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von Cristian_G_aus_P » 27.09.2012, 14:08
Der BEE hat die Bestandteile der EEG-Umlage genau analysiert. Dabei zeigt sich deutlich, dass nicht der Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse maßgeblich für den erwarteten starken Anstieg der Kosten im kommenden Jahr sein werden.Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat errechnet, dass die EEG-Umlage durch den Zubau von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse im kommenden Jahr nur um rund 0,2 auf 2,3 Cent je Kilowattstunde steigen dürfte. "Das ist der Anteil an der so genannten EEG-Umlage, der direkt für den Ausbau erneuerbarer Energien verwendet wird", erklärt BEE-Geschäftsführer Harald Uphoff. Allerdings werde sich die Umlage, die von den Stromverbrauchern getragen wird, wegen der viele Sonderregelungen weit mehr erhöhen. Der BEE geht davon aus, dass die Umlage von derzeit knapp 3,6 auf mindestens 5,2 Cent je Kilowattstunde steigen werde. Für den Fall, dass auch noch die Liquiditätsreserve deutlich erhöht werde, könnte sich die Umlage sogar um noch weitere 0,3 Cent je Kilowattstunde erhöhen. Die Übertragungsnetzbetreiber werden die konkrete Höhe der EEG-Umlage für 2013 Mitte Oktober bekanntgeben. "Die reinen Förderkosten für den Ausbau der klima- und ressourcenschonenden Erneuerbaren Energien erhöhen sich im nächsten Jahr lediglich um 0,2 Cent pro Kilowattstunde. Das rechtfertigt weder, den Ausbau der Erneuerbaren deutlich zu verlangsamen, noch das bestehende Fördersystem generell infrage zu stellen", sagt Uphoff mit Blick auf die aktuelle Debatte. Neben den Vorschlägen der FDP, dass EEG zu reformieren und in ein Quotenmodell zu überführen, hatte auch Bundesumweltminister Peter Altmaier zuletzt einen langsameren und koordinierten Ausbau der Erneuerbaren gefordert. Die wahren Ursachen für den erwarteten drastischen Anstieg der EEG-Umlage liegen aber in vor allem in der ausgeweiteten Industrieförderung, den sinkenden Strompreisen an der Strombörse sowie dem nachträglichen Ausgleich für die geringeren Einnahmen im laufenden Jahr, wie es beim BEE heißt. Allein auf die Industrieförderung entfalle nach BEE-Berechnungen ein Anteil von 1,3 Cent pro Kilowattstunde - immerhin ein Viertel des Gesamtbetrages 2013 und rund 0,3 Cent mehr als in diesem Jahr. "Wenn die Bundesregierung eine Industrieförderung in dieser Größenordnung für notwendig hält, muss sie dafür andere Instrumente wählen als ausgerechnet die Stromrechnung der Verbraucher", sagte Uphoff dazu. Dafür seien zum Beispiel entsprechende steuerliche Regelungen denkbar. Der sinkende Börsenstrompreis und der Nachholeffekte wirkten sich mit jeweils 0,7 Cent je Kilowattstunde auf die EEG-Umlage 2013 aus. Hinzu kämen noch etwa 0,3 Cent je Kilowattstunde für die Kosten der Marktprämie und des Liquiditätspuffers. "Schaut man sich die einzelnen Bestandteile an, wird sofort klar: Die EEG-Umlage ist kein Preisschild für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Deshalb geht auch die einseitige Kostendiskussion der letzten Wochen völlig an der Sache vorbei", sagte Uphoff. Zumal Photovoltaik und Windkraft erheblich dazu betrügen, dass der Strompreis an der Strombörse sinke. Davon profitieren vor allem die energieintensiven Unternehmen, die ihre Energie direkt an der Strombörse kauften. Zugleich sind sie es aber, die nur einen marginalen Beitrag von 0,05 Cent je Kilowattstunde als EEG-Umlage zahlen müssen. Dieser Beitrag ist seit Einführung der Umlage nie nach oben