Fahren mit Strom
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von auchdabei » 03.02.2012, 00:02
Für eine Gesellschaft, die sich, ökonomisch so eng an die Automobilproduktion gebunden hat, könnte sicher, im Hinblick auf endliche Ölressourcen das Elektroauto ein Ausweg sein. In ländlichen Regionen sehe ich auch, noch, keine Alternative zum Individualverkehr. In Ballungsräumen jedoch, siehe Köln, Frankfurt a.M., oder fahr mal um ½ 6 Uhr nach Hamburg rein, wird es irgendwann mal egal sein, ob du mit einem Fahrzeug mit explosions- oder elektro- Motor im Verkehrsinfarkt stecken bleibst. Will sagen, der Austausch der Antriebseinheit, wobei sich der sportliche Ampelstart mit einem drehmomentstarken Elektroantrieb sicher gut darstellen lässt, ist für sich allein kein zukunftsweisender Weg. Für den größeren Teil unserer Mitmenschen wird das entemotionalisieren des Automobils eine schwierige Aufgabe sein, sind sie doch bereit einen guten Teil ihres Lebens im Stau zu verbringen und dafür auch noch tief in die Tasche zu greifen. Ist man jedoch bereit, auf das Auto als Mittel zur Selbstdarstellung zu verzichten, kann man sich Gedanken zur Systemumstellung machen. Im städtischen Bereich sollte der ÖPNV so ausgebaut werden, daß er wirklich nützlich wird.Gerne elektrisch angetrieben (Oberleitung, Schiene, Akku etc.). Der, immer noch notwendige, Individualverkehr wird im Normalfall ohne riesige Akkukapazität auskommen. Für den Fernverkehr könnte ich mir Wechselstationen für Batterieanhänger an Raststätten und Knotenpunkten vorstellen. Güter gehören auf die Bahn, oder an die Ober-, oder (falls es so was geben kann) Unterleitung. Der Verteilerverkehr kann mit Akkus laufen. Sicherlich nicht zu Ende gedacht und technisch ohne Kompetenz wollte ich das mal so dahinstellen Michael
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von BlackInventor » 03.02.2012, 00:27
Mühli hat geschrieben:Glaubst du das mit dem HHO wirklich? Ich hoffe doch nicht...
Gruß
Nein nicht wirklich, das grenzt ja schon an ein Perpetuum mobile, aber Spaß machts dennoch
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von Lux » 16.02.2012, 00:10
Interessantes Interview mit Shai Agassi, dem Mann hinter "Better Place", dem Batterieschnellwechselsystem für E.-Autos. Auch wenn ich von der langfristigen Perspektive des Systems nicht überzeugt bin, aber solche Visionäre, die auch wirklich aktiv werden, braucht die Welt! Gruß Lux
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von SolarDieb » 17.02.2012, 12:34
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/elektroauto-pionier-agassi-wir-sind-nicht-bedrohung-wir-sind-chance/3815090.htmlTagesspiegelWas für eine Rendite versprechen Sie?
Eine Menge! Der Benzinmarkt für Autos umfasst zwei Billionen Dollar pro Jahr. Es gibt kein ökonomisches Modell, dass das Benzinauto über 2025 hinaus trägt, selbst wenn der Verbrauch auf drei Liter auf 100 Kilometer sinkt. Nicht weil das Auto schlecht wäre, sondern weil Öl knapp wird. Wenn also zwischen jetzt und 2025 ein Zwei-Billionen-Dollar-Markt auf ein neues Geschäftsmodell umschwenkt, wird eine Firma, die im Zentrum dieses Wandels steht, eine enorme Rendite bieten. Es gibt nur eine Frage: Klappt es?
Und?
Meine Investoren wollen sehen, dass dieser Typ es tatsächlich kann. Mit jedem Tag wird es ein Stück mehr Wirklichkeit. Die Taxis laufen 20 000 Kilometer, der Batteriewechsel dauert 59 Sekunden.
Wie schnell werden die Batterien besser?
Das geht weiter wie bisher: acht Prozent Verbesserung pro Jahr, 35 Jahre in dem Tempo haben wir hinter uns. Vielleicht werden es auch zehn Prozent. Aber schauen Sie auf Ihr Bandgerät und auf mein iPad. Wie viel können Sie maximal aufnehmen? Zwei Stunden? Ich kann eine ganze Konferenz aufnehmen, und das hat nichts mit Batterietechnik zu tun. Das eine ist analog, das andere digital. Die deutsche Industrie hat den Wandel nicht kapiert. Die halten das Elektroauto immer noch für eine Anomalie. Dabei ist der Renault Fluence besser als der Audi.
