Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.3.]

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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon GAST » 02.04.2012, 17:50

Weidemann hat geschrieben:
GAST hat geschrieben:Was mich aber wundert, wieso haben die Netzleitstellen nicht wesentlich schneller noch mehr Windstrom aus dem Netz genommen wenn abzusehen war das die normale Regelleistung nicht ausreichte.

Wenn klar ist das man das Kraftwerk die nächsten Stunden nicht mehr im Netz braucht, dann kann man theoretisch auf Knopfdruck sofort die Turbine vom Netz nehmen....

Meine Frage ist: Haben die in der Netzleitzentrale diesen "Knopf" zum drücken, oder müssen die erst per Fax/Telefon oder mit spezieller Software (mit Bestätigungsschritten uws.) "einzeln" auf Windparks und Kraftwerke zugreifen?
Falls letzteres, dann dürfte in 12 Minuten nicht mehr als 2 GW Windkraft zu schaffen sein...


Mit Anruf/Fax gehts wohl bei konventionellen Kraftwerken....aber in nem Windrad sitzt ja niemand der das Teil Tag und Nacht überwacht....also wirds per Rundsteuerempfänger geregelt werden müssen....bei der PV auf der Scheune oder der Freiflächenanlage sitzt ja auch nicht den ganzen Tag der Verantwortliche am Hörer um notfalls die Einspeisesicherung zu ziehen....daher müssen ja auch kleinere PV mittlerweile einen Rundsteuerempfänger haben...

gruß
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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon FrankTorsten » 02.04.2012, 17:50

Die "Energieartikel" bei WELT schreibt immer (meistens) ein gewisser Hr. Wetzel.
Der hat es bis heute nicht nicht verknust, dass die AKW's abgeschaltet wurden :D

Seine Artikel sind zwar im Normalfall deutlich faktenorientierter als die von anderen Zeitungen, aber dass er was gegen Solar/Wind hat, merkt man eigentlich fast jedem seiner Artikel an - dass muss man dann nicht so ernst nehmen :wink:
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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon Statler » 03.04.2012, 10:19

Hallo Frank,

ich glaube nicht, das irgend ein Journalist, der ueber eine Anstellung verfuegt, ueber sowas wie eine Meinung verfuegt und diese oeffentlich kund tut. Die Jungs stehen auf einer Gehaltsliste und liefern. Wuerde "Welt" morgen von der PV-Lobby finanziert, kaemen da sicherlich ganz andere Berichte heraus.

Auch Journalisten haben Familie und muessen ihre Doppelhaushaelfte abbezahlen. Da haelt man den Ball eben flach. Machen die meisten von uns ja genau so. :oops:



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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon nautica » 03.04.2012, 17:43

Da wird wieder der Teufel an die Wand gemalt, obwohl es keinen Stromausfall gab. Strom wird für normale Endkunden nicht
mit 100% Verfügbarkeit für 8760h im Jahr garantiert.
Der Ausfallbericht für 04.11.2006 (hier) zeigte Mängel auf, der neue Bericht/die Analyse wird ebenso neue Erkenntnisse liefern: Bsp Abweichungen von 1GW gegenüber der Prognose gab es zB in 2009

Wichtig wäre zB: Ist die zeitliche Nähe zu den 15Minuten Fenstern des Stromhandels zufällig ? :twisted:

Bereits eine google Suche (vorhersage starkwindfront) liefert erhellend:
2011: Seite 27: http://www.50hertz.com/de/file/7_-_Neld ... ottbus.pdf
Trainingseinheit Starkwind: Rückspeisung @110kv, Windeinspeisung, Belastung Kuppelleitung <- :shock: traf quasi auf den Fall zu
oder einen alten Starkwindbericht: http://www.50hertz.com/en/file/Bericht_ ... nlagen.pdf

Sobald viel Wind weht, geht in Perleberg die Post ab (Berichte Dez 2011).
"Gelbe Ampel" bei Störungen an einer von drei (!) Ost-West-Leitungen sind wenig überraschend :juggle:
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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon Paul Panzer » 03.04.2012, 20:08

nautica hat geschrieben:Da wird wieder der Teufel an die Wand gemalt, obwohl es keinen Stromausfall gab.
....
Sobald viel Wind weht, geht in Perleberg die Post ab (Berichte Dez 2011).

Ja hier fehlt die 380 kV Uckermarkleitung. Die Bürger sind gegen einen Bau der Leitung...
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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon bskf » 04.04.2012, 12:00

Der Stern zum Thema. Wenig neue Fakten, dafür mit einem Satz O-Ton sowie neutral und sachlich - im Gegensatz zur Bild gestern.

Highlight Bild: "plötzlich auftretender Wind" (der seit ca. 15:00 Uhr relativ konstant blies - Ereignis ca. 21:00).

Grüße

bskf
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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon Elektron » 04.04.2012, 12:04

Hallo,

gestern bei Frontal21 im ZDF:

Blackout: Das Märchen vom knappen Strom

Video unter http://frontal21.zdf.de/

Manuskript unter http://frontal21.zdf.de/ZDFde/download/ ... 976,00.pdf

Gruß Elektron
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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon bskf » 04.04.2012, 12:09

Hallo,

ist es richtig, dass bei der Windsammelschiene auf der 380kv-Ebene nur 19km fehlen (Angabe stammt aus einem Blogbeitrag)?

Grüße

bskf
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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon pseudoruprecht » 05.04.2012, 08:03

Elektron hat geschrieben:Hallo,

gestern bei Frontal21 im ZDF:

Blackout: Das Märchen vom knappen Strom

Video unter http://frontal21.zdf.de/

Manuskript unter http://frontal21.zdf.de/ZDFde/download/ ... 976,00.pdf

Gruß Elektron


Interessant finde ich die Ursachenkette für die zur Unzeit stillstehenden Gaskraftwerke. Die jetzigen "player" werden so bald kein "winning team" sein - keiner spricht mit dem anderen, da muss es ja schiefgehen. Man kann von Glück sagen, dass es da nicht schon längst im großen Maßstab gekracht hat. :|
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Re: Die Apokalypse stand vor der Tuer [Ausfall Helmstedt 28.

Beitragvon Weidemann » 05.04.2012, 09:50

pseudoruprecht hat geschrieben:Interessant finde ich die Ursachenkette für die zur Unzeit stillstehenden Gaskraftwerke. Die jetzigen "player" werden so bald kein "winning team" sein - keiner spricht mit dem anderen, da muss es ja schiefgehen. Man kann von Glück sagen, dass es da nicht schon längst im großen Maßstab gekracht hat. :|

Bisher hat halt niemand eine solche Situation für möglich gehalten, und an die Gaslieferverträge müssen sich Eon und Co eben halten.

Aber wenn die BNetzA da entsprechende Werkzeuge schafft (Möglichkeit, dass die Netzbetreiber Gaslieferungen an die Kraftwerke unter bestimmten Umständen anweisen können, die möglicherweise hohen Vertragsstrafen von den anderen, dann weniger belieferten Kunden zahlt wohl der Verbraucher über die Netzentgelte), sollte das in Zukunft kein Problem mehr sein.
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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