Die neuen Elektroautos

Fahren mit Strom

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Beitragvon V_Strom111 » 26.01.2009, 11:27

Wiese hat geschrieben:Die Abgaswerte eines Benziners sind bei gleichem Verbrauch wesentlich "umweltfreundlicher" als die eines Diesels. Es gibt bis Heute immer noch keinen Diesel, der auch nur annähernd so "wenig" gesundheitsschädliche Abgase erzeugt wie ein Benziner.

Für alle Diesel-Fahrer: http://www.kein-diesel.at/

Peter


Hey Peter,

ich liege schon am Boden, also nicht auch noch in die Seite treten.
Deine Ansichten sind sicherlich richtig, nur ich habe auch schon Berichte und Studien gesehen bei denen der Diesel deutlich besser weggekommen ist als ein Benziner wenn es um Schadstoffausstoß geht. Also hier scheint es mir mal wieder so auszusehen aus welcher Ecke mehr Geld fließt dessen Antrieb ist Umweltfreundlicher. Man soll sowieso nicht immer alles so leichtgläubig glauben, schon garnicht wenn es in den Medien wie Radio Fernsehen oder Zeitung steht.
In einem anderen Beitrag habe ich geschrieben das die Abwrackprämie nach Umweltfreundlichen Antrieben und nach Verbrauch hätte gestaffelt werden müssen. Ich denke das sich so mehr Leute auch nach alternativen Antrieben umgeschaut hätten und somit der Automobilindustrie einen Denkanstoß gegeben hätten.




Gruß
Alex
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Beitragvon CH » 26.01.2009, 15:30

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass das Konzept Elektro-auto, in Irgendeineform, sich durchsetzen muss.

Ich bin dann auch *fast* überzeugt, dass die Idee von Batterien, die man auswechselt, die richtige ist. Jetzige Li-ion Akkus haben können 3,000 mal aufgeladen werden und dadurch kommen "Akkukosten" von 15-30 cent/kWh. Bei jetzigen 10-25kWh/100km, wären wir bei 1.5 - 7.5 EUR/100km Akkukosten.

Ich kann mir vorstellen, dass man steuerfrei "Insel" Wind- und Solaranlagen betreiben kann (Stromsteuerfrei, versteht sich), die Akkus laden, die dann zur Tankstelle gefahren werden (und leere zurück). Mit Inventurmanagement könnte man Produktionschwankungen ausgleichen, ggf. mit einem Netzanschluss billige überproduktion abkaufen und speichern.

Elektromotoren in sich sind preiswert- wenn der Fahrer die Akkukosten auf km Basis umgerechnet bekommt, oder kWh, und der Austausch reibungslos passiert, ist das Konzept sehr attraktiv, dann sind Einsteigerautos sogar deutlich preiswerter als heute.

Attraktiv für alle ausser die Shell&Agip&Co, natürlich.

Für die zwischenzeit finde ich das Volt Konzept sehr gut. Ich denke, viele werden dann merken, dass die nur elektrisch fahren, auch wenn psychologisch der "Range Extender" vorhanden ist.

Erste Versuche könnte man mit Busse und Taxis machen, wo die Taxihaltestellen Batterieaustauschstationen auch sind.
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Beitragvon Wiese » 26.01.2009, 22:54

Hi V-Strom

nun, ich weiß, dass ich beim Thema Diesel gerne dick auftrage. Aber ich bin ein bekennender Diesel-Hasser und stehe dazu. Alleine schon das Nagelgeräusch macht mich verrückt, und wenn ich die Rußwolken sehe, die aus so manchem schön geputzten Luxusauto kommen, frage ich mich in was für einer beschissenen Welt wir leben, wo ein Auto für 50.000 Euro einen solchen Dreck machen darf.

