deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon GAST » 15.03.2011, 04:31

SB hat geschrieben:
Beyenburgerin hat geschrieben:Was passiert eigentlich, wenn im Sommer bei Niedrigwasser im Rhein ein Störfall bei den "anliegenden" AKWs passiert? Wo bekommt man dann genug Wasser zum Kühlen her?
VG Brigitte

Ein paar Tage nach dem Abschalten braucht es nicht mehr viel Kühwasser, weil dann die Nachzerfallswärme abgeklungen ist.


...Selten sowas gelesen...
Klar, im Gegensatz zum Kühlwasserbedarf während der Produktion ist die Kühlwassermenge nach dem runterfahren gering, aber man sollte wissen das die Brennstäbe noch jahrelang gekühlt werden müssen...*siehe Berichte zu Problemen mit Kühlwasserversorgung in Wiederaufbereitungsanlage!!
BZW: Hier im Link, demnach werden die Brennstäbe noch Jahrelang im "Abklingbecken" gelagert...

Wenn es Niedrigwasser oder zu warmes Wasser gibt, dann müssen die Kraftwerke runterregeln, da es strickte Auflagen zum Thema Kühlwasser gibt, dazu zählt halt Menge, Temperatursteigerung und max. Flusswassertemperatur.
Wenn du dich ein wenig zurückerinnerst, so ins Jahr 2003, dann sollten dir Schlagzeilen in Erinnerung kommen "A"-Kraftwerke müssen runterfahren weil sie ihre Abwärme nicht wegbekommen...

Im Notfall wird es bestimmt irgendwelche Ausnahmen geben ;)

Wenn schon die alten Meiler abgeschaltet werden, dann
A: Für immer, also sofortiger Rückbaubeginn
B: Die Reststrommenge darf nicht übertragen werden, denn auch die "jüngeren" AKW werden älter und damit unsicherer.
C: Jeder Meldepflichtige Zwischenfall muss den Konzernen finanziell weh tun, kommt es raus das was nicht sofort gemeldet wurde, dann verdoppelt sich mit jedem Tag zwischen dem Zwischenfall und dem bekanntwerden des Zwischenfalls die Konventionalstrafe.
Strafzahlungen dürfen nicht von der Steuer abgeschrieben werden(kleinste Strafe 1.000.000€).
Die Strafe ist sofort in die Staatskasse zu zahlen, eine Verzögerung wird einer Steuerhinterziehung gleichgesetzt.
Um es den Konzernen schwer zu machen was zu vertuschen müssen sie den Betrieb von Messgeräten die von Umweltschutzorganisationen ausgesucht, installiert und überwacht werden bezahlen, zudem müssen die Meßergebnisse jederzeit für jeden zugänglich online gestellt werden.

Gruß
Jörg

PS: Auch wenn es extrem krass klingt, im Prinzip muss jeder konventionelle Kraftwerksbetreiber sowas über sich ergehen lassen...
Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden! H.Schmidt ex Kanzler
EE-Strom kostet uns aktuell etwa 1/5 (20%) des Stompreises liefert dafür 1/4 (25%) der gesammten benötigten Strommenge!!
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon ManfredausR » 15.03.2011, 07:15

SB hat geschrieben:Wo nehme ich diese Leistung her, wenn Notstromaggregate und Stromnetz defekt sind?
Wie das wohl bei unseren AKWs aussieht?!


Bei unseren AKWs sieht es grundsätzlich genauso aus, wie bei den japanischen:
Der Fall ist nicht vorgesehen.

Japan hat uns gezeigt, dass er eintreten kann, deshalb eiern die jetzt so darum.

In D sieht es so aus, dass die Einzelkomponenten auch schon versagt haben bzw. im Test nicht einsatzfähig waren, zum Glück bisher nicht gleichzeitig.

biblis-b-am-8-februar-2004
liefert eine anschauliche Beschreibung der Vorgänge.

