Fahren mit Strom
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von bimon » 15.06.2012, 12:21
Ich greife mal folgenden Artikel auf: http://www.goingelectric.de/2012/06/14/ ... e-zukunft/Entsprechend würde ich gerne mal diskutieren, ob sich das mit der Batteriewechselstation noch durchsetzen kann oder in Alltagssituationen eigentlich schon überholt ist. Gerade auch das Beispiel Israel, dass ja angeblich flächendeckend ausgestattet ist, zeigt doch die Grenzen. In so einem kleinen Land, wo ein Netz einfach möglich ist, muss man sich da nur mal die Geografie anschauen. Better Place schreibt selbst "Israel is an ideal early adopter of the Better Place model. The country is geographically small, with all major urban centers less than 150 kilometers apart, and 90% of car owners drive less than 70 kilometers per day." Hat das noch eine große Zukunft? Charging vs Changing.
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von SolarDieb » 15.06.2012, 15:40
Wenn man weniger als 70 km am Tag fährt warum sollte man dann den Akku tauschen? Hier die genaue Balance zu finden wird nicht ganz einfach sein. Wenn die Tauschstationen nicht genutzt werden kann man auch nicht die Kosten optimal umlegen. Oder die Akku Miete ist so kalkuliert dass der Tausch schon mit drin ist und durch die geringe Nutzung der Tauschstationen deren Kapazität relativ gesehen niedrig sein kann. Im Kern läuft es darauf hinaus durchhalten zu können bis die kritische Masse an Nutzer erreicht ist. Da ist natürlich in ein flächenmäßig kleines Land mit einer sehr speziellen Philosophie ein guter Ansatz. Strom kann Israel sicher unabhängiger zur Verfügung stellen als Diesel und Benzin. Die finanzielle Hürde von 150 bis 300 € ist enorm hoch wenn gleichzeitig das Auto selbst auch noch teurer ist als ein vergleichbarer Benziner oder Diesel. Ich meine das eine Pauschale nicht klug ist. Ein echter km Preis wäre hier weit sinnvoller. Natürlich mit Rabatten für Vielnutzer. Dazu wird natürlich sehr viel Kapital gebraucht. Ich kann mir kaum vorstellen das dies ohne Partner gehen kann. Pures Eigen.- oder Risikokapital ist viel zu teuer.
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von cephalotus » 26.06.2012, 15:18
Es gab noch nie ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept für Wechselakkus in PKW.
Die Alternative dazu ist ja der range extender.
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von Mühli » 27.06.2012, 13:30
Genau. PKW-Hersteller können sich nichtmal darauf einigen, auf welcher Seite der Tankstutzen ist, geschweigedenn sich auf einen einheitlichen Ladestecker für die EVs.
Und da sollen dann alle den gleichen Akku benutzen?
Von miraus mag das mit Bussen oder irgendwelchen "stationären" Fahrzeugen einer Marke gehen, aber PKW seh ich eher schwarz.
Gruß
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von Henning_PV » 27.06.2012, 22:17
in anderen Bereichen (Laptop, Handy usw) ist es trotz zahlreicher Versuche nie gelungen einen Standard zu finden. Probleme: - schnelle Weiterentwicklung macht Standard obsolet - Formfaktor hat zu sehr Einfluß aufs Design und andersrum - ist nicht im Interesse der Hersteller einen herstellerübergreifenden Standard zu entwickeln - wie man bei Apple sehen kann, ist es sogar den Verbrauchern sch.. egal. Bei Iphone und Ipad kann man nicht mal mehr überhaupt den Akku wechseln, cooles Design ist wichtiger
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von Yossarian » 27.07.2012, 14:51
Sorry Henning_PV
in der Industrie sind Standards das A und O. Ohne diese gäbs noch nicht mal genormte Gewinde für Schrauben. Das immer wieder einige exponierte Möchtegern-Monopolisten versuchen, den Markt über proprietäre Standards zu "cornern" ist wahr, endet aber oft im Desaster. Standards gibts von der Sprudelflasche über Kochtopfdurchmesser, Containergrössen bis hin zu USB-Steckern, PC-Steckkarten, Tankstutzendurchmesser, Batteriegrößen und und und.
Das Apple und Sony immer wieder versuchen, was eigenes durchzudrücken ist deren Problem. Kunden meiden so was oft recht schnell, wenn die Marketingmaschinerie versagt. Ich erinnere nur an Sonys Memorystick, ihre MD-Kassetten, ihr spezielles MP3-Format. Für Apple-Kram gibts meistens sehr schnell nette kleine Adapter für billig Geld, mit denen man auch normale Kopfhörer anschließen kann.
