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von open source energy » 29.01.2011, 14:41
Kein Tag vergeht an dem sich in Afrika und der arabischen Welt die Ereignisse überschlagen. Dies führt auch zu großen Sorgen bei einem der großen 4, der RWE. Ist die Idee UNSERE Energie in Afrika zu produzieren und in den Norden zu transportieren damit vor dem Aus? Geschürt wird dies auch durch der schnelleren Absenkung der Vergütungen in Italien, Spanien und Deutschland. http://sueddeutsche.de/wirtschaft/prote ... -1.1052688
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von phoenixx2007 » 29.01.2011, 15:12
open source energy hat geschrieben:Kein Tag vergeht an dem sich in Afrika und der arabischen Welt die Ereignisse überschlagen. Dies führt auch zu großen Sorgen bei einem der großen 4, der RWE. Ist die Idee UNSERE Energie in Afrika zu produzieren und in den Norden zu transportieren damit vor dem Aus? Geschürt wird dies auch durch der schnelleren Absenkung der Vergütungen in Italien, Spanien und Deutschland. http://sueddeutsche.de/wirtschaft/prote ... -1.1052688
Tag OSE! Wenn die Bevölkerung in Arabischen Länder Ihren Unmut mal Luft verschafft kann dies doch auch gut sein für die Zukunft dieser Länder, ist doch bei uns eben so. Wenn allerdings Religiöse Fanatiker und Verbrecher dann mehr zu Sagen bekommen wird dies dann eher Negativ sein  Grüße Phoenixx 
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von Mühli » 29.01.2011, 15:30
Naja, glaube nicht, dass die Fanatiker in (Nord-) Afrika soo viel zu sagen haben. (natürlich gibts da auch welche, je nach Region) Eher irgendwelche Militär-Putschisten, die sich an die Macht gekämpft haben. Ich war schön öfters in Ägypten, ist ein schönes Land, wenn man im Hotel sitzt und die Armmut nicht sieht. Was mich aber doch seeehr gewundert hat, dass der Mubarak seit 30 Jahren an der Regierung ist. Als ich das erfahren hab (vom Reiseleiter) war mir irgendwie klar, dass das keine echte Demokratie ist. Hängen auch überall große Plakete von dem rum...halb so groß wie ein Haus. Ich hab noch nie was von Desertec gehalten. Davon ist auch nichts zu halten. Man hängt doch nicht einen erheblichen Teil meines Stroms (so wie die sich das vorstellen) an eine Leitung, die jeder wildgewordene Diktator oder Terrorist in die Luft jagt. Und "bewachen" wird man das nicht können, Verträge nützen bei solchen Leuten auch nix. Lieber die Solarenergie für Europa in Spanien, Italien, Griechenland erzeugen. Wobei ich da auch nicht überzeugt bin. Für mich ist erste Priorität, die Energie da zu erzeugen, wo sie gebraucht wird, also dezentral und verlustarm (das ist der erste Schritt zum Energiesparen) Das wäre auch kein großes Problem, man kann Wasserkraft in Meer und Flüssen bestimmt noch um Faktor 10 vergrößern, ganz locker. Lokal und einfach, einen Fluss oder Bach haben viele Städte schon aus Geschichtsgründen in ihrer Umgebung. Wasserkraft ist halt extrem zuverlässig, und hat (bei richtiger Anwendung...) keinerlei negative Folgen. Deshalb wäre es meine Prämisse, die Wellenkraftwerke bzw. Meeresströmungs-Kraftwerke in der nähe von Offshorewindparks massiv auszubauen. Das ginge sehr gut, die Leitungen wären vorhanden und könnten besser ausgelastet werden. Zudem sind die "paar" Kilometer HGÜ durch die Nord und Ostsee sicherer als die Leitung durch Afrika und durchs Mittelmeer, denn den ganzen Energiebedarf wird man an Land mit normalen Mitteln nicht decken können. Zentrale Anlagen muss und wird es auch immer geben, die Anzahl und Verteilung muss sich nur ändern. Ich finds z.B. sehr schade, dass die Bayern (teilweise) der Windkraft so abgeneigt sind, dabei gibts genügend gute Stellen. Und den Strom an der "menschenleeren" Küste zu erzeugen, und ihn dann zu den Industrieverbrauchern in den Süden zu schicken ist auch nicht so toll. Man sieht ja, welchen Aufstand die Netz-Fritzen wegen der Leitungen machen. Niemand will sie vor der Haustür, jeder braucht sie.