Das Konzept der redundant ausgelegten Sicherheitssysteme bedeutet, dass ich z.B. 4 Notstromdiesel habe, von denen jeder alleine ausreicht, das System zu versorgen. Fällt der erste aus, haben wir ja noch 3.
Unabhängig redundante Systeme bedeutet, fallen die Notstromdiesel aus, habe ich noch ein anderes Notstromsystem, z.B. Versorgung aus dem Nachbarreaktor.
Hat halt in Japan nicht geklappt, weil der auch Schnellabgeschaltet war.

Die Frage, was machen wir, wenn alles versagt, wird in diesem Zusammenhang nicht gestellt.

GAU heißt übrigens nicht "größter anzunehmender Unfall", sondern "angenommener".

Vorstellen kann man sich jederzeit mehr, das bezeichnen die "Fachleute" dann als unwissenschaftliche, emotionale Panikmache.

Gruß
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon open source energy » 15.03.2011, 07:59

Mir persönlich geht es als NACHBAR des GKN I+ II so:

Die Dinger laufen, solange die Einflüsse von außen gemäß den Planungsgrundlagen eintreten sicher.

Was nützt ein 5. oder 6. Notstromaggregat wenn ein Jumbojet oder zwei oder drei in die Anlage stürzen?
Was wenn doch ein stärkeres Beben kommt als vorhergesehen?
Wieso MUSSTE die Brücke noch verlängert werden obwohl man schon fast sicheren Boden unter den Füßen hatte?

Atomenergie ist im letzten Zweifel zu gefährlich egal aus welchen tausenden von KLEINEN Gründen!
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon zooom » 15.03.2011, 08:49

Ich denke, das Ganze ist nur die strahlende Spitze des Eisberges, natürlich ist die Abschaltung aller AKW notwendig und zielführend, aber wir müssen halt auch die energiepolitische Wende in unseren Köpfen vollziehen und in allen Lebensbereichen.
Über hohe Benzinpreise jammern? Weniger und langsamer fahren.
Von Elektromobilität träumen? Aber bitte mit mindestens 150 PS. (Zitat "Es soll sich ja was rühren, wenn ich aufs Gas steige!")
Urlaubsreisen? Auch im näheren Umkreis kann man überraschend schön entspannen.
Vor Ort produzierte Lebensmittel kaufen.
Das nächste Auto 1-2 Nummern kleiner kaufen, dafür ne PV Anlage aufs Dach setzen. usw. usw.
Last but not least:
Bei den anstehenden Wahlen das Kreuzchen an die richtige Stelle setzen. :D
Gruß Thomas

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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon open source energy » 15.03.2011, 08:51

zooom hat geschrieben:Ich denke, das Ganze ist nur die strahlende Spitze des Eisberges, natürlich ist die Abschaltung aller AKW notwendig und zielführend, aber wir müssen halt auch die energiepolitische Wende in unseren Köpfen vollziehen und in allen Lebensbereichen.
Über hohe Benzinpreise jammern? Weniger und langsamer fahren.
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Genau richtig, wir sollten den Ball nicht immer "nur " zu den Politikern spielen. WIR SIND DAS VOLK!
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon machjafa » 15.03.2011, 09:50

Sorry Leute, aber die Diskussion ist schon richtig peinlich!

In Japan läuft alles auf eine Katastrophe hinaus und wir hier spielen Wahlkampf! :evil:

Da macht Frau Merkel mal was richtig: sie fängt an, nachzudenken. Und jeder, der meint, etwas dazu sagen zu müssen wirft ihr nun vor, sie würde ihr Mäntelchen nach dem Wind hängen und die Maßnahmen seien nur dem Wahlkampf geschuldet.

SEID IHR WIRKLICH SO FUNDAMENTAL VERBLENDET????????????????

Hier hat sich doch wirklich eine Situation ergeben, die vorher niemand, aber wirklich niemand vorhergesehen hat. Aber anstatt sich jetzt mit Fakten zu befassen und die neue Situation zu durchdenken wird sofort wieder mit fundamentalistischen Ansätzen argumentiert. Das bringt niemanden weiter und erhöht nirgendwo die Sicherheit.

