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von hadl » 09.04.2012, 11:21
Herrvolt hat geschrieben:Also muss ich wegen dem EEG mehr Geld bezahlen habe ich das richtig verstanden? Ich dachte immer dadurch würde der Strom billiger, wie hier oft geschrieben wird. 
Der Strom an der Börse wird in der Tat billiger, durch EEG Einspeisung. Nur das „Paradoxon“ der Umlagenermittlung verhindert, dass Du auf der Stromrechnung was davon merkst. Es sei den Du findest einen Anbieter, der Dir nicht die volle Höhe der Umlage – die ihm gesetzlich zusteht - in Rechnung stellt Wie Du aus der Darstellung vom Bund der Energieverbraucher entnehmen kannst, sind die 0,6 Cent um die der Börsenpreis gesenkt wird in der Umlage, - die Du auf Deiner Rechnung hast - enthalten. Die „Mindereinnahmen“ für konventionellen Strom an der Börse, gleichst Du über die Umlage aus. Gruß Hadl
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von Herrvolt » 09.04.2012, 11:28
Also würde für mich der Strom durch die EEG auf jeden Fall teuer, das wolltest du damit sagen. Entweder durch die Umlage oder im Preis, was ja keine Rolle spielt, ich müsste es auf jeden Fall zahlen. 
Wasserkraft, Naturenergie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte, ist sicher Verfügbar, nicht nur wenn die Sonne scheint.
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von open source energy » 09.04.2012, 11:30
Herrvolt hat geschrieben:Also würde für mich der Strom durch die EEG auf jeden Fall teuer, das wolltest du damit sagen. Entweder durch die Umlage oder im Preis, was ja keine Rolle spielt, ich müsste es auf jeden Fall zahlen. 
Man kann alles so bewerten wie man es möchte, steuerentlastunge als Subventionen... Die EVUs nutzten dies NUR als Argumente, denn sie können den Strom günstiger beziehen und somit die Gewinne ausweiten.
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von darwin » 09.04.2012, 12:23
Weidemann hat geschrieben:darwin hat geschrieben:Verzichte doch einfach auf das EEG. Dann kannst du deine Meinung belegen. Wenn du mit den 25 ct/KWh auskommst, mache es einfach.
Nein, ich verzichte nicht auf das EEG, weil wir das dringend brauchen! Du bist der einzige der da dagegen ist, weil du damit die Gewinne von Eons Dinosauriern schützen willst. Und ich glaube nicht, dass die Strompreise bei 25 Cent bleiben, du etwa? Aber das liegt nicht am PV-Zubau und auch nicht am PV-Netzausbau, sondern an den Offshoreparks deiner behüteten Eon. Also dein Geld.
Selbstverständlich wird das EEG noch gebraucht. Irgendwie muss man ja die Kosten umverteilen. Das einzige Problem das *du* damit hast, ist das auf der Rechnung EE steht. Schön - das ist ja genau das mein Ansatzpunkt. Man *trennt* die EEs und die Konventionellen. Man macht einen eigenen Stromtarif der der die EEs vermarktet. Man hat Kosten für die Netze ? Kann man mieten - nennt sich Netzentgeld. Die G4 betreiben die Netze - stimmt zwar nicht, aber egal - dann vermeidet man Netzentgelte in dem man die PV beispielsweise stärker lokal vermarket. Geht nicht weil die PV die Netze doch braucht ... Man braucht Schattenkraftwerke ... ok, kauft man an der Börse ein oder baut *eigene* Kapazitäten auf. Muss man nicht bei der Braunkohle einkaufen. Bei jedem einzeln Punkt liegt der Anreiz auf Seiten der EEs Kosten zureduzieren und Lösungen zurealisieren die man eh finden muss, wenn man 100% EEs will. Dann *hast* du ein System das EON-Stromerhöhung - auf die 80% Konventionelle Erzeugung beschränkt. Wenn der Preis für die 20% EEs damit auch hoch geht - ok, hilft dir die Umlage auf die man NICHT verzichten kann zu beschränken. Deine EEs sind vielleicht schon billiger oder können es bald sein ? Das ist schliesslich meine Meinung . GUT. Nutze das Geld für den Ausbau oder senke die Umlage und bringe damit Druck in den Markt mehr EEs zuinstallieren.
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von diesonnelacht » 09.04.2012, 13:32
Das ist alles eine Denke, die komplett verdrängt, dass bei den Konventionellen einige Kosten nicht eingepreist sind.
Wenn wir einen funktionierenden und realistisch bewertenden Markt für Emissionen und strahlenden Müll hätten, wären die EE vermutlich auch im Mix günstiger und es würden reichlich Speicher aufgebaut.
Weil aber keiner weiss, wie hoch diese externen Kosten sind, scheinen EE vergleichsweise "teuer" (bis auf Laufwasser).
