkauf und Verkauf (bzw. Eigennutzung) groß genug ist, wird auch in Speichertechnologie investiert. Auch wenn die Meinung vertreten wird, dass ein europäisches Verbundnetz alle Speicherprobleme überflüssig erscheinen lässt, so vertrete ich doch die Meinung, dass viele kleinere Speicher vorteilhafter sein können als der Ausbau riesieger Netze. Auch ist die Stabilität auf vielen Standsäulen besser, als auf einer.

user4711 hat geschrieben:Zwei Dring, die mich sehr stoehren 1. zuviel Plan, bitte keine Planwirkschaft und Vorgaben, die dem Marktgeschehen immer wieder anzupassen sind.
Einen Plan sollte man schon haben. Das hat nichts mit der Planwirtschaft zu tun, die ich selber erlebt habe. Das kann nur schiefgehen :lol: . Aber wir haben ein Ziel. Dafür muss man wissen, wie man hinkommt. Und man braucht gewisse Spielregeln, damit es funktioniert. Wenn wir alles dem "freien Markt" überlassen, dann haben wir Wildwuchs. Und Wildwuchs bedeutet, dass vieles wieder herausgerissen wird. Was weder ökonomisch noch ökologisch ist.
user4711 hat geschrieben:2. AKWs sind ohne wenn und aber, so schnell wie moeglich, vom Netz zu nehmen. Eine Verbindung zu den erneuerbaren, wie etwa Brueckentechnik, sollten wir nicht zulassen. Diese Bruecke zur Hoelle sollte nicht durch die erneuerbaren aufgewertet werden.
Da stimme ich dir zu. Nach diesem Konzept könnten die ersten KKW ja schon vom Netz gehen, da wir zuviel Strom derzeit dank der Erneuerbaren produzieren. Und wenn die Dynamik weiter gehen kann, sind die alten Dreckschleudern schneller vom Netz, als es von den Betreibern befürchtet wird.
Meine Aussage bezog sich nicht auf die Duldung der Krückentechnologie sondern auf die Stilllegung so schnell es geht.

Wichtig ist mir, dass wir hier im Forum verantwortungsbewußt uns Gedanken machen, wie die Energiewende geschafft werden kann. Und falls einer von den EE-Skeptikern hier mitliest, hier auch feststellen muss, dass wir nicht die Höhe der Rendite feiern sondern uns ernsthaft mit dem Umbau der Energieversorung befassen. Und dass hier vielleicht mehr Substanz für ein Energiekonzept zu finden ist, als das Konzept der Bundesregierung mit ihrer Laufzeitverlängerung.

Sonnige Grüße Peter
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Re: Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon GAST » 17.10.2010, 21:00

Hallo,
ich habe im Forum schonmal vor einiger Zeit vorgeschlagen eine Ertragsabhängige Vergütung (Prognose PVGIS) zu bezahlen.
In Gegenden mit vielen Sonnenstunden gibts pro erzeugter kWh halt weniger als in Gegenden mit weniger Sonnenstunden.
DAMALS wurde ich, bzw. mein Vorschlag als "Deckelung und bürokratischer Unsinn" verschrien...dabei wäre es doch simpel im Rahmen der Meldung an die Bundesnsetzagentur durchzuführen, einen Standort muss man eh angeben, warum also nicht auch die Ausrichtungsdaten??

Des weiteren bin ich gegen ein "Sponsoring" pro kWp Anlagengröße, das würde blos zu steigenden Kosten für die Anlagen führen...ist wohl nicht im Sinne des Erfinders??
Hat man ja damals gesehen wo ISDN eingeführt wurde, da gab es 700DM Zuschuß für die Technik (Kostete damals etwa 750DM), als das sponsoring ausgelaufen war, viel innerhalb kurzer Zeit der Anlagenpreis um fast 700DM :wink:

Wenn jemand einen Vorschlag machen kann wie man das "Sponsoring" trotzdem durchführen kann ohne das die Anlagen direkt oder indirekt teurer werden, immer her damit :D

Eine Koppelung von Grundsteuer und Energieverbrauch finde ich nicht angemessen, da sche.ßt der Teufel mal wieder auf den größten Haufen...meist sind es die nicht so wohlhabenden Eigenheimbesitzer die sich zwar ein Eigenheim leisten, aber die Sanierung nicht stemmen können...
Da muss es andere Wege geben, schließlich hat der Staat ja immer Geld für Menschen die keinen Job haben, warum dann nicht für Leute die fürs Alter vorsorgen um die Kassen zu entlasten??

Die Idee mit den BHKW ist gut, problem wird leider sein das die Lobbyisten mit allen mitteln versuchen werden die Spitzenlastvergütung im eigenen Konzern zu behalten...schließlich verdient man damit am besten.

Die Geschichte mit den "Frei kWh" ist auch ein guter Ansatz, aber wie berücksichtigt man denn Haushalte die ihr Wasser mit Strom erwärmen und nicht mit fossilen Brennstoffen oder Sonnenenergie, weil z.b. die Hausinstallation das nicht hergibt, bzw. die Umbauten zu aufwändig sind??

