jodl hat geschrieben:wie wärs stattdessen wenn in der ach so heiligen bayrischen Landschaft auch ein paar Windräder aufgestellt werden könnten?
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deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in JapanModerator: Mod-Team Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Mein Reden! Mit sonnigen Grüßen
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Stromtrassen für Windstrom in den Süden zu bauen ist wenig sinnvoll. Bei nur ca. 2.000 h im Jahr rechnet sich das kaum. Im Süden liegen aber Nachbarn, die Wasserkraft haben. Ich denke, man kann mit denen noch viel besser Strommengen tauschen. Also PV gegen Wasser. Wasserkraftwerke in den Alpen können kaum mehr als 8.000 h auf Volllast arbeiten. Klar lohn es eventuell 2 bis 3 GW Wind zuzubauen, aber im Grunde bei 1.000 kWh je kWp und mehr irgendwie Blödsinn, zumal auch genügend Industrie im Süden ist, die Prozesswärme benötigt. Wenn München, Stuttgart, Ulm usw. genau so viel KWK wie Berlin einsetzen würden, dann sind das auch glatt mal 2 bis 3 GW KWK, ohne ein Gramm CO2 mehr.
Ich denke nicht, dass man den Süden mit WKA verschandeln muss, aber das ist natürlich eine Entscheidung, die die Leute vor Ort treffen sollen. Wir benötigen schon Trassen von Norwegen bis Italien, von Russland bis England. Aber einfach deshalb, um ein optimalen Zustand des Netzes bei geringsten Kosten darzustellen. Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Und schon geht das alte Geschwätz wieder los!
+++ Wirtschaftsweiser warnt vor steigenden Strompreisen +++ [10.12 Uhr] Auf die Verbraucher in Deutschland kommen nach Einschätzung des Chefs der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, deutlich höhere Strompreise zu. Die Kurse an der Leipziger Strombörse seien bereits erheblich gestiegen, sagte der Vorsitzende des Wirtschafts-Sachverständigenrats der Bundesregierung der "Rheinischen Post". auf www.spiegel.de Die sollen mal die EEG Umlage für PV richtig berechnen, dann wird man sehen, was da wirklich passiert. Aber solange Frau Merkel die Atomkanzlerin noch im Sattel sitzt wird das wohl nie passieren! Orange Solar GmbH - Ihr TÜV zertifizierter Anbieter von schlüsselfertigen Solaranlagen
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Eine "veschandelte" Landschaft müssen wir so oder so in Kauf nehmen um auf 100% zu kommen. Unsere Kinder werden sich aber an die verspargelte Landschaft gewöhnen, so wie wir uns auf die Felder gewöhnt haben, die ja auch nicht natürlich sind. Der Spekulatius
Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Höre ich da einen gewissen Frust heraus, dass im Norden der gesamte Horizont verspargelt ist und hier im Süden nicht? Es ist ja nicht so, dass in Bayern keine Windrädli stehen weil die das hier nicht wollten! Sondern es ist einfach so, dass es hier im Süden wenig (und zwar im Vergleich zu Nordeutschland wirklich SEHR VIEL WENIGER) Wind gibt. Das ist wirklich so, auch wenn ihr Euch da oben in Euren windzerzausten Salzwiesen das nicht so recht vorstellen könnt! Eigentlich gibt es hier am Boden nur Wind, wenn eine Wetter oder Sturmfront durchzieht, dann ist sogar hier Orkan möglich, aber immer nur für wenige Stunden. Dazwischen ist es bei uns fast immer windstill bestenfalls herrscht an manchen Tagen eine leichte Brise. Erst seit kurzem, seit es diese ganz großen Windrädli gibt, erreicht man auch Luftschichten weiter oben, wo es mächtig zieht, wo der Wind durch die Landrauhigkeit fast unbeeinflusst ist und ähnlich stark ist wie an der Küste. Seither werden auch bei uns im Süden vermehrt Windrädli gebaut oder zumindest beantragt. Jetzt ist es aber so, dass erstens in ganz Deutschland die Windrädli nicht mehr so unkritisch gesehen werden wie noch vor 20 Jahren. Auch sind die Dinger wirklich sehr viel größer geworden seit damals. Und