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von wesozell » 16.03.2011, 13:14
ManfredausR hat geschrieben:SB hat geschrieben:Beyenburgerin hat geschrieben:Was passiert eigentlich, wenn im Sommer bei Niedrigwasser im Rhein ein Störfall bei den "anliegenden" AKWs passiert? Wo bekommt man dann genug Wasser zum Kühlen her? VG Brigitte
Ein paar Tage nach dem Abschalten braucht es nicht mehr viel Kühwasser, weil dann die Nachzerfallswärme abgeklungen ist.
So schnell gehts auch nicht, immerhin haben auch die Castoren noch eine Innentemperatur von mehreren 100°C. Wenn im Sommer zu wenig Wasser im Fluß ist, werden die Kisten heruntergefahren, und bisher hatte ich gedacht, dass sie dann etwas harmloser sind. Und dann passiert den Japanern die Geschichte mit dem Abklingbecken. gruss manfred
Ich möchte hier nicht noch Benzin ins Feuer gießen, aber Fakt ist, im russischen Unglücksreaktor herrschen im Kern nach 25Jahren noch Temperaturen von etlichen 100 Grad. Ohne genaue Angaben zu den Brennstäben der einzelnen Reaktoren bleibt eine Risikoabschätzung reine Spekulation. Die aktuellen Bilder von den betroffenen Reaktoren werden jedenfalls immer "russischer".
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von Theoden » 16.03.2011, 14:38
Lux hat geschrieben:open source energy hat geschrieben:Kann es eigentlich sein, dass die Strommengen aus den "alten" Meilern mit 8 Jahren Verlängerung auf die "neueren" übertragen werden?
Das halte ich sogar für sehr wahrscheinlich, wenn schwarz-gelb am Ruder bleibt. Für die Betreiber wäre das u. U. sogar günstiger als das alte Szenario, weil man sich Nachrüstungskosten in Milliardenhöhe ersparen könte. Der Strom kommt dann aus neueren, rentableren Blöcken und spült noch viele, viele Jahre Geld in ihre Kassen. - Zu höheren Preisen, versteht sich. 
Es wird aus meiner Sicht ein Weg gefunden werden, der es ermöglicht, einige Meiler abzuschalten und somit die Bevölkerung ruhig zu stellen, ohne dadurch jedoch den "Verlust" auch nur einer einzigen Kilowattstunde Atomstrom hinnehmen zu müssen. Sollten also einige Meiler tatsächlich stillgelegt werden, werden dafür andere umso länger laufen dürfen. Auch die Strommenge, die während des Moratoriums nicht erzeugt werden kann, wird dafür später erzeugt werden dürfen - das Moratorium sorgt also sogar noch für verlängerte Laufzeiten (und ist insofern eher ein zusätzliches Sicherheitsrisiko denn ein Sicherheitsgewinn). Es gibt derzeit nicht den geringsten (!) Hinweis darauf, dass sich die Gesamtstrommenge, die noch aus Kernkraftwerken kommen wird, durch die Geschehnisse in Japan reduzieren könnte. Oder habe ich etwas verpasst? Beste Grüße, Theoden
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von cephalotus » 16.03.2011, 15:24
Theoden hat geschrieben:Es gibt derzeit nicht den geringsten (!) Hinweis darauf, dass sich die Gesamtstrommenge, die noch aus Kernkraftwerken kommen wird, durch die Geschehnisse in Japan reduzieren könnte. Oder habe ich etwas verpasst?
Es ist gut, wenn jetzt 7-8 AKW vom Netz gehen. Damit ist das Stromnetz nicht mehr so "verstopft" und das Risiko eines Unfalls in einem AKW wird entsprechend sinken. Wichtig ist zu verhindern, dass diese Meiler wieder in Betrieb gehen. Was dann in 5, 10 oder gar 20 Jahren passiert ist jetzt eh überhaupt nicht vorhersagbar, da Deutschland keine brauchbares Energiekonzept besitzt. In 5 Jahren kann es einen Super-GAU in Europa gegeben haben, Öl kann 500 US$/barell kosten, eine PV Anlage nur noch 1.000€/kWp, es kann zu black outs gekommen sein, man weiß es hute schlichtweg nicht, was kommen wird... Das muss jetzt neu geschrieben werden und da ist es sogar extrem hilfreich, wenn 7 AKW weniger am Netz sind. mfg
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von ManfredausR » 16.03.2011, 17:02
nachrichtenticker16.03.2011 15:12 Uhr nachrichtentickerDeutsche sollen Großraum Tokio verlassenWegen der Atomkatastrophe in Japan rät die Bundesregierung den rund 1.000 verbliebenen Deutschen im Großraum Tokio jetzt offiziell, sich in andere Landesteile in Sicherheit zu bringen oder ins Ausland zu reisen.
