Fahren mit Strom
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von Boelckmoeller3 » 03.06.2012, 13:33
@CFAR, das Argument "CO2-Ausstoß-Vermeidung bei Erledigung von ansonsten mit Verbrenner-Fahrzeugen zurückzulegenden Fahrten" ist heute schon aktuell, trifft zu und ist zugkräftig und werden weder Du noch die Autoindustrie hier einfach mal von Tisch wischen. Übrigens verbrauchen wir etwas über 9kwh / 100km mit unserem Twizy und unter 8kwh / 100km mit unserem Vectrix-Maxiroller und erledigen fast 100% unserer Fahrten zur Zeit damit. Im Moment wird der Verbrenner-Kleinwagen, mit dem wir übrigens nicht annähernd die angegebenen 99g / km schaffen nur noch alle 4-8 Wochen einmal bewegt und die Bremsscheiben rosten in der Garage an. Da ist es wahrscheinlich günstiger für uns sich in Zukunft für diese Fälle einen Leihwagen zu nehmen und den Verbrenner ganz aufzugeben.
Viele Grüße:
Klaus
Zuletzt geändert von Boelckmoeller3 am 03.06.2012, 13:39, insgesamt 2-mal geändert.
"Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen" Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"
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von CFAR » 03.06.2012, 13:36
win_solar hat geschrieben:@OSE, bei mir löst CFAR genau das Gegenteil aus. Ich will es jetzt schnellstmöglich haben 1 Fahrbericht von Mühli hat bei mir mehr gebracht als 100 Gegenargumente von CFAR...komisch Gruss Win
Das ist ja schön, aber ich will hier auch keine Werbeveranstaltung machen, sondern eine ehrliche Bewertung der Faktenlage. Das mag manchem nicht schmecken, dessen grünes Weltbild sich verfärbt, aber so ist das halt. EVs sind leise und halten die Luft sauber, doch sie sind im Allgemeinen nicht so grün, wie sie mancher gerne hätte.
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
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von CFAR » 03.06.2012, 13:46
Boelckmoeller3 hat geschrieben:@CFAR, das Argument "CO2-Ausstoß-Vermeidung bei Erledigung von ansonsten mit Verbrenner-Fahrzeugen zurückzulegenden Fahrten" ist heute schon aktuell, trifft zu und ist zugkräftig und werden weder Du noch die Autoindustrie hier einfach mal von Tisch wischen.
Klaus
Wenn Du aber Kohlestrom "tankst" liegst mit nem 3l Lupo besser - ist so. Im Kleinwagenbereich und bei den Minis, wo man deutlich unter 4 l Sprit bleiben kann, liegen EV im Strommix ziemlich gleich auf (Annahme: jemand würde sich sein Auto nach CO2-Ausstoß aussuchen, was ohnehin keiner macht) bzw. schenken sich nicht viel. In der Kompaktklasse, Mittel- und Oberklasse, wo das EV im Verbraich sehr viel besser liegen würde, gibt es eigentlich noch kein EV-Angebot. Dort sähe die Welt anders aus, aber dort werden die 150km Reichweite bzw. gigantischen Akkukosten bei höherer Reichweite noch nicht in der Masse akzeptiert.
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von SGou » 03.06.2012, 13:48
Danke CFAR,
Du bestärkst mich in meiner Meinung, als nächstes ein EV zu konsumieren. E-Roller hab ich schon, leider aus China, D-Hersteller wollen ja mit sowas nix am Hut. Eigentlich dachte ich, heute ist Sonntag und Du müsstest evtl. nicht bloggen.
Gruß
SGou
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von Boelckmoeller3 » 03.06.2012, 13:54
CFAR hat geschrieben:Wenn Du aber Kohlestrom "tankst" liegst mit nem 3l Lupo besser - ist so. Im Kleinwagenbereich und bei den Minis, wo man deutlich unter 4 l Sprit bleiben kann, liegen EV im Strommix ziemlich gleich auf (Annahme: jemand würde sich sein Auto nach CO2-Ausstoß aussuchen, was ohnehin keiner macht) bzw. schenken sich nicht viel. In der Kompaktklasse, Mittel- und Oberklasse, wo das EV im Verbraich sehr viel besser liegen würde, gibt es eigentlich noch kein EV-Angebot. Dort sähe die Welt anders aus, aber dort werden die 150km Reichweite bzw. gigantischen Akkukosten bei höherer Reichweite noch nicht in der Masse akzeptiert.