Zum Thema Elektroauto denke auch ich, dass das Sinnvollste eine einheitliche austauschbare Batterie wäre. Leider wird das aber nicht funktionieren. Die schnell voranschreitende Batterietechnik und die Eigenbrödlerei der Autobauer wird ein einheitliches System verhindern. Die Unterhaltungselekronik beweist ja bei jeder Neuentwicklung wie schwerfällig die Industrie ist. (VHS - Betamax -DVD - bue Ray usw.).
Was eventuell funktionieren könnte, wäre die Intergration in die Energieversorgung, die die vielen Elektroautos die es vielleicht mal geben wird als Energiespeicher nutzbar macht. Wenn der Akku dann außer zum Auto fahen noch einen Zusatznutzen hat, könnte der hohe Preis der Akkus vielleicht durch ein Zubrot fianziert werden.
Denkbar wäre es auch die Akkus zu leihen, um so bei einem Deffekt nicht auf den hohen Kosten sitzen zu bleiben.

Aber das ist alles noch in weiter Ferne und wer weiß, was auf uns zu kommt. Billiger wird das Auto fahren auf keinen Fall.

Peter
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Beitragvon lehmann28 » 27.01.2009, 18:17

Elektrofahrzeug 2e soll auf den Markt kommen

Das von Google.org geförderte Startup Unternehmen Aptera hat mit der Vorproduktion begonnen und will im Oktober 2009 sein futuristisches Elektrofahrzeug 2e in Kalifornien auf den Markt bringen. Das berichtet der Branchendienst venturebeat.com. Demnach hat Aptera mittlerweile 4000 Vorbestellungen für den 2e beisammen. Wann das Auto auch in den übrigen US-Staaten oder möglicherweise sogar in Europa zu kaufen sein wird, macht das Unternehmen von den mittelfristigen Verkäufen rund um die Firmenzentrale in Carlsbad/Kalifornien abhängig. Die sollen nämlich den Ausbau des Service- und Händlernetzes finanzieren.

Der Firmenname des dreirädrigen Elektro- und Hybridautos ist auch gleichzeitig Programm: Aptera bedeutet im Griechischen so viel wie flügelloser Flug. Nicht nur die Komposit-Konstruktion mit aluminiumverstärkter Fahrgastzelle entstammt dem Flugzeugbau. Auch die extrem aerodynamische Form des Dreirads erinnert mehr an ein Ultraleichtflugzeug ohne Flügel. So wiegt der Zweieinhalbsitzer inklusive des 10kWh-Akkus nur knappe 900 Kilogramm und bietet der Luft selbst bei seiner Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h kaum Widerstand. Neben günstigen Verbrauchswerten von gut einem Liter je 100 Kilometern kommt die Leichtbauweise aber auch der Reichweite von rund 200 Kilometern zu gute. Das reicht selbst bei im Alter nachlassenden Akkus für 94 Prozent aller Fahrten auch eines deutschen Autofahrers. Denn der fährt im Allgemeinen nur drei Wochen im Jahr weiter als 150 Kilometer am Stück.

Nachladen kann der Apterafahrer sein Auto binnen acht Stunden an jeder Haushaltssteckdose. Was bei 500 bis 1200 Batterieladezyklen einer Gesamtreichweite des Fahrzeugs mit ein und dem selben Akku zwischen 75.000 und sehr theoretischen 200.000 Kilometern entspricht. Aber auch der Innenraum des E-Flitzers überzeugt mit einer über die Solarzellen auf dem Dach gespeisten Klimaanlage, zwei auch für große Menschen geräumigen Sitzplätzen und einem weiteren Notsitz, der allerdings eher für Kinder gedacht sein dürfte. Zusätzlich zu den beiden Außenspiegeln sorgen ein Monitor in der Mittelkonsole und eine Weitwinkelkamera für 180 Grad Rundsicht nach hinten. In den Kofferraum passen bis zu 15 große Einkaufstüten oder bei umgeklappten Beifahrersitzen auch ein Surfboard mit Ausrüstung oder die Golfschläger samt Caddy.

Wobei selbst die Anschaffung mit umgerechnet 21.000 Euro für das reine Elektromodell bis 23.000 Euro für die Hybridvariante auch für mittlere Einkommen erschwinglich sein dürfte. Denn in Punkto Verbrauch ist selbst die Hybridvariante mit 1,2 Litern im NEFZ-Fahrzyklus kaum von herkömmlichen Autos zu schlagen. Das reine Elektromodell verbraucht sogar noch weniger – zumindest, wenn man nicht all zu oft die Beschleunigungswerte von 0-100km/h in weniger als zehn Sekunden voll ausnutzt.