... und bei uns wird im Fall der Fälle in einem Umkreis von 3 - 10 km evakuiert. Es wäre ja wohl das mindeste, wenn bei uns die Notfallpläne auf einen 200 km Radius ausgedehnt werden. gruß manfred
safety control rod axe man
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von PV-Berlin » 16.03.2011, 17:20
solarteur0502 hat geschrieben:Mich würde hier interessieren, ob wir alle hier uns überhaupt vorstellen können, wieviele und welche bereits ausgearbeiteten Möglichkeiten, für die eventuell entstehenden Szenarien, schon in den Schubladen der großen 4 bereitliegen. 
Ich denke, so ein Handwerksmeister sieht die Dinge noch klarer, als so ein oller Bleistift. vermutlich hat Jörg recht und die verarschen uns schon wieder. Die 7 KKW's nehmen sie nur vom Netz, um die Strompreise oben zu halten (PV Wind Zuwachs) und die 8 Jahre hinten ran, sind ja nicht 8, sondern 20 Jahre, wenn ich die Erträge sehe. *steigende Strompreise Dass die 7 KKW's jetzt auch nicht mehr umgerüstet werden müssen, macht die Bilanz der 4G auch nicht unbedingt hässlicher. Selbst wenn dem so sein sollte, könnte ich damit leben, dass die "gerechnet" haben. Ich würde jedem Vorstand 50 Mill. in die Tasche stopfen, wenn er dafür den Ausstieg aus dem Ausstieg verkündet. Dass die Merkel, ihre Kumpel und Wahlkampf Helfer nicht mal vorher angerufen hat, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, es sei denn, ein Isotop der ganz schlimmen Art, hat es bis Berlin Mitte geschafft. *Journalist fragt auf der Pressekonferenz am Do. zu Merkels Erklärung: " Frau Dr. Merkel, haben sie sich mit den Energieversorgern vor der Entscheidung zum Moratorium abgestimmt, bzw. haben sie diese informiert?" * fiktive Frage, die nicht kommen wird.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von cephalotus » 16.03.2011, 17:26
ManfredausR hat geschrieben: ... und bei uns wird im Fall der Fälle in einem Umkreis von 3 - 10 km evakuiert.
Es wäre ja wohl das mindeste, wenn bei uns die Notfallpläne auf einen 200 km Radius ausgedehnt werden.
Vorsicht mit solchen Wünschen. Im Evakuierungsgebiet verzichtest Du auf Deine Bürgerrechte, die können Dich mit Gewalt aus Deinem Keller holen und ins Auffanglager unter Zeltplanen verfrachten. Dann schon lieber selber entscheiden können, ob und wann und mit wieviel Gepäck man wohing gehen möchte oder obs ein Ausharren im Inneren des gebäudes auch tut. Gebäude sind nämlich ein exzellenter Schutz vor Fallout und können die Strahlenbelastung deutlich geringer ausfallen lassen, als wenn man da irgendwo mit Busse durch den regen gefahren wird und dann unter Zeltbahnen schlafen muss. Allerdings muss man natürlich das Risiko einschätzen und bewerten können, dazu dürften >95% der Leute nicht mal annährend in der Lage sein. Für die ist es schon besser, sich auf den Stata zu verlassen. mfg
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von eggis » 16.03.2011, 17:32
ManfredausR hat geschrieben:Es wäre ja wohl das mindeste, wenn bei uns die Notfallpläne auf einen 200 km Radius ausgedehnt werden.
Den dann unbevölkerten Bereich könnte man dann später zum Aufbau von Freilandphotovoltaik- und Windenergieanlagen nutzen und keiner würde sich beschweren.  Aufbau und Wartung wäre aber noch etwas schwierig. Vielleicht gibt es dann Roboter. 
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt!" (Oscar Wilde)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von PV-Berlin » 16.03.2011, 17:48
Ich liege "knapp" hinter den 200 km. Bin ja Kumpel für lausige 25 € je m2 Wohnfläche Kaltmiete baue ich doch glatt noch mal 300 WE dazu.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von Beyenburgerin » 16.03.2011, 18:03
Bei 200 km vom AKW Lingen/Ems aus müsste man den ganzen Ruhrpott evakuieren, wenn dort etwas hochgeht. Köln, Bremen und Hanover wären auch noch mit dabei, an Hamburg würde das dann knapp vorbeischrammen.
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