Elektroautos [Chat-Thread]

Fahren mit Strom

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Re: Elektroautos

Beitragvon bimon » 02.02.2012, 16:11

CFAR hat geschrieben:Und weil Dieselantriebe der guenstigste Weg waren, CO2 einzusparen, verfolgten deutsche Hersteller auch den Weg, den Diesel in den USA wieder einzufuehren, statt auf Hybridtechnik zu setzen. Meiner Ansicht nach der vernuenftigste Weg.

Aber den Versuch sehen sie jetzt ja auch als gescheitert an. Da setzt man wohl mittelfristig auch ganz auf Hybrid(wobei natürlich auch Dieselhybrid in Entwicklung ist). Klar, gerade bei den großen Maschinen(F-150 und Co.) würde man mit Diesel sicherlich auch einiges erreichen. Aber gerade diese Maschinen zeigen ja auch, für wie unwichtig solche Einsparungen genommen werden. Die Pickups sind dafür schön billig. Auch Diesel wäre da schon ein signifikanter Aufpreis. Geht ja auch nicht nur um CO2.
Selbst in Deutschland wird der Diesel ja mehr und mehr angezweifelt. Die Preisdifferenz sinkt, weil Diesel durch steigende internationale Nachfrage immer teurer wird, und lässt den Kostenvorteil immer mehr zusammenschrumpfen.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Mühli » 02.02.2012, 16:11

Glaubst du das mit dem HHO wirklich? Ich hoffe doch nicht...

Gruß
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Re: Elektroautos

Beitragvon JayM » 02.02.2012, 17:33

Mühli hat geschrieben:Dafür wird man in Zukunft immer einfacher und effizienter Biokraftstoff gewinnen können.

Dieses Argument lass ich also auf beiden Seiten nicht gelten.


Hallo Mühli,
das ist schon OK, solange auf beiden Seiten gleich gerechnet wird bekommt man sinnvolle Aussagen. Aber beim Strom die Grenz-kWh aus dem Kohlekraftwerk rechnen und in der gleichen Studie bei Benzin/Diesel nicht mit dem Grenzbarrel aus Teersanden ist unseriös.

Oder man betrachtet auf beiden Seiten den Durchschnitt, geht auch. Je nach Zweck des Vergleiches halt.

Biokraftstoff wird zwar schon noch einfacher und effizienter werden, auch billiger. Hat aber auch ein paar prinzipbedingte Grenzen, die es selbst in der Zukunft nicht zum Nullemissionstreibstoff werden lassen.

Gruß
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Re: Elektroautos

Beitragvon Mühli » 02.02.2012, 17:44

Warum nicht Nullemission? Und muss das überhaupt sein?

Wenn man Algen züchtet, dabei Klärschlämme als Dünger benutzt und auch die restliche Energie wie Pumpen oder die Filterung aus regenerativen Energien gewinnen.
Beispielsweise in Verbindung mit Abwärme aus einer Solarthermie/CSP, Gaskraftwerk oder wie auch immer.
Auch PV für die Pumpen würde sich anbieten, wenn die Sonne scheint und die Algen gut gepumpt werden müssen, hat man auch immer genug Strom.

Du kannst es natürlich auch als teilweise "Speicherlösung" für PV-Strom sehen, wie auch immer.

Hauptsache regenerativ, wie genau ist Geschmackssache, soweit haben wirs ja schon.
Und ich glaube ja selbst, dass in wenigen Jahren schon viele Elektroautos unterwegs sein sollten, sie haben ja klare Vorteile - für ihren Anwendungszweck und bereich. Der wird definitiv auch noch wachsen und irgendwann werden Leistung und Reichweite für den Großteil der Bevölkerung akzeptabel sein.
Ich sehe es wie immer technisch, wenn ein normales Elektroauto 200km sicheren Betrieb erlaubt (also mit Licht, Klima und etwas Autobahn) wird jeder Pendler so etwas haben wollen, ohne Frage.
Und ~die Hälfte haben wir ja schon. Wenn das so schnell geht wie bei den mHz bei den CPUs mach ich mir gar keine Sorgen...irgendwann wirds soweit sein.