in Bayern ist es eben nicht flach, die Rädli würden meistens auf den Hügel- und Bergspitzen stehen und damit noch viel weiter sichtbar sein als im flachen Norden. Deswegen ist der Widerstand halt einfach höher und die Beeinträchtigung. Ein wenig kann ich das schon verstehen, dennoch glaube ich, braucht es nur ein wenig Zeit, aber dann werden auch bei uns die geeigneten Standorte genutzt. Es werden und sollte auch wirklich nicht ganz soviele werden wie in Norddeutschland, einfach auch deswegen, weil es bei uns nicht ganz egal ist, wo man eins hinstellt, da eben nicht überall genug Wind weht, das ist schon anders als in der topfebenen Norddeutschen Tiefebene! Dafür haben wir ja zum Ausgleich eben viel mehr Sonne und Strahlung und können das mit PV ausgleichen können. Ich selbst bin der Windkraft gegenüber sehr aufgeschlossen, doch sollten wir bei aller Begeisterung und Notwendigkeit nicht vergessen, dass Windrädli optisch schon sehr aufdringlich sein können. Es kann und sollte nicht sein, dass man flächendeckend und ÜBERALL solche Dinger stehen hat, quasi in einem Windrad-Wald lebt. Und ihr müsst schon zugeben, dass es südlich der norddeutschen Tiefebene (also keineswegs nur in Bayern) schon Landschaften gibt, die durch eine unkonzentrierte flächige Verteilung solcher Windräder deutlich mehr zu verlieren haben als eine ausgeräumte, gesichtslose Agrarwüste. Grade in den Südbundesländern ist der Tourismus fast ausschließlich auf das Landschaftsbild und -erleben ausgerichtet und ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Ich persönlich wäre für eine Konzentration auf (durchaus größere) Windparks im ganzen Land und dazwischen keine Windräder, im Norden nach Ablauf der Betriebszeiten eben Rückbau der Anlagen außerhalb der Parks. Ist aber wohl nicht so realistisch und nur Wunschdenken. Aber warum Windräder nicht entlang der Autobahnen, in Industrie- und Gewerbegebieten, auf Hochhäusern in Großstädten? Denn hallo, in der Nähe von Autobahnen, Industrigebieten und in den Städten ist doch eh schon ziemlich viel kaputt, weder Optik noch Lärm spielen dort eine Rolle da es doch eh schon laut ist? Gruß,
amoss 10,915 kwp * 59 x Mitsubishi PV-TD 185 MF5 * 2 x SMA 5000 TL-20 * DN 30° (3/4) und 22° (1/4) * Ausrichtung ca. 200° * Verlust durch Verschattung im Jahresmittel ca. 8% * Kreis Freising
Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Ach ja und natürlich müsse sich unsere Kinder nicht an die schönen Straßen und Atobahnen, Zuftrassen und Flussbegradigungen gewöhnen. Die Flurbereinigung etc... Was machen da einige Windräder aus?
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Nicht falsch verstehen: Ein wenig sehe ich es wie du. Aber es ist ein Unterschied, ob man selbst mit einer Windradlandschaft leben muss, oder ob man Angst haben muss, dass die Leute (Touristen) abgeschreckt werden, von denen man LEBT. Das gilt jetzt natürlich nur für die ausgesprochenen Touristengebiete direkt am Alpenrand/Schwarz-/Bayerwald, weniger für die große Fläche in BY und BW. Außerdem bin ich der Meinung, dass man die Fehler der Vergangenheit nicht immer und immer wiederholen sollte. Fehler, die schon bei Autobahnen, Flurbereinigung, krebsgeschwürartige Auswucherungen von Gewerbegebieten etc. gemacht wurden. Man sollte aus diesen Erfahrungen lernen und die Sache konzentrieren. Damit man auch schöne Landschaften dazwischen hat und nicht nur Schei..e. Also: Deutlicher Ausbau der Windkraft überall, aber nicht so wahl- und zügellos wie bisher mit der Landschaftsverschandelung und -verbrauch umgehen. Gruß,
amoss 10,915 kwp * 59 x Mitsubishi PV-TD 185 MF5 * 2 x SMA 5000 TL-20 * DN 30° (3/4) und 22° (1/4) * Ausrichtung ca. 200° * Verlust durch Verschattung im Jahresmittel ca. 8% * Kreis Freising
Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Moin amoss,
