Fahren mit Strom
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von cephalotus » 29.06.2009, 23:11
aleva helu hat geschrieben:...also die Dieselvariante des Coupe aus dem Daimler Konzern hatte ich schon. Fünf Jahre ohne Werkstattbesuch geschnurrt (na gut, im fünften Jahr musste ich die Batterie wechseln). Für die Stadt und zur Arbeit gibt es nichts besseres. Als nächsten Flizer würd er mich die E-Variante sehr interessieren....
Ein Diesel ist in der Stadt vielleicht für den Betreiber des Fahrzeugs das individuelle Optimum, meiner Ansicht nach aber nicht für die Bewohner der Stadt.
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cephalotus
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von cephalotus » 29.06.2009, 23:22
Wiese hat geschrieben:Das größte Problem sind nun mal die Batterien.
Das größte Problem ist die Erwartungsaltung potentieller Käufer, die sich in jahrzehnten Benzin/Diesel befeuerter Automobile in Massenproduktion entwickelt hat und deren Befriedigung als Grundrecht verstanden wird. Zum einen ist das Auto kein Werkzeug zum benutzen, sondern ein Gegensatnd zum Besitzen geworden, zum zweiten hat man das Bedürfniss, nur dann mit Freude und Sicherheit am Straßenverkehr teil nehmen zu können, wenn man mit den anderen mithalten kann (führt zu "wettrüsten") und schlussednlich definieren sich die Ansprüche ans Fahrzeug nicht am Normalfall, sondern am Sonderfall ("was soll ich tun, wenn ich mal 700km fahren muss") Wer diese mentale Blockade nicht wegbekommt, der wird vermutlich niemals ein Elektroauto kaufen, das wäre zumindest meine Prognose. flüssige Kohlenwasserstoffe waren und sind aus reiner Betreibersicht einfach viel zu gut, um 100%ig ersetzt werden zu können. Auf der anderen Seite wird diese Art der Mobilität in einigen Jahren oder Jahrzehnten höchstwahrscheinlich nicht mehr für alle verfügbar sein, vielleicht also wird man sich hier tatsächlich nach 100 Jahren kontinuierlichen Fortschritt in der nächsten oder übernächsten Auto-Generation tatsächlich ein paar Schritte zurück bewegen müssen. Falls ja, wird das bitterliche Tränen geben, denn die meisten Autokäufer sind dazu noch nicht bereit. Raucher werden auch noch rauchen wenn die Schachtel 10 Euro kostet, und Benzinkutschen werden auch noch bei 5 Euro pro Liter gekauft.
Wetten wir?
Denke ich auch.
Allerdings wirds 5 Euro pro Liter wohl nur noch auf dem Schwarzmarkt geben (Inflation mal rausgerechnet) und darüber hinaus werden beib solchen Preisen viele Leute aus dem Markt gedrängt.
Aber genau so wird wahrscheinlich das derzeitige Mobilitätskonzept enden. Durch ökonomischen Zwang.
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von cephalotus » 29.06.2009, 23:25
northcup hat geschrieben:Ansonsten gebe ich Dir in allen Punkten recht. Ein kleines Stadtauto (der Kaefer laesst gruessen...) mit 15 - 25 kw reicht - bei uns - fuer den Mobilitaetsbedarf. Und ansonsten werde ich ab morgen mal wieder mit den Autoherstellern ueber Elektroautos plaudern. Ich bin potentieller Kunde mit eigener Stromversorgung - versteht sich.
Kannst Dir ja mal den CitySAX 160 ansehen.
Umbauprojekt basierend auf dem Chevrolet Matiz, erfüllt Deine Zielvorgabe, kostet allerdings sehr deutlich mehr als der Benziner.
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von northcup » 30.06.2009, 04:26
cephalotus hat geschrieben: Kannst Dir ja mal den CitySAX 160 ansehen.
Umbauprojekt basierend auf dem Chevrolet Matiz, erfüllt Deine Zielvorgabe, kostet allerdings sehr deutlich mehr als der Benziner.
Vielen Dank, bin fuer jeden Vorschlag dankbar - das Thema ist spannend
http://www.luis.de/elektro-auto/luis_fr ... igung.html
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1041473
BTW:
Ich hab ungluecklicherweise nicht formuliert, dass ich fuer einen Kleinwagen ohne aufwaendige Explosionsmotor-Technik nicht ohne weiteres > 10.000,- Euro ausgeben will/kann. Ich koennte mir vorstellen, dass auch diese Zielvorgabe mittelfristig zu realisieren ist. Interessant waere m.E. auch eine Umruestung vorhandener gut erhaltener Kleinwagen auf E-Antrieb. Das sollte doch eine versierte KFZ-Mechatroniker-Kette auf die Beine stellen koennen, oder ?!
