Opel-Ampera

Fahren mit Strom

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Re: Opel-Ampera

Beitragvon cephalotus » 06.01.2012, 15:40

pv_erft hat geschrieben:Ich bin gespannt. Es braucht _verdammt_ viel Batteriekapazität um mit einem Q7 so 500 km Reichweite hinzubekommen. Und die besonders beliebten Dieselmodelle kommen weiter, deshalb braucht es mMn für die meisten möglichen Käufer zumindest eben 500 km..


Auch ein E-Auto mit 500km wird dieser Zielgruppe nicht reichen, dennhin und wieder braucht man ja auch mal 1.000km. Und was ist, wenn man mal 2.000km am Stück (abwechselnd) fährt zum Urlaub nach Rumänien?

Eine technisch sinnvoll umsetzbare Reichweite für E-PKW liegt in der Größenordnung zwischen 100-300km, je nach Konzept und Anforderung (auch der Tesla S kommt auf der Autobahn bei 130km/h vielleicht noch 250km weit statt 480km). Die Technologie ist heute verfügbar und diesbezüglich wird es auch in 10 Jahren noch recht ähnlich aussehen, dann aber hoffentlich deutlich billiger.

Für Leute mit Reichweitenangst bleibt bei der E-Mobilität der range Extender. Dann fahre ich eben 100km elektrisch und für die restlichen 10% der Strecken verbrenne ich Benzin.

Wer ausschließlich Langstrecken fährt nimmt den Diesel.

Und wer relativ häufig Langstrecke fährt, aber auch mal kürzere, der nimmt einen plug-in-Hybrid mit hohem Elektroanteil auf den ersten 20-30km.
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Re: Opel-Ampera

Beitragvon cephalotus » 06.01.2012, 15:42

evBob hat geschrieben:So jetzt mit folgenden Änderungen
Benziner um 45000€ mit 6.9l/100km
Elektro ist gleich geblieben.


Und jetzt noch ein Erdgasfahrzeug, das bei geringem Aufpreis zum Benziner auf 100km dann meinetwegen 4,5kg Erdgas für 4,50 € verbraucht. Zumindest bis 2019 besteht jedenfalls dieser deutliche (Steuer-)Kostenvorteil an der Erdgastankstelle.
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Re: Opel-Ampera

Beitragvon open source energy » 06.01.2012, 15:43

cephalotus hat geschrieben:
pv_erft hat geschrieben:Ich bin gespannt. Es braucht _verdammt_ viel Batteriekapazität um mit einem Q7 so 500 km Reichweite hinzubekommen. Und die besonders beliebten Dieselmodelle kommen weiter, deshalb braucht es mMn für die meisten möglichen Käufer zumindest eben 500 km..


Auch ein E-Auto mit 500km wird dieser Zielgruppe nicht reichen, dennhin und wieder braucht man ja auch mal 1.000km. Und was ist, wenn man mal 2.000km am Stück (abwechselnd) fährt zum Urlaub nach Rumänien?

Eine technisch sinnvoll umsetzbare Reichweite für E-PKW liegt in der Größenordnung zwischen 100-300km, je nach Konzept und Anforderung (auch der Tesla S kommt auf der Autobahn bei 130km/h vielleicht noch 250km weit statt 480km). Die Technologie ist heute verfügbar und diesbezüglich wird es auch in 10 Jahren noch recht ähnlich aussehen, dann aber hoffentlich deutlich billiger.

Für Leute mit Reichweitenangst bleibt bei der E-Mobilität der range Extender. Dann fahre ich eben 100km elektrisch und für die restlichen 10% der Strecken verbrenne ich Benzin.

Wer ausschließlich Langstrecken fährt nimmt den Diesel.

Und wer relativ häufig Langstrecke fährt, aber auch mal kürzere, der nimmt einen plug-in-Hybrid mit hohem Elektroanteil auf den ersten 20-30km.


