Eigenverbrauch bei Vermietung

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon a.n.d.r.e. » 15.01.2012, 20:42

Hallo,

auf meinem Grundstück stehen 2 Wohnhäuser. Auf dem Dach des vermieteten Hauses könnte ich schätzungsweise eine Anlage mit ca 5-7 kWp installieren lassen. Im Jahr werden ca 3500-4000 kwh verbraucht.

Kenne mich noch nicht richtig aus - ist dann Eigenverbrauch möglich? Will ja selbst was verdienen/sparen und nicht dem Mieter was schenken...
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Re: Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon donnermeister1 » 15.01.2012, 20:52

Du solltest über Volleinspeisung nachdenken. Ist schonender für die Nerven.
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Re: Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon Eisbaer » 15.01.2012, 21:17

Ja, Eigenverbrauch ist möglich. Du kannst deinen Strom den Mietern verkaufen.
Ob sich der Aufwand lohnt ist eine reine Preisfrage.
Der Preis (sowohl Volleinspeisung als auch Eigenverbrauch) hängt vom Inbetriebnahmejahr ab, du kannst also auch später über Eigenverbrauch (bei gestiegenen Strompreisen) nachdenken.
Servus

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Re: Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon solar 100 » 25.01.2012, 22:28

Der Preis (sowohl Volleinspeisung als auch Eigenverbrauch) hängt vom Inbetriebnahmejahr ab, du kannst also auch später über Eigenverbrauch (bei gestiegenen Strompreisen) nachdenken.

Das heißt also ich kann auch meine Anfang 2010 in Betrieb genommene Anlage noch auf Eigenverbrauch umstellen? Wenn ja welche Vergütung bekomm ich dann für den eigenverbrauchten Strom? Die damals gültige zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme oder die zum Zeitpunkt der Umstellung?
Und wie lange kann ich eine Anlage noch umstellen?
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Re: Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon Eisbaer » 26.01.2012, 11:15

Ja, du kannst auch später umstellen (das ist ja das Gute daran :D ) und bekommst die zum Zeitpunkt der Inbetreibnahme geltenden Vergütungen. Im Prinzip kannst du auch nach 19 Jahren noch umstellen :wink:

Ich bin bei einigen Anlagen in "Lauerstellung" und werde in Abhängigkeit der zu erwartenden Strompreiserhöhungen auch umstellen. Derzeit ist mir das Verhältnis mehrCash/Aufwand noch zu gering.
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Re: Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon kpr » 26.01.2012, 17:07

@donnermeister hat es auf den Punkt gebracht.

Du wirst zum Stromlieferanten Deines Mieters. Mit allen Nachteilen die sowas hat. (Wie z.B. Forderungsausfallrisiko).
Auch der Mieter ist in aller Regel nicht begeistert - wenn er den Stromanbieter nicht mehr frei wählen kann.
(Was ich langfristig vor dem Hintergrund des politischen Willens, den Anbieterwechsel zu forcieren, ohnehin für ein Auslaufmodell halte.)
Der wirtschaftliche Vorteil aus dem DV ist so gering, das es wirklich sinnvoller ist, sich die Nerven zu schonen.
Bei 7kWp geht das vermutlich deutlich unter 50 Euro im Jahr aus; wenn überhaupt was hängen bleibt.
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Re: Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon Eisbaer » 26.01.2012, 20:17

Das hat mich bisher auch (noch) vom Eigenverbrauch bzw. Verkauf an Dritte abgehalten.
Bei mir selber (2004) ist bei 57ct der Schnittpunkt zum (nicht EEG geförderten) Eigenverbrauch noch lange nicht erreicht.
Am ehesten könnt ich es mir bei einer Anlage auf dem Dach meiner Schwester (West 2009 und 2010 oder Ost 2011) vorstellen, da könnt ich dann auch mein (noch nicht vorhandenes) E-Auto aufladen :wink:
Servus

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Re: Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon PVchen » 04.02.2012, 07:47

Hallo liebe Forummitglieder,
bin neu hier und weiss leider nicht wie ich mich vorstellen kann. So stell ich hier erst mal meine Frage in der Hoffnung für beides eine Antwort zu finden. Wir sind eine frei-evangelische Gemeinde mit Sitz in Erkrath (NRW) und haben ein Angebot zur Dachverpachtung an ein Unternehmen die Flächen für ihre Investoren sucht erhalten. Rund 60 kWp passen bei uns auf das Dach und wir erzielten hiermit ca. 1.200 € p.a. Da wir rund 25.000 kWh im Jahr verbrauchen würde uns interessieren ob es sich lohnt über Eigenverbrauch nachzudenken (wenn das überhaupt geht bei Verpachtung) oder ob es nur lohnt wenn man eine eigene Anlage erwirbt in diesem Jahr.
Vielen Dank für Eure Antworten.
Gruß PVchen
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Re: Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon kpr » 04.02.2012, 11:50

Da seid ihr meines Erachtens gedanklich auf dem falschen Gleis gelandet.