Es ist also im Grunde schon ok so: KKW abschalten (NIEMAND weiss, was der Strom wirklich KOSTET), CO2-Markt schaffen (sollte schneller gehen), EE fördern und nach und nach integrieren.
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von Weidemann » 09.04.2012, 13:48
Herrvolt hat geschrieben:Also würde für mich der Strom durch die EEG auf jeden Fall teuer, das wolltest du damit sagen. Entweder durch die Umlage oder im Preis, was ja keine Rolle spielt, ich müsste es auf jeden Fall zahlen. 
Nein, noch weiter gefasst: Der Strom wird für dich auf jeden Fall teurer. Ganz egal ob wir EE Zubauen oder bei Kohle bleiben oder was auch immer... egal ob wir die Netze jetzt oder später ausbauen darwin hat geschrieben:Selbstverständlich wird das EEG noch gebraucht. Irgendwie muss man ja die Kosten umverteilen. Das einzige Problem das *du* damit hast, ist das auf der Rechnung EE steht.
Ich hab kein Problem dass auf der EEG-Umlage EE steht, da ist ja EE drin. Aber ich hab ein Problem damit, dass EON auf die Rechnung EE schreibt wo tatsächlich entgangene AKW-Gewinne aufgefüllt werden sollen... Also, du hast ein Problem dass das Netzmanagement den konventionellen aufgebrummt wird, ich habe eins damit dass es den EE aufgebrummt wird. Warum treffen wir uns nicht in der Mitte und sagen: Der Netzausbau betrifft das gesamte System, wird über die Netzkosten vergütet und gut ists? Man *trennt* die EEs und die Konventionellen.Man macht einen eigenen Stromtarif der der die EEs vermarktet.
Das kannst du machen wenn du willst... aber wir haben hier zum Glück einen politischen Konsens für den Ausbau der EE. Hier geht es nicht um einen Wettbewerb zwischen den beiden Formen, sondern darum dass die EE gefördert und gewollt sind und die konventionellen nicht. Die Konventionellen genießen keinen Bestandsschutz in dem Sinne, dass euch die Gewinne von bisher auch weiterhin garantiert sind und die EE für entgangene Gewinne aufkommen müssen... das ist halt so, tut mir leid für dich und die G4, aber der Zug ist abgefahren. Die Kosten, die bei den konventionellen Kraftwerken entstehen, soll EON und Co ruhig von den Kunden verlangen, machen sie ja eh, ist ja auch richtig so, in einem funktionierenden Wettbewerb. Aber laut zu schreien dass das alles nur die EE sind, das ist eine Stimmungsmache, die nicht in der Realität begründet liegt, dazu müsstest du nurmal die Zahlen von Spekulatius nachrechnen die du so hartnäckig ignorierst. Man braucht Schattenkraftwerke ... ok, kauft man an der Börse ein oder baut *eigene* Kapazitäten auf. Muss man nicht bei der Braunkohle einkaufen.
Genau so ist es ja heute, man kauft an der Börse ein, ist ja alles schon so wie du schreibst. Bei jedem einzeln Punkt liegt der Anreiz auf Seiten der EEs Kosten zureduzieren und Lösungen zurealisieren die man eh finden muss, wenn man 100% EEs will.
Der Anreiz liegt immer bei dem, der Geld verdient und weiter verdienen will! Bei den EE ist das möglichst günstiger Zubau, bei den Netzbetreibern viele Einnahmen durch Gebühren, bei Eon und anderen Konventionellen-Besitzern ist es, die alten Kraftwerke fit zu machen wenn sich damit Geld verdienen lässt, oder einzumotten wenn das zu teuer kommt, oder neue zu bauen wenn sich mit denen Geld verdienen lässt. Oder beleidigt sich in die Ecke stellen, macht auch nichts, dann machens die Stadtwerke etc... Jeder soll das machen, was er am besten kann.
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von Spekulatius » 09.04.2012, 13:48
darwin hat geschrieben:... Dann *hast* du ein System das EON-Stromerhöhung - auf die 80% Konventionelle Erzeugung beschränkt. Wenn der Preis für die 20% EEs damit auch hoch geht - ok, hilft dir die Umlage auf die man NICHT verzichten kann zu beschränken.
