dbresearch Studie: Stromspeicher

Platz für Kommentare, Anregungen, Informationen oder Neuigkeiten und Aktionen zum energiepolitischen Tagesgeschehen

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen) | Zum Bewerten bitte anmelden

dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon cephalotus » 08.03.2012, 01:44

Ich geh nicht mir jeder Zahl mit, trotzdem schön zu lesen:

http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTER ... ewende.pdf

mfg
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
Benutzeravatar
cephalotus
Moderator
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 2982
Registriert: 06.04.2006, 23:07
PV-Anlage [kWp]: 4,92
Info: Betreiber

Re: dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon bimon » 08.03.2012, 02:23

Ja, das stimmt. Fehlt nurnoch der db-Speicherfonds ;)
bimon
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 991
Registriert: 25.09.2009, 23:04
Info: Betreiber

Re: dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon open source energy » 08.03.2012, 08:22

Hab es jetzt auch nur quer gelesen aber meine Idee von PV Storage passt auf jeden Fall auf diese Studie.
Orange Solar GmbH - Ihr TÜV zertifizierter Anbieter von schlüsselfertigen Solaranlagen

elektrisch Mobil - TESLA Roadster 2.5 - elektromobilitaet-f107/eure-e-mobile-t84352.html
Benutzeravatar
open source energy
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 12119
Registriert: 09.08.2010, 12:01
PV-Anlage [kWp]: 1023
Info: Solarteur

Re: dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon pfalz-solar » 08.03.2012, 08:49

Ja ist doch in der Tat gut das eine grosse Bank ihren Anlegern schmackhaft machen will das es sich lohnt in Speicher zu investieren und das ja auch nicht ohne Grund - man sieht die Chancen und das Potential der Energiewende und redet das nicht unseriös kaputt...
10,64 kWp; 56 Suntech STP 190S-24 AD+; Power One PVI 10.0 OUTD; SSO 165°/DN 35°; 225 m Höhe; Pfalz
http://home4.solarlog-web.de/639.html
pfalz-solar
Vielschreiber
Vielschreiber
 
Beiträge: 260
Registriert: 26.08.2011, 18:52
PV-Anlage [kWp]: 10,64
Info: Betreiber

Re: dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon bskf » 08.03.2012, 09:31

Wir gehen aufgrund des begrenzten Anteils flexibel einsetzbarer Geräte und des betragsmäßig geringen finanziellen Anreizes auf Haushaltsebene davon aus, dass sich nur ein kleiner Anteil des Stromverbrauchs an die Erzeugung anpassen lässt. Wir rechnen damit, dass sich 2025 6% und 2040 10% des Stromverbrauchs variabel anpassen.

Schade, dass nicht betrachtet wurde, wie der flexibel anpassbare Verbrauch aussieht, wenn der finanzielle Anreiz erhöht wird. Denkbar ist z.B., dass in Nachfrage-schwachen Zeiten die Netznutzungsgebühr reduziert und in Nachfrage-starken Zeiten erhöht wird. Dies wäre sogar verursachungsgerecht.

Grüße

bskf
bskf
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 356
Registriert: 05.12.2010, 20:34
Wohnort: 10xxx
Info: Solarteur

Re: dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon cephalotus » 08.03.2012, 10:57

open source energy hat geschrieben:Hab es jetzt auch nur quer gelesen aber meine Idee von PV Storage passt auf jeden Fall auf diese Studie.


Wenn ich mich richtig erinner fordest Du eine weitere Umlage für deznetrale PV Speicher.

Halte ich für unklug, denn damit subventioniert man die bzgl. des Stromnetzes ineffizienteste Speichermöglichkeit gleich doppelt. Was wir in den nächsten 5-10 Jahren brauchen sind vor allem stärker Netze, flexiblere fossile Kraftwerke für die Residuallast und kostengünstige Speicher/Netzdiesntleister wie neue Pumpspeicher, evtl auch den ein oder anderen zentralen Akku.

Dezentrale Speicher für PV Systeme kommen bei entsprechenden Preisen ganz von selbst, die muss man nicht noch zusätzlich subventionieren, mit Ausnahme von ein paar Pilotprojekten zum Testen.
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
Benutzeravatar
cephalotus
Moderator
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 2982
Registriert: 06.04.2006, 23:07
PV-Anlage [kWp]: 4,92
Info: Betreiber

Re: dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon open source energy » 08.03.2012, 15:01

cephalotus hat geschrieben:
open source energy hat geschrieben:Hab es jetzt auch nur quer gelesen aber meine Idee von PV Storage passt auf jeden Fall auf diese Studie.