Nur nicht so kleinlich. Mit 100km Reichweite kauf ich kein Auto, das ist mir zu heiß! Zudem wird es schnell neue Lademöglichkeiten geben. Tesla hat jetzt schon verfügbar, 80% in 30-40min bei rund 450km Reichweite kommt man also knapp 700-800km mit einem Stopp von 30 min. Und es kommt noch besser

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Re: Opel-Ampera

Beitragvon cephalotus » 06.01.2012, 15:58

evBob hat geschrieben:Ich denke mal wenn die Lithium Luft Zellen Serienreif sind da wird sowieso der Kampf mit der Reichweite sein Ende finden.
Dem Verbrenner kommen 2 Dinge zugute 1. Der Sprit hat eine sehr hohe Energiedichte (11kWh/kg) und 2. muss die Luft für die Oxidation nicht mitgenommen werden, was bei den Batterien aber der Fall ist und natürlich in die Energiedichte eingeht....
Zum Vergleich Lithium Luft Zellen erreichen heute schon im Labor 2000Wh/kg und die LiFePO4 150Wh/kg also praktisch das 10 fache...


Das gilt aber m.W. nur für den geladenen Lithium-Luft Akku. Beim Entladen muss der Sauerstoff sehr wohl mitgeschleppt werden, der Akku wird also immer schwerer (und das ist rein stöchometrisch ein geradezu dramatischer Effekt).

Beim Benzin hingegen werden die Oxidationsprodukte wieder abgegeben, aus 1 kg Benzin werden dann zusammen mit 3,4 kg Sauerstoff eben 1,3 kg Wasser und 3,1 CO2, die es durch den Auspuff pustet. (Differenz = Rundungsbedingt). Diese Oxidationsprodukte muss man zum Glück nicht mit sich schleppen, beim Lithium-Luft-Akku blöderweise aber schon.

Ganz stark vereinfacht wird aus 1kg Lithium mit 5kg Sauerstoff dann 6kg Lithiumoxid.

Beim Laden hingegen wird dieser gebundene Sauerstoff übrigens wieder an die Luft frei gesetzt, u.U. ist das nicht ganz unproblematisch, denn das sind ja gigantische Mengen, die nicht nur die Garage sondern gleich das ganze Haus mit reinem Sauerstoff fluten würden, wenn man nicht dafür sorgt, dass der zuverlässig entweicht.

Von so kleinen Details wie der extremen Feuchtigkeitsempfindlichkeit von Lithiumakkus (so einfach ist es nicht, in mobilen Anwendungen Luft extrem zu trocknen) mal ganz abgesehen.

Die Überlegung ist eh hypothetisch. Li-Luft Batterien wird es die nächsten 10 Jahre nicht zu kaufen geben, vielleicht (wahrscheinlich?) auch nie. Wenn man auf die setzt kann man bei der Stromversorgung auch auf Fusionskraftwerke warten. Die kommen auch vielleicht irgendwann mal und sind dann ganz toll.

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Re: Opel-Ampera

Beitragvon cephalotus » 06.01.2012, 16:08

open source energy hat geschrieben:Tesla hat jetzt schon verfügbar, 80% in 30-40min bei rund 450km Reichweite kommt man also knapp 700-800km mit einem Stopp von 30 min. Und es kommt noch besser


Soso, Tesla hat das?

80% von 84kWh sind 67,2kWh (ohne Ladeverluste), bei 35 Minuten ist das eine Ladeleistung von 115 kW.

Keines der drei Normstecksysteme für Schnelladung, die derzeit weltweit diskutiert werden schafft diese Leistung.



Wir wissen doch was ein 115kW Wechselrichter so wiegt. Der kann also nur in der ladestation stecken, also ein DC System. Ich kenne jetzt die Spannung der Tesla Akkus nicht, sagen wir mal 300V im entladenen Zustand. das sind bei 115kW dann 380A, die durch die Kabel und Stecker geleitet werden müssen. So ein Kabel willst Du nicht mehr handhaben.

Beim Aufladen in 5 Minuten kommt noch der Faktor 7 oben drauf.

