Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Fahren mit Strom

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Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon amoss » 08.02.2011, 12:08

Hallo,

ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich würde liebend gerne ein Elektroauto fahren und dies mit dem Strom meiner PV-Anlage (Dann mit Eigenverbrauchsregelung) aufladen.

Problem:
-Entsprechende Fahrzeuge sind derzeit noch inakzeptabel teuer und haben noch diverse andere Nachteile.

Aber:
Die Entwicklung scheint derzeit Fahrt aufzunehmen und erste halbwegs taugliche Massenprodukte tauchen auf (Mitsubishi i-MiEV).

Sinn und Zweck dieses threads:
Informationen über die aktuelle Entwicklung der Elektroautos, der Anbindung an die Stromquelle PV-Anlage zusammenstellen und darüber diskutieren. Außerdem Erfahrungsberichte aller, die in diesem Bereich sogar schon praktische Erfahrungen haben.

Ich denke, dazu gehören auch die vielen Sonderfahrzeuge, die in den letzten Jahren auf den Markt kamen.

Dennoch möchte ich gerne einen Schwerpunkt auf die Massenfabrikate legen, die hoffentlich bald vermehrt auftauchen.
Es geht mir vor allem um die Entwicklungen für den "Otto-Normalverbraucher", nicht für motivierte Idealisten und Selbst-Bastler.

Wen also dieses Thema interessiert, lade ich ein, hier seine Erfahrungen und Informationen zu posten, seien es Links auf Publikationen, aktuelle Presseartikel irgendwo im Web, Meinungen oder eben eigene Erfahrungsberichte.

Für mich ist die Zeit gekommen sich als Laie über Elektroautos ernsthaft Gedanken zu machen, seit es diese Mitsubishi i-MiEV gibt. Für mich ist das das erste Auto dieser Art, das tatsächlich gegenüber einem bisherigen Alltagsauto bis auf zwei Ausnahmen keine Abstriche mehr macht.
Diese Ausnahmen sind natürlich der Preis und die geringe Reichweite.
Der Preis liegt mit etwa 35.000 EUR aber schon mindestens satte 30% unter dem Preis bisheriger E-Autos die noch am ehesten mit dem Mitsubishi vergleichbar wären

Beim ADAC schnitt der Wagen ebenfalls gut ab und wurde als "das bisher beste E-Auto im ADAC-Autotest" und als "der ausgereiftesten Elektrowagen, der bei der Alltagstauglichkeit kaum Kompromisse erfordert" bezeichnet.
Für mich ein Hinweis, dass E-Autos endlich die Chance haben, aus der Nische herauskommen können.

#########

Für mich wäre dieser Mitsubishi i-MiEV das erste E-Auto, das ich mir noch heute kaufen würde, wäre da nicht der Preis. Die geringe Reichweite wäre für mich dabei kein Hindernis, da ich mit diesem Wagen den bisherigen Zweitwagen ersetzen würde, der sowieso nur für Kurzstrecken rund um Freising eingesetzt wird. Mit so einem Wagen würde ich meine bisherige Volleinspeiser-PV-Anlage auch sofort auf Eigenverbrauch umstellen.

Was mich am Konzept "Auto an PV-Anlage aufladen" noch stört ist, dass das Auto meistens tagsüber unterwegs ist und nachts daheim gar nicht aufgeladen werden kann, da es ja dunkel ist.
Zwingende Voraussetzung wäre also ein Akku, den man quasi "mit einem Handgriff" gegen einen geladenen austauschen kann. Der eine lädt daheim auf, der andere treibt das Auto an.

Ob es sowas schon gibt oder ob daran überhaupt gedacht wird?
Gruß,
amoss

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Re: Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon Lux » 08.02.2011, 13:52

Hi amoss.

amoss hat geschrieben:Hallo,

ich würde liebend gerne ein Elektroauto fahren und dies mit dem Strom meiner PV-Anlage (Dann mit Eigenverbrauchsregelung) aufladen.

dito.

Die Entwicklung scheint derzeit Fahrt aufzunehmen und erste halbwegs taugliche Massenprodukte tauchen auf (Mitsubishi i-MiEV).

Wir haben, speziell in D, ein Problem (noch):
Die Autoindustrie hat Milliardenbeträge in die Entwicklung von Verbrennungsmotoren gesteckt, und möchte natürlich diese Kosten möglichst amortisiert sehen.
Deshalb ist ihr Engagement in Sachen Elektromobilität sehr zurückhaltend, man hat sogar den Eindruck einer Verhinderungstaktik.
In wieweit die Mineralölkonzerne hier mit der Autoindustrie gemeinsame Sache machen, kann ich nicht beurteilen, aber vorstellbar ist das schon.
Die globalen Märkte werden hier jedoch über kurz oder lang Wirkung zeigen. Wenn nämlich Hersteller, die bisher nur ganz am Rande in Erscheinung treten, zunehmende Stückzahlen an E-Autos auch auf dem deutschen Markt absetzen, werden die traditionellen, großen Autobauer zum Handeln gezwungen.
Ich bin mir sicher, daß da schon Aktionspläne in den Schubladen liegen, die leben ja auch nicht hinter'm Mond.