Wenn ich mich richtig erinner fordest Du eine weitere Umlage für deznetrale PV Speicher.

Halte ich für unklug, denn damit subventioniert man die bzgl. des Stromnetzes ineffizienteste Speichermöglichkeit gleich doppelt. Was wir in den nächsten 5-10 Jahren brauchen sind vor allem stärker Netze, flexiblere fossile Kraftwerke für die Residuallast und kostengünstige Speicher/Netzdiesntleister wie neue Pumpspeicher, evtl auch den ein oder anderen zentralen Akku.

Dezentrale Speicher für PV Systeme kommen bei entsprechenden Preisen ganz von selbst, die muss man nicht noch zusätzlich subventionieren, mit Ausnahme von ein paar Pilotprojekten zum Testen.


Ich schenke Dir mal ein bisschen Applaus... Wieder einer der von WIR BRAUCHEN... Bla Bla spricht... Und wer soll das Deiner Meinung nach machen?

Bei der aktuellen Dynamik im EE Bereich haben sich fast alle Versorger verkalkuliert und wie soll man ein flex. Gaskraftwerk denn rechnen wenn man weder den Bezugspreis für Gas noch den Verkaufspreis für Strom kennt.

Warum baust Du dann kein Gaskraftwerk mit ein paar Freunden, so teuer ist so eine Anlage nun auch wieder nicht.

Hör aber bitte damit auf davon zu reden was wir brauchen... So weit sind wir schon lagen.. die Frage ist wer es machen soll und da wird es dann recht schnell dunkel.. Und hier wirst DU um eine Leistungsbereitstellungsumlage vermutlich nicht um herkommen...

Dann doch lieber ein Speicherfond der den Strom der stehenden Windräder aufnimmt (die müssen ja so oder so bezahlt werden) und der durch PV Anlagenbetreiber bezahlt wird, und daraus was sinnvolles macht.
Orange Solar GmbH - Ihr TÜV zertifizierter Anbieter von schlüsselfertigen Solaranlagen

elektrisch Mobil - TESLA Roadster 2.5 - elektromobilitaet-f107/eure-e-mobile-t84352.html
Benutzeravatar
open source energy
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 12119
Registriert: 09.08.2010, 12:01
PV-Anlage [kWp]: 1023
Info: Solarteur

Re: dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon PV-Berlin » 08.03.2012, 15:43

Erstmal dank der Deutschen Bank, die ja auch zum Thema elektrische Speicher (Blei & Co.) eine sehr gute Arbeit abgeliefert hat.

Nun zu dieser Arbeit:

Wie man lesen kann, wir haben kaum bzw. nur sehr begrenzt ein Problem bei der PV für das Netz und das selbst weit in der Zukunft. Dass die finanzielle Belastung für andere Kraftwerke durch PV steigen, ist ja logisch. Aber auch diese Wirkung ordnet man ein.

Ich halte auch nix von Kleinlösungen, denn die "rechnen" sich ja nur, weil auch andere Kosten vermieden werden, die man dann umlegen muss. * Trägheitsgewinne Einzelner auf Kosten aller.

Wir unterstellen Emissionsrechte im Bereich von EUR 10 (2011) und EUR 20 (2025), 110 USD/t Steinkohle in 2011 und 125 USD/t für 2025, 2,3 ct/kWh Gas in 2011 und 2,6 ct/kWh in 2025 Diese Annahmen sind im Vergleich zu anderen relativ konservativ


Interessant wäre dazu ein Zertifikat der DB, das ich auch kaufen kann. Ich darf mal vermuten, dass dies nicht kommen wird. :D (bei Überschreiten dieses Korridors Kursgewinne)

Die Annahmen für Wind sind im Fall von Onshore der Standort norddeutsche Küste (im Durchschnitt 1040 kWh/a/qm, Kostendegression: 1% p.a.) und bei Offshore 20 m Wassertiefe und 20 km Küstenentfernung (Kostendegression: 5% p.a., ab 2015). Bei PV gehen wir von 92 ct/Wp (Durchschnitt chinesischer Anbieter im Oktober 2011), Systemkosten von 50 ct/Wp, einer Performance Ratio von 85% sowie Sonneneinstrahlung für den Durchschnitt Frankfurts von 1981 bis 2008 aus. Wir rechnen mit einer jährlichen Kostendegression von 20% für 2012, die bis auf 10% p.a. (ab 2015) fällt und ab 2020 5%beträgt.