Einzelne Zellen in 5 Minuten zu laden ist heute schon möglich. Die M1 Zellen von A123 kann jeder im Baumarkt seit 3-4 Jahren in Form von akkuwerkzeugen kaufen und die Modellbauer haben gezeigt, dass man die in 5 Minuten zu 80% voll bekommt ohne dass die Zellen davon großartigen Schaden nehmen (sie altern logischerweise etwas schneller).

Aber was nutzt dasPotential, wenn die Infrastruktur das nicht hergibt?

Ca. 50kW DC Ladeleistung wird es in Deutschland in den nächsten Jahren wohl geben (Chademo und Kombostecker), damit bekommt Du in 30 Minuten 25kWh in Dein Auto, also 80-120 km Autobahn, je nach Geschwindigkeit und Effizienz. Vorausgetszt das Fahrzeug ist kompatibel.
Bei AC Systemen hast Du zusätzlich das Problem, dass Du die Leistungselektronik im Auto mit Dir herumschleppen musst, der "deutsche Standard" wird hier max. 43kW erlauben und das auch nur mit festem Kabel, mit eigenem Kabel nur die Hälfte.

mfg
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Re: Opel-Ampera

Beitragvon Holter » 06.01.2012, 17:01

Da viele Fahrsteuerungen jetzt schon 3phasige 4Q Frequenzumrichter sind (und deutlich kleiner/leichter als entsprechende Wechselrichter) könnte das mit dem AC-Laden durchaus machbar sein. Wenn ich jetzt noch 125A CEE nehme (auch nicht sooviel schwerer als eine Zapfpistole), dann sind hier doch bei minimalen Investitionen in die Infrastruktur ganz ansehnliche Ladeleistungen erreichbar. Halte ich aber nicht für notwendig und im Endeffekt bei der aktuellen Interessenlage der maßgeblichen Firmen auch nicht für wahrscheinlich.

bis dann
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Re: Opel-Ampera

Beitragvon CFAR » 06.01.2012, 19:34

Ach komm, wer braucht schon die meisten Tage mehr als 150 km Reichweute pro Tag? Ich hab's schon paar mal erwähnt, aber die Reichweite ist doch gar nicht DAS wirkliche Problem. Die meisten Kunden würden doch ein system aktzeptieren, das ihnen zumindest Mobilität gewährleistet. Also das eigene elektroauto für 300 tage und für die Kurzstrecke in die Arbeit und zum einkaufen, zur Fahrt zum sport oder sonstigem Hobby am Ort oder Nachbarort. Für die meisten Wochenendbesuche reichen 150 km auch, höchstens für die zwei, drei wochen Urlaub oder die Fahrt in die Berge oder ans Meer wird's eng und für Geschäftfahrzeuge, die mehr als 150 km pro Tag bewegt werden. Für jene Fälle bekommt man für einen geringen Aufpreis halt beim Carsharer vor Ort einen Diesel, ein Biomethanfahrzeug oder nen Plug-In-Hybrid.

So lange Elektroautos aber finanziell keinen Vorteil gegenüber Elektrofahrzeugen bieten, wird kaum jemand auf die Idee kommen, sich die Dinger mit den bekannten Nachteilen in die Garage stellen, höchstens ein paar Liebhaber. Das sieht man auch an den Zulassungszahlen. In D sind's in 2011 gerade mal gut 2000 Neuanmeldungen gewesen. Ein großer Teil davon ging zu gunsten der deutschen Automobilindustrie, die ihre Testflotten auf den Weg geschickt hat. Insgesamt sind's jetzt noch nicht mal 4.500 E-mobile hierzulande. Der Boom ist bei uns jedenfalls noch nicht gestartet.Das merkt wohl auch GM, die weit weniger Volts/amperas verkaufen, als zunächst angenommen (stand neulich bei heise.de). Also, Akkupreise senken durch das Anbieten von Nischenfahrzeugen und dann könnte es wirklich irgendwann interessant werden auch für den 08/15-Kunden.
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
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Re: Opel-Ampera

Beitragvon Backmeister » 06.01.2012, 21:53

Hallo,

wollte mich heute mal für eine Probefahrt für den Ampera anmelden!