mich stört es überhaupt nicht, dass hier oben Windenergieanlagen stehen. Wenn ich so durch die Gegend fahre, dann denke ich mir manchmal, hier könnten auch noch ein paar hingestellt werden, da weit und breit kein Mensch wohnt. Man könnte die Anlagen auch in die Wälder hineinstellen. Wenn man im Wald stehen würde, dann sähe man das Windrad vor laut Bäumen nicht. Als großes Problem empfinde ich die Ausweisung der Eignungsflächen. Hier werden Windräder in 200-300m Entfernung zu den Ortsgrenzen aufgestellt, obwohl man auch 1-2 km Abstand hätte einhalten können. Selbst in meiner Gemeinde konnten die geplanten Eignungsflächen aufgrund einiger Bürger nicht bebaut werden. Mag sein, dass sich in naher Zukunft etwas tut, da die Gemeinde mittlerweile Pleite ist. Mich stört die von der Politik gepedigte Einteilung von PV im Süden und WEA´s im Norden. Du hast Recht, dass die WEA´s bei euch im Süden besonders hoch sein müssen. Auch Sachsen-Anhalt ist kein Küstenland und hat wohl die höchste Windkraftdichte in Deutschland. Und damit sich ein so hoher Turm auch lohnt, kommt dann auch gleich ein 6 oder 8MW Generator oben grauf. Die drehen sich auch viel lnagsamer als die kleinen 200kW Windräder. Dann wird man auch nicht wuschig, wenn man sich den Horizont anschaut. Ich denke auch, dass Repowering an einigen Anlagenstandorten dringend angebracht ist, wenn aus 20 kleinen 200-400kW Anlagen 8 oder 9 große 6MW Anlagen gemacht werden.
Zumindest freut es mich, dass sich bei euch ´was tut.
Was ihr immer mit euren Bergen habt. Die nehmen doch nur Platz weg und sonderlich weit gucken kann man wegen der Berge auch nicht. Wer will denn schon an einer Nordseite eines Berges wohnen? Während man im Flachland bei gutem Wetter noch in 50km Entfernung Windräder sehen kann, steht bei euch doch bestimmt schon ein Berg dazwischen. :mrgeen:
Amoss, dass ist zu einseitig betrachtet. Grade hier oben wo es wenig Industrie gibt, ist der Tourismus mit das wichtigste Standbein der Wirtschaft. Denkst du die Unternehmer aus dem Tourismusbereich sind begeistert, das hier immer mehr WEA´s gebaut werden? Mit sonnigen Grüßen
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Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Tja, so ist das mit der Ästhetik....
Es ist eine kulturelle Frage, was wie angenommen wird. Wenn wir heute alte Industriebauten bewundern können, dann haben die auch einen Reiz dieser Epoche. Wenn ich direkt aus purer Natur käme, dann würde ich schon viele Industriebauten häßlich finden. Da wir aber in einer Industrienation leben, können wir unsere Leistungen auch mit Stolz hinweisen und brauchen die nicht zu verstecken. Wir hier in Sachsen-Anhalt haben schon etliche Windräder stehen und wenn ich durch die Gegend fahre, erfreue ich mich jedesmal an dem Anblick sich drehender Windrotoren. Wenn einige gut arrangiert in einer Gruppe stehen, so haben diese eine Erhabenheit, wenn ihre großen Flügel sich langsam durch die Lüfte kreisen. Wenn ich nicht gerade Autofahren müsste, dann würde ich das schon als ein meditativen Anblick genießen können. Und wenn es dunkel wird, dann leuchten die Türme rhytmisch auf und versichern mir, hier entsteht die Zukunft von morgen. Ich will mir nicht von irgendwelchen Ästheten meine Begeisterung für Windräder kaputt machen lassen. Sonnige Grüße Peter
Re: deutsche Atompolitik nach der Katastrophe in Japan
Der Süden hat auch schon ordentlich KWK.
Ulm hat ein Fernwärmenetz und Biomasseheizkraftwerk mit 5MW elektrisch. Leider gibt es einige kleine Gemeinden welche nur auf Holz fürs Fernwärmenetz setzen wollen ohne KWK. In anderen kleinen Gemeinden haben sich Biogasbauern, Gärtnereien und Wohnungsbesitzer zusammengetan und ein Wärmenetz auf eigene Rechnung verlegt. Allerdings gibt es auch noch genügend Gemeinden wo gar nichts geht.
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