Gruss,
Klaus
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von northcup » 30.06.2009, 04:46
cephalotus hat geschrieben:Wiese hat geschrieben: Auf der anderen Seite wird diese Art der Mobilität in einigen Jahren oder Jahrzehnten höchstwahrscheinlich nicht mehr für alle verfügbar sein, vielleicht also wird man sich hier tatsächlich nach 100 Jahren kontinuierlichen Fortschritt in der nächsten oder übernächsten Auto-Generation tatsächlich ein paar Schritte zurück bewegen müssen.
Welchen Fortschritt meinst Du ? Meinst Du diesen Irrsinn, dass eine Person, die heute im Individualverkehr von A nach B kommen will dabei die Menge an Energie verbraucht womit andere ein ganzes Jahr lang ihre Wohnung heizen koennen ? Wir leben auf Kosten unserer Nachkommen - und zwar ziemlich heftig. Es wird kein Rueckschritt geben, sondern eine nachhaltige und sinnvolle Nutzung unserer Ressourcen. Das ist fuer mich Fortschritt. Das wird aber nicht aus Einsicht geschehen, sondern aus den bekannten Notwendigkeiten. Der Mensch ist eben kein Vernunftwesen.
Gruss,
Klaus
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von Wiese » 01.07.2009, 10:54
Hab mir gerade mal zum Thema ein paar Gedanken gemacht.
Gestern war ich im Kino, und bin deshalb durch KA gefahren, was ich sehr selten mache. Es war ja schön warm, wir hatten die Fenster offen (und die Klimaanlage aus, die ich nur selten benutze) und da hab ich mir wieder gedacht:
Wie ruhig könnte es in der Stadt sein, wenn man E-Autos hätte. Mein Hybrid geht an jeder Ampel aus und rollt im Stadtverkehr fast lautlos über die Straßen. Steht man dann an der Ampel und hört die ganzen Diedelbrummer um einen herum, fragt man sich wirklich, wie sich die Menschen das nur antun können. Wieviel unnötigen Lärm könnte man alleine durch gut durchdachte Technik vermeiden. Der E-Motor ist doch eigentlich die logische Konsequenz die sich aus der Lärm- und Umweltverschutzung ergibt.
Ich bin aber sicher, dass sich der E-Motor nur durchsetzen wird, wenn das Benzin so teuer wird, dass der Normalbürger dieses nicht mehr bezahlen kann. Nur weil E-Autos leise und umweltfreunlich sind, wird sie kaum jemand kaufen. Es macht ja auch nicht jeder der ein geeignetes Dach hat PV auf die Hütte.
Ich gebe aber auch zu, dass auch ich nur ein E-Auto kaufen werde, wenn es gewisse Grundbedürfnisse befriedigt. Ich habe auch ein Problem mit dem Begriff Stadt-Auto. Ich habe nur einen PKW und dieser muss alle Bedürfnisse abdecken können. Ein Zweitwagen ist für uns unnötig, also kann ich mit einem kleine E-Auto nicht wirklich was anfangen. Wer in der Stadt wohnt, braucht normalerweise nur ein Auto um aufs Land zu fahren, daher kann ich den immer wieder zu hörenden Ruf nach dem Stadt-Auto eigentlich nicht so richtig nachvollziehen. Den Smart sieht man auf der Autobahn genau so oft wie in der Stadt.
Schaut man sich den zunehmenden Motorradverkehr an, und die vielen Kabrios, die am Wochenende im Schwarzwald herumkurven, wäre es wohl am Sinnvollsten das E-Auto (und auch das E-Motorrad) mit einem gewissen Spaß-Faktor, und weniger mit dem Umweltschutz-Faktor anzupreisen. Wenn die Menschen mal begriffen haben, dass ein 100 kW E-Motor einen wesentlich höheren Spaß-Faktor hat, als ein 100 kW Benziner, wird sich der Markt sehr schnell drehen. Zur Zeit bedeutet das E-Auto nur Verzicht und Sparsamkeit. Das will niemand. Das E-Auto muss Spaß und Lebensfreude vermitteln, wenn es den Massenmarkt erobern soll. Umweltschutz ist da nur ein Nebeneffekt, den man dann gerne mitnimmt.
Und was natürlich auch sehr wichtig ist: So lange man den Strom in Braunkohlekraftwerken produziert ist das E-Auto absolut sinnlos. Ob nun der Dieselmotor mit 35% oder das Kraftwerk mit 35% Wirkungsgrad arbeiten ist Umwelttechnisch gesehen gleichwertig. Im Moment könnte man mit dem E-Auto lediglich den Lärm eindämmen, und an den hat sich der Stadtmensch ja längst gewöhnt..