Was mich am Konzept "Auto an PV-Anlage aufladen" noch stört ist, dass das Auto meistens tagsüber unterwegs ist und nachts daheim gar nicht aufgeladen werden kann, da es ja dunkel ist.
Zwingende Voraussetzung wäre also ein Akku, den man quasi "mit einem Handgriff" gegen einen geladenen austauschen kann. Der eine lädt daheim auf, der andere treibt das Auto an.

In Israel wird ja derzeit das "Better Place" Konzept mit ca. 60 Akku-Wechsel-Stationen installiert.
Momentan sind halt die Akkus noch sehr teuer, deshalb ist es schon ein Luxus, sich gleich zwei Akkus pro Fahrzeug zu leisten.
Alternativ könnte man tagsüber stationäre Batterien aufladen, und mit denen dann nachts den Fahrzeugakku.
Da tun's im Prinzip Staplerbatterien, die kosten nicht die Welt und lassen sich durch ein cleveres Lade-Entlademanagement auch sehr lange am Leben halten (allerdings sollte man da schon eine erhebliche Überkapazität vorhalten).
Es will sich nur nicht jeder ein paar Zentner Blei in den Keller stellen...


Gruß Lux
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Re: Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon amoss » 08.02.2011, 14:12

Lux hat geschrieben:In Israel wird ja derzeit das "Better Place" Konzept mit ca. 60 Akku-Wechsel-Stationen installiert.
Momentan sind halt die Akkus noch sehr teuer, deshalb ist es schon ein Luxus, sich gleich zwei Akkus pro Fahrzeug zu leisten.

Genau das müsste also anders werden. Der bestechende Vorteil von E-Autos für PV-Anlagenbetreiber mit Eigenverbrauch wäre ja gerade, dass man seinen eigenen, sehr günstigen Strom tanken kann. Wenn man doch wieder woanders (Wechselstation, Zielort des Autos tagsüber) aufladen muss, muss man ja teuren "Fremd"strom tanken, dann wird das ganze witzlos oder zumindest witzärmer.

Die hohen Kosten für E-Autos und vor allem Akkus sowie die hohen Risiken von Akku-Ausfällen müssen aber unbedingt durch eine günstige Stromversorgung (im Falle der eigenen PV-Anlage) weitgehend kompensiert werden, sonst wird das nix.

Momentan sowieso nicht, da 35000 für einen Kleinwagen mit hohem Akkuausfallrisiko, fehlenden Langzeiterfahrungen einfach viel zu viel sind. Dafür bekam man vor der EUR-Einführung noch einen Oberklassewagen mit allen Schikanen. Übrigens, Inflation hin oder her, das war vor grade mal 10 Jahren, da hat die Inflation also noch nicht sooo viel vernichtet, vielleicht maximal 15%.

Wer fährt denn schon ein E-Auto und kann mal über das langfristige Akkuverhalten berichten?
Gruß,
amoss

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Re: Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon solder » 11.02.2011, 12:43

Hallo,

ich habe da auch einfach mal einen Prospekt angefordert. Da wird zwar auch nichts anderes drin stehen, als im Internet, aber so merken die wenigstens, dass es Interessenten gibt. Mein jetziges Auto ist auch nicht größer, hat allerdings nur 1/4 gekostet. Ist jetzt auch noch nicht so alt. Mindestens 4 Jahre fahre ich das noch. Mal sehen, wie der Markt dann aussieht.
Vielleicht kann man mal eine Probefahrt machen...

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Re: Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon axelwersonst » 11.02.2011, 14:38

Lux hat geschrieben:In Israel wird ja derzeit das "Better Place" Konzept mit ca. 60 Akku-Wechsel-Stationen installiert.


Wenn dann noch das Konzept lauten würde:
Niemand muss den ersten Akku kaufen!

Auweia, goodbye Benziner!
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Re: Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon Cheook » 11.02.2011, 15:20

Also die E-Autos in unserer Firmenflotte fahren sich ganz gut, aber die Preisdifferenz zu einem vergleichbaren Benziner kann ich bestätigen. Dafür sind natürlich die Betriebskosten unglaublich gering, da sehr viele Verschleißteile einfach nicht vorhanden sind. Das Laden an der PV-Anlage geht meist problemlos, da die Autos häufig auf dem Hof stehen. Allerdings müssen wir bei der unregelmäßigen Benutzung immer mal wieder Ausgleichsladungen vornehmen, um die (Blei-)Batterien fit zu halten. Die Lithium-Akkus sind da schon deutlich besser, aber auch wieder etwas teurer.