angepasst worden. Die sinkenden Börsenstrompreise würden zugleich aber kaum an die privaten Verbraucher und kleinen Unternehmen, die die Hauptlast der EEG-Umlage tragen, weitergegeben worden. „Im Gegenteil: Sie müssen sinkende Börsenpreise über eine steigende EEG-Umlage kompensieren helfen“, heißt es beim BEE. Der Bundesverband fordert seit langem, den Berechnungsmechanismus für die Umlage grundlegend zu reformieren. Der Merit-Order-Effekt müsste stärker berücksichtigt werden und die Preissenkungseffekte der Erneuerbaren müssten auch an die privaten Verbraucher weiter gegeben werden, so die Grundforderungen. Der BEE sieht eine Möglichkeit, die Verbraucher kurzfristig zu entlasten, in dem der regenerativ erzeugte Strom von der Stromsteuer befreit werde. Dadurch könnte der Strompreis um 0,5 Cent je Kilowattstunde gesenkt werden. "Die Stromsteuer wurde zur Kompensation von Umwelt- und Gesundheitskosten, die durch die fossil-atomare Stromerzeugung verursacht werden, eingeführt. Dass diese Steuer immer noch auf die sauberen Erneuerbaren Energien erhoben wird, ist unlogisch und systemwidrig. Hier gibt es einen sinnvollen Handlungsspielraum für die Bundesregierung", sagte Uphoff weiter. (Sandra Enkhardt) Read more: http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/ ... z27ffvAn92Mit Genehmigung von http://www.photovoltaik.eu
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von eggis » 28.09.2012, 09:29
EEG-Umlage 2013: Förderbetrag für Erneuerbare Energien steigt auf 2,3 Cent pro Kilowattstunde Strom (bee-ev.de)BEE hat geschrieben:Die Förderung für Strom aus Erneuerbaren Energien steigt nach Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) im kommenden Jahr von heute rund 2,1 Cent auf voraussichtlich 2,3 Cent pro Kilowattstunde Strom. „Das ist der Anteil an der so genannten EEG-Umlage, der direkt für den Ausbau Erneuerbarer Energien verwendet wird“, erklärt BEE-Geschäftsführer Harald Uphoff. Die reinen Förderkosten für die Erneuerbaren machen damit weniger als die Hälfte der EEG-Umlage 2013 aus. Diese wird nach Berechnungen des BEE auf bis zu 5,2 Cent pro Kilowattstunde Strom ansteigen. Würde zusätzlich zu den getroffenen Annahmen die Liquiditätsreserve für das kommende Jahr drastisch erhöht, könnte die Umlage sogar um weitere 0,3 Cent/kWh ansteigen.
Hintergrundpapier: http://www.bee-ev.de/_downloads/publika ... e-2013.pdfUnbenannt.png 0,69ct -> Rückgang des Börsenstrompreises (+/-0, wenn dieser beim Einkauf an die Verbraucher weitergegeben wird) 0,69ct -> Nachholung aus 2012 (ausgelöst durch Rückgang des Börsenpreises) 0,14ct -> Marktpämie (Abschaffen, ohne Wirkung und führt nur zu Mitnahmeeffekten) 0,13ct -> Liquiditätsreserve (kann auch bis zu 0,3ct betragen) 1,29ct -> Industrieförderung (könnte man auch als 'Industrieförderumlage' separat aufführen - für mehr Transparanz) Damit ist klar, dass die Umlage nur noch weniger als 50% den Ausbau der Erneuerbaren Energien wiederspiegelt. BEE hat geschrieben:Die EEG-Umlage ist kein Preisschild für den Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Mit diesen Zahlen müsste man doch die Diskussion in die richtige Richtung lenken können, wenn diese in den richtigen Medien veröffentlicht werden? Herr Altmaier, brauchen sie noch Argumente FÜR den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion?
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Zuletzt geändert von eggis am 28.09.2012, 21:01, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Threads zum selben Thema zusammengefasst!