Verpachten kommt m.E. nur in Frage, wenn man
a) die Investition selbst nicht finanzieren kann
b) einem selbst das unternehmerische Risiko zu hoch ist

Bei a) brauchts keine weiteren Überlegungen mehr.
Im Falle b)... kann das bei einer PV ja eigentlich nur an schwachen Ertragsaussichten liegen.

Der DV spielt jedoch in beiden Fällen keine Geige.
(Was auch Sinn macht. 100 Euro im Jahr ist bei DV ne grosse Stange Geld. Lass es bei Euch 200 sein. (Bin zu faul zum rechnen). Letztlich aber immer nur Krümmel.)

Ohne das je gerechnet zu haben.... ich kenne Eure Rechtsform und Eure Größe nicht; weiss nicht wieviel steuerlichen Aufwand ihr treiben könnt / wollt..... möglicherweise gemeinnütziger Verein... wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (dürfte kaum ein Zweckbetrieb sein).... dann steht da am Ende Steuerlast. Da kannst Du machen was willst Du.
So ganz dunkel kommt da der Gedanke, dass ein Investor, der es schafft die Verluste mit hoch besteuerten Einkünften zu verrechnen und dann die Möglichkeit hat, die Gewinne auf eine Person ohne Steuerlast zu ziehen, hier einen heftigen Vorteil haben könnte (im Vergleich zu Euch). Das ist dann aber auch schon das Ende meiner Phantasie.

"Verpachtung" lohnt natürlich irgendwie immer. Nur bitte: Ihr verpachtet nur den Teil eines Gebäudes. Und bei 60kWp reden wir ja nun nicht mehr über Porto. Ein Investor wird immer auch Sicherheiten haben wollen. Grunddienstbarkeit und natürlich ein Dach, dass er auch nutzen kann. Fällt morgen ein Komet drauf, hat er vielleicht früher wieder eine neue Anlage als ihr ein neues Dach für ihn.
Ich würde das also nie so risikofrei sehen, wie man immer meint. (Ich werd allerdings auch dafür bezahlt, dass ich Risiken sehe - wo andere keine sehen.)

Mein Trend würde - zur Zeit noch - auf jeden Fall in Richtung "selber investieren" gehen.
Und wenn die Entscheidung steht, dann würd ich mal das Tool von @sonnenfinsternis nutzen... da bekommst Du dann ein Gefühl dafür, um was es da so geht.
(Die 25.000 kWh... verbratet ihr die homogen über den Tag? Oder vielleicht sogar zwischen 10.00 und 15.00 Uhr in Eurer Kantine oder Eurer kircheneigenen Schweißerei? Oder wird der Strom doch eher dann gebraucht, wenn die Sonne eh nicht da ist?)

Achja... die 1.200 Euro kann ich natürlich in keinster Weise bewerten. Ohne gerechnet zu haben.. nur mal von der Tendenz:
Auf einem beschatteten Norddach ist das vermutlich viel Geld; wenn Du hingegen mit 1.100 kWh/kWp kalkulieren darfst, wären es nur die Krümmel.
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Re: Eigenverbrauch bei Vermietung

Beitragvon PVchen » 04.02.2012, 13:11

Vielen Dank für die ausführliche und interessante Ausführung (jetzt muss ich nur noch wissen wie ich einen Beitrag einstelle:-) Also wir rechnen hier mit rund 850 kWh/kWp und errechnen so die 1.200 Euro. Dach hat gute Südausrichtung (Flachdach) verbraten tun wir ausser Sonntags und maybe an Eventtagen den Strom nur in den Abendstunden. Da hab ich mir nun schon rausgelesen aus diesem Forum das sich Selbstverbrauch dann nicht lohnt. Und auch bei Erwerb nicht wenn die Kosten mit den Erträgen gleichstehen; z. Zt. zumindestens. So prüfen wir nun die Variante Eigenerwerb.
Lieben Gruß PVchen
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