E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Fahren mit Strom

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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon cephalotus » 12.05.2012, 17:43

Ein Pedelec unterstützt beim selber treten bis 25km/h und ist rechtlich ein Fahrrad mit _allen_ Konsequenzen.

Alles andere braucht eine Zulassung, Führerschein, Versicherung, usw...

Mit einem nicht zugelassenen Kraftfahrzeug angehalten zu werden kostet ein paar Tagessätze, damit in einen Unfall verwickelt zu werden kann einen finanziell auf ewig ruinieren, wenn es blöd läuft.

Zur Sicherheit der Akkus. Die bekannten Hersteller verwenden typischerweise LiMn Zellen mit BMS vergleichbar dem, was Millionenfach in professionellen Powertools steckt. Dürfte etwas sicherer sein als Akkus in Notebooks und davon gibt es wohl ne Milliarde.
Bei Eigenbauten muss man eben wissen was man tut.

Wenn man's nicht weiß und so ein 500Wh Akku geht hoch (typischerweise explodieren Li-Ionen Akkus nicht, sondern sie brechen auf und brennen), dann ist das im ungünstigsten Fall eine kleine Brandbombe...
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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon BzSzF » 14.05.2012, 23:36

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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon wowie » 16.05.2012, 08:38

Hi

Die Idee mit dem Vorderradantrieb habe ich ganz schnell wieder verworfen. Traute meiner Gabel nicht.

Der Hinterradantrieb mit Kettenritzel ist zwar komplizierter zum Einbau, aber bei den geringen Kräften des Antriebs im Vergleich zu den Kräften, die beim treten da sind, dürfte es eine ganze Weile halten.

Zur Zeit bin ich viel im Handgasmode unterwegs, muss aber noch eine Zusatzelektronik einbauen, damit der Tretsensor da auch ausgewertet wird. Fahre viel zusammen mit meiner Frau und die hat noch keinen E-Antrieb und da ist es mit den 5 Stufen schwierig zusammen zu fahren.

Gruß Wolfgang
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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon Sinci » 27.05.2012, 23:17

So, ich bin heut mal das Scott E-Venture 20 gefahren.
http://www.scott-sports.com/global/de/p ... -20-men-s/