Hab ich etwas verpasst? Bis Ende 2017 ist alles fest gezurrt. Und wo sollen bitte die 5% auch herkommen? Aber ich bin auch Optimist, dass man nach 2020 da wirklich vorwärts kommen wird. Bei PV nehme ich mal 2012 raus. Wenn die DB da auch die Inflation verarbeitet hat, dann könnte man sich die 5% vorstellen.

Für das "Stromloch" um 2025 will man neue Kraftwerke bauen, die dann 30 Jahre Abschreibungen haben sollen? das erschließt sich mir nun nicht. Da wäre es sicherlich weit günstiger Optionen mit unseren Nachbarn einzugehen. Aber das soll der Markt entscheiden. GuD mit "EEG" Umlage bzw. Steuergeld darf es nicht geben. Alles andere ist mir relativ egal.

Starke Netz zum Austausch mit unserem Nachbarn sind auch im Sinne eines freien Wettbewerbs zu begrüßen und können dank unseres EEG dazu führen, dass sich Länder wie Polen in Sachen KKW noch mal besinnen. *Lieber 100 Mill. Umlage verbraten p.A., als das Polen diesen Unsinn realisiert.

Die Flexibilität beim Stromverbrauch wird unterschätz meine ich. Grade in D. regelt extrem viel der Preis.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Benutzeravatar
PV-Berlin
Forum Genie
Forum Genie
 
Beiträge: 6633
Registriert: 30.06.2010, 13:27
Wohnort: Berlin
PV-Anlage [kWp]: 1
Info: Betreiber

Re: dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon cephalotus » 08.03.2012, 15:54

PV-Berlin hat geschrieben:
Wie man lesen kann, wir haben kaum bzw. nur sehr begrenzt ein Problem bei der PV für das Netz und das selbst weit in der Zukunft...


Bitte beachte die Annahmen dieser Studie:

PV Leistung in 2025 = 39,5GW, wenn es zum 1. April 2012 meinetwegen 28GW sind dann ist das ein PV Zubau von weniger als 1GW pro Jahr.

Weiterhin geht man davon aus, dass bis 2025 einige GW an Pumpspeicher am Netz sind und 6% der Last im Stromnetz variabel gesteuert wird (das glaube ich nicht). Weiterhin geht man davon aus, dass man überschüssigen Solarstrom dann teilweise weg wirft (das ist auch klug, wenn das nur ein paarmal im Jahr notwendig ist).

mfg
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
Benutzeravatar
cephalotus
Moderator
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 2982
Registriert: 06.04.2006, 23:07
PV-Anlage [kWp]: 4,92
Info: Betreiber

Re: dbresearch Studie: Stromspeicher

Beitragvon cephalotus » 08.03.2012, 16:04

PV-Berlin hat geschrieben:Für das "Stromloch" um 2025 will man neue Kraftwerke bauen, die dann 30 Jahre Abschreibungen haben sollen? das erschließt sich mir nun nicht. Da wäre es sicherlich weit günstiger Optionen mit unseren Nachbarn einzugehen. Aber das soll der Markt entscheiden. GuD mit "EEG" Umlage bzw. Steuergeld darf es nicht geben. Alles andere ist mir relativ egal...


Das Stromloch entsteht, obwohl man einen deutlichen Rückgang des Stromvebrauchs sieht. ich wüsste nicht, wo der herkommen soll, ich würde eher davon ausgehen, dass der Stromverbrauch künftig sogar weiter steigt ("Internet", Heizen mit Strom, E-Mobilität, in der Reihenfolge).

Also nehmen wir mal an, dass die kommenden Jahre tatsächlich keine neuen fossilen Kraftwerke gebaut werden und sich 2020 dann dieser kapazitätsmangel für 2025 abzeichnest. Glaubst Du, Deutschland verhandelt dann mit den Nachbarn (mit wem eigentlich? Polen?) um ein paar GW Kapazität, wenn hierzulande noch ein paar AKW herum stehen?

Natürlich vorausgesetzt es hat bis dahin nicht schon den nächsten Super-GAU gegeben.

Ich halte das alles für Quatsch und bin der Ansicht, dass man neue Gaskraftwerke bauen soll. Notfalls muss man die eben fördern. Das macht mehr Sinn als eine Förderung von PV-Speichern.

mfg
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
Benutzeravatar
cephalotus
Moderator
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 2982
Registriert: 06.04.2006, 23:07
PV-Anlage [kWp]: 4,92
Info: Betreiber

Nächste

Zurück zu Energiepolitik



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste