Neue Dimension bei Elektroautos

Fahren mit Strom

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Beitragvon Wiese » 28.06.2009, 16:10

Das größte Problem sind nun mal die Batterien. Es ist ja nicht so, dass man die Technik nicht hat, sie ist einfach zu teuer für den Massenmarkt. So lange die Akkus für einen Mittelklasewagen 30.000 Euro kosten wird sich nichts ändern. Und so lange den meisten unserer Mitbürgern Hubraum und PS wichtiger sind als Sparsamkeit und Umweltveträglichkeit darf der Spritt auch 3 Euro kosten.

Ich vermute mal, dass es noch mindestens 10 Jahre dauert bis wirklich alltagstaugliche Elektrofahrzeuge auf dem Markt sind, und 30 Jahre bis mehr E-Autos herumfahen als Benzin/Dieselfahrzeuge.

Raucher werden auch noch rauchen wenn die Schachtel 10 Euro kostet, und Benzinkutschen werden auch noch bei 5 Euro pro Liter gekauft.

Wetten wir?

Peter
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E-Auto in 2 Jahren

Beitragvon northcup » 28.06.2009, 16:32

Wiese hat geschrieben:
[...]

Ich vermute mal, dass es noch mindestens 10 Jahre dauert bis wirklich alltagstaugliche Elektrofahrzeuge auf dem Markt sind, und 30 Jahre bis mehr E-Autos herumfahen als Benzin/Dieselfahrzeuge.

[...]
Wetten wir?

Peter


Jau, da halte ich gegen. In spaetestens 2 Jahren gibt es die ersten Serienmodelle - alltagstauglich (!)

Gruss,
Klaus
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Beitragvon Boelckmoeller3 » 28.06.2009, 16:56

Hallo,

bei all dem ist ja der eigentliche Witz, dass ein E-Fahrzeug gar nicht mehr als 50 km Reichweite bringen muss. Sofern es ein serieller Hybrid ist und einen Range-Extender (kleiner sparsamer Motor mit Generator) eingebaut hat.
Technisch keine sehr große Herausforderung sowas in Serie zu bauen damit die Preise runtergehen. Hat GM ja seit 1996 mit dem verleasen des EV1 schon bewiesen.
Warum haben wir es dann nicht schon seit 20 Jahren ? Darüber lässt sich gut spekulieren.
Die Reichweite 50km reicht aus um 80% aller Berufs-Pendler für den Arbeitsweg für Hin-und Rückfahrt zu bedienen. Könnte also rein elektrisch leicht erledigt werden und dafür fallen die Akku-Kosten dann nicht ins Gewicht.
Mal sehen ob Opel und GM das wenigsten mal demnächst auf die Reihe kriegen. Mit laufendem Range-Extender steht ein E-Auto weder beim Verbrauch noch bei der Reichweite Benzinern oder Dieseln irgendwie nach.

Viele Grüße:

Klaus
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Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"
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Beitragvon northcup » 28.06.2009, 18:19

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Hallo,

Warum haben wir es dann nicht schon seit 20 Jahren ? Darüber lässt sich gut spekulieren.

Klaus


Hallo Klaus,

seit Jahren loechere ich die Auto-Hersteller regelmaessig mit der Nachfrage nach einem E-Auto. Steter Tropfen ... Meine Theorie - und da bin ich sicher nicht allein - ist, dass bis gestern/heute kein Interesse an sparsamer Technik (!) und/oder an innovativer Technologie besteht. Da haengt die Mineraloel-Lobby ganz vorne im Geschirr. Wie werden sich unsere Kinder in 100 Jahren erklaeren, dass wir unsere Mobilitaet mit einem Wirkungsgrad von schlappen 35% (+-) ueber Jahrzehnte realisierte haben. Und das, wider besseren Wissens !! Den die effizientere E-Technik ist genauso alt wie der anachronistische Verbrennungsmotor. M.E. eine technologische Sackgasse von Anfang an.

Ansonsten gebe ich Dir in allen Punkten recht. Ein kleines Stadtauto (der Kaefer laesst gruessen...) mit 15 - 25 kw reicht - bei uns - fuer den Mobilitaetsbedarf. Und ansonsten werde ich ab morgen mal wieder mit den Autoherstellern ueber Elektroautos plaudern. Ich bin potentieller Kunde mit eigener Stromversorgung - versteht sich.

