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von darwin » 07.04.2012, 21:44
Die 41 Mrd aus dem Netzausbau bis 2030 werden beispielsweise nicht über die EEG-Umlage abgedeckt. Die werden über den Rest-Strompreis umgelegt.
EEs bringen also Kosten, die eben NICHT korrekt gebucht werden. Solange sich das nicht ändert, kann EON seine Strompreiserhöhungen zurecht mit den EEs begründen. Ein offene Einladung.
Ein Fehler auf Seiten der EEs. Schön wenn man mit der EEG-Umlage argumentieren will, dumm nur wenn es offensichtlich Posten gibt die eben nicht erfasst werden.
Mein ursprünglicher Vorschlag war es die Kosten korrekt zuverbuchen, wofür ich ja die Prügel beziehe.
Und noch schlimmer. Mit dem jetzigen Börsenmodell werden die EEs unterbewertet, das zu verteidigen ist die größte Dummheit der PV-Propaganda-Truppe hier.
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von Montio » 07.04.2012, 22:04
darwin hat geschrieben:EEs bringen also Kosten, die eben NICHT korrekt gebucht werden. Solange sich das nicht ändert, kann EON seine Strompreiserhöhungen zurecht mit den EEs begründen. Ein offene Einladung.
Ich wäre auch bei den Netzkosten unbedingt dafür mal Ross und Reiter zu nennen. Hier wird alles reingehauen, was unter den EEG-Teppich gekehrt werden soll. Transparenz = Null. Hier wurden auch gleich mal 50% der Kosten des 50 Hz Problems abgeladen. Warum hier immer nur die G4 genannt werden ist mir auch ein Rätsel. Die regionalen Stadtwerke und die Grünwäscher wie Naturstrom machen das keinen Deut besser und genehmigen sich ebenfalls eine großen Schluck aus der Pulle. Windfall profits nennt sich das. Das ist alles eine Riesensauerei, der Dumme ist der, der keine Anlage hat, womit er sich über das Gröbste hinüberretten kann. Gruß Montio
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von hadl » 07.04.2012, 22:31
darwin hat geschrieben:. EEs bringen also Kosten, die eben NICHT korrekt gebucht werden. Solange sich das nicht ändert, kann EON seine Strompreiserhöhungen zurecht mit den EEs begründen. Ein offene Einladung.
Wird denn Deiner Meinung nach der EEG Nutzen korrekt gebucht.???? Solltest Du davon noch nichts gehört haben, hier eine kleine Hilfe: http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/ ... rgrund.pdfGruß Hadl
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von darwin » 07.04.2012, 22:42
hadl hat geschrieben:darwin hat geschrieben:. EEs bringen also Kosten, die eben NICHT korrekt gebucht werden. Solange sich das nicht ändert, kann EON seine Strompreiserhöhungen zurecht mit den EEs begründen. Ein offene Einladung.
Wird denn Deiner Meinung nach der EEG Nutzen korrekt gebucht.???? Solltest Du davon noch nichts gehört haben, hier eine kleine Hilfe: http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/ ... rgrund.pdf
Nein. Schliesslich habe ich das in dem Posting das du teilweise zitierst, auch thematisiert.
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von Spekulatius » 07.04.2012, 22:55
Montio hat geschrieben:Das Kasperle-Theater ist rein umweltpolitisch motiviert und hat nichts mit günstigen Strompreisen zu tun. Wind + Strom liefern zu heutigen Preise vielleicht mal für 5-10 ct gemittelt + Nebenkosten Speicher + Backupkosten. Billig wird das nicht. Und eine Windmühle läuft im Ggs. zu einem Kraftwerk keine 45 Jahre Lebensdauer.
Ein Grund für das EEG ist auch eine Absicherung gegen die Verknappung der fossilen Brennstoffe. Wie würde Wind und PV in 2020 dastehen wenn sich der Preis von Öl/Gas/Kohle verdreifacht hat? Die Gestehungskosten für abgeschriebene Kraftwerke wären dann: PV:<1Ct. Öl:>30Ct. GuD:>15Ct. Steinkohle>10Ct. PV-Module werden in 20 Jahren noch 93% der heutigen Leistung liefern, und selbst nach 50 Jahren noch Saft haben. Stellt sich nur die Frage: Was ist dann billig? Montio hat geschrieben:Wenn bei meiner Anlage in 20 Jahren der Wechselrichter das zeitliche segnet, dann werde ich den auch nicht auswechseln, wenn ich am Ende ein Minus mache (ich rechne dann mal für PV bei 70 GWp mit einem Börsenpreis von 1-2 ct). Um mit PV-Berlin zu sprechen: die Braunkohle wird so schnell keiner toppen, es sei den wir verzehnfachen die Co2-Zertifikatspreise. Das wird am Ende auch wieder der Verbraucher zahlen.
