Spekulatius hat geschrieben:Welcher PV-Zubau liesse sich mit einer 5% Strompreiserhöhung finanzieren?
Ich löse mal auf:
Mit einer einmaligen 5% Strompreiserhöhung könnten wir uns mit den jetzigen Einspeisetarifen einmalig
ca. 54GWp Zubau leisten.
Über die nächsten Jahre verteilt könnten wir uns mit einer einmaligen 5% Strompreiserhöhung
ca. 16GWp pro Jahr an Zubau für unbegrenzte Jahre leisten, d.h. praktisch grenzenloser PV-Zubau.
Erklärung:
Zur Zeit liegt der Brutto Haushaltstarif bei etwa 25,0 Cent, 5% davon wäre 1,25 Cent. Wir müssen also nur berechnen wieviele GWps Zubau eine Umlagenerhöhung von 1,25 Cent bewirken würden.
Annahmen: 15,0 Cent Durchschnittsvergütung, 5,5 Cent Durchschnittsvermarktung, 950 kWh/kWp, 392,8 TWh nicht-privilegierter Verbrauch.
X GWp * 950kWh/kWp * (15,0 - 5,5)Ct/kWh * 1/392,8 TWh = 1,25 Ct/kWh ------> X = 54,4
Lasst uns jetzt annehmen dass wir nicht die ganze PV auf einmal zubauen sondern jedes Jahr hintereinander, um die jetzt beschlossene Standarddegression von 12% p.a. auszuschöpfen. Nehmen wir an dass die 392,8 TWh unverändert bleiben und der Vermarktungswert des Stromes von 5,5 Ct. um 3% p.a. ansteigt. Analog der Rechnung von oben ergibt sich:
Jahr / Zubau (GWp) / Umlagenhub (Ct/kWh) / Kumulierter Umlagenhub (Ct./kWh)
1 / 16GWp / 0,368 / 0,368
2 / 16GWp / 0,292 / 0,659
3 / 16GWp / 0,224 / 0,883
4 / 16GWp / 0,163 / 1,046
5 / 16GWp / 0,109 / 1,154
6 / 16GWp / 0,060 / 1,214
7 / 16GWp / 0,015 / 1,229
Der Spekulatius