Deutschland hat sich vor rd. 50 Jahren für die Verwendung von Kernkraft entschieden. Im Gegensatz zu anderen Nationen, wie z.B. auch Japan, hat sich Deutschland aber nicht vollständig auf Kernkraft verlassen. Heute haben wir die AKWs und brauche sie auch noch einen gewisse Zeit, bis wir ein vernünftiges, umweltschonendes Energiesystem installiert haben. Das wir diesen Wandel jetzt schneller als bisher geplant umsetzen müssen ist augenscheinlich und eine wichtige Lehre aus dem Japan-Desaster.

Wir sollten uns alle nur auf Fakten beziehen. Weder konservatives, lobbygesteuertes Festhalten an alten Positionen noch radikale Panikmache bringen uns weiter. Entscheidungen, die rein auf Emotionen basieren, sind höchst gefährlich.

Wer klar nachdenkt kann heute nicht mehr ohne weiteres behaupten, unsere KKWs seine absolut sicher. Aber niemand, der klar nachdenkt wird auch behaupten, dass heute, 4 Tage nach der Katastrophe, sich die Bedrohungslage in Deutschland extrem verändert habe.

Die Aufschlaghäufigkeit von Großflugzeugen in Deutschland pro Quadratmeter hat sich nicht erhöht, es ist auch keine massive Zunahme terroristischer Aktivitäten zu verzeichnen.

An alle Politiker: laßt bitte alles parteipolitische Geschwafel und die Wahlkampfposen. Denkt über vernünftige Lösungen nach. Die Menschen in Japan haben besseres verdient!

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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon open source energy » 15.03.2011, 10:11

machjafa hat geschrieben:Sorry Leute, aber die Diskussion ist schon richtig peinlich!

In Japan läuft alles auf eine Katastrophe hinaus und wir hier spielen Wahlkampf! :evil:

Da macht Frau Merkel mal was richtig: sie fängt an, nachzudenken. Und jeder, der meint, etwas dazu sagen zu müssen wirft ihr nun vor, sie würde ihr Mäntelchen nach dem Wind hängen und die Maßnahmen seien nur dem Wahlkampf geschuldet.

SEID IHR WIRKLICH SO FUNDAMENTAL VERBLENDET????????????????

Hier hat sich doch wirklich eine Situation ergeben, die vorher niemand, aber wirklich niemand vorhergesehen hat. Aber anstatt sich jetzt mit Fakten zu befassen und die neue Situation zu durchdenken wird sofort wieder mit fundamentalistischen Ansätzen argumentiert. Das bringt niemanden weiter und erhöht nirgendwo die Sicherheit.

Deutschland hat sich vor rd. 50 Jahren für die Verwendung von Kernkraft entschieden. Im Gegensatz zu anderen Nationen, wie z.B. auch Japan, hat sich Deutschland aber nicht vollständig auf Kernkraft verlassen. Heute haben wir die AKWs und brauche sie auch noch einen gewisse Zeit, bis wir ein vernünftiges, umweltschonendes Energiesystem installiert haben. Das wir diesen Wandel jetzt schneller als bisher geplant umsetzen müssen ist augenscheinlich und eine wichtige Lehre aus dem Japan-Desaster.

Wir sollten uns alle nur auf Fakten beziehen. Weder konservatives, lobbygesteuertes Festhalten an alten Positionen noch radikale Panikmache bringen uns weiter. Entscheidungen, die rein auf Emotionen basieren, sind höchst gefährlich.

Wer klar nachdenkt kann heute nicht mehr ohne weiteres behaupten, unsere KKWs seine absolut sicher. Aber niemand, der klar nachdenkt wird auch behaupten, dass heute, 4 Tage nach der Katastrophe, sich die Bedrohungslage in Deutschland extrem verändert habe.

Die Aufschlaghäufigkeit von Großflugzeugen in Deutschland pro Quadratmeter hat sich nicht erhöht, es ist auch keine massive Zunahme terroristischer Aktivitäten zu verzeichnen.

An alle Politiker: laßt bitte alles parteipolitische Geschwafel und die Wahlkampfposen. Denkt über vernünftige Lösungen nach. Die Menschen in Japan haben besseres verdient!

VG
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Lieber Marc, wer hier verblendet ist steht noch offen. Wer sich GEGEN die Befürchtungen hochgradiger Spezialisten so vehement FÜR die AKWs eingesetzt hat kann mir jetzt kein Kasperlestheater vorspielen.