Gruss,
Klaus
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Beitragvon neuharlingerstrom » 28.06.2009, 18:27

northcup hat geschrieben:
Boelckmoeller3 hat geschrieben:Hallo,

Warum haben wir es dann nicht schon seit 20 Jahren ? Darüber lässt sich gut spekulieren.

Klaus


Hallo Klaus,

seit Jahren loechere ich die Auto-Hersteller regelmaessig mit der Nachfrage nach einem E-Auto. Steter Tropfen ... Meine Theorie - und da bin ich sicher nicht allein - ist, dass bis gestern/heute kein Interesse an sparsamer Technik (!) und/oder an innovativer Technologie besteht. Da haengt die Mineraloel-Lobby ganz vorne im Geschirr. Wie werden sich unsere Kinder in 100 Jahren erklaeren, dass wir unsere Mobilitaet mit einem Wirkungsgrad von schlappen 35% (+-) ueber Jahrzehnte realisierte haben. Und das, wider besseren Wissens !! Den die effizientere E-Technik ist genauso alt wie der anachronistische Verbrennungsmotor. M.E. eine technologische Sackgasse von Anfang an.

Ansonsten gebe ich Dir in allen Punkten recht. Ein kleines Stadtauto (der Kaefer laesst gruessen...) mit 15 - 25 kw reicht - bei uns - fuer den Mobilitaetsbedarf. Und ansonsten werde ich ab morgen mal wieder mit den Autoherstellern ueber Elektroautos plaudern. Ich bin potentieller Kunde mit eigener Stromversorgung - versteht sich.

Gruss,
Klaus


Moin ...

das ist wahrscheinlich genau der Grund, warum Herr Asbeck von Solarworld noceh im Dezember letzten Jahres von der Politik wie auch GM von oben herab "abgekanzelt" wurde , obwohl der nicht mehr oder weniger Staatshilfen gefordert hat wie die anderen Bieter ! Der Unterschied zu den "Alteingesessenen" der Autoindustrie wäre gewesen, daß Solarworld mit dem "ollen Verbrennungsmotor" nix an der Mütze hat und statt dessen ein wirkliches Interesse am Elektromotor mitsamt neuerer und besserer Batterien hatte. Und zwar im Rahmen eines Gesamtkonzeptes auch heimischer Erzeugung und Speicherung von Strom .... Quereinsteiger wie es auch die kleine Fa. Tesla in den USA vorgemacht haben, sind viel innovativer und vor allem haben die keinen Verwaltungswasserkopf aus "Vertrieblern" die jede Veränderung als Bedrohung denn als Chance begreifen !

Wenn das einer packt , dann ein Quereinsteiger zusammen mit der "Atommafia" ;-) denn die könnte die Ölmafia immerhin so ablösen ...

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Beitragvon cephalotus » 29.06.2009, 23:11

aleva helu hat geschrieben:...also die Dieselvariante des Coupe aus dem Daimler Konzern hatte ich schon. Fünf Jahre ohne Werkstattbesuch geschnurrt (na gut, im fünften Jahr musste ich die Batterie wechseln).
Für die Stadt und zur Arbeit gibt es nichts besseres. Als nächsten Flizer würd er mich die E-Variante sehr interessieren....


Ein Diesel ist in der Stadt vielleicht für den Betreiber des Fahrzeugs das individuelle Optimum, meiner Ansicht nach aber nicht für die Bewohner der Stadt.
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Beitragvon cephalotus » 29.06.2009, 23:22

Wiese hat geschrieben:Das größte Problem sind nun mal die Batterien.


Das größte Problem ist die Erwartungsaltung potentieller Käufer, die sich in jahrzehnten Benzin/Diesel befeuerter Automobile in Massenproduktion entwickelt hat und deren Befriedigung als Grundrecht verstanden wird.

Zum einen ist das Auto kein Werkzeug zum benutzen, sondern ein Gegensatnd zum Besitzen geworden, zum zweiten hat man das Bedürfniss, nur dann mit Freude und Sicherheit am Straßenverkehr teil nehmen zu können, wenn man mit den anderen mithalten kann (führt zu "wettrüsten") und schlussednlich definieren sich die Ansprüche ans Fahrzeug nicht am Normalfall, sondern am Sonderfall ("was soll ich tun, wenn ich mal 700km fahren muss")

Wer diese mentale Blockade nicht wegbekommt, der wird vermutlich niemals ein Elektroauto kaufen, das wäre zumindest meine Prognose. flüssige Kohlenwasserstoffe waren und sind aus reiner Betreibersicht einfach viel zu gut, um 100%ig ersetzt werden zu können.