ABER Schiffe und Flugzeuge werden noch eine lange Zeit mit Sprit unterwegs sein...
LKW und Großfahrzeuge die einfach hohen Verbrauch und gute Wirkungsgrade haben (vs. PKW) können die Vorteile des E-Motors nicht so stark nutzen und es wird noch dauern, bis da was kommen wird.

Biosprit schadet also nicht, konkurriert ja nicht direkt. Ich finde, beides sollte sich ergänzen

Gruß

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Re: Elektroautos

Beitragvon JayM » 02.02.2012, 18:04

Für Schiffe gibt es auch Möglichkeiten. Man kombiniere:
1) Wellenenergie: http://www.popsci.com/gear-gadgets/article/2008-02/wave-runner
2) Windenergie: http://www.skysails.info/deutsch/ und http://www.daily-innovation.de/50226711/flettnerantrieb_amoderner_segelantrieb.php
3) http://www.yachtblick.de/motoryacht/mit-dem-solar-katamaran-um-die-welt-teil-2/

Dazu noch eine Planktonvergärung in der Bilge und den Balasttanks und schon kann es losgehen.


Im Schluß stimme ich dir 100% zu. Es muß und wird ein Ökosystem aus verschiedenen Lösungen geben, von denen viele ihre Berechtigung haben werden, und sei es nur in einer Niche, manche werden recht dominant werden, und manche werden wieder verschwinden.

Gruß
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Re: Elektroautos

Beitragvon CFAR » 02.02.2012, 20:07

bimon hat geschrieben:
CFAR hat geschrieben:Und weil Dieselantriebe der guenstigste Weg waren, CO2 einzusparen, verfolgten deutsche Hersteller auch den Weg, den Diesel in den USA wieder einzufuehren, statt auf Hybridtechnik zu setzen. Meiner Ansicht nach der vernuenftigste Weg.

Aber den Versuch sehen sie jetzt ja auch als gescheitert an. Da setzt man wohl mittelfristig auch ganz auf Hybrid(wobei natürlich auch Dieselhybrid in Entwicklung ist). Klar, gerade bei den großen Maschinen(F-150 und Co.) würde man mit Diesel sicherlich auch einiges erreichen. Aber gerade diese Maschinen zeigen ja auch, für wie unwichtig solche Einsparungen genommen werden. Die Pickups sind dafür schön billig. Auch Diesel wäre da schon ein signifikanter Aufpreis. Geht ja auch nicht nur um CO2.
Selbst in Deutschland wird der Diesel ja mehr und mehr angezweifelt. Die Preisdifferenz sinkt, weil Diesel durch steigende internationale Nachfrage immer teurer wird, und lässt den Kostenvorteil immer mehr zusammenschrumpfen.

Wie bitte? Der Versuch, den Diesel in den Staaten zu etablieren sei gescheitert? Das geht doch jetzt erst richtig los:
http://www.wallstreetjournal.de/article ... 22574.html
Also Diesel und Hybrid sind starke Konkurrenten. Aus Kostensicht ist hier der Diesel immer noch klar im Vorteil. Ein Dieselhybrid? Naja, ist eher sinnvoll als Diesel mit Elektroboost, aber eine oekonomische Spritsparloesung ist das eher nicht.

Ich denke auch, dass die Plug-In-Hybride mit Range Extender gerade fuer den deutschen Markt zunaechst die oekonomischste Loesung sind. Ansonsten geb ich zu bedenken, dass die meisten Elektroautos nur deshalb so wenig Verbrauch aufweisen, weil sie auf geringes Gewicht und geringen Energieverbrauch getrimmt wurden. Aber nicht umsonst wurden unsere Autos in den letzten 20 Jahren immer schwerer. Die Masse will ein leises Auto mit hoher Max-Speed, hoher Reichweite und viel Komfort bei gleichzeitig top Crashtestwerten. Sorry, wenn ich so negativ denke, aber all diese Anforderungen werden Elektroautos in absehbarer Zeit nicht zu einem konkurrenzfaehigen Preis erfuellen koennen. Wir alle wissen, dass ein eine elektrische Sitzverstellung, ein elektrischer Fensterheber, Sitzheizung, Klimaanlage, hyperschnelle Heizung, Geschwindigkeiten ueber 160 km/h, Reichweiten ueber 300 km usw. nicht unbedingt benoetigt werden, doch die Leute erwarten sowas. Ein Stromer mit all den Eigenschaften wuerde nicht 20 kWh pro 100 km brauchen. Und das macht den Stromern das Leben so schwer. Vielleicht muss hier die Politik ja auch nachhelfen. Es waere ja schon, wenn ich mich irre, aber ich glaube eben noch nicht so recht dran, dass nur weil das neue Auto mit Strom betrieben wird ploetzlich auf all diese Anforderungen freiwillig verzichtet wird.