Der Akku war leider nicht vollgeladen, schätzungsweise so 60%. Auf maximaler Unterstützungsstufe wurde eine Reichweite von 24km angegeben, auf minimaler ca. 80km. Es gibt vier verschiedene Unterstützungsmodi (Eco, Tour, Sport, Speed) mit jeweils 3 verschiedenen Leistungsstufen. Ich bin die gesamte Strecke mit maximaler Unterstützung gefahren. Dabei unterstützt der Motor bis 27 km/h laut Tacho, darüber schaltet er ab. Dank Freilauf kann man aber ohne Probleme schneller fahren, bergab war ich bei 60. Mitm Rennrad am selben Berg bin ich auch nur 5km/h schneller. Auf den ersten 14km Hinweg ging die Reichweite um 8km runter. Bin dabei einen 29er Schnitt gefahren, die Strecke war leicht hügelig mit 2 "Bergen". Der größte Berg war ca. 1km insgesamt lang, erst leichte Steigung bei der die 27km/h gehalten wurde, als er dann steiler wurde gings mit ca 25km/h rauf und die letzten 30m immernoch mit 20km/h, und hab dabei die ganze zeit gemütlich mitgetreten. Zum Vergleich, mitm Rennrad fahr ich den selben Berg etwa mit 12 km/h bei etwa gleicher Anstrengung. Für die 14km Rückweg ging die Reichweite um 10km runter. Mit den restlichen 5km Reichweite laut Anzeige bin ich dann noch zur extra steilen Rampe bei uns gefahren. Das Schild besagt 21% (ca 100m Länge)wobei die letzten 10m wohl auch gut 30% haben können, jedenfalls fahr ich das mitm Mountainbike im 1. Gang und 5km/h hoch und muss Aufpassen dass das Vorderrad auf dem Asphalt bleibt.
Mitten im Berg ging die Reichweite schlagartig auf 0km. Bin mir auch nicht mehr sicher ob ich da noch Unterstützung hatte, aber jedenfalls bin ich trotzdem im 1.Gang hochgekommen obwohl der deutlich länger Übersetzt ist als am Mountainbike.
Bin also jedenfalls mit den anfänglich 24km angezeigter Reichweite 32km gefahren. Bin zwar sportlicher Fahrer, da mir der Rahmen allerdings viel zu klein war doch mit deutlich weniger Kraft als sonst gefahren.
Vom Fahrverhalten kann ich nur sagen, die Beschleunigung ist super. Der Motor setzt sowohl aus dem Stand als auch während der Fahrt sanft ein und hört auch sofort wieder auf sobald man das Treten unterbricht, hat also keinen störenden Nachlauf. Dazu angenehm leise, aber doch mit schöner Rückmeldung ob der Motor jetzt aktiv ist oder nicht. Man kann sich auch schön einpendeln genau an der Unterstützungsgrenze mit 27km/h zu fahren. Auch dort sehr weicher Übergang wenn man schneller wird und Motor ausgeht oder wieder langsamer wird und der Motor zuschaltet. Fahrverhalten vom Fahrrad auch sehr gut. Hatte bei den 60 bergab keine Angst oder Unruhe im Rad gemerkt.
Zusätzlichen Dynamo hat das Rad keinen. Das Licht kann direkt an der "Steuerzentrale" ein- und ausgeschaltet werden und auch wenn der Akku leer ist und man keine Motorunterstützung mehr bekommt ist trotzdem noch Reserve da, damit das Licht funktioniert.
Alles in allem bin ich sehr begeistert vom Rad und erst Recht mit der erzielten Durchschnittsgeschwindigkeit obwohl ich ziemlich locker gefahren bin. Hatte allerdings das Gefühl dass die maximale Motorunterstützung so auf 60-70 Umdrehung/min als Trittfrequenz ausgelegt ist und ich bei meiner normalen Trittfrequenz von ca. 90 spürbar weniger Unterstützung hatte.
Ladenpreis von dem Rad liegt bei 2700 Euro. Gewicht lag bei knapp 24kg.
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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon Sinci » 29.05.2012, 19:31

So, hab nun mal getestet wie weit ich mit einer vollen Akkuladung komme bei maximaler Unterstützung.
Waren 86,45km mit nem Schnitt von 26,7 km/h. Der Akku hat 288Wh, macht also nen Verbrauch von 0,33 kWh/100km. Die Runde war größtenteils flach, insgesamt 3 Berge drinnen, dafür wars aber sehr windig. Bin wohl auch ca. 20-30km komplett ohne Motor gefahren weil ich über der Abregelung war. Muss sagen das Rad läuft echt super und auch der Freilauf vom Motor ist sehr gut. In der Ebene bei Rückenwind liefs auch bei 35-40 km/h sehr leicht.

Hab den Akku nun am Ladegerät das standardmäßig im Schnelllademodus lädt und sich dabei 180 Watt nimmt. Der Akku ist also nach 1,25 - 1,5 Stunden zu 80% wieder voll. Für unterwegs auf langen Touren loht es sich also wirklich das Ladegerät mitzunehmen und beim Essen nachzuladen.

Bin dazu gestern auch nochmal unsere schöne Rampe (ist als Radweg ausgeschildert) hochgefahren und hab sie heut mal nachgemessen. Die letzten 10m haben 29,5% Steigung (obwohl mit 21% beschildert) die das Rad mit 10 km/h bewältigt ohne dass ich mit voller Kraft dazutreten muss.
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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon cephalotus » 25.06.2012, 22:51

Ich hab mir vor ein paar Monaten ein "Sommerpedelec" für meine Fahrten in der Stadt gebaut.

Ein Winterpedelec habe ich schon mit Spikereifen und Allrad.

Basis für mein Stadtrad war ein gebrauchtes Trekkingrad mit Alurahmen und Stahlgabel für ein paar Euro. Antriebsstrang war hinüber, den habe ich vorne durch eine Alfine Kurbel ersetzen lassen, hinten hab ich ein 9 fach 11-34 Ritzelpaket . Mit den neun Gängen decke ich alles von ca. 12km/h bis 40km/h ab, das ist für die Stadt gut ausreichend, bergauf ohne Motor mit Gepäck wirds zäh...

