Solartechnik für Elektroauto - Erfahrungsbericht

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Solartechnik für Elektroauto - Erfahrungsbericht

Beitragvon Friday » 13.08.2007, 16:58

Auf konkreten Wunsch poste ich zunächst zwei Bilder von meinem Elektromobil.
Es handelt sich um einen Hodgep Pinguin Bj 1991
Höchstgeschwindigkeit 62kmh -> Autobahnzulassung
Motornennleistung 7kW (wegen dreifacher Überlastbarkeit also kurzzeitig 21kW)
Reichweite (mit neuen Batterien) 100km, Jetzt nur noch 40km
10 Batterien ("Panzerplattenbatterien") Blei-Säure 6V, 240Ah bei 20h

Bild
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Ich Fahre das Teil seit etwa 7 Jahren mit meinem bisher ersten Batteriesatz der aber jetzt einen zu hohen Innenwiderstand hat und daher auszutauschen wäre. Das mache ich aber noch nicht, da ich täglich nur etwa 10km fahre und das würde sich nicht rechnen.
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Beitragvon Helios » 13.08.2007, 17:11

Cooles Teil Friday :-),

was hat Dich dieses Hobby gekostet? Gab es schon mal Probleme mit TÜV, Polizei oder ähnliches? Der ASU Abnahme kannst Du zumindest mal die lange Nase zeigen :-).

Grüße Dich, Helios
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Beitragvon Friday » 13.08.2007, 18:52

E-Mobil steht auch irgendwie für "Experimental-Mobil" :wink:
Es ist ein Hobby für einen Bastler. Die Alltagstauglichkeit ist nur bedingt gegeben, was aber nicht am Prinzip liegt, sondern an der primitiven Ausführung des Fahrgestells sowie an der (mangels Unterlagen) nicht nachvollziebaren Denkweise des Entwicklers der in Italien hergestellten elktronischen Steuerung.

Der Hersteller existiert nicht mehr und abgesehen von der Bremse, die vom Fiat 126 stammt, gibt es kaum Teile die genau passen. (Vielleicht gibt es ja noch welche die ich nicht kenne und jemand weiß etwas - Abgesehen vom Kroschl)

Neu hat das Fahrzeug mit dem Solardach etwa 16000DM gekostet, die ich aber nicht bezahlt habe (mehr verrate ich nicht). Die Steuer beträgt 50€/a, die Versicherung etwa 240€/a bei 35%. Ein Batteriesatz kostet etwa 2000€ und hält 5 Jahre wenn man ihn ordentlich pflegt. Wenn der Anspruch an Reichweite und elektrischem Wirkungsgrad nicht so hoch ist, dann halten die Batterien auch länger (so bei mir zur Zeit).
Verbrauch (letzte Mittelwertmessungen über 1 Jahr bei 5 Jahre alten Batterien) etwa 33kWh/100km (0,33kWh/km * 30ct/kWh = 9,9ct/km) incl. der Elektroheizung zum Enteisen der Scheiben im Winter sowie der Gewinne durch das Solardach.
Die Kosten der Batterien bestimmen somit die Wirtschaftlichkeit ganz wesentlich. Bei einer Fahrleistung von etwa 3000km/a (geschätzt, da der Kilometerzähler lange Zeit defekt war) erreiche ich selbst mit meinen alten Batterien über 7 Jahre vielleicht 20000km (lange Stillstände wegen Defekten). Das ergibt Batteriekosten von 4000€/20000km = 20ct/km.

Das ist nicht vollständig, aber ich brauche keine AU und kein Motoröl, keine Werkstatt für irgendwelche Wartungsdienste etc.
Ich muß jetzt bei alten Batterien etwa alle zwei Monate 5Liter destilliertes Wasser nachgeben (1 bis 2 Euro) - das ist alles an Wartung.

Probleme bereitet mir schon seit Jahren die miserable Qualität des Fahrgestells: Das Lenkgetriebe ist verschlissen und Ersatzteile sind nur gebraucht zu bekommen. Die gebrauchten Teile sind aber genauso verschlissen so daß das keinen Sinn macht. Daher habe ich mir schon Wellen mit Zahnrädern nachbauen lassen - Einzelanfertigung. Da muß man natürlich erst mal jemanden finden, der das kann.
Auch die Stoßdämpfer sind ein Thema bei diesem Fahrzeug denn die kann man nirgends kaufen - selbst die typischen Oldtimer-Teilelieferanten stoßen da an ihre Grenzen.

Der TÜV ist wegen der geringen Höchstgeschwindigkeit und wegen der Tatsache, daß dies kein Standard-Großserienfahrzeug, sondern ein "Experimental-Mobil" ist, sehr tolerant. Selbst die "toten" Stoßdämpfer sind kein Grund zum Durchfallen. Die TÜV-Ingenieure prüfen recht wohlwollend und sind kooperativ.

Die Solartechnik ist auch kein Standard: Zwei 12V-Module in Reihe ergeben ca 36V Leerlaufspannung. Der DC-DC-Wandler muß auf die 58V bis 72V hochtransformieren und bringt dann etwa 1,2A bei 65V. Als das Dach neu war war die Leistung des Daches deutlich höher. Der DC-DC-Wandler hat zwar auch nicht den besten Wirkungsgrad aber so viel macht das nicht aus. Die Zellen sind im Laufe der Jahre deutlich schlechter geworden.
Wenn ich sage, daß ich zum Anfahren 300A ziehe und am Tag etwa 60 bis 80Ah (bei 60V) benötige, dann wird klar, daß die vielleicht 12Ah/d des Solardaches bei normalem regelmäßigem Betrieb des Fahrzeugs kaum ins Gewicht fallen.

Ja, es ist auch ein Hobby. Ein Hobby welches nicht zu teuer ist, denn jeder Kilometer den ich mit dem Emobil fahre, den fahre ich nicht mit dem Auto.

Der Umweltgedanke ist natürlich ein anderes Argument. Das stelle ich aber nicht in den Vordergund - in diesem Forum sicher auch unnötig. :wink:
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Beitragvon FürDieZukunft » 13.08.2007, 19:44

Hallo @Friday,
ich finde deine Ausdauer zu diesem Auto bewundernswert, ich hoffe dass du es noch länger fahren kannst.

Auch hoffe ich dass sich E-Autos durchsetzen werden.

siehe mal da, OSCAR , das 1-Liter-Auto
http://www.akasol.de/
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Beitragvon Holter » 13.08.2007, 19:48

Hi,
zu den Ersatzteilen kann ich dir leider nicht helfen (habe mit meinem Ligier Elektroauto das gleiche Problem), aber bei der Versicherung gibt es spezielle Elektroautotarife, zum Beispiel von der Mannheimer. Nachteil ist, dass die Prozente nicht runtergehen, Vorteil ist aber, dass man vom ersten Jahr an deutlich weniger Versicherung zahlt (IIRC unter 150 Euro).

bis dann
Christian
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elektromobil pinguin

Beitragvon alfarot » 23.12.2007, 15:44

hallo friday, ich habe das gleiche e-mobil wie du, bin bis vor kurzem noch damit gefahren, jetzt sind die batterien am ende, und ich will das teil verkaufen. wenn du interresse hast rufe mich an. tel. 06246-7721 mfg. alfarot...
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