EEG Vergütungs-Missbrauch

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon skyrace » 16.01.2012, 19:18

Hallo Forum,

Ich bin normal nicht kleinlich und kann bei vielen Sachen auch ein Auge zu drücken.

Dem normalen PV Anlagenbetreiber der seine Sache korrekt macht und sauber
inbetrieb nimmt ist es nicht fair sich nicht an die allgemein bekannten Regeln zu halten.

Es geht um folgendes:
Jemand baut eine Anlage auf einer Mischung aus See-Container und Bodenfundament.
Auf diesem System sind die Module aufgebaut, jedoch nur montiert und nicht angeschlossen.
Dies bedeutet. Alle Anschlusskabel der Module hängen herunter oder sind einzeln aufgerollt.

Es hat hier also jemand auf Teufel komm raus versucht eine Aufdachvergütung zu erwirken und
hat im alten Jahr mit Sicherheit keine Gleichstrominbetriebnahme gemacht. Das find ich den
anderen PV-Leuten gegenüber nicht fair die sich an die Regeln halten.

Wie seht ihr die Sache?

Viele Grüße
skyrace
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Re: EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon eggis » 16.01.2012, 19:43

Moin skyrace,

ich reg mich über sowas nicht auf. Manche Netzbetreiber sehen, das leider nicht so eng.

Ein Seecontainer auf einem Fundament ist meiner Meinung nach ein Gebäude. Nun darf das Gebäude nicht nur errichtet werden, damit man eine PVA drauf bauen kann, sondern es muss auch als Gebäude (zum unterstellen und Schutz von Sachen/Personen) genutzt werden.
Und das EEG gibt nach Aussage der Clearingstelle die Möglichkeit her die Anlage auch ohne Netzverknüpfungspunkt in Betrieb zu nehmen. Hat er diesen Punkt nicht erfüllt, dann bekommt er die Vergütung die ihm dieses Jahr zusteht.

Wieso gehst du davon aus, dass er die Vergütung aus 2011 erhält?
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon skyrace » 16.01.2012, 20:34

Hallo eggis,

Ich gehe von einer Vergütung von 2011 aus, da die Hardware/Module bereits Ende 2011 montiert wurden.
Das mit dem Netzverknüpfungspunkt ist mir klar. Es geht mir vorrangig um die Inbetriebnahme und damit
um die Festsetzung des Einspeisetarifs.

Was Modulgestell steht auf einem Fundament und nur eine Seite ist mit der Kante auf dem Container gelagert.
Es handelt sich also nach EEG nicht um eine Aufdachanlage, denn bei entfernen des Gebäude wäre die PV
Anlage immernoch da. Gegen Leute die so das Vergütungs-System bescheißen hab ich was. Wenn die große
Mehrheit sich anständig benimmt und Vergütungssysteme nicht austrickst.
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Re: EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon Estomil » 16.01.2012, 20:52

dann schwärz ihn an und verlang eine überprüfung durch den EVU. Die wissen meist nicht wo die anlage genau steht....
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Re: EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon Mühli » 16.01.2012, 21:08

Petze! Geht dich doch nix an. :mrgreen:

Erstens kann man auch mit aufgerollten Kabeln eine Gleistrominbetriebnahme machen, und zwar für jedes Modul einzeln.
Man kann sogar, wenn man ordentlich ist, die Kabel wieder aufrollen.
Jedes Multimeter hat Kabel dran, damit kann ich auch problemlos einen Meter voneinander entfernte Kontakte abgreifen.
Außerdem weiß niemand für was der Container gut ist. Hast schonmal reingeschaut?
Selbst wenn er momentan leer stünde.
Wir haben auch ein neues Gebäude (u.a. auch für PV) errichtet. Das stand auch ein paar Tage leer. Jetzt ist es aber gefüllt mit allem möglichen, auch der Traktor und nen Haufen Holz stehen drin.
Ein Gebäude dient dem Schutz von Menschen, Sachen, Tieren. Es besteht (aus Wänden) und vor allem ! einem Dach.
Der Container steht sogar auf einem Fundament, also ist er ein Gebäude. Auch Achsen oder eine Anhängerkupplung wird er nicht haben, Fahrzeug ist er also keins.