Dadurch ist der Schalthebel für den Umwerfer überflüssig und Platz für das Daumengas. Die Bremsen habe ich durch gebrauchte Hydraulikfelgenbremsen ersetzt, in der Stadt ist schnelles Bremsen wichtig. Auch schnelles Schalten ist mir wichtig, daher für hinten ein hochwertiger Schalthebel der XT Klasse. Im Gegensatz zum high end XTR Schalthebel kann der nicht 2 Gänge auf einmal hoch schalten, dazu muss man aber nur etwas Plastik wegschneiden, dann hat man die 100 Euro Mechanik für 35 Euro.

Als Motor ein kleiner und leichter Cute 85 Nabenmotor von bmsbattery.com (China) für 80 US$ (+Versand, Zoll,...) Ich hab zwei Versionen gekauft, einen mit ca. 30km/h Leerlaufgeschwindigkeit und einen mit ca. 45-50km/h Leerlaufgeschwindigkeit. Außerdem noch das motorlose Vorderrad als dritte Option. Gewechselt ist das in einer Minute.

Einspeichen lassen hab ich mir die Motoren von Profis, kostet je nach Qualität des Materials so um die 100 Euro pro Rad, wegen der recht teuren Felgen bei mir etwas mehr.

Controller kostet in China 15 US$. Den habe ich modifiziert, den Shunt etwas abgefeilt, damit schon bei 12A statt 14A abgeregelt wird (schont die Ausfallenden und den Motor, evtl. feile ich noch bis 10A) und eine Elektronik eingebaut, die den Gasgriff nur dann freigibt, wenn auch getreten wird (Legalitätsvorausetzung in Deutschland). Damit habe ich dann ein gut regelbares Allradsystem.

Reifen sind aus der höchsten Qualitätsklasse (Marathon surpreme mit 42mm Breite), dazu extraleichte Schläuche. Reifen sind die am meisten unterschätzten Komponenten eines Rades. Reichlich Licht und Reflektoren, ich will nicht tot gefahren werden.

Das Rad sieht ziemlich abgenutzt aus, aber genau so soll das auch sein. Ich hab sogar so manches überflüssige Klebeband angebracht um Markennamen zu überkleben und ein paar rostige Schrauben extra gelassen...

Zur Pflege mach ich eh nur das nötigste, alle paar Wochen mal mit trockenem Lappen den Dreck von der kette wischen und ganz wenig Wachs drauf und Luftdruck überprüfen, ggf. Bremsen nach stellen.

Das Pedelec wiegt mit Alltagsausstattung ohne Akku und Schloss 14,8kg. Ließe sich noch etwas optimieren, alleine der Gepäckträger hat 700g, aber den hatte ich eben noch übrig und ich finde das so noch ganz passabel zum handhaben.

Akkus hab ich mittlerweile drei Stück, die wiegen 1kg, 1,4kg und 2,3kg. Meistens fahre ich mit dem 1,4kg Akku (10s3P Sanyo 18650E Zellen ohne BMS, wen das interessiert), der hat eine Reichweite mit dem bis 30km/h System unter meinen Bedingungen von ca. 40km.

Mit dem schnellen Motor fährt man bis knapp über 40km/h (mehr gibt die Schaltung nicht her und ohne mittreten ist da der Motor dann am Limit) und der Strombedarf verdreifacht sich in etwa gegenüber der langsameren Version. Abgesehen davon, dass es nicht legal ist, ist es in der Innenstadt auch kaum sinnvoll, man ist nämlich ständig am bremsen.

Ich selbst fahre daher mit dem langsamen System und eigentlich jeden Tag meine kleine Strecke zur Arbeit. Da man sich bei dieser Steuerung den Eigenanteil selber aussuchen kann, kann man problemlos bei jedem Wetter fahren und bleibt warm, schwitzt aber nicht großartig.
Im Winter mit den Spikes und regelbarem Allradantrieb kann man alles fahren, auch da, wo für PKW schon längst kein Durchkommen mehr wäre. Nur gefrorene Spurrillen brauchen etwas Vorsicht und wenn ich die Wahl hätte würde ich Scheiben- statt Felgenbremsen für den Winter wählen. Leider passen solche nicht an den Rahmen.


mfg

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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon blacki » 09.08.2012, 02:20

Hi, ich hab ein Green mover MTb in der 25 km/h Version

Ist das meiner Ansicht nach beste von 7 probe gefahrenen.