Zudem würde ich mal empfehlen, die Aussagen auch von Herrn Fuchs und Co anzusehen! Eine Kehrtwende ist so gut wie ausgeschlossen.

Ich gebe Dir Recht, dass es den Menschen in Japan schlecht geht und eine unbeschreibliche Katastrophe über die armen Menschen hereinbrach.Dennoch wird es den Menschen nicht besser oder schlechter gehen, wenn WIR aus diesen Fehlern lernen! Ein RESTRISIKO BLEIBT AKWs abschalten so schnell als möglich!
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon GAST » 15.03.2011, 10:19

@machjafa
Frau Dr. M. sülzt nur rum und versucht weiterhin "ihre" Schäfchen ins trockene zu bringen.
Wenn sie ernst machen würde, dann hätte sie kein 3 Monatiges Moratorium ausgerufen, sondern wäre sofort zur Regelung der Rot/Grünen Vorgängerregierung zurückgerudert.
Ein Moratorium dürfte alleine dazu dienen nachrechnen ob man die AKW nicht noch schneller als von Rot/Grün geplant dauerhaft vom Netz nehmen kann.
Leider wird das jetzt ausgerufene Moratorium aber dazu dienen "Gras" über die Sache wachsen zu lassen, bis das doofe Volk die erste Panik hinter sich hat.

Da wäre es billiger alle AKW sofort dauerhaft abzuschalten und statt dessen Notstromagregate laufen zu lassen, oder was meinst du wer für die Folgekosten einer atomaren Katastrophe aufkommt (kleiner Tip: jeder Bürger, aber nicht der Betreiber!!)
Alternativ könnte man ja den Konzernen die Entscheidung offen lassen wann sie ihre AKWs entgültig abschalten unter der Auflage das sie ab dem Tag nach der Verkündung dieser für sämtliche Kosten eigenverantwortlich sind (besonders nach Unfällen und der "Entsorgung" des Atommülls), inkl. der Entschädigungsleistungen an die Bürger wenn etwas passiert...

Glaub mir, innerhalb weniger Stunden würden die 4 alle Reaktoren abschalten.

Was die betroffenen der Naturkatastrophe angeht, ihnen würde es direkt nicht besser gehen, aber so manche Hilfsorganisation würde trotz der stark schwindenden Hoffnung Überlebende zu finden trotzdem weitersuchen und nicht den Heimweg antreten.
Ich gehe davon aus das noch einige verschüttete Menschen mehr überleben würden wenn es den Atomunfall nicht gegeben hätte!!

Das die Amis ihre Hilfseinsätze fortsetzen hat für mich was mit einem "schuldempfinden" gegenüber dem japanischen Volk zu tun, nur das sie sich das nicht eingestehen wollen.

Gruß
Jörg
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon machjafa » 15.03.2011, 10:37

Lieber ose,

ich kann nicht in die Köpfe der Politiker schaun. Insoweit maße ich mir nicht an, Reaktionen als Kasperltheater zu bezeichnen. Wenn Du der Auffassung bist, dies einschätzen zu können, will ich Dir nicht im Wege stehe. Bei manchen Politiker könntest Du sogar Recht haben....

Aussagen von Lobbyisten lasse ich als das stehen, was sie sind: Werbeartikel.

Aussagen von hochgradigen Spezialisten? Kommt doch immer darauf an, wen Du fragst. Es gibt sicher so viele Fachmeinungen pro Kernkraft, wie dagegen. Alles sind hochspezialisierte Wissenschaftler. Und auch da gibt es Spezialisten, die lobbygesteuert sind, andere sind politisch-fanatisch gesteuert ( in alle Richtungen!) und die, die das ganze wirklich wissenschaftlich betrachten. Die Grenzen sind fließend. Allerdings sind die Aussagen von Wissenschaftlern doch sicher fundierter als die von "auf Politik umgeschulte" Lehrer (Hallo Herr Kretschmann :| ).