"Hat sicher keine Gleichstrominbetriebnahme gemacht"...das ist eine Verleumdung, du weißt, dass du dich strafbar machst, oder? Beweise es oder schweige für immer!

Es zählt das Jahr der Inbetriebsnahme und ich kriege immer genau die Vergütung, wo sich die Module gerade befinden.
Zumindest auf meinen Modulen klebt kein "Aufdachanlagen-Stempel"
Wenn ich sie morgen an die Fassade hänge, sind es eben Fassadenmodule (sind aus 2008)

Gruß von dem, der froh ist, wenn er in Ruhe gelassen wird
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Re: EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon skyrace » 17.01.2012, 18:00

Es geht mir nicht um das was er mit dem Container macht. Mir völlig wurscht. Mir geht es darum, das die Anlage zu 90% wie eine Freifeldanlage aufgebaut ist bei der eben ein Entfernen des Gebäudes (in diesem Fall der Container) nicht automatisch zu einer Entfernung der "Aufdachsolaranlage" führt. Das sind nämlich die rechtl. Kriterien die z.B. auch an Degertracker auf dem Dach gesetzt werden.

Wenn das OK wäre, dann nimmt in Zukunft jeder seinen Garten, Baut eine Freiflächenanlage auf Ständern und stellt alle paar Meter ein Blechgartenschuppen dahinter und bekommt die Aufdachvergütung. Das kanns ja nicht sein! Oder habe ich hier ein falsches Verständnis von Aufdachanlagen vs. Bodenmontage?
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Re: EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon Estomil » 17.01.2012, 18:08

Mach doch mal nen bild und zeigs mal damit man sich das vorstellen kann.
:)
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Re: EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon za-ass » 17.01.2012, 18:42

Mühli hat geschrieben:"Hat sicher keine Gleichstrominbetriebnahme gemacht"...das ist eine Verleumdung, du weißt, dass du dich strafbar machst, oder? Beweise es oder schweige für immer!

Es bringt zwar nichts aber eine Verleumdung ist das m.E. nie und nimmer; ich seh's als eine Vermutung an, die aber wie gesagt niemandem etwas bringt.
Mühli hat geschrieben:ich kriege immer genau die Vergütung, wo sich die Module gerade befinden.
Zumindest auf meinen Modulen klebt kein "Aufdachanlagen-Stempel"
Wenn ich sie morgen an die Fassade hänge, sind es eben Fassadenmodule (sind aus 2008)

Was den Container und die Gebäudevergütung anlangt ist es ziemlich 88, ob der Container ein Gebäude ist oder nicht (...er ist eines) wenn der Generator nur an das Gebäude/den Container angelehnt ist und ansonsten per Gestell auf einem Fundament montiert ist.
Da hilft auch dein Beispiel von Aufdach und Fassade nicht weiter.
So wie sich das hier anhört/liest ist das Modulsetting im eingangs genannten Kasus mit Gestell, angelehnt an einen Container, mindestens seltsam wenn nicht gar anrüchig.
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Re: EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon spreesun-si » 17.01.2012, 18:48

sonst keine Sorgen ?
skyrace, wenn du es so genau nimmst, ändere bitte auch deine signatur 25,.. kWp und interessent; :lol:

freu dich doch lieber, das überhaupt PV installiert ist, :wink:
Mit sonnigem Gruß Spreesun-si
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Re: EEG Vergütungs-Missbrauch

Beitragvon gruennetz » 17.01.2012, 19:27

freu dich doch lieber, das überhaupt PV installiert ist


Genau, Sch**** was auf EEG-Quote von demnächst 7-8 ct/kWh, weil jeder, der ein Modul an die Wand lehnt, zu Unrecht die Vergütung abgreift, zahlt doch die Allgemeinheit. Das Camper-Modul am Zelt ist auch auf'm Gebäude, da liegt doch 'ne Gehsteigplatte rum, da kann man mal 50 ct/kWh rausrücken, das Modul kann doch von 2001 sein. Hauptsache PV, I freu' mich! So wird man auch die Akzeptanz in der Bevölkerung zu ständigen, PV-bedingten Strompreiserhöhungen, ins unermessliche steigern.

Gruss

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Zuletzt geändert von gruennetz am 17.01.2012, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
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