Auf der anderen Seite wird diese Art der Mobilität in einigen Jahren oder Jahrzehnten höchstwahrscheinlich nicht mehr für alle verfügbar sein, vielleicht also wird man sich hier tatsächlich nach 100 Jahren kontinuierlichen Fortschritt in der nächsten oder übernächsten Auto-Generation tatsächlich ein paar Schritte zurück bewegen müssen.

Falls ja, wird das bitterliche Tränen geben, denn die meisten Autokäufer sind dazu noch nicht bereit.



Raucher werden auch noch rauchen wenn die Schachtel 10 Euro kostet, und Benzinkutschen werden auch noch bei 5 Euro pro Liter gekauft.

Wetten wir?


Denke ich auch.

Allerdings wirds 5 Euro pro Liter wohl nur noch auf dem Schwarzmarkt geben (Inflation mal rausgerechnet) und darüber hinaus werden beib solchen Preisen viele Leute aus dem Markt gedrängt.

Aber genau so wird wahrscheinlich das derzeitige Mobilitätskonzept enden. Durch ökonomischen Zwang.
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Beitragvon cephalotus » 29.06.2009, 23:25

northcup hat geschrieben:Ansonsten gebe ich Dir in allen Punkten recht. Ein kleines Stadtauto (der Kaefer laesst gruessen...) mit 15 - 25 kw reicht - bei uns - fuer den Mobilitaetsbedarf. Und ansonsten werde ich ab morgen mal wieder mit den Autoherstellern ueber Elektroautos plaudern. Ich bin potentieller Kunde mit eigener Stromversorgung - versteht sich.


Kannst Dir ja mal den CitySAX 160 ansehen.

Umbauprojekt basierend auf dem Chevrolet Matiz, erfüllt Deine Zielvorgabe, kostet allerdings sehr deutlich mehr als der Benziner.
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Beitragvon northcup » 30.06.2009, 04:26

cephalotus hat geschrieben:
Kannst Dir ja mal den CitySAX 160 ansehen.

Umbauprojekt basierend auf dem Chevrolet Matiz, erfüllt Deine Zielvorgabe, kostet allerdings sehr deutlich mehr als der Benziner.


Vielen Dank, bin fuer jeden Vorschlag dankbar - das Thema ist spannend :-)
http://www.luis.de/elektro-auto/luis_fr ... igung.html
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1041473

BTW:
Ich hab ungluecklicherweise nicht formuliert, dass ich fuer einen Kleinwagen ohne aufwaendige Explosionsmotor-Technik nicht ohne weiteres > 10.000,- Euro ausgeben will/kann. Ich koennte mir vorstellen, dass auch diese Zielvorgabe mittelfristig zu realisieren ist. Interessant waere m.E. auch eine Umruestung vorhandener gut erhaltener Kleinwagen auf E-Antrieb. Das sollte doch eine versierte KFZ-Mechatroniker-Kette auf die Beine stellen koennen, oder ?!

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Beitragvon northcup » 30.06.2009, 04:46

cephalotus hat geschrieben:
Wiese hat geschrieben:
Auf der anderen Seite wird diese Art der Mobilität in einigen Jahren oder Jahrzehnten höchstwahrscheinlich nicht mehr für alle verfügbar sein, vielleicht also wird man sich hier tatsächlich nach 100 Jahren kontinuierlichen Fortschritt in der nächsten oder übernächsten Auto-Generation tatsächlich ein paar Schritte zurück bewegen müssen.



Welchen Fortschritt meinst Du ? Meinst Du diesen Irrsinn, dass eine Person, die heute im Individualverkehr von A nach B kommen will dabei die Menge an Energie verbraucht womit andere ein ganzes Jahr lang ihre Wohnung heizen koennen ? Wir leben auf Kosten unserer Nachkommen - und zwar ziemlich heftig. Es wird kein Rueckschritt geben, sondern eine nachhaltige und sinnvolle Nutzung unserer Ressourcen. Das ist fuer mich Fortschritt. Das wird aber nicht aus Einsicht geschehen, sondern aus den bekannten Notwendigkeiten. Der Mensch ist eben kein Vernunftwesen.

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