Merkel muß man zu Gute halten, dass Sie promovierte Physikerin ist und daher von Hause aus mehr Sachverstand mitbringt als andere. Und ich meine auch eine ehrliche Betroffenheit und auch Verunsicherung in ihrem Gesicht erkannt zu haben. Ich persönlich habe das Gefühl, dass in ihr eine Umdenkprozeß stattfindet. Wie gesagt mein persönliches Gefühl!

Das Kernkraft ein Auslaufmodell sein muß und wir die Geschwindigkeit des Ausstiegs erhöhen müssen, darin sind wir uns einig!

@jörg
sorry, ideologisches Wahlkampfgeschwafel. Warum hat Rot/Grün denn den sofortigen Ausstieg nicht durchgeführt? Lange genug hatten Sie die Möglichkeit dazu. Und warum soll nun die heutige Bundesregierung das nachholen, was Rot/Grün nicht gemacht hat? Antwort: weil beide Regierungen den gleichen Zwängen unterliegen.

Nochmal: Wahlkampf schadet der Beurteilung der Situation.

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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan

Beitragvon open source energy » 15.03.2011, 10:49

machjafa hat geschrieben:Lieber ose,

ich kann nicht in die Köpfe der Politiker schaun. Insoweit maße ich mir nicht an, Reaktionen als Kasperltheater zu bezeichnen. Wenn Du der Auffassung bist, dies einschätzen zu können, will ich Dir nicht im Wege stehe. Bei manchen Politiker könntest Du sogar Recht haben....

Aussagen von Lobbyisten lasse ich als das stehen, was sie sind: Werbeartikel.

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Merkel muß man zu Gute halten, dass Sie promovierte Physikerin ist und daher von Hause aus mehr Sachverstand mitbringt als andere. Und ich meine auch eine ehrliche Betroffenheit und auch Verunsicherung in ihrem Gesicht erkannt zu haben. Ich persönlich habe das Gefühl, dass in ihr eine Umdenkprozeß stattfindet. Wie gesagt mein persönliches Gefühl!

Das Kernkraft ein Auslaufmodell sein muß und wir die Geschwindigkeit des Ausstiegs erhöhen müssen, darin sind wir uns einig!

@jörg
sorry, ideologisches Wahlkampfgeschwafel. Warum hat Rot/Grün denn den sofortigen Ausstieg nicht durchgeführt? Lange genug hatten Sie die Möglichkeit dazu. Und warum soll nun die heutige Bundesregierung das nachholen, was Rot/Grün nicht gemacht hat? Antwort: weil beide Regierungen den gleichen Zwängen unterliegen.

Nochmal: Wahlkampf schadet der Beurteilung der Situation.

VG
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Nun lieber Marc ich kann auch nicht in die Köpfe hineinschauen. Aber DU auch nicht. Ich möchte nochmals darauf hinweise dass DU gesagt hast dass die Merkel mal was richtig mache! Dem habe ich nur widersprochen, da ich halt auch viele andere Stimmen aus dem Umfeld gehört habe. Wenn Du das so nicht siehst oder sehen willst, dann tut es mir echt leid.

Zum Thema Experten, Du wirst KEINEN Pro Atomexperte finden, der Dir mit seinem ganzen HAB UND GUT PERSÖNLICH HAFTET dafür, dass NIE ETWAS passiert. Diese Spezialisten sind doch wie Anlageberater bei der Bank, klappt es, dann tätscheln sie sich selbst auf die Schulter, geht es schief, dann ... Ja ein Restrisiko war ja NIE auszuschließen.

Mir persönlich lieber Marc ist die Sicherheit Deutschlands mehr wert als nur leere Worte. Eine Kehrtwende in der Atompolitik sähe anders aus.

1. Warum wurde das Moratorium auf drei Monate beschränkt und nicht auf UNBESTIMMTE ZEIT?
2. Warum wird das THEMA SICHERHEIT nicht neu definiert (Flugzeugabstürze etc. )

Wer ernsthaft glaubt, dass über den Neckar eine Tsunami Welle kommt, dem kann ich auch nicht helfen. Es sind wie immer viele Verkettungen von Ereignissen, die das UNMÖGLICHE doch möglich machen UND DANN LIEBER MARC?
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