Probefahrten sollten man auf jeden Fall mal, ist ne witzige Erfahrung, z.B. hier: http://www.smiles-world.de/kontaktanfra ... probefahrt
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Re: Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon Boelckmoeller3 » 11.02.2011, 18:13

Hallo,

bei uns hat jetzt auch ein Smiles-Händler aufgemacht, gestern sehe ich da im Vorbeifahren in einem Hof einen Tazzari und einen Reva nebeneinander stehen und hab mal gebremst und mit ihm etwas geredet. Waren seine Vorführfahrzeuge und noch gerade neu gekommen.
Also dieser Reva, naja für mich wäre das nichts, Inder scheinen Zwerge zu sein, Design ist auch sehr indisch. Tazzari, kenne ich schon etwas, hüpft über jedes Schlagloch als hätte er keine Federn und bremst auch noch schlecht :D
Also das ist noch nix Richtiges, hoffentlich kriegt er da ein paar von verkauft, ich wünsche es ihm jedenfalls.

Viele Grüße:

Klaus
"Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"
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Re: Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon amoss » 11.02.2011, 18:44

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Tazzari, kenne ich schon etwas hüpft über jedes Schlaglöcher als hätte er keine Federn und bremst auch noch schlecht :D
Also das ist noch nix Richtiges, hoffentlich kriegt er da ein paar von verkauft, ich wünsche es ihm jedenfalls.

ja, den Tazzari konnte ich bei einer Ausstellung hier bei mir in der Gegend auch schon mal anschauen, leider nicht fahren. Immerhin ist er schon ein Gefährt, das wie ein "richtiges" Auto daher kommt und nicht wie ein verkleidetes 3-rädriges Fahrrad oder ein Golfkart. Der Verkäufer meinte natürlich, dass sich die Dinger wunderbar fahren und er jeden Tag damit fährt.

Ich kann mir trotzdem viele Einsatzzwecke für das Fahrzeug vorstellen, wo mir die genannten Nachteile bei den Fahreigenschaften egal wären. Wenn man allerdings mal die Preisliste anschaut, ist es schnell Schluß mit Verständnis. Im Grundpreis scheint noch nicht mal das zum Laden notwendige Zubehör enthalten zu sein und ein paar der optionalen Zubehörteile sind eigentlich auch noch quasi unverzichtbar wie Winterreifen und Überführung.... :shock:

Rucki-zucki ist man dann schon bei ~28.000 EUR +X :shock:
Das Batterierisiko trägt man spätestens nach 3 Jahren alleine.

Wenn man mal im Investorbereich reinschaut, steht da ein Verkaufsziel von gerade mal 250 Fahrzeugen in 2011, 110 waren es bisher insgesamt. Marktbewegend wird das also so schnell leider nicht werden.

So wenige Fahrzeuge, da ist jeder Defekt ein Risiko-Experiment, da es kaum Erfahrung gibt.

Da verspreche ich mir von dem Mitsubishi-Konzept schon ein wenig mehr - da braucht der Preis nur geringfügig sinken und schon bietet er für nur ganz wenig mehr Geld wesentlich mehr. Mal sehen, ob die Konkurrenz das Geschäft dann wirklich belebt.
Gruß,
amoss

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Re: Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon Betatester » 11.02.2011, 18:49

Würde auch umgehend auf ein E-Auto umsteigen wenn die Preise zur Anschaffung aktzeptabel wären.

Die meisten km spule ich auf dem Weg zur Arbeit runter, die Reichweite würde auch locker reichen, von daher würde sich das durchaus lohnen, wenn nicht der hohe Anschaffungspreis wäre.

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Re: Elektroautos und PV-Anlage - Erfahrungen und Neuigkeiten

Beitragvon amoss » 11.02.2011, 19:09

Seit einem Auftritt eines Firmenvertreters bei Erwin Pelzigs "Aufgemerkt" schaue ich gelegentlich bei einem an sich sehr vielverprechenden Hersteller vorbei, nämlich der Loremo AG:

http://www.loremo.com/index.htm

Damals war auch der Pelzig von dem Konzept so begeistert, dass er sofort versprach, einen der ersten Wagen zu kaufen. Dumm nur, dass er bis heute noch keine Gelegenheit dazu bekam, da der Verkaufsstart seit mehreren Jahren wiederholt ins nächste Jahr verschoben wurde.

Damals war es ein 2-3 Liter-Auto mit allem Drum und Dran, meiner Meinung nach ein Auto, das nach seinen unvermeidlichen Kinderkrankheiten in kurzer Zeit das Zeug zu einem tollen Massenauto hätte, wenn man es halt nur endlich mal kaufen könnte.

Heute sehe ich, gibt es sogar schon eine Elektrovariante, was die Sache natürlich noch interessanter macht. Einzig das ständige Verschieben der Markteinführung ist sehr heikel. Momentan steht da wieder 2011. Aber jede Wette, das klappt wieder nicht nach dem, wie es bisher so gelaufen ist :(
Gruß,
amoss

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