Crashsicher soll das in Kalifornien auch als Motorrad zulassungsfähige Dreiradauto nach Angaben des Herstellers aber auch in physischer Hinsicht sein. Neben der mit Aluminiumprofilen verstärkten Fahrgastzelle sollen weitere Rammschutzprofile in den Türen und eine aus dem Rennsport stammende Verförmungszelle am Bug für die notwendige Sicherheit sorgen. Alle Simulationen am Computer seien bislang sehr positiv verlaufen, so ein Unternehmenssprecher. (Joachim Angermüller) / (wst/Technology Review)

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Elektrof ... ung/122447

Aptera-Website:
http://www.aptera.com/index.php

Ich finde das E-Fahrzeug eigentlich sehr chic. Hat ein bißchen was von Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt. :D

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Beitragvon Wiese » 27.01.2009, 20:10

Hi Tom
wahrscheinlich bin ich für sowas einfach zu altmodisch. Als Zweitwagen wäre sowas denkbar, aber ich/wir brauchen keinen Zweitwagen, sondern nur EIN Auto, mit dem man auch mal in den Urlaub fahren kann. Es ist natürlich richtig, dass man dafür auch ein größeres Auto leihen kann, aber die Mehrkosten dafür kann man auch mit einem Spar-Auto nicht reinholen. Mal ein paar Tage in den Schwarzwald oder an den Bodensee kann man mit dem Spielzeug vergessen. Mir ist es schon schwer gefallen bei meinem Civic auf den geräumigen Kofferraum mit umklappbaren Sitzen zu verzichten, aber da man selten was Größeres zu transportieren hat, und ich dafür auch mal ein Firmenfahrzeug benutzen kann, hab ich aus ökologischen Gründen darauf verzichtet.

Ich wollte ehrlich gesagt mit dem kleinen Tiefflieger 2e nicht neben den SUV's in der Stadt herfahren. Schon mit einer normalen Limousine hat man Heute keinen Überblick mehr, weil immer mehr dieser riesigen Kisten die Sicht versperren.

Auch dieses zugegebenermaßen gelungene Designerstück ist nunmal kein alltagstaugliches Auto. Nur wenige Leute werden dafür 20.000 Euro ausgeben wollen, und noch weniger werden sich damit auf unsere Straßen trauen. Auch wenn die Crashsicherheit hoch ist, wird man bei einem Unfall mit einem Q7 oder Cayenne unter dem gegnerischen Fahrzeug landen und das auch bei 50 km/h kaum überleben.

Designspielereien bringen das E-Auto nicht voran. Erst wenn man den Unterschied nicht mehr auf den ersten Blick erkennt, ist das E-Auto Massenmarktfähig. Der Markt der Mittelklasse und Kleinwagen sollte das Ziel sein um eine neue umweltfreundliche Technologie voran zu bringen.

Übrigesn ist das Design des Prius für die meisten Interessenten der Hauptgrund warum sich viele gegen dieses Auto entscheiden. Würde er aussehen wie die anderen Toyotas, wäre das Interesse wesentlich größer.
Und hätte der Civic-Hybrid einen vernünftigen Kofferraum, und die Akkus im Fahrzeugboden, könnte Honda mindestens doppelt soviel davon verkaufen. Aber vielleicht wollen die das gar nicht, denn der Civic müsste eigentlich 3000,-€ teurer sein um damit Geld zu verdienen. Aber wer will schon für ein Auto das nur 95 PS hat (die 20 PS des E-Motors stehen nicht in den Papieren) 28.000 Euro bezahlen, wenn es für 25.000 Euro einen 150 PS Diesel gibt, der genau so viel Sprittkosten verursacht.

Ja, genau so denkt die Mehrheit. In erster Linie zählt die Leistung und das Aussehen. Zu allererst wird also mal geprüft wieviel PS man für sein Geld bekommt. Dann kommt die Paxistauglichkeit wie Kofferraum oder Anhängelast für die Wohnwagenfaktion und ganz zum Schluss vielleicht noch der Sprittverbrauch.