Die Niederlassung will 99€ die man beim Kauf zurück bekommt!

Gehts noch, ich denke die wollen Autos verkaufen und die Kunden nicht abschrecken :evil:
Liebe Grüße Tom
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Re: Opel-Ampera

Beitragvon Ulmer » 06.01.2012, 22:32

CFAR hat geschrieben:Das sieht man auch an den Zulassungszahlen. In D sind's in 2011 gerade mal gut 2000 Neuanmeldungen gewesen.


2011 war das erste Jahr, in welchem abgesehen von ein paar Exoten mit dem I-Miev/Ion/C-Zero überhaupt ein nennenswertes Elektrofahrzeug auf den deutschen Markt gekommen ist - und das mit rund 35.000 EUR zu einem noch sehr hohen Preis. Trotzdem, die 1800 Neuzulassungen im Jahr 2011 sind im Vergleich zu 2010 (ca. 300 Neuzulassengen) eine Steigerung um rund 500%. Eine stolze Steigerung, auch wenn das ein deutscher Automobilguru in den Medien schlecht redet.

In 2012 werden zahlreiche Elektrofahrzeuge neu auf den deutschen Markt kommen, meist auch noch deutlich preiswerter als der I-Miev bisher: Smart ED (24.000 €), Nissan Leaf, 4 Renault Modelle, Ampera, Volt, Tesla Model S, Mia electric, ...... Das wird in 2013 ähnlich weitergehen.

Und die Kaufpreise von den bisherigen Elektrofahrzeugen werden sinken. Z.B. hat Peugeot für den Ion bereits einen Listenpreis von 29.400 € genannt, da werden I-Miev/C-Zero bald nachziehen müssen, welche derzeit um die 35.000 € verkauft werden.

Zusätzlich kommen langsam auch die ersten Gebrauchtfahrzeuge auf den Markt. Angefangen hat das bereits mit dem Suzuki Splash (Opel Agila) Umbau "Stromos" von German Ecars http://www.german-e-cars.de/E-PKW.e-pkw.0.html aus dem SAP Feldtest mit rund 30 Fahrzeugen: http://www.autoflotte.de/30-stromos-als ... 00226.html
Die letzten 5 Fahrzeuge davon werden hier gerade noch an Automobilhändler versteigert. Die letzten Versteigerungspreise bei den rund 1 Jahr alten Fahrzeugen mit 2000-4000km auf der Uhr lagen bei 17.500 - 18.000 €, bei einem Neuwagen-Listenpreis von rund 48.000 €: http://www.autorola.de/dealer/search?make=German+E-Cars

Ich denke man wird in den nächsten Jahren sowohl bei Neufahrzeugen wie auch bei Gebrauchtwagen auch für Privatkunden bezahlbare Preise sehen. Welche auch in der Wirtschaftlichkeit den Verbrennern kaum nachstehen werden.
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Re: Opel-Ampera

Beitragvon Lux » 06.01.2012, 23:54

Backmeister hat geschrieben:Hallo,

wollte mich heute mal für eine Probefahrt für den Ampera anmelden!

Die Niederlassung will 99€ die man beim Kauf zurück bekommt!

Gehts noch, ich denke die wollen Autos verkaufen und die Kunden nicht abschrecken :evil:


Das ist ja echt 'ne Frechheit!

Hat's sowas je bei anderen Autos gegeben?
Ich kann mir ja vorstellen, dass es 'ne Menge Leute gibt, die ohne jede Kaufabsicht einfach mal ein besonderes Auto ausprobieren wollen.
Das gilt dann doch aber auch für konventionell angetriebene Autos, die man sich niemals leisten kann/wird.
Nimmt bspw. Porsche auch so einen Obulus für Probefahrten?


Gruß Lux
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