Wie berechnet man dann den Strom der für eine Wärmepumpe benötigt wird??

Fragen über Fragen...

Gruß
Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi
Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !!
Zitat von eggis!!
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Re: Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon PV-Berlin » 18.10.2010, 10:47

Natürlich besteht die Gefahr, dass ein Zuschuss einfach Aufgeschlagen wird, deshalb ja meine Überlegung, diesen über die Laufzeit wieder "einzukassieren".
Ein zu starke nominale Reduktion am Anfang, würde die Nachfrage zu massiv einbrechen lassen. Wir wollen aber einen Zubau von mindestens 4 GWp p.A. *-13% sind okay für 2011I
Ich möchte einen Zubau im Niederspannungsnetz. bzw. im "Straßennetz", um dies einfacher darzustellen. Den Zuschuss, von angenommen 2.000,- € kassieren wir ein, bzw. sogar deutlich mehr.
Bei einer Grenzvergütung von 800 kWp je kWp und einer Laufzeitgrenze von 15 Jahren haben wir für den Stromkunden mehr getan, als es die 2.000,- € * 1.875 in den ersten 15 Jahren, bei 900 kWh und dann 5.625,- für die 5 Jahre= 7.500,- €)
Ohne eine finanztechnische Belastung für den Anlagenbetreiber zu generieren, bzw. sogar noch für diesen, eine Minderung der Investitionssumme zu realisieren.
Außerdem, befürchte ich, dass die nebulöse Verwendung der Mittel aus der KKW Laufzeitverlängerung ohne konkrete Maßnahmen versickert und das ganz ohne Wirkung.
Die Vergütung oberhalb von 800 kWh und 15 Jahren, wird auf 5,- Cent festgeschrieben, bzw. dynamisch am durchschnittlichen Börsenstrompreis zwischen 9°° und 17°° Uhr.
Um auch mal ein echtes Unternehmerisches Element in die EEG PV einzuführen. *Stromendkunden kostenneutral, -- wobei ich vermuten darf, dass die reale Vergütung steigt durch diese Maßnahme.

Wer sich diese Model als Diskussionsgrundlage anschaut, wird den Sprengstoff erkennen können, den dieser hat. Er wird unweigerlich die Lernkurve PV beflügeln und die Kostenauswirkungen auf den Stromkunden reduzieren *dämpfen und natürlich die Vier in die Knie zwingen.

Ein nur simple Förderung ist nicht sinnvoll oder gar Ziel führend.

Aus den Grafiken zum Zubau ist relativ leicht zu entnehmen, dass der reale Zubau aus Anlagen bis 5 kWp deutlich am gesamten Volumen abgenommen hat. Nun sollte man betrachten, wie viel PV Leistung im 10 kV Netz, im 30 kV Netz oder gar noch höher verfügbar ist. Vermutlich sind das mehr als 50% der Bestandsleistung.

Die Überlegungen zum Thema Strom ökologisch sozial sind sehr gut. Ich sehe nur nicht, wie man das real umsetzen kann, ohne ein bürokratisches Monster zu erschaffen.

Meine zweite Überlegung ist, dass die Mieter von Wohnungen und auch die Wohnungsbaugenossenschaften in den Zubau involviert werden sollten.
Aus zwei Gründen:
Akzeptanz
Potential an Dächern.

Hier könnte man über die KfW Spezialkredite vergeben, die wie folgt gekoppelt werden. Wieder 800 kWh als Obergrenze, 15 Jahre Vergütung zum EEG Satz, Rest Marktpreis.
Anlagenbegrenzung (*Größe) nominaler Eigenverbrauch Bewohner minus einem fachlich zu ermittelnden Prozentsatz *Netzintegration.

Vereinfachte Abrechnung zum Eigenverbrauch Bewohner. Pflicht zum Lastfolge Zähler am Einspeisepunkt *PV und EVU. und Darstellung in Echtzeit für die Mieter, Bewohner und das EVU.
*Ziel sehr verlässliche Daten für die Nutzung des EV usw. bei fundierter Datenbasis. *Wohnfläche, Bewohner, Zeitraum

Die Einbindung von Bewohner von ETW erscheint mir wichtig und notwendig. Deshalb würde ich hier auch keine nominale Anlagenbegrenzung ansetzen, dass die PV Anlage ja sehr stark mit der Wohnfläche und der Anzahl der Bewohner korreliert. Natürlich sind auch an die KfW Kredite Maßnahmen zum Energiesparen zu koppeln. Der Istzustand minus % als Sollzustand. Die Umsetzung, sollte den Bewohnern und Verwaltungen überlassen bleiben.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon GAST » 18.10.2010, 12:03

HAllo,
@PV-Berlin
dein Ansatz ist aus meiner Sicht vernüftig, ich denke bei den heutigen Anlagenkomponenten sollte man davon ausgehen das diese langlebiger sind als zu beginn des EEG, daher sollte man in 15Jahren seine "Schäfchen" im trockenen haben.
Wenn der Standort das nicht hergibt, dann sollte man es besser bleiben lassen :wink:


Der Vorschlag mit den Mehrfamilien (Miet)häusern ist auch gut, warum sollten denn nicht die Besitzer (Wohnungsbaugesellschaften) dort Anlagen drauf betreiben die an ein Eigenverbrauchsmodell gekoppelt sind.
Das würde die Immobilie für Mieter interessant machen wenn sie ihren Strom entsprechend ein wenig preiswerter bekommen würden...zudem könnte es die Akzeptanz der PV in den Kreisen erhöhen.
Allerdings hält eigentlich niemand die WBG schon jetzt ab in PV zu investieren...schließlich machen das Aldi+Co auch heute schon!

