Einspeise-Management und Wärmepuffer

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Einspeise-Management und Wärmepuffer

Beitragvon liselotte » 03.01.2012, 19:12

Hallo Kollegen
Ich gebe es zu, die Idee hatten auch schon Andere .
Situation. Über ÜNB wird vom örtlichen VNB gefordert,Einspeiseleistung in seinem Netz zu reduzieren.
warum ? Netzlast zu gering. Allternativ zur Reduktion der Einspeisung ist Zuschaltung disponibler Last.

Beispiel: Grosser Warmwasser-Pufferspeicher im Heizkreis. Rundsteuerkontakt setzt Solltemperatur hoch, erst bei Erreichen der Max-temperatur Kontaktgabe zur Einspeise-Redzierung weitergeben..Der Zusatz-Pufferspeicher erhält erste Priorität im Abfahren. Ggf reicht auch E-Patrone im WW-Speicher.
Chance auch für kommunale Versorger mit Heiz-Netz ?

Jedenfalls ein Nachdenken wert
meint
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Re: Einspeise-Management und Wärmepuffer

Beitragvon Weidemann » 03.01.2012, 19:18

Weißt du, was der Strom für einen VNB in etwa kostet (wohl inkl. Steuern und Gebühren, wenn er für den städtischen Wärmepuffer verwendet wird)?
Ich denke, das ist auf jedenfall deutlich teurer, als die Wärme per Gas-Spitzenlastkessel zu erzeugen (7Cent/kWh?).
Selbst mit WÄrmepumpe kommt man da nicht in wirtschaftliche Regionen...

oder bekommt der VNB Geld für die "Bereitstellung des Verbrauchers"? Wohl kaum... Abregeln wird für den VNB immer güstiger sein!

Darf der ÜNB einfach so bestimmen, welcher VNB wie abregeln muss? Braucht der VNB da nicht eine komplizierte Infrastruktur (RSE) und vor allem eine Abteilung zur Berechnung der entgangenen Vergütung für die Anlagenbetreiber, die diesen ja (teils) erstattet werden muss?
sonnige Grüße,
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Re: Einspeise-Management und Wärmepuffer

Beitragvon liselotte » 04.01.2012, 08:22

Weidemann hat geschrieben:Weißt du, was der Strom für einen VNB in etwa kostet (wohl inkl. Steuern und Gebühren, wenn er für den städtischen Wärmepuffer verwendet wird)?
Ich denke, das ist auf jedenfall deutlich teurer, als die Wärme per Gas-Spitzenlastkessel zu erzeugen (7Cent/kWh?).
Selbst mit WÄrmepumpe kommt man da nicht in wirtschaftliche Regionen...

Hallo Kollege Weidemann
Mit Strom Wasser aufheizen ist nicht wirtschaftlich, ist klar.
Aber hier kostet der Strom doch NULL. ??
Aus Sicht des VNB hast du Einspeisung reduziert und wirst ggf entschädigt
Du hast die Abgeregelte Einspeisung " umgeleitet."
Beispiel Privathaus, Öl-Brennwertkessel mit separatem Warmwasserspeicher, der eine dreiphasige E-Patrone hat.
Einspeiseanlage mit Eigenverbrauch wrd für 3 Stunden mit dieser E-Patrone belastet.
Hab ich einen Gedankenfehler ?
Gruss
Liselotte
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Re: Einspeise-Management und Wärmepuffer

Beitragvon Weidemann » 04.01.2012, 09:23

wenn nach EEG abgeregelt wird, muss der abgeregelte Strom ja trotzdem an den Anlagenbetreiber bezahlt werden, über die EEG-Umlage.
Rechtlich gesehen ist der Verbrauch für die Heizung kein Abregeln, sondern ein normaler Verbrauch, also muss der Strom dafür bezahlt werden.

Oder lässt sich das rechtlich so drehen, dass dieser Strom ja eh "verloren" wäre, wenn man ihn nicht für die Heizpatrone verwendet, also zahlen die Stromkunden über die EEG-Umlage die vollen Kosten, während der VNB den Strom gratis verheizt? Ich glaube kaum...

Was anderes wärs bei den entschädigungslosen Abregelungen. Kommen die überhaupt schon in nennenswertem Umfang vor?
Und würden sich da die Anlagenbetreiber nicht querstellen und sagen: Der Strom wird doch verbraucht, also ist keine Abregelung nötig, und ich will meine Vergütung?

Ich hab leider keinen Einblick in das Stromversorger-Innenleben, daher freue ich mich immer, wenn du was aus EVU-Sicht beschreibst :-)
sonnige Grüße,
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Re: Einspeise-Management und Wärmepuffer

Beitragvon open source energy » 04.01.2012, 09:28

Weidemann hat geschrieben:Weißt du, was der Strom für einen VNB in etwa kostet (wohl inkl. Steuern und Gebühren, wenn er für den städtischen Wärmepuffer verwendet wird)?
Ich denke, das ist auf jedenfall deutlich teurer, als die Wärme per Gas-Spitzenlastkessel zu erzeugen (7Cent/kWh?).
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Wenn er abregelt muss er auf der EEG Vergütungshöhe entschädigen, was das wohl kostet, OHNE Nutzen!
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Re: Einspeise-Management und Wärmepuffer

Beitragvon open source energy » 04.01.2012, 09:30

liselotte hat geschrieben:Hallo Kollegen
Ich gebe es zu, die Idee hatten auch schon Andere .
Situation. Über ÜNB wird vom örtlichen VNB gefordert,Einspeiseleistung in seinem Netz zu reduzieren.
warum ? Netzlast zu gering. Allternativ zur Reduktion der Einspeisung ist Zuschaltung disponibler Last.

Beispiel: Grosser Warmwasser-Pufferspeicher im Heizkreis. Rundsteuerkontakt setzt Solltemperatur hoch, erst bei Erreichen der Max-temperatur Kontaktgabe zur Einspeise-Redzierung weitergeben..Der Zusatz-Pufferspeicher erhält erste Priorität im Abfahren. Ggf reicht auch E-Patrone im WW-Speicher.
Chance auch für kommunale Versorger mit Heiz-Netz ?

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ich bin ein großer Fan von Smart Grid Applikationen. Man sollte am Anfang auf GROßE Verbraucher setzen wie Kühlhäuser z.B. Hier kann man mit wenig Regelaufwand viel erreichen. Zudem kann man bei großen Wärmeverbrauchern auch adsorbtionsspeicher aufstellen, das sind saisonale Speicher!
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Re: Einspeise-Management und Wärmepuffer

Beitragvon Weidemann » 04.01.2012, 10:40

open source energy hat geschrieben:Wenn er abregelt muss er auf der EEG Vergütungshöhe entschädigen, was das wohl kostet, OHNE Nutzen!

Das kostet den VNB überhaupt nichts, da ers nur durchreicht!
sonnige Grüße,
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