Wurde ich daher jedem empfehlen zumindest es mal Probe zu fahren....

Vergleichen Ist in dem markt unglaublich wichtig!

Grus
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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon kevink » 26.09.2012, 14:54

Ich bin momentan am überlegen, mir ein E-Bike für meinen 5km langen Arbeitsweg (einfach) zu besorgen. Da es doch ein bisschen hügelig ist, wäre mir das vor allem bei nassen Wetter eine große Hilfe. Bin gerade dabei ein paar Probefahrten hier und da zu unternehmen.

Am liebsten würde ich, wie Solarralle, gerne den Antrieb mit Solarstrom unterstützen, bin da aber weniger begabt, mir das selbst zu bauen. Ich hab aber folgendes gefunden: Solarer Bikeport - wär eigentlich perfekt für meine Zwecke (weiß allerdings nichts über den Preis). Was haltet ihr davon? Haben noch mehr eine solare Aufladestation zuhause und Empfehlungen für mich?

Ich freue mich über euer Feedback!


Übrigens: habt ihr am Montag "Wer wird Millionär?" gesehen? Frage war: Wovon ist ein Pedelec die Mischform? Es waren dann doch nicht zwei Hunderassen :mrgreen:
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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon Tommmi » 26.09.2012, 20:00

5km sind ein klacks und das kriegst mit ner kleinen Anlage täglich nachgeladen.
Ich habe mittlerweile schon 3 E-Räder werden alle vom Garagendach aus geladen.
Unsere fahrten zu dritt sind aber dann 60-80km an einem Tag mit den Rädern und habe null Probleme mit dem laden.
Habe 24 Volt mit 2x 140ah lkw Batterien und 5 Solarzellen.
Daran hängt auch noch der Strom für Garage und Garagentor.
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Re: E-bikes, Pedelecs, Elektrofahrräder

Beitragvon auchdabei » 26.09.2012, 21:26

Ich fahre jetzt seit etwa 1 1/4 Jahren ein KTM AVENTO Power Pedelec mit einem 250 W Hinterradnabenmotor. Der zugehörige Lithium Mangan Accu hat 6,4 Ah, 37V, 355Wh.
Mittlerweile 64 Jahre alt und übergewichtig, hatte ich mein altes Rad eigentlich nur noch im Schuppen stehen gelassen, da mir schon der leichteste Gegenwind oder kleinste Hügel große Schwierigkeiten bereitete. Bin begeistert von dem Rad. Mit 4 Unterstützungsstufen, die mit 35%, 75%, 150% und 300% angegeben werden, kann ich den Trainingseffekt anpassen und dem inneren Schweinehund mal mehr, mal weniger nachgeben. Auch als reines Fahrrad sind die Komponenten gut genug (8 Gang Kettenschaltung, stabiler Rahmen, Schwalbe unplattbar), sodaß ich, bei günstigen Bedingungen, auch schon mal auf die Unterstützung verzichte. Ein sehr schönes Feature ist der Rücklade- oder Generatormodus, auch in 4 Stufen schaltbar, der zwar keinen sehr großen Ladeffekt bringt, aber, auf Strecke, das Bremsen, selbst bei langen Bergabfahrten, überflüssig macht.
Ich habe den Accu, den ich mit großem Vergnügen vom Dach lade, noch nie ganz leergefahren, habe aber, mit sportlicher Einstellung, schon Strecken von über 60 km gefahren. Bei großer Faulheit ist aber auch schon nach 30 km nur noch ein Balken der Ladeanzeige zu sehen.
Wenn es nicht um den großen Wocheneinkauf geht, nutze ich das Rad und kann jedem empfehlen, sich solch ein Teil mal anzusehen.
Michael
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