In D. bei den Bürgermeistern anzuklopfen ist keine gute Idee. Wenn es in Dänemark nicht mal 60 Stationen geben muss, dann ist das sehr überschaubar. Da liegt es nahe selbst aktiv zu werden.
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von CFAR » 17.02.2012, 17:24
Hier mal ein Vergleich des Verbrauchs und der Kosten dreier Fzge.: http://www.autobild.de/artikel/ampera-f ... 66493.htmlIch denke, wenn Oel knapp wird, koennte es mit Gas weiter gehen. Vielleicht auch mit Elektroautos, falls die Batteriekosten auf unter 100 Euro/kWh fallen.
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
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von open source energy » 18.02.2012, 10:06
sehr wenige Neuwagenkäufer für Autos > 30.000€ rechnen sich die Kosten je km aus. Viele sind erschüttert, wenn man mal die Kosten / km auf einer kleinen EXCEL Tabelle ausrechnet.
Beim Autofahren geht es nicht NUR um die Kosten sondern auch um eine komfortable Mobilität Verbunden mit Lifestyle und Co
Ich für meinen Teil gehe jetzt gleich mit dem E-Auto zum Kundentermin... Ich freu mich dabei schon auf die Fahrt.
Wenn man die externen Kosten auch noch mit bezahlen müsste, die die Verbrenner mit sich bringen (Kriege um Öl, Umwelt etc. ) dann sähe es schon längst anders aus.
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von PV-Berlin » 19.02.2012, 15:21
open source energy hat geschrieben:sehr wenige Neuwagenkäufer für Autos > 30.000€ rechnen sich die Kosten je km aus. Viele sind erschüttert, wenn man mal die Kosten / km auf einer kleinen EXCEL Tabelle ausrechnet.
Beim Autofahren geht es nicht NUR um die Kosten sondern auch um eine komfortable Mobilität Verbunden mit Lifestyle und Co
Ich für meinen Teil gehe jetzt gleich mit dem E-Auto zum Kundentermin... Ich freu mich dabei schon auf die Fahrt.
Wenn man die externen Kosten auch noch mit bezahlen müsste, die die Verbrenner mit sich bringen (Kriege um Öl, Umwelt etc. ) dann sähe es schon längst anders aus.
die "berühmten" 30 Cent je km reichen für eine Krücke wie dem hässlichem Polo von VW, aber auch nur dann, wenn das ein Diesel ist und man relativ viel fährt. So wie die Leute die "Rendite" ihrer PV Anlage rechnen, so rechnen sie auch den Nutzen ihrer PkW.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von Boelckmoeller3 » 21.02.2012, 11:25
Ein interessantes Interview: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/e ... 15090.htmlEin Zitat daraus: ".......Der Rückenwind fehlt in Deutschland? Man kommt nach Deutschland und wird von den Gremien für Elektroautos ausgeladen. Und vom Branchenverband. Und bei der Nationalen Plattform Elektromobilität von Angela Merkel sagt man, wir wissen nicht, wie die Zukunft aussieht, aber Batterietauschen wird nichts. Die Bundesregierung wird uns nicht helfen. Aber es gibt keinen Grund zur Eile...." Viele Grüße: Klaus
"Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen" Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"
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von PV-Berlin » 21.02.2012, 13:35
Man kann daran sehen, wie unsere bürgerliche Regierung zum Thema freie Marktwirtschaft steht. Es ist ja vollkommen unerheblich, ob sich dieses Konzept durchsetzen wird. Es wäre aber ein Baustein den Wettbewerb zu entfachen. Die Fragen dieser Welt waren noch nie Fragen der Technik, sondern zu jeder Zeit Fragen der Einstellung und der Besitzstandswahrung. Man stelle sich nur mal vor, man stellte so eine Station an den neuen Flughafen in Berlin. (Taxi) und dann noch an drei weiteren Standorten in Berlin. Bei mehr als 7.000 Taxen müssen die wie viele überzeugen?
Es macht aber bestimmt mehr Sinn Steuergelder zu verbrennen für die diversen Alibiversuche von Audi bis BMW.
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