Fahren mit Strom
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von sundevil » 29.08.2012, 08:52
eba hat geschrieben:Das eigentliche Einsatzgebiet für E-Fahrzeuge mit RE ist der rein elektrische Betrieb im Stadtverkehr und bei Überland-/Autobahnfahrten bis zu max. Richtgeschwindigkeit.
Richtig, als reiner Notbehelf fürs gute Gefühl ist ein RE dann aber wieder zu teuer. Zudem dürfte es bei sehr lange Nichtbenutzung dann Probleme geben bei einem Benzinagregat. Wenn es ein reines Zweitauto ist und es für die weiten Strecken wie Urlaub noch einen Verbrenner gibt, braucht man eigentlich keinen RE. Wenn man aber anstrebt mit einem Auto aus zu kommen und Mietangebote nicht grad um die Ecke sind oder man sich dann Umladevorgänge sparen möchte, benötigt man halt für die wenigen weiten Langstreckenkilometer im Jahr einen RE. Selbst ein Mehrverbrauch von 30% spielt dann kaum eine Rolle, wenn das Agregat dafür sehr preisgünstig ausfallen kann. Ein kleienr Sparsamer Polo Diesel der 40000km im Jahr bewegt wird, verschmutzt die Umwelt auch mehr als ein R8 Benziner , der nur 4000 km im Jahr bewegt wird. Rein finanziell spielt der Spritverbrauch dann bei R8 auch keine Rolle, da der Wertverlust deutlich höhere Kosten verursacht
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von open source energy » 29.08.2012, 10:27
Ich denke dass ein RE im EV bestimmt nicht unter 5k€ zu haben sein wird, da kann man sich auch eine 500€ Karre dafür kaufen und für die paar Fahrten nutzten!
Oder aber man mietet sich ein Auto für die wenigen langen Strecken, dann hat man auch immer das richtige Vehikel dabei!
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von sundevil » 29.08.2012, 12:28
open source energy hat geschrieben:Ich denke dass ein RE im EV bestimmt nicht unter 5k€ zu haben sein wird, da kann man sich auch eine 500€ Karre dafür kaufen und für die paar Fahrten nutzten!
Und mir der kommt man dann zuverlässig am Ziel an?  Selbst wenn man selten fährt, geht da schnell mal etwas kaputt und man hat dann 300 EUR Reparatur. Außerdem steht sich so ein Auto bei Nichtbenutzung kaputt. Wenn es sehr wenige Strecken sind, also 10x im Jahr dann kann man natürlich mit Mietwagen sehr zielgerichtet für den tatsächlichen Bedarf mieten. IM Urlaub einen Fan und wenn man allein eine weite Strecke fährt den schicken Sportflitzer, im Sommer das Cabrio etc.
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von eba » 30.08.2012, 22:32
In großen Stückzahlen gebaut, sollte ein RE mit max. 5kW unter €1000.-- herzustellen sein. Honda verkauft seine Stromerzeuger in dieser Preisrange. Im Winter sollte er regelmäßig zum heizen laufen, im Sommer solltet er halt automatisch alle 4 Wochen für 10min laufen. Das ganze noch mit E100 oder E85.
lg
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von Mühli » 31.08.2012, 00:07
Die Honda-Aggregate kosten schon mehr, für nen 1000er kriegt man da nur den kleinsten, wenn überhaupt. 5kW sind zudem zu klein, damit kann man gar nix anfangen. 15kW als reiner nicht-liegenbleiben-Notbehelf sollten reichen, um eine normale Weiterfahrt zu gewährleisten sollte man schon zwischen 25 und 40kW liegen.
E100 is nich, Ethanol hat einen sehr hohen Flammpunkt im Vergleich zu Benzin (sind 13°C anstatt -22°C) und im kalten deutschen Winter springt da gar nix an. Sogar mit E85 ohne Vorwärmung kann man da Probleme kriegen. Ist zwar in den Griff zu kriegen, aber die 15% Sprit wirken wahre Wunder um das Gemisch durchzuzünden. E100 gibts deshalb auch nur in Brasilien oder in Versuchsfahrzeugen.
Überhaupt müsste das nichtmal sein, so ne E85-Tauglichkeit kostet ja auch Geld.
Gruß
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von open source energy » 31.08.2012, 00:25
eba hat geschrieben:In großen Stückzahlen gebaut, sollte ein RE mit max. 5kW unter €1000.-- herzustellen sein. Honda verkauft seine Stromerzeuger in dieser Preisrange. Im Winter sollte er regelmäßig zum heizen laufen, im Sommer solltet er halt automatisch alle 4 Wochen für 10min laufen. Das ganze noch mit E100 oder E85.
lg
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Mühli hat es ja bereits beschrieben was man mit 5kW anfangen kann.... NICHTS! Zudem bn ich mir nicht sicher ob die Notstromaggregate die gleichen Abgasanforderungen haben wie automobile Anwendungen.