Ganz schön dreist von Dir. Eon schiebt die Schuld für die Preiserhöhung den EEs in die Schuhe und Du untermauerst diese Lüge weiterhin. Obwohl in diesem Thread die Lüge mit Fakten entlarvt wurde: Mit dieser einzigen Strompreiserhöhung könnte man die PV bis zum St.Nimmerleinstag ausbauen und auch den erforderlichen Netzausbau bis zum St. Nimmerleinstag finanzieren. Oder anders gesagt: Die angefallenen Zusatzkosten der EEs und dem Netzausbau machen seit der letzten Strompreiserhöhung nur einen Splitter des jetzigen Preisanstieges aus, vielleicht nur 0,1 bis 0,2/kWh von den 1,25 Ct/kWh, die EON jetzt erhöht. Der wirkliche, betriebswirtschaftliche Grund für die Preiserhühung, ist dass EON mit der Abschaltung der AKWs Marge verloren gegangen ist, die sie irgendwo anders wieder reinholen müssen. Wieso ignorierst Du Fakten und Zusammenhänge und unterstützt diese Lüge gegen die EEs? Du beziehst hier klar Partei für die fossile Stromwirtschaft und deren Lügen. Für diese Klarheit sollte man Dir zumindest dankbar sein, da andere Gegner der EEs sich als "Freunde" der EEs tarnen. Aber was bezweckst Du eigentlich dann im Forum? Wenn Du die Freunde der PV oder der EEs von einem Misstand überzeugen möchtest geht das nicht anders als über Fakten, und diese sehe ich bei Dir nur unzureichend. Da fällt mir ein: Die letzte Nummer, die Du gebracht hast, waren die 2,3 Milliarden p.a., die erforderlich sind für eine verdreifachung des EE Stroms auf 60%. Das ist auch nur ein Bruchteil dieser einen punktuellen Strompreiserhöhung von EON. Und obwohl Du selber diese Transparenz geschaffen hast (offensichtlich aus Versehen) traust Du Dich jetzt komplett in die andere Richtung zu argumentieren und EONs Preiserhöhung zu rechtfertigen. Muss ich Dich verstehen? Der Spekulatius 
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von Montio » 09.04.2012, 17:23
Spekulatius hat geschrieben:Der wirkliche, betriebswirtschaftliche Grund für die Preiserhühung, ist dass EON mit der Abschaltung der AKWs Marge verloren gegangen ist, die sie irgendwo anders wieder reinholen müssen.
Das müssen sie natürlich nicht. Aber wenn es geht machen sie es. Marktwirtschaft mit Oligopolen. Aber jetzt mal ganz ernsthaft: Wie viel Gewinn machen die G4 im Bereich Strom eigentlich noch. Ich habe dazu nichts stichhaltiges gefunden. Nebenbei: die Stadtwerke als Grundversorger langen ebenfalls zu ohne Ende, was hier abgeht ist auch eine Riesensauerei. Die Grundversorgungstarife sind fast immer die teuersten überhaupt. Nach meiner groben Schätzung liegt die EEG-Umlage weit über den derzeit erzielten Gewinnen der Erzeuger (Netzbetreiber ist wieder eine Sorte für sich, die haben es sich auch hübsch eingerichtet.). Gruß Montio.
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von diablo-PV » 09.04.2012, 18:00
joe4solar hat geschrieben:PS: Seit der Atomstrom wegfällt ist das Interesse der 4G an Elektroautos schlagartig verpufft, nur die Autoindustrie verballert weiter (unser) Geld.
so ist es, das Thema ist wieder verschwunden.
27x Qcells Qpeak BLK 255, 1x Danfoss TLX Pro+ 8k, DN: 16°, -44° Südabweichung Gruß aus dem EE-Landkreis :) a.) ExtremEilig b.) ErneuerbareEnergie c.) Elbe-Elster
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von darwin » 09.04.2012, 21:36
Solange die Kosten für die EEs nicht korrekt ausgewiesen sind und benannt kann EON erzählen was sie wollen. Das ist doch für *die* eine Steilvorlage und liegt in *Eurer* zwanghaften Angst das die EEs teuer erscheinen. Die Anpassung der EEG-Umlage wird jedes Jahr aufs neue *bekämpft*. Gleichzeitig werden Kosten mit dem Verweis auf den Konsenz den Fossilen zugeschoben.
Die Börsenpreisfindung ist ein Witz der massiv die EEs benachteiligt - gleichzeitig wird versucht über den MOE eine Scheinrechnung aufzumachen mit dem man Geld reinholen will. Ihr versucht eine System das systematische gravierende Mängel hat, weil es auf gavierend anderen Grundlagen entwickelt wurde, mit mehr Paragraphen zu reparieren - anstatt die Ursachen zubetrachten. 4,4 Mrd Einnahmen aus dem EEG Stromverkauf .. für 20% Marktanteil.
Übrigens an den Keks: Die 2,3 Mrd waren aus einer Quelle die von dir kam. Wenn du deine eigenen Quellen nicht mal liesst und nachvollziehst - dann kommen selbstverständlich *Fakten* raus, mit den man alles mögliche widerlegen kann.
Nunja, ich bin sicher man kann die zusätzlichen 2,3 Mrd Netzkosten über die 4,4 Mrd finanzieren ohne das der Strompreis steigen wird....
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