Mein Vorschlag ist der, dass man kuenftig im ersten Schritt nur noch mit Elektroauto in die Stadt fahren darf und nur noch die stadtbewohner ihren Verbrenner behalten duerfen und im zweiten Schritt auch diese auf ein Elektroauto (oder einen Hybrid) umsteigen muessen. Vielleicht wuerden sich dann neue Modelle der Mobilitaet langsam durchsetzen. Vielleicht waere man dann eher bereit auf Reichweite zu verzichten und laengere Fahrten auf die schiene zu verlagern oder sich nur dafuer Verbrenner im Carsharingbetrieb zu leihen. So sieht meine Vision der Zukunft aus.
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Re: Elektroautos

Beitragvon buergersolar » 02.02.2012, 20:41

Mit Zwang erreicht man die Leute nicht. Man muss mit Anreizen arbeiten. Wenn man E-Autos kostenlos parken kann, oder eine City-Maut auf Verbrenner, aber nicht auf E-Autos erhoben wird, dann steigen einige eher um auf ein E-Auto für die Stadt. Wenn man die Leute zwingt, sind sie verärgert. Und ob die Stimmung für oder gegen etwas ist, ist entscheidend!

CFAR hat geschrieben: Ansonsten geb ich zu bedenken, dass die meisten Elektroautos nur deshalb so wenig Verbrauch aufweisen, weil sie auf geringes Gewicht und geringen Energieverbrauch getrimmt wurden. Aber nicht umsonst wurden unsere Autos in den letzten 20 Jahren immer schwerer. Die Masse will ein leises Auto mit hoher Max-Speed, hoher Reichweite und viel Komfort bei gleichzeitig top Crashtestwerten. Sorry, wenn ich so negativ denke, aber all diese Anforderungen werden Elektroautos in absehbarer Zeit nicht zu einem konkurrenzfaehigen Preis erfuellen koennen. Wir alle wissen, dass ein eine elektrische Sitzverstellung, ein elektrischer Fensterheber, Sitzheizung, Klimaanlage, hyperschnelle Heizung, Geschwindigkeiten ueber 160 km/h, Reichweiten ueber 300 km usw. nicht unbedingt benoetigt werden, doch die Leute erwarten sowas.

Genau so ist es. Und deshalb sehe ich auch Strategie 2 für erfolgreicher und schneller an. Die Hersteller, die Strategie 1 verfolgen, dürfen das aber gerne auch tun. Solange sie auch ihre Niesche finden, stören sie ja niemenden. Im Gegenteil, sie erhöhen die Nachfrage nach Akkukapazität zusätzlich, was die Produktionskapazitäten wachsen lässt.

Sonnige Grüße
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Re: Elektroautos

Beitragvon Mühli » 02.02.2012, 22:10

Das ist dann ein nachträglicher Zwang, genau wie die Sondersteuern auf "Spritschlucker" von vor 5 Jahren...oder einfach die Spritpreise um 5€/l anheben, super....

Wenn schon Zwang, dann würde ich die steuerlich absetzbare Grenze bei 25 000€ ansetzen und Elektroautos frei lassen.
Außerdem eine Sondersteuer für alles über 140PS, außer E...

Gruß
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Re: Elektroautos

Beitragvon CFAR » 02.02.2012, 22:35

Also ich finde, Verbrenner haben in den Städten einfach nix zu suchen. Daher befürworte ich dort ein Autoverbot. Ganz ohne geht's aber nicht, deshalb wäre die Freigabe für Elektroautos doch ne feine Sache. Dieser Zwang würde im Gegensatz zu einer Steuer zumindest kein Geld kosten. Aber so gelänge womöglich ein Umdenken der Leute, dass sie eben nicht 800 km Reichweite benötigen und all den anderen Schnickschnack auch nicht.
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Re: Elektroautos

Beitragvon wieso » 02.02.2012, 22:42

Außerdem eine Sondersteuer für alles über 140PS,


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