Gruß
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von open source energy » 29.01.2011, 17:34
Ich persönlich sehe auch mehr Vorteile in der lokalen Produktion. Dennoch sollte man auch bedenken, dass man die Kosten nicht zu sehr in den Hintergrund rückt. Jede PV Anlage erzeugt die gleiche Verwaltungsarbeit, für 3 oder 3000kWp. Dazu gehört das u.a. das Finanzamt und der EVU.
Der Transport von Energie durch politisch schwierige Regionen ist nicht ganz einfach. So günstig kann dann dort die kWh Strom auch wieder nicht erzeugt werden.
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von PeterQ » 29.01.2011, 18:25
Die gegenwärtige Situation muss ja nicht das Ende von der Stromerzeugung als Desertec in Nordafrika sein. Aber wie hier schon gesagt, würde ich mich nicht in so einer Größenordnung von anderen Ländern abhängig machen wollen. Wenn kleinere Desertec-Anlagen den Ländern vor Ort eine energiewirtschaftliche Entwicklung Richtung Erneuerbare Energien bringt, so ist dies auf jeden Fall zu begrüßen. Ziel sollte aber vorrangig die regionale Versorgung sein. Wenn aber Überschüsse auch nach Europa verkauft werden können, sollte dies auch gehen. Aber der Bezug eines wesentlichen Anteils Stroms aus diesen Gegenden wäre für unsere Versorgungssicherheit ungünstig. Wenn dann was passiert, dann kann das große Lücken in die Versorgung reißen. (So wie auch ein irgendwie gearteter riesiger Fusionsreaktor - wenn der mal ausfällt, dann gehen einige Lichter aus.) Daher ist die Versorgung jedenfalls sicherer, wenn regional und dezentral der Strom größtenteils erzeugt werden kann.
Sonnige Grüße Peter
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von Rainbow » 29.01.2011, 19:22
PeterQ hat geschrieben:enn kleinere Desertec-Anlagen den Ländern vor Ort eine energiewirtschaftliche Entwicklung Richtung Erneuerbare Energien bringt, so ist dies auf jeden Fall zu begrüßen. Ziel sollte aber vorrangig die regionale Versorgung sein.
Genau so sehe ich das auch PeterQ. Dertec ist gut, aber sollte vor allen nicht der Versogung hier bei uns dienen, sondern in den Ländern in denen der Strom auch erzeugt wird. Nur so kommen die wirtschaftlich einigermaßen auf die Füße. Siehe Marokko, die haben den klaren Plan ihre Energie aus der Sonne zu beziehen, aber geben auch klar zu verstehen, dass beim Bau von Solarkraftwerken nur Arbeitskräfte aus Marokko eingestellt werden. Nur so kann man in den Staaten dieser Region eine wirtschaftliche gesunde Basis schafen, indem der "Reichtum" vor allem im Volk ankommt. Menschen die sichere Arbeit haben und gut verdienen, neigen eher weniger dazu, die Regierung die dafür verantwortlich ist, absetzen zu wollen. Hier sehe ich den Quell der Unruhen, da stecken sich einige die Taschen voll, der große Teil der Bevölkerung schaut in die Röhre. Das kann nie auf Dauer gut gehen. Rainbow
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von open source energy » 30.01.2011, 13:59
So sehe ich das auch! Diese Energie sollte vornehmlich der Bevölkerung vor Ort zu Gute kommen und nicht nur einigen wenigen. Dann steigt auch die Akzeptanz dieser Technologie gegenüber.
Wenn wir dafür die Technik liefern dürfen ist doch schon super oder ?
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von Mühli » 30.01.2011, 20:26
Wer schonmal in Ägypten war, weiß, dass es da zweimal täglich Stromausfall gibt. Das ist nicht Europa, und Solarenergie brauchen die auch nicht. Die haben Diesel aus heimischen Quellen für 12ct/ltr und daraus macht man dann Generatorstrom für 4ct/kwh. Solar? Was ist das? Eine Spinnerei der Europäer. Alle anderen wollen erst mal wirtschaftlich auf die Füsse kommen, bevor die Umwelt geschont wird. Glaubt ihr, der Durchschnitts-Chinese hat Geld um einen Katalysator mit Platin in sein Auto zu packen? Nä, bestimmt nicht. Wollen wir ihnen jetzt das Autofahren verbieten? Ich würds gerne, aber das können und sollten wir nicht.