Peter
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von RainerN » 01.07.2009, 11:23
Ich hab ungluecklicherweise nicht formuliert, dass ich fuer einen Kleinwagen ohne aufwaendige Explosionsmotor-Technik nicht ohne weiteres > 10.000,- Euro ausgeben will/kann. Ich koennte mir vorstellen, dass auch diese Zielvorgabe mittelfristig zu realisieren ist. Interessant waere m.E. auch eine Umruestung vorhandener gut erhaltener Kleinwagen auf E-Antrieb. Das sollte doch eine versierte KFZ-Mechatroniker-Kette auf die Beine stellen koennen, oder ?!
Gruss, Klaus
Hallo Klaus,
selbst wenn Du das Auto geschenkt bekämst, würde allein die Umrüstung in der Größenordnung 20.000,- Euro und mehr liegen....
(zumindest bei meinen Prioritäten: Reichweite 120km, Höchstgeschwindigkeit 115 km/h)
@ Wiese
Stadtauto ist wahrscheinlich wirklich nicht der richtige Ausdruck, aber von den Millionen Zweitwagen könnten wohl über 90% problemlos gegen E-Autos ersetzt werden.
Das Problem ist nur, in Deutschland einen zu bekommen!
Großversuche in London und Kalifornien, gut, jetzt auch in Berlin, aber davon kann ich mir immer noch keinen kaufen...
Wahrscheinlich werden wir hier eher chinesische  E-Autos kaufen können, als Deutsche!
Auf jeden Fall Japanische, wie den i-(mi)ev von Mitsubishi, und das ist einfach nur traurig!
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von ogee » 01.07.2009, 15:47
......... wie weit wir heute schon sein könnten kann sich jeder selber ausrechnen, wenn die politsch Verantwortlichen nicht jedem Lobbyisten
der Allerwertesten küssen würden.
Mercedes war für eine Gesetzesänderung in Kalifornien auf jeden Fall bestens gerüstet.
http://www.umweltbrief.de/pdf/Mercedes_ ... _zebra.pdf
http://www.umweltbrief.de/neu/html/A-Kl ... zebra.html
Jetzt ist auch klar warum die A-Klasse tatsächlich umgefallen ist, es hat die Batterie gefehlt.
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von cephalotus » 01.07.2009, 16:52
Wiese hat geschrieben:Wie ruhig könnte es in der Stadt sein, wenn man E-Autos hätte.
Ja. Und wie gut könnte erst die Luft sein. Ich bin aber sicher, dass sich der E-Motor nur durchsetzen wird, wenn das Benzin so teuer wird, dass der Normalbürger dieses nicht mehr bezahlen kann. Nur weil E-Autos leise und umweltfreunlich sind, wird sie kaum jemand kaufen. außer ein paar Idealisten Es macht ja auch nicht jeder der ein geeignetes Dach hat PV auf die Hütte.
es mögen die die Hände heben, die vor 2004 PV auf dem Dach hatten. Das waren in etwa die, die es wegen der Umweltfreundlichkeiot oder Spaß an der Technik getan hatten. "Wir" sind bereits die, die das E-Auto auch nur dann kaufen, wenn es sich auch für uns unmittelbar rentiert und das mit möglichst hoher "Rendite". Ich habe nur einen PKW und dieser muss alle Bedürfnisse abdecken können.
Nein muss er nicht. Im übrigen existiert kein einziges Auto, das alle Bedürfnisse decken kann. Was man braucht ist eine sinnvolle Ergänzung zu dem Auto, das die meisten Bedürfnisse decken kann und das kann beispielsweise auch ein car sharing Fahrzeug sein. Mit einem solchen System hat man dann tatsächlich die Möglichkeit, alle Bedürfnisse abzudecken. Wer in der Stadt wohnt, braucht normalerweise nur ein Auto um aufs Land zu fahren, daher kann ich den immer wieder zu hörenden Ruf nach dem Stadt-Auto eigentlich nicht so richtig nachvollziehen. Den Smart sieht man auf der Autobahn genau so oft wie in der Stadt.
Wie sieht denn so eine typische "wir fahren aufs Land" Fahrt aus? Wie oft im Jahr? Wieviele km? Wieviele Leute? geht's sofort nach der Ankunft gleich wieder zurück oder verbleibt man eine Weile auf dem Land? Die Fragen sind nicht blöd gemeint, mich interessiert das sehr. ... wäre es wohl am Sinnvollsten das E-Auto (und auch das E-Motorrad) mit einem gewissen Spaß-Faktor, und weniger mit dem Umweltschutz-Faktor anzupreisen...
Aus Marekting Gründen für die Sache ja. Sieht man ja beim Tesla. Tesla hat wneiger Modelle verkauft als Smart mal eben so an Kleinserie für einen Flottentest aus dem Ärmel schüttelt und ein BMW E-Mini hat höhere Fahrleistungen (und kostet übrigesn auch mehr), aber der Tesal ist in aller Munde. Trotzdem kaufen ihn auch nur die, denen es nichts ausmacht, Geld zu verbrennen und die damit evtl ein Statement abgeben wollen. Wenn die Menschen mal begriffen haben, dass ein 100 kW E-Motor einen wesentlich höheren Spaß-Faktor hat, als ein 100 kW Benziner, wird sich der Markt sehr schnell drehen.