Gruß Montio
Bei 3% Strompreiserhöhung pro Jahr landest Du in 20 Jahren bei 38 Cent Netto. Deine abgeschriebene Anlage produziert zu 0,5 Cent Netto. Ein Akku im Keller könnte schonmal einen zweiten Blick wert sein statt an der Börse zu vertickern. Dein PKW frisst dann bei €3,4/Liter Sprit (wollen wir mal gnädig sein) und 7L/100 km so um die 21 Euronen für 100km. OSEs Tesla braucht mit Deiner abgeschriebenen Anlage nur 10 EuronenCENT für 100km. Anders ausgedrückt: Hamburg - München für unter einem Euro Treibstoffkosten. Der Spekulatius 
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von Montio » 07.04.2012, 23:07
Spekulatius hat geschrieben:Ein Grund für das EEG ist auch eine Absicherung gegen die Verknappung der fossilen Brennstoffe.
Das braune Gold reicht noch für Jahrhunderte... - laut PV-Berlin. Spekulatius hat geschrieben: Bei 3% Strompreiserhöhung pro Jahr landest ...
Ich sehe momentan nicht die Veranlassung an steigende Strompreise an der Börse zu glauben. Jede in den Markt gepresste GWh EE drückt die Strompreise ordentlich nach unten. Und wenn du mir vorrechnest, was ich alles sparen kann mit meiner Anlage: klar mein E-Auto nachfüllen (wobei die Abschreibung bei OSE sich im Bereich von 15.000 Eur p.a. bewegen dürften  ), Eigenverbrauch, das lohnt sich. Bloß verkaufen werde ich wohl nix mehr, das Investment scheint mir ein hübsches Minusgeschäft zu werden, ich konkurriere mit xxx GWp von noch nicht abgeschriebenen PV Anlagen, die noch voll im EEG-Saft stehen. Wenn mein Wechselrichter abraucht, dann werde ich wohl eigenbedarfsgerecht downsizen. Meine alltagstaugliche Variante gegen steigende Ölpreise sieht übrigens so aus: 0,9 Eur/Liter (Import Großkontingent) http://www.reiter1.com/Poel.htmIch rechne aus naheliegenden Gründen allerdings damit, das auf PÖL-Produkte in den nächsten Jahren ebenfalls die EEG-Umlage fällig wird... Gruß Montio
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von GAST » 08.04.2012, 09:35
Montio hat geschrieben:Spekulatius hat geschrieben:Trotzdem lautet die Gleichung dann: PV + Wind + Nebenkosten <<< Fossile Alternative Dass ist ja einer der Gründe, wieso wir dieses Kasperletheater auch angehen.
Das Kasperle-Theater ist rein umweltpolitisch motiviert und hat nichts mit günstigen Strompreisen zu tun. Wind + Strom liefern zu heutigen Preise vielleicht mal für 5-10 ct gemittelt + Nebenkosten Speicher + Backupkosten. Billig wird das nicht. Und eine Windmühle läuft im Ggs. zu einem Kraftwerk keine 45 Jahre Lebensdauer. Wenn bei meiner Anlage in 20 Jahren der Wechselrichter das zeitliche segnet, dann werde ich den auch nicht auswechseln, wenn ich am Ende ein Minus mache (ich rechne dann mal für PV bei 70 GWp mit einem Börsenpreis von 1-2 ct). Um mit PV-Berlin zu sprechen: die Braunkohle wird so schnell keiner toppen, es sei den wir verzehnfachen die Co2-Zertifikatspreise. Das wird am Ende auch wieder der Verbraucher zahlen. Gruß Montio
Hey Montio, mag sein das ein heutiges Windrad nicht 45 Jahre läuft (ist politisch auch nicht gewollt, siehe Repowering) aber wenn du mal siehst wieviel Geld im Laufe der für ein fossiles Kraftwerk denkbaren 45 Betriebsjahre an Investitionen anfallen damit es auch diese Zeit übersteht!! In 45 Jahren hast du vom Materialeinsatz (austausch+ Überarbeitung) mind. ein zweites Kraftwerk gebaut....nach etwa 30-35 Jahren kannst du das komplette Innenleben (Rohre, Sammler, Ventile, evtl. Mauerwerk usw.) einmal komplett austauschen...Da fallen dann (aus heutiger Sicht) mind. 800MW auf einen Schlag für mind. 2 Monate komplett weg....bei WEA z.b. sind es nur wenige MW die je Stillstand ausfallen....also ist viel weniger Reserveleistung erforderlich.... Auch das "Märchen" das die PV automatisch nach 20 Jahren ausfällt....es gibt Anlagen die laufen seit 20 Jahren ohne Probleme....andere können bereits nach kurzer Zeit probleme haben....Gibts übrigens im konventionellen Bereich auch...google mal nach Steag Walsum....da steht die größte "Giesskanne" Europas...so wird der neue Block unter "internen" genannt....Baukosten sollen über 1 Milliarde € gewesen sein....Verzögerung bisher über 2 Jahre....wenn ich es richtig verstanden habe muss der komplette Verdampfer oder/und Überhitzer raus und mit neuem Material wieder aufgebaut werden...dauer?? bestimmt noch 1 Jahr.... Wirkungsgrad?? wesentlich geringer wie berechnet weil man die Parameter nicht fahren darf für die das System ausgelegt wurde....kostet im laufe der Jahre bestimmt viele hundert Millionen €.... Gruß Jörg
Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden! H.Schmidt ex Kanzler EE-Strom kostet uns aktuell etwa 1/5 (20%) des Stompreises liefert dafür 1/4 (25%) der gesammten benötigten Strommenge!!Daheimhttp://www.solarbetreiber.de/
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von Spekulatius » 08.04.2012, 18:35
Montio hat geschrieben:Spekulatius hat geschrieben:Ein Grund für das EEG ist auch eine Absicherung gegen die Verknappung der fossilen Brennstoffe.