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von GAST » 28.09.2012, 20:56
Hallo, im heutigen Photonnewsletter steht das man damit rechnet das die Umlage in 2013 auf 5,2ct/kWh steigt.... Im Link HIER steht warum die Umlage so extrem steigt. Ich habe jetzt nicht genau den Eröffnungsbeitrag gelesen, könnte aber ein anderer Text sein, er kommt direkt vom "BEE" Ich kann garnicht soviel essen wie ich wieder ausspeihen möchte wenn ich lese mit welchen Summen der "gemeine Entkunde" hier die Großindustrie subventioniert Ich hoffe das die Aufschlüsselung nicht nur "Insidern" wie uns im Forum nahegebracht wird, sondern auch groß und breit in den Tagesmedien ohne "BUUHH die EEG-Kosten lassen unseren Strompreis explodieren" veröffentlicht werden!! Gruß Jörg
Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden! H.Schmidt ex Kanzler EE-Strom kostet uns aktuell etwa 1/5 (20%) des Stompreises liefert dafür 1/4 (25%) der gesammten benötigten Strommenge!!Daheimhttp://www.solarbetreiber.de/
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von Karl-Friedrich Lenz » 29.09.2012, 05:52
Mir ist nicht recht klar, wieso der BEE erneuerbare Energie von der Stromsteuer ausnehmen will. Ist das nicht geltendes Recht? § 9 Abs. 1 Nr. 1 Stromsteuergesetz: (1) Von der Steuer ist befreit: 1. Strom aus erneuerbaren Energieträgern, wenn dieser aus einem ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern gespeisten Netz oder einer entsprechenden Leitung entnommen wird; Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/strom ... 10999.html
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von eggis » 29.09.2012, 08:36
Moin Karl-Friedrich und Willkommen im Photovoltaikforum! wenn dieser aus einem ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern gespeisten Netz oder einer entsprechenden Leitung entnommen wird
Der Haken ist wohl dieser Teilsatz! Die Stromsteuer entfällt erst, wenn wir 100% erneuerbare Energien haben. Den könnte man ja streichen. 
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von andydei » 29.09.2012, 08:48
Die EEG-Umlage wird durch den Ausbau der erneuerbaren Energien im kommenden Jahr voraussichtlich kaum ansteigen. Das zumindest legen Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) nahe. Dem BBE zufolge werden sich die reinen Förderkosten für Sonnenstrom, Windstrom und Co. nur um etwa 0,2 Cent auf 2,3 Cent pro Kilowattstunde Strom erhöhen. „Das ist der Anteil an der so genannten EEG-Umlage, der direkt für den Ausbau Erneuerbarer Energien verwendet wird“, erklärte BEE-Geschäftsführer Harald Uphoff. Dafür, dass die EEG-Umlage insgesamt dennoch stark ansteigen wird – der BEE rechnet mit einem Schub von heute rund 3,6 Cent auf 5,2 Cent pro Kilowattstunde – seien die vielen Sonderregelungen verantwortlich, wie die ausgeweitete Industrieförderung, sinkende Strompreise an der Börse sowie der nachträgliche Ausgleich zu geringer Einnahmen im laufenden Jahr. „Das rechtfertigt weder, den Ausbau der Erneuerbaren deutlich zu verlangsamen, noch das bestehende Fördersystem generell infrage zu stellen“, kommentiert Uphoff die Zahlen mit Blick auf die jüngsten Diskussionen um das EEG. Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Politiker, Industrieverbände oder Forschungseinrichtungen vor stark steigenden Strompreisen infolge des Ausbaus der erneuerbaren Energien warnen und fordern, das EEG umzubauen. Zuletzt sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger, die Umlage werde jedes Jahr einen Cent pro Kilowattstunde zulegen, sollte nicht schnell gegengesteuert werden. Einschließlich Steuern könne sie bald neun Cent erreichen, wurde Oettinger in der Financial Times Deutschland zitiert. „Dass die EEG-Umlage steigt, liegt einzig an der schwarz-gelben Bundesregierung, die immer weitere Kostenfaktoren in die Umlage einbaut und die kein Berechnungsmodell vorlegt, welches die strompreissenkende Wirkung der Erneuerbaren einrechnet“, kritisierte der energiepolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen, Hans-Josef Fell. Die EEG-Umlage für das Jahr 2013 geben die Übertragungsnetzbetreiber Mitte Oktober bekannt. ...