Ich persönlich kenne niemanden, der sein Auto nach den Verbrauchszahlen oder den laufenden Kosten gekauft hat.


Peter
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Beitragvon Betatester » 27.01.2009, 20:46

Meine Meinung ist folgende:

Um die Elektroautos der jetzigen Generation (mit begrenzter Reichweite und langen Ladezyklen) in Deutschland auf den Markt zu bekommen, müssen die Pendler als erste Zielgruppe ins Visier genommen werden.
Die Pendler die täglich 50-200 km zurücklegen müssen um in die Arbeit zu kommen würden mit diesem Autotyp profitieren.

Wie ?

-Das Elektroauto müsste als Zweitauto fungieren.
-Keine Steuern in den ersten 5 (?) Jahren für das E-Auto**
-Damit nur Kosten für Autoversicherung und Strombezug.
(Batterie tausch ???????)
-Kosten für Erwerb des E-Auto müssen absolut rentabel (zu herkömmlichen Auto) sein, sonst wird der Umstieg sehr sehr viel länger dauern.

- Da sich irgendwann der Staat über die "Steckdose" die geminderten Einnahmen der Spritsteuern holen wird ist eine PV-Anlage (o. a. Erzeugung) auf der Garage wichtig. Der erzeugte Strom muss sozusagen im "Haus" bleiben -- sprich gespeichert werden.
Da ein Elektroauto die Pläne der Grünen (100% EEG) in kürzester Zeit zu geplatzten Luftschlössern werden lässt, ist es absolut wichtig für jedes eigene Elektroauto eine kleine PV-Anlage zu installieren.

Ich hab das mal durchgerechnet und denke das ich mit meinen täglichen 70 km Pendelverkehr etwa eine 3-4 kWp-Anlage bräuchte.


Wie gesagt, das sind im Moment so meine Gedanken zu der Sache und würde gern mal Meinungen und Verbesserungen dazu hören.


**Steueranreiz so lange bis x % der in Deutschland angemeldeten Autos, E-Autos sind -- danach Minderung des Steueranreizes.

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Beitragvon V_Strom111 » 28.01.2009, 08:07

Wiese hat geschrieben:Ich persönlich kenne niemanden, der sein Auto nach den Verbrauchszahlen oder den laufenden Kosten gekauft hat.


Peter


Hallo,
doch ich. Ein Arbeitskollege hat seinen Cayenne verkauft und sich einen Q7 Diesel gekauft, da dieser bei gleicher Leistung 30% weniger Sprit braucht. (ist nicht ganz ernst gemeint, entspricht aber der Wahrheit)

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Beitragvon Mickel » 28.01.2009, 22:47

Heute geht es bei Abenteuer Wissen (ZDF) um 22:15 Uhr um Elektroautos...
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Beitragvon cephalotus » 28.01.2009, 23:15

welchem Antriebskonzept die Zukunft gehört weiß ich nicht. Mit etwas Pech das Pferd.

Was die Neuverkäufe in 10-15 Jahren stark beeinflussen wird ist meiner Einschätzung nach der Plug In Hybrid. Kleinerer, leichter und billiger Akku für die Kurzstrecken (z.B. Pendeln). Solche Autos machen die Alltagsstrecken deutlich billiger und effizienter, während amn auf den seltenen Langstrecken keine Einbußen hat.
Sollten die Akkus preislich in die Richtung gehen, die sich die Hersteller so vorstellen und der Ölpreis in die Richtung, die ich glaube, dann sollten solche Fahrzeuge bis dahin auch hoch rentabel sein. (für den, der sich noch einen Neuwagen leisten kann).

mfg
Zuletzt geändert von cephalotus am 28.01.2009, 23:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon lehmann28 » 28.01.2009, 23:50

Mickel hat geschrieben:Heute geht es bei Abenteuer Wissen (ZDF) um 22:15 Uhr um Elektroautos...


Hier ist in der ZDF.mediathek die Sendung zu finden, falls jemand nicht gucken konnte:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/ ... Popup=true

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