Das braune Gold reicht noch für Jahrhunderte... - laut PV-Berlin.
Klar, bloss was heisst das bezogen auf Kosten und Preise? Kosten: Förderungskosten und Verstromungskosten werden weiterhin irre niedrig sein. Wenn das Europäische Emissionssystem ernst gemeint ist werden aber vor 2030 die Zertifikate derart steigen dass selbst die Braunkohle irgendwann mal ggü PV un Wind nicht rentabel ist. Preise: Langfristig wird die Braunkohle den Preisen (d.h. der Preissteigerung) der anderen fossilen folgen, da es im wesentlich um austauschbare Güter/Technologien geht. Das sieht man heute schon, wo Strom aus Braunkohle zu Steinkohle/GuD Grenzkosten verkauft wird. Wenn in 2030 die Steinkohle und das GuD bei 10-15 Ct. liegen dann wird auch der Braunkohlestrom auf diesem Niveau landen (sogar ohne Zertifikate). Braunkohle bringt dem Eigentümer der Braunkohle eine goldene Nase, verringert aber nicht die Stromkosten. Keine Ahnung wie die Eigentumsverhältnisse und die Vertragsgestaltung bei der Braunkohle sind, d.h. ob die G4 Eigentümer oder Nutzniesser der Tagebaute sind oder langfristige Abnahmeverträge mit getrennten Bergbauunternehmen geschlossen haben. Falls das letztere der Fall ist werden die Abnahmeverträge bei Erneuerung auf Marktpreise der Energie angehoben, da kann es 300% rauf gehen wenn die Steinkohle und Co. entsprechend gestiegen ist. Der Spekulatius 
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von joe4solar » 08.04.2012, 18:56
Die ganze Diskussion zeigt doch, dass die gesamte Energiepolitik mächtig aus dem Ruder gelaufen ist. Noch ein Beispiel gefällig: Die Politik bejubelt die Elektroausos, die NIE so ans laufen kommen wie man dies verspricht, das gibt den nächsten Milliarden-Rohrkrepierer. Wir bringen unter Einsatz wertvoller Ressurcen Strom ins Auto, um bein dem nächsten Haus den Heizöltank zu füllen. Umgekehrt wird ein Schuh draus, verbrauchsgünstige Autos tanken Diesel, das Haus wird mit der Wärmepumpe geheizt. Der Strom der Wärmepumpe kann zeitlich gut gesteuert werden: Wenn Solarstrom da ist WP an, abends wenn die Sonne untergeht WP aus.
Einfach, aber leider hat keiner der großen ein Interesse an kleinen dezentralen Lösungen. Lieber wird nach Millardensummen für Megaprojekte und neue Leitungen geschrieen.
PS: Seit der Atomstrom wegfällt ist das Interesse der 4G an Elektroautos schlagartig verpufft, nur die Autoindustrie verballert weiter (unser) Geld.
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von Heiko Krause » 08.04.2012, 19:10
Hallo
diese ausschweifende Diskussion um die Strompreiserhöhungen von e.on und vielen andern Stromanbietern zeigt mir deutlich, wie wichtig mir doch meine PV - Anlage am Herzen liegt !!! In Zukunft muß ich und meine Familie eben noch mehr darauf achten, möglichst viel vom erzeugten PV - Strom durch Eigenverbrauch im eigenen Haushalt selbst zu nutzen und dadurch e.on die kalte Schulter zu zeigen.
Gruß, Heiko
21,62 kWp Gesamtleistung, mit Eigenverbrauch 10,34 kWp Hausdach West 274° DN 45° 7,52 kWp Hausdach Ost 94° DN 45° 3,76 kWp Garage Süd 184° DN 45° 92 Module aleo solar S 19 235 W, 2 Kaco Wechselrichter Powador 12.0 TL3
Luschenzähler: 8 Douple: 1
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