Gruß
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von GAST » 30.01.2011, 22:06
Mühli hat geschrieben:Wer schonmal in Ägypten war, weiß, dass es da zweimal täglich Stromausfall gibt. Das ist nicht Europa, und Solarenergie brauchen die auch nicht. Die haben Diesel aus heimischen Quellen für 12ct/ltr und daraus macht man dann Generatorstrom für 4ct/kwh. Solar? Was ist das? Eine Spinnerei der Europäer. Alle anderen wollen erst mal wirtschaftlich auf die Füsse kommen, bevor die Umwelt geschont wird. Glaubt ihr, der Durchschnitts-Chinese hat Geld um einen Katalysator mit Platin in sein Auto zu packen? Nä, bestimmt nicht. Wollen wir ihnen jetzt das Autofahren verbieten? Ich würds gerne, aber das können und sollten wir nicht.
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Wow, 19€/Barrel für Diesel...wo Rohöl auf dem Weltmarkt doch ~70€/Barrel kostet... Evtl. wäre es da Ertragreicher den Diesel für den Weltmarktpreis nach Europa zu liefern und statt dessen die Sonne den Strom machen zu lassen?? Heist ja nicht das der Strom dann zuverlässiger aus der Steckdose kommt, aber aufjedenfall umweltfreundlicher und kostenneutraler!! Durch die dann anscheinend vorhandenen Notstromdiesel kann man zudem eine höhere Versorgungssicherheit sicherstellen. Hatte in einem anderen Beitrag schonmal geschrieben, ich habe nichts gegen Projekte wie Desertec &Co, aber ich habe was dagegen das wir "Reiche" meinen uns überall alles für noppes holen zu können ohne das das einfache Volk in den Ländern was davon hat. Da muss man sich nicht wundern wenn irgendwann der "Bauer" mit der Axt oder dem billigen Diesel die Trafostation in Brand steckt mit deren Hilfe der Strom nach Europa kommen soll. Vielleicht sollte man dort lieber Desertec für die Versorgung der Einheimischen Wirtschaft/Volk aufbauen und als Dankeschön/Bezahlung den Diesel holen?? Gruß Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
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von Mühli » 30.01.2011, 22:35
Du hast prinzipiell völlig recht, und ja, der Diesel muss unter Marktpreis abgegeben werden...das hatte ich damals auch ganz ungläubig ausgerechnet. Aber wie du sehr schön sehen kannst, will sich der Herr Mubarak und seine Schergen nicht von Europa ins Handwerk pfuschen lassen. Und der Rest von den Pseudo-Diktatoren auch nicht. Ich hab mir das auch gedacht, dass es doch viel besser wäre, die Hotels mit Sonnenstrom zu versorgen. Aber bitte nicht mit PV..nein, dafür isses nicht so gut geeignet. Paar Module können nie schaden, klar. Eher Solarthermische Kraftwerke. Erstens können die die Energie besser speichern und auch nachts abgeben. Zweitens können sie als "Not"-stromer auch einfach auf Fossil umgestellt werden. Man braucht nur nen Ölbrenner samt Kessel, der Rest des Dampfkraftwerks ist schon da. Außerdem könnte man damit riesige Mengen Trinkwasser herstellen, an dem mangelts nämlich auch. Somit könnte man den europäischen Touristen zuverlässigen Strom und bestes Wasser anbieten, das wäre für mich touristisch ein ganz klarer Pluspunkt. Die Legionellen-Salmonellen und sonstwas-Problematik hat man nämlich dort schon massiv. Wenn einen dann "Amun-Rahs"-Rache (pendent zu Montezumas Rache....) erwischt, heißts nämlich, das wären die Gewürze usw. Sinds aber nicht...Freundin kam mit einer böse Infektion zurück, glaub es waren Streptokokken...das kommt vom schlechten Wasser (obwohl sie natürlich keins getrunken hat, und die sonstigen Tips auch befolgt hat...) Afrikas Energiekrise lösen...schon oft durchdacht...wäre prima, ist nicht möglich. Jedes Volk hat seinen Stolz. Und lieber den selber raffinierten Diesel verheizen als Hightec ausm Ausland nehmen, leider. Anstatt mit Solarkochern zu arbeiten, sucht man lieber stundenlang Feuerholz. Teilweise kostet der Brennstoff zum kochen in Afrika mehr, als das Essen im Topf. Aber sie wollen das so, weil das ihre Traditionen etc. sind und damit ist das Thema auch schon durch. Afrika ist nicht nur wegen uns so rückständig, nein, die Leute dort wollen teilweise auch keinen Fortschritt, sind oft genug selber schuld an ihrer Misere, dabei wäre es oft so einfach und auch "kleine" Investitionen in Solarkocher und Wasserfässer zum rollen würden irre Erfolge bei der Produktivität und damit auch der Wirtschaftskraft bringen. Aber jedem das seine
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