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von Karl-Friedrich Lenz » 29.09.2012, 10:53
Vielen Dank an eggis oben für die freundliche Begrüßung und die Antwort. In der Tat wäre es möglicherweise sinnvoll, wenn der BEE eine Reform zu dem Teilsatz fordert. Wieso tut er das nicht? Die Forderung, eine Steuerbefreiung neu einzuführen, klingt doch viel radikaler als die Forderung, die ursprüngliche Konzeption des Gesetzes durch eine Klarstellung zu verwirklichen. Wenn diese Voraussetzung geändert wird, muss natürlich sichergestellt werden, dass nur Ökostrom befreit wird. Mit anderen Worten, wenn beim Versorger (Steuerschuldner nach § 5) 35% Ökostrom und 65% aus Kohle ankommen, dann darf die Befreiung logischerweise nur diese 35% betreffen. Derartige Erfassungen und Berechnungen sollten an sich mit moderner Technik möglich sein, zumal es ja nur darum geht, den beim Versorger ankommenden Teil von Ökostrom zu erfassen, nicht den, der beim einzelnen Letztverbraucher ankommt.. Wie der Europäische Gerichtshof bereits 1998 in Outokumpu Oy bemerkt hat, sind praktische Schwierigkeiten nicht geeignet, ungerechte Ergebnisse zu rechtfertigen. http://lexetius.com/1998,784
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von eggis » 29.09.2012, 11:15
Karl-Friedrich Lenz hat geschrieben:Derartige Erfassungen und Berechnungen sollten an sich mit moderner Technik möglich sein,
Das ist gar nicht so schwierig. Denn laut EU Richtlinie 2003/54/EG und §42 EnWG besteht eine Kennzeichnungspflicht der Stromzusammensetzung für den Endverbraucher. Jeder Stromverkäufer muss die prozentuale Zusammensetzung seines Strommixes angeben. Karl-Friedrich Lenz hat geschrieben:Wenn diese Voraussetzung geändert wird, muss natürlich sichergestellt werden, dass nur Ökostrom befreit wird. Mit anderen Worten, wenn beim Versorger (Steuerschuldner nach § 5) 35% Ökostrom und 65% aus Kohle ankommen, dann darf die Befreiung logischerweise nur diese 35% betreffen.
Ich würde hier sogar noch weiter gehen. Wir haben jetzt etwa 25% erneuerbaren Strom im Mix. Jeder Versorger der 5% (also in 2013 bei 30%) über dem deutschen Durchschnittswert (wird jährlich festgelegt) liegt, wird vollständig von der Stromsteuer befreit. Dieses würde den Anreiz erhöhen, erneuerbaren Strom einzukaufen, da der Strom um 2,4ct/kWh günstiger angeboten werden kann. Leider wird unser 'Atomdorf' schon einen Weg finden, um solche Regelungen zu verhindern.
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von Karl-Friedrich Lenz » 29.09.2012, 13:15
@eggis
Das ist auch ein interessanter Vorschlag.
Liest hier jemand vom BEE mit?
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von cybersoft » 04.10.2012, 16:32
Die baden-württembergische Regierung rechnet mit einem Anstieg der EEG-Umlage für 2013 um etwa 1,5 Cent/kWh auf etwas über 5 Cent/kWh. Diese Ergebnisse beruhen auf einer vom baden-württembergischen Umweltministerium in Auftrag gegebenen Expertise des Instituts für Zukunftsenergiesysteme in Saarbrücken (IZES).
Der Ausbau der Photovoltaik sei mit einem Beitrag von 0,01–0,02 Cent/kWh nur minimal für diese Erhöhung verantwortlich. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller kritisieren deshalb, dass die EEG-Umlage immer wieder mehr oder weniger allein für Strompreissteigerungen verantwortlich gemacht werde. Stattdessen würden die Berechnungen des IZES zeigen, welchen maßgeblichen Einfluss andere Faktoren, wie zum Beispiel die zahlreichen Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen im EEG auf die Höhe der Umlage hätten. Laut IZES wäre die Umlage um etwa 1,5 Cent/kWh niedriger, wenn es nicht so viele Ermäßigungen und Ausnahmen gäbe.
quelle:LBD-EXPLORER daily 4.10.2012 ---- So deutlich wollten das einige bestimmt nicht lesen ...
Zuletzt geändert von eggis am 08.10.2012, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
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