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von Rainbow » 31.08.2012, 00:34
Hi @ll, Mühli hat geschrieben:E100 is nich, Ethanol hat einen sehr hohen Flammpunkt im Vergleich zu Benzin (sind 13°C anstatt -22°C) und im kalten deutschen Winter springt da gar nix an.
Das gleiche Problem gab es ja schon bei den alten Dieselmotoren, Da konnte man Rapsoel tanken, günstig beim Discounter oder im Großmarkt, 0,29 Cent der Liter, aber sobald die Temperaturen gegen Null gingen, flockte das Zeug aus und vorbei war es mit dem Günstig tanken. Im Winter teuer Diesel kaufen zu müssen, dass tat dann richtig weh; aber der nächste Frühling war ja immer in Sichtweite Zwischenzeitlich ist auch das pflanzliche Oel teurer geworden und moderne Dieselmotoren würden das Zeug auch nicht mehr vertragen, habe ich mir mal sagen lassen. Aber wer weiß? Auf jedenfall sprang damals beim deutschen Winter auch gar nichts mehr an. Rainbow
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von Mühli » 31.08.2012, 00:48
Wenn Aggregate keine guten Abgaswerte haben, liegt nicht dran, dass es nicht ginge, sondern dass es zu teuer für diese Anwendungen wäre eine Einspritzanlage zu verbauen. Zudem die auch Strom bräuchte was man logischerweise bei einem Notstromer nicht haben will. Stinken tun die Dinger trotzdem nicht, sie laufen aus Spritspargründen sehr mager und ein ungeregelter Kat bringt auch was.
Abgaswerte bei Autos sind auch auf Kilometer gerechnet. Wenn man den RE also nur in 10% der Fälle bräuchte (im Testzyklus) könnte das Ding ne wahre Dreckschleuder sein und käme in Summe immer noch unter die geforderten Werte. Natürlich sollte das nicht so sein.
Bevor man irgendwas auslegt, muss man immer das Einsatzgebiet kennen. Beispielsweise kann ein RE bei einem Fahrzeug wie dem Kangoo ZE mit ~100km/h gaanz anders dimensioniert werden als bei einem schnellen Fahrzeug, siehe Ampera. Für den Transporter sollten 15kW reichen, für ~150km/h dürfens schon 40kW sein wenn die Höchstgeschwindigkeit gewährleistet werden soll. Je nach Fahrzeug könnte eine Begrenzung auf 120km/h schon sinnvoll sein um den RE klein zu halten. Oder vor Fahrtantritt bereits "Langstrecke" auswählen, so dass der RE nicht erst wartet bis der Akku leer ist, sondern ständig mitläuft und man dann schneller fahren kann.
Gruß
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von sundevil » 31.08.2012, 07:12
Mühli hat geschrieben:Je nach Fahrzeug könnte eine Begrenzung auf 120km/h schon sinnvoll sein um den RE klein zu halten. Oder vor Fahrtantritt bereits "Langstrecke" auswählen, so dass der RE nicht erst wartet bis der Akku leer ist, sondern ständig mitläuft und man dann schneller fahren kann. Gruß
Mit 120 km/h Dauergeschwindigkeit können viele Leben. Man kann ja trotzdem mal kurz beschleunigen, um zu überhoplen. 160 km/h Spitze für kurze Zeit wären schon angebracht. Mit Steigendem Spritpreis werden immer weniger richtig schnell fahren. Wenn man sich anschaut, wie langsam einige heute schon schleichen... Wichtig ist, das man zügig einen LKW überholen kann ohne zum Verkehrshindernis zu werden. Richtig, wen man weiß das man non Berlin anch Muc fahren will, dann schaltet man den RE gleich am Anfang oder beim Verlassen der Innenstadt ein. Ein Silent-Modus kann auf dem Rastplatz dann in 30 min 2-3 kwh laden. Oder vorhandener Schnellladesäule dann auf 80-90% wieder laden. 1000 EUR Serienpreis wird sich nicht in absehbarer zeit machen lassen, aber mit 2500-3000 EUR sollte das wohl kein Problem sein, wenn eine Kleinserie für 6k machbar ist.
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von Mühli » 31.08.2012, 11:57
Ja, da hast du recht, 3000€ sind problemlos machbar.
Beispielsweise die neue Honda NCX 700. Das ist ein Einsteigermotorrad mit einem sehr effizienten Zweizylinder. Er dreht für ein Motorrad nur sehr niedrig, ~6000rpm und stammt vom Honda Jazz ab. Das ganze Motorrad kostet neu unter 6000€. Wenn man den Rest vom Motorrad weglässt, kostet der nackte Motor unter 2000€ (im VK) und da is noch nen Haufen Zeug dran, das man nicht braucht, Getriebe, Lichtmaschine etc.
Deshalb halt ich die 3000€ als RE für locker machbar, wenn man nicht grad einen permanenterregten Generator reinbaut und das muss ja nicht sein. Elektromotoren sind ja nicht so teuer falls halbwegs Stückzahlen gebaut werden.
Gruß
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