ist leider noch lange nicht so CFAR, selbst der 3L-Lupo (wird ja leider schon längst nicht mehr produziert) erreicht in der Praxis nicht den angegebenen Norm-CO2-Ausstoß und ich tanke hier keinen reinen Kohlestrom sondern (abgesehen von den deutlich über 30kWP an PV-Anlagen die ich inzwischen betreibe und an denen ich auch tagsüber lade und dem Ökostrom den ich noch dazu beziehe, maximal den regionalen Strommix bei uns. Der liegt aber bei unserem Stadtwerken um die 500 Gramm CO2 / kwh. CFAR, es ist unglaublich und unbeschreiblich mit welcher Energie du hier wieder versuchst die Realität verzerrt darzustellen ! Viele Grüße: Klaus
Zuletzt geändert von Boelckmoeller3 am 03.06.2012, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
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von SGou » 03.06.2012, 14:06
Ich finde den Vorschlag von Klaus recht gut, die Abgase vom Verbrenner durch den Innenraum zu leiten. Das würde gleichzeitig das Problem mit der Heizung lösen. Ich fahre ja selbst noch einen Verbrenner. Müsste ich das nachrüsten fiel mir der Umstieg noch einfacher.
Gruß
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von Boelckmoeller3 » 03.06.2012, 14:18
SGou hat geschrieben:Ich finde den Vorschlag von Klaus recht gut, die Abgase vom Verbrenner durch den Innenraum zu leiten. Das würde gleichzeitig das Problem mit der Heizung lösen. Ich fahre ja selbst noch einen Verbrenner. Müsste ich das nachrüsten fiel mir der Umstieg noch einfacher.
Gruß
SGou
Alles schonmal dagewesen Bei älteren VW-Käfern wurden öfter mal die Wärmetauscher für die Heizung undicht und man hatte dann seinen ganz eigenen "Käferduft" im Innenraum.  Davon abgesehen soll es auch heute noch bestimmte Automodelle geben bei denen, warum auch immer, bedenklich hohe Benzol-Konzentrationen im Innenraum auftreten.
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von Rainbow » 03.06.2012, 17:51
Hi @ll, Boelckmoeller3 hat geschrieben:Bei älteren VW-Käfern wurden öfter mal die Wärmetauscher für die Heizung undicht und man hatte dann seinen ganz eigenen "Käferduft" im Innenraum.
Also als Käferfahrer ruft mich das ja auf den Plan. Ich fahre einen 51 Jahre alten Käferm damit fällt er ja wohl unter die "älteren" die du meinst Klaus. Soetwas was du da beschriebst, betrifft allerhöchstens ungewartete, ungepflegte und lieblos gehaltene Käfer. Im weitere kann ich den Wärmetauscher in maximal 15 Minuten aus- und wieder einbauen; und das mit meinen völlig ungeübten Fingern. Somit wäre das Problem schnell, zu jeder Zeit behebbar gewesen. Das so etwas heute aber immer noch passiert ist ein Unding, fährst du damit zur Wartung, hast du aber nicht in 15 Minuten den Mangel abgestellt, wahrscheinlich lesen sie bis dahin noch den Mängelspeicher aus, *Augen verdreh*. Rainbow
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von diesonnelacht » 03.06.2012, 18:27
Rainbow hat geschrieben:Ich fahre einen 51 Jahre alten Käferm damit fällt er ja wohl unter die "älteren" die du meinst Klaus.
Er meinte sicherlich früher, als die Käfer auf Verschleiss gefahren wurden. Bei meinem ersten Auto (Bulli T2) hat mal die Standheizung Rauch und Feuer in den Innenraum geschickt... Ich hoffe das passiert bei E-Auto-Zusatzheizungen nicht mehr!
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von solarfan10 » 03.06.2012, 18:32
CFAR hat geschrieben:solarfan10 hat geschrieben:Hallo,
also ich finde es schon frech, wie hier teilweise argumentiert wird. OSE behauptet, CO2-Frei zu fahren, was ja durch seinen Ökostromtarif und seine PV-Dächer hinreichend belegt ist - vom bei der Herstellung generierten CO2 jetzt mal abgesehen. Bezogener Ökostrom ist per Vertrag und entsprechender Handelswege CO2-Frei, egal, was beim Bezug von diesem Strom mit dem Strommix der anderen, nicht-Ökostrombezieher passiert. Daraufhin wirft CFAR das Argument ein, dass der Gesamt-CO2-Ausstoß in D dadurch nicht verändert. Hä? Geht es noch? Erstens ist das eine völlig andere Fragestellung (Eigener CO2-Ausstoß gegenüber dem von ganz D), zum anderen hat OSE in seinem EV ja keinen CO2-Ausstoß. Dadurch ändert sich auch für ganz D der CO2-Ausstoß tatsächlich, denn durch OSE verschiebt sich der Gesamtenergieverbrauch in D zugunsten von Strom, welcher im aktuellen Strommix (um jetzt auf Volkswirtschaftlicher Seite zu bleiben) ja bereits einen höheren regenerativen Anteil hat, als Sprit. Wie nennt man diese Argumentationsweise? Strohmannargument? Tssststs...