Die Autobranche ist noch viel weiter durchstandardisiert. Ich kann Jederzeit Zündkerzen, Sicherungen, ja teilweise sogar Räder, bishin zu ganzen Motoren zwischen verschiedenen Marken tauschen. Alles Baukasten, modular, nur die Etiketten werden überklebt
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von open source energy » 27.07.2012, 14:58
Yossarian hat geschrieben:Die Autobranche ist noch viel weiter durchstandardisiert. Ich kann Jederzeit Zündkerzen, Sicherungen, ja teilweise sogar Räder, bishin zu ganzen Motoren zwischen verschiedenen Marken tauschen. Alles Baukasten, modular, nur die Etiketten werden überklebt
Das liegt aber nicht an der Vereinheitlichung sondern an der Kooperation an sich, daran dass z.B. das Interieur eben bei Johnson Controls gekauft wird und nicht selbst erzeugt wird. Es gibt nach meinem Kenntnisstand keine Normung für den Motorflansch ans Getriebe. Zudem ist es ja so, dass für verschiedene Fahrzeugklassen verschiedene Akkugrößen vorgehalten werden müssten, denn wenn man mal mit einem Golf auf längere Strecke will und man muss alle 100km den Akku wechseln na dann gute Nacht. Es gibt letztlich nur zwei Möglichkeiten ein Reise mobil aus einem EV zu machen, entweder RE oder großer Akku. Beide haben ihre jeweiligen Vorteile, wobei ein großer Akku bei mir im Vorteil überwiegt (weniger Zyklen, längere Lebensdauer, entspannter im Alltag)
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von Jenenser2010 » 27.07.2012, 15:31
Sonnige Grüße aus Jena,
ich beobachte auch seit einiger Zeit dieses Thema. Meine persönliche Intention ist dabei allerdings eine andere.
Ich habe eine 7,4 kWp-Anlage auf dem Dach. Die erzeugte Energie möchte ich in naher Zukunft im Haushalt (Großgeräte und evtl. ein Wärmepumpenspeicher) sowie für ein E-Auto (Renaults Zoe) nutzen.
Problem - ich benötige zwei (z.Zt. noch viel zu teure) Batteriesysteme. Meine Vorstellung von einer sinnvollen und bezahlbaren Lösung ist derzeit folgende: Ich miete von Renault gleich zwei Akkus für ca. 79 Euro/ mtl.
Dafür benötige ich allerdings eine private Wechselstation. Kann dann aber den tagsüber gespeicherten Strom jederzeit voll ausschöpfen.
Ich denke es könnte eine Lösung für viele PV-Anlagen-Besitzer sein, welche täglich eine Strecke von 80km fahren müssen. Habe bis jetzt leider nichts dazu in Diskussionen oder gar Veröffentlichungen gefunden.
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von open source energy » 27.07.2012, 15:40
Jenenser2010 hat geschrieben:Sonnige Grüße aus Jena,
ich beobachte auch seit einiger Zeit dieses Thema. Meine persönliche Intention ist dabei allerdings eine andere.
Ich habe eine 7,4 kWp-Anlage auf dem Dach. Die erzeugte Energie möchte ich in naher Zukunft im Haushalt (Großgeräte und evtl. ein Wärmepumpenspeicher) sowie für ein E-Auto (Renaults Zoe) nutzen.
Problem - ich benötige zwei (z.Zt. noch viel zu teure) Batteriesysteme. Meine Vorstellung von einer sinnvollen und bezahlbaren Lösung ist derzeit folgende: Ich miete von Renault gleich zwei Akkus für ca. 79 Euro/ mtl.
Dafür benötige ich allerdings eine private Wechselstation. Kann dann aber den tagsüber gespeicherten Strom jederzeit voll ausschöpfen.
Ich denke es könnte eine Lösung für viele PV-Anlagen-Besitzer sein, welche täglich eine Strecke von 80km fahren müssen. Habe bis jetzt leider nichts dazu in Diskussionen oder gar Veröffentlichungen gefunden.
Denke doch mal darüber nach, dass ja D vernetzt ist. Warum willst DU einen zweiten Akku kaufen, wenn Du das vorhandene Netz nutzten kannst um Dein Auto 10km entfernt zu laden. Es wäre viel einfacher einen Zähler INS Auto zu bauen... Das sollte man mal berücksichtigen.
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von Sinci » 27.07.2012, 15:42
wie kommst du eigentlich auf die Idee, dass du
a) von Renault nen Akku für 79€/Monat auch OHNE Auto leasen kannst? b) du den Akku ohne Probleme und relativ zügig tauschen kannst?
Ich glaub du wirst bei keinem von beiden Punkten Erfolg haben.
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