Ich habs schon längst begriffen, gedreht hat sich deswegen noch garnix :-( Zur Zeit bedeutet das E-Auto nur Verzicht und Sparsamkeit. Das will niemand. Das E-Auto muss Spaß und Lebensfreude vermitteln, wenn es den Massenmarkt erobern soll. Und dazu muss es 100kW haben? Hmmm. Ich hab aber beim Autofahrern sowieos ein generell völlig anderes Verständnis von Spaß als das scheinbar so üblich ist. Und was natürlich auch sehr wichtig ist: So lange man den Strom in Braunkohlekraftwerken produziert ist das E-Auto absolut sinnlos. Ob nun der Dieselmotor mit 35% oder das Kraftwerk mit 35% Wirkungsgrad arbeiten ist Umwelttechnisch gesehen gleichwertig.
Ganz im Gegenteil.
Peak oil war vermutlich 2008. Demnächst haben wir noch kein Energie- sondern ein Treibstoffproblem. Weit über 95% unserer Mobilität basiert auf Erdöl, da ist es höchst interessant, wenn man stattdessen Braunkohle verwenden kann.
Im übrigen ist die Wirkungskette Braunkohle -> CTL -> Dieselmotor dramatisch schelchter als die Wirkungskette Braunkohle -> Strom -> Akku -> E-Motor.
Und schlussendlich bleibt beim E-Motor der Gestank außerhalb der Städte, dort wo er am meisten belastet und ein Kraftwerk hat darüber hinaus ganz andere Möglichkeiten der Abgasreinigung als ein Auto.
mfg
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von Wiese » 01.07.2009, 17:46
Hallo cephalotus
dass Du viele Dinge etwas anders siehst als der "Normalbürger" ist ja hier bekannt. Deshalb nützt es auch nichts, dass Du gerne ein alltagstaugliches E-Auto hättest, denn es müssen sehr viele wollen, sehr viele!
Natürlich kann ein Auto nicht alle Bedürfnisse decken, aber doch einige die einem wichtig sind.
da wären z.B. sofortige und uneingeschränkte Verfügbarkeit auch für nur selten gefahrene große Strecken.
Eine gute Sicherheitsausstattung. Ein gutes Fahrwerk mit den heute üblichen Gimmiks wie ESP und ABS.
Klimaanlage und ein paar Spielereien wie el. Fensterheber, Sitzheizung, Stereoanlage mit CD-Wechsler usw.
Platz für 4 Personen und ein halbwegs tauglicher Kofferraum.
Und halnwegs gut aussehen sollte das Auto auch.
Eine typische "wir fahren aufs Land" Fahrt geht meistens über 300 bis 500 km, gelegentlich, aber selten mit Übernachtung.
Ich mach sowas übrigens so gut wie nie. Mein Motorrad habe ich verkauft. das hatte aber nach 3 Jahren 45.000 km.
Ich gehe davon aus, dass das E-Auto erst Massenmarktfähig ist, wenn man Modelle mit 100 und deutlich mehr kW kaufen kann. Prestige und Leistung zählen in unserer Gesellschaft mehr als alles andere. Und für die Reichweite braucht man entsprechene Batterie- oder Ladesysteme.
Man wird in unserer Gesellschaft das E-Auto nur etablieren können, wenn es den Qualitäts- und Leistungsansprüchen genügt die ein Großteil der Bevölkerung hat. Sonst wird es nur ein Nischenprodukt.
Ich halte es für verfehlt, den Dreck bei der Energieproduktion aufs Land zu verlegen. Die Energieerzeugung muss sich grundlegend ändern, sonst macht das E-Auto keinen Sinn.
Wir entsorgen die angeblich so sauberen Kohle-Kraftwerke. Die tausenden von Tonnen Asche, die in den relativ kleinen Kraftwerken in unserer Umgebung anfallen werden größtenteils auf Deponien entsorgt, wo der Regen dann in den nächsten Jahrhunderten die Giftstoffe ins Grund und Oberflächenwasser spülen kann.
Die Luft wird zwar weniger stark belastet, aber der Dreck muss ja irgendwo hin.
Vom EEG geförderte Biomassekraftwerke produzieren teilweise giftige Abfälle die dem Rauchgas entzogen werden. Wir transportieren die als Gefahrgut deklarierten Abfälle in entsprechende Deponien.
Die meisten Menschen haben nicht die geringste Vorstellung davon, wieviel Millionen Tonnen Reststoffe diese Kraftwerke produzieren.
Das CO2 ist da noch das aller harmloseste.
Peter
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