Viele Grüße Michael
Oh man, wie oft denn noch? Ich werfe OSE überhaupt nichts vor! Zumal kann weder ich die Wahrheit seiner Aussage widerlegen, noch kann er sie beweisen und darum interessiert mich die Einzelperson nicht. Bei 1 Mio. EV-Fahrer oder mehr werden eben nicht alle extra eine sonst unrentable PV-Anlage auf das Dach schrauben zum Betanken des eigenen EVs. Und die Sache mit den Ökostromtarifen hatten wir doch schon x-Mal. Es geht also nicht darum, ob OSE oder sonst wer CO2-neutral fährt, sondern wie CO2-neutral EV-fahren überhaupt ist. Manche werden sogar sagen, dass all das Gerede sowieso Unsinn ist, weil die CO2-Emissionen der EU als Ziel festgelegt sind und über die gesteuert werden und nicht dadurch wie viel EVs die Deutschen kaufen. Wie auch immer, die CO2 Diskussion ist mühsig und umstritten. Was wirklich richtig ist, ist auch eine Ansichtsache. Dass aber EV CO2-neutral bedeutet ist eine Extremsicht, die ich so nicht unterstützen kann.
Hallo, wo habe ich geschrieben, dass Du OSE was vorwirfst? Du must Dich nicht für Dinge verteidigen, die nicht im Raum stehen, nur um die Opferrolle einzunehmen. Dass OSE PV auf dem Dach hat, ist ziemlich offensichtlich, kann sicherlich auch per Google Maps geprüft werden, wenn man nur will. EV Fahrer sind heute noch zum großen Teil Idealisten. Daher gehe ich davon aus, dass sie nicht den deutschlandweiten Strommix tanken sondern einen Ökostromtarif. Damit ist die CO2-Belastung nicht vergleichbar mit einem Verbrenner. Wenn man es schlechtrechnen will, kann man natürlich den Mix-Strom nehmen. Dann muß man aber auch jeglichen Ökostromkäufer verteufeln, weil der ja dann den Durchschnittsstrommix der restlichen Käufer CO2-Lastiger macht  . In 2020, wo ja 1 Mio EVs fahren sollen, ist der Strommix sicherlich noch grüner als heute. Ich prophezeihe mal 30-40%, vielleicht sogar noch mehr. Der Branchenverband Erneuerbare Energien rechnet gar mit 47% ( http://www.bee-ev.de/Energieversorgung/ ... g-2020.php). Da ist es dann unmöglich, selbst bei größter Böswillikeit, EVs in Beuzug auf CO2 schlechtzureden. Und bis dahin werden die Idealisten durch den Ökostrombezug den CO2-Ausstoß bei EVs im Schnitt noch niedrig halten, davon bin ich überzeugt. Für mich ist die Möglichkeit, die CO2-Belastung (und damit den Verbrauch der fossilen Energieträger) zu reduzieren, ein riesiger Vorteil der EVs, wenn nicht der Vorteil schlechthin. Zwar auch wegen der Klimabilanz, aber fast noch mehr wegen der Endlichkeit der fossilen Energieträger und der damit einhergehenden Gefahr für die gesamte Zivilisation - um es NOCH weiter zu fassen. Der weltweite Energieverbrauch steigt immer weiter, nur in Krisenzeiten wie z.B. 2008/2009, ging er zurück. Die Schwellenländer wachsen überproportional, aber die Förderung von Öl hat ihren Zenith schon überschritten. Erdgas und Kohle haben wir noch länger zur Verfügung, aber Kohle kostet ja noch mehr CO2. Einzig Erdgas ist noch eine Zwischenlösung, die uns aber sehr abhängig macht. Solange wirtschaftlich noch ein Aufwärtstrend sichtbar ist, wird man sich irgendwie durchwursteln. Ist es aber damit vorbei, sind schnell alte Egoismen zwischen den Ländern wieder da und dann muss jeder selber sehen wo er bleibt. Dass Russland den wirtschaftlich schwächeren nicht mit Samthandschuhen anfasst, ist ja bekannt. Das ist alles ja schon lange bekannt, auch den hier mitlesenden, aber wenn mann schon so weit gefasste Ansichten vertritt, muss man wirklich die Vogelperspektive einnehmen und dann sieht es eben wieder eher so aus, wie es die "Idealisten" hier schon lange sehen. Muss man wirklich sehenden Auges in den Abgrund springen? Viele Grüße Michael
Jeder fängt mal klein an.
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solarfan10
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