Ein ZWeirichtungszähler wäre bestimmt interessant um seinen Anteil über den vorgeschlagenen 800kWh/kWp/a für Kleinanlagen (-10kWpmax.)selber nutzen zu können, schließlich fällt für den selbstverbrauchten Strom keine Netzbelastung an, also entstehen dabei auch keine Kosten.

Großprojekte sollten nur noch gesponsort werden wenn diese auf "verseuchten" Industriebrachen oder eigenen Hallendächern entstehen, damit könnte man die Abschreibungsmodelle rauskegeln...
Alternativ könnte man Großprojekte auch erlauben wenn man die Besitzstrukturextrem auflockert, so das ein einzelner nur max. xkWp Anteil erwerben darf, kommt raus das er wie auch immer einen höheren ANteil erworben hat, dann sollte er die MwSt.-Erstattung zurückbezahlen und diese in keinster Weise irgendwie finanztechnisch verbuchen dürfen :mrgreen:

Was ich allerdings immer noch nicht verstanden habe ist wie du das Sponsoring unterbringen möchtest ohne das es zur Anlagenverteuerung führt??

Gruß
Jörg
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Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !!
Zitat von eggis!!
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Re: Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon PV-Berlin » 18.10.2010, 12:19

http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/rufe-nach-deckelung-des-photovoltaik-marktes-werden-lauter_100003831/


....Die Netze und Speicher seien aber noch nicht ausreichend für die stark schwankende Einspeisung von Solarstrom ausgelegt. "Ich halte einen Deckel für den Photovoltaik-Ausbau von einem Gigawatt pro Jahr für sinnvoll. Dann erreichen wir die gerade noch verträgliche Marke von 30 Gigawatt Solarstrom im Jahr 2020.", so Kohler weiter. Dies schaffe Zeit für den notwendigen Netzausbau und begrenze die Kosten.
Der Deutsche Mieterbund forderte ebenfalls eine Begrenzung des Zubaus neuer Photovoltaik-Anlagen; vorwiegend aus Kostengründen. "Wir brauchen dringend einen Deckel für die Solarförderung", forderte Sprecher Ulrich Ropertz. Die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern kassierten derzeit die Renditen, während Mieter den Großteil der Belastungen trügen. Erstmals sprach sich nach Angaben der „Frankfurter Rundschau“ auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin für eine Deckelung des deutschen Photovoltaik-Marktes aus......


Sicherlich ist mein Vorschlag nicht perfekt! Es ist ein Ansatz. Dadurch, dass die Gesamtrendite über 20 Jahre sinkt, bleibt der Druck auf die Anlagenpreise. Mir geht es im wesentlichen, die Struktur der EEG PV in Richtung Kleinanlagen und damit Verbrauchsnahe Stromerzeugung zu entwickeln. Wenn dir Solarteuer, die 2.000 raufpackt, bei der nachgelagerten Reduktion und der Deckelung, ist eine Anlage unwirtschaftlich.

Wir sehen, dass die Propaganda der letzten Tage System hatte. Man holt zum Endschlag gegen PV aus, deshalb schon sehr lange meine Überlegungen, die Dinge zu entschärfen. Denn der Zubau von einem GWp, ist das faktische Ende der PV Lernkurve unter dem Einfluss aus D. Die Anlagenpreise würden dann auch so astronomische Höhen wie in Italien, Österreich, Frankreich und Spanien haben. *Deutlich über 3.500,- € je kWp.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Eigenes Energiekonzept des Forums

Beitragvon Handbuch » 18.10.2010, 13:59

Ich würde auch vermuten, dass eine Zubaubegrenzung auf 1 GW in D die Lernkurve deutlich flacher werden lassen würde. Effektiver wäre es meiner Meinung nach, nächstes Jahr zum 01.07. oder meinetwegen auch schon zum 01.04. eine weitere Sonderreduzierung einzuführen, wenn anhand der Zubauzahlen der ersten Monate ersichtlich wird, dass der Zubau wieder in der Größenordnung des Jahres 2010 liegen würde.

Wir haben ja gesehen, dass die Preise nur drastisch nach unten gehen, wenn im Hauptmarkt für PV (und das ist nun mal derzeit Deutschland) die EV sinkt. Warum also Deckel und sonstigen Unfug einführen, wenn mittels EV der Zubau doch genial steuerbar ist? Eine weitere Reduzierung senkt die zukünftige Belastung der Verbracher und macht die Lernkurve steiler.

Ist doch eigentlich langfristig im Interesse aller, oder?

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