Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger
Moderator: Mod-Team
von mimos » 12.05.2012, 15:15
Sachen gibt's... Unsere Anlage mit 65kWp ging im Dezmebr 2011 im Versorgungsgebiet des RWE-Rhein-Ruhr Verteilnetzes an Netz. Nun gut, da waren wir sicher nicht die einzigen, also ist ein gewisses Verständnis für ein retardierte Bearbeitung durchaus angemessen. Als ich aber Ende März noch nichts gehört habe und alle Versuche jemanden zu erreichen scheiterten, habe ich mich entschlossen dem VNB eine ordentliche Rechnung zu schreiben. Vorweg: Wir können Rechnungen schreiben - davon leben wir Es kam wie es kommen musste, die Zahlungsfrist verstrich, die Mahnung ging raus, nach Ablauf von 35Tagen ist unser Inkasso tätig geworden. Ende April ging dann die nächste Rechnung raus.... Reaktion: Nicht wirklich überraschend...keine. Mitte nächster Woche läuft unsere Gnadenfrist vor Klageerhebung zur ersten Rechnung ab... Heute flattert mir ein Schreiben des VNB auf den Tisch : "...bitte um Verständnis, dass individuelle, von den Anlagenbetreibern an uns gerichtete Rechnungen über Energielieferungen im Sinne einer effizienten Abwicklung von uns NICHT berücksichtigt werden...." und "... über die Höhe des Abschlages .... werden sie ... informiert" GEHTS NOCH? Kraft eigener Herrlichkeit beschließt der VNB mal gerade: Die Rechung muß ich ja nicht berücksichtigen, weil ich lieber anders arbeite.... Da kommt einem ja die Galle hoch. Und wenn man schon anders arbeien möchte... dann soll man gefälligst seinen A... bewegen und einen (sinnvollerweise akzeptablen) Zahlplan vorlegen.... Um das noch mal deutlich zu sagen: Der VNB lehtn die Rechnungen dem Grunde nach ab - es ist ihm zu viel arbeit. Es bemängelt werder die Form der Rechung oder die Forderung an sich (wie auch  ) Klar, auch mir ist letztendlich eine Abschlagsregelung nicht unangenehm. Wenn allerdings nach fünf Monaten noch kein einziger Pieps aus dem Hause zu vernehmen ist, sollte man sich dort nicht wundern, wenn der Einspeiser zur Rechnungsstellung greift. Nun denn: Zur "Kosteneffizienz" trägt es jedefalls nicht bei, wenn ich ab jetzt jede Rechnung anwaltlich durchsetzen lassen muss. Ein paar Tage bleiben ja noch, aber ehrlich...ich freu mich auf die Klagezustellung. Nach meiner Erfahrung funktionieren Konzerne auf dieser Ebene ja immer wieder überraschend beweglich. Schreibt zufällig jemand von Euch dem RR-Verteilnetz seine Rechnungen? Habt Ihr ähnliche Schwierigkeiten oder habe ich bloß einen überforderten Sachbearbeiter?
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von Estomil » 12.05.2012, 16:33
Meiner erfahrung nach, kommt man immer wesentlich besser mit nem kurzem anruf in der entsprechenden abteilung zurecht. Besorg dir über deinen solarteur die Durchwahl einer vertrauensdame bei RWE und klär das mir ihr direkt. Wir konnten so eigentlich immer alle probleme sehr schnell lösen. Meist ist es ja so, dass wenns erstmal den Rechtsweg geht alles nurnoch viel länger dauert. Die leute schalten dann halt auf Stur.....
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von Sonnenking » 12.05.2012, 16:41
Hallo,
wer nicht hören will der muss fühlen, an deiner stelle würd ich kurzen Prozess machen, Mahnbescheid beantragen und gut ist, du wirst sehen, wie schnell doch so ein VNB arbeiten kann. Ich habe es vor 1 1/2 Jahren mit Eon-Edis auch durch, nach dem Mahnbescheid gings dann ganz schnell und komischerweise gehts seit dem seinen Gang.
Estomil "Meiner erfahrung nach, kommt man immer wesentlich besser mit nem kurzem anruf in der entsprechenden abteilung zurecht. Besorg dir über deinen solarteur die Durchwahl einer vertrauensdame bei RWE und klär das mir ihr direkt. Wir konnten so eigentlich immer alle probleme sehr schnell lösen."
Leider klappt es mit einem Anruf sehr selten, so wie der Threadersteller schon schrieb scheinen die auf soooo einem hohen Ross zu sitzen, wenn denen die geschriebene Rechnung garnicht interessiert.
Gruß Dirk
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von Alrik » 12.05.2012, 17:08
Hallo,
ich gehe mal davon aus, dass ich in der Welt der Anwalt-Kontaktierer und das "gute" Recht Einforderer eine absolute Ausnahme bin, aber ein gutes Gespräch hat mich immer weiter gebracht und das ohne Ausnahme bisher.
Vielleicht sollten das mehr Menschen berücksichtigen, denn oft liegt gar keine böse Absicht der anderen Seite dahinter. Denkt in einer freien Minute mal drüber nach. Die Anwälte überleben auch dank der Fälle, die vielleicht nicht einfach klärbar sind.
MfG Alrik
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von Sonnenking » 12.05.2012, 17:22
Alrik hat geschrieben:Hallo,
ich gehe mal davon aus, dass ich in der Welt der Anwalt-Kontaktierer und das "gute" Recht Einforderer eine absolute Ausnahme bin, aber ein gutes Gespräch hat mich immer weiter gebracht und das ohne Ausnahme bisher.
Vielleicht sollten das mehr Menschen berücksichtigen, denn oft liegt gar keine böse Absicht der anderen Seite dahinter. Denkt in einer freien Minute mal drüber nach. Die Anwälte überleben auch dank der Fälle, die vielleicht nicht einfach klärbar sind.
MfG Alrik
Hallo, Wenn man ca. 11 Monate lange keine Vergütung bekommt, und geschätze 6 mal am Telefon vertröstet wird, verliere ich den Glauben an solche Gespräche. Übrigens habe ich für meinen Mahnbescheid keinen Anwalt genommen, mir ging es nicht darum dessen Konto zu füllen, sondern das ich meine Vergütung erhalte. Gruß Dirk
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von jodl » 13.05.2012, 12:07
Alrik hat geschrieben:ich gehe mal davon aus, dass ich in der Welt der Anwalt-Kontaktierer und das "gute" Recht Einforderer eine absolute Ausnahme bin, aber ein gutes Gespräch hat mich immer weiter gebracht und das ohne Ausnahme bisher.
Vielleicht sollten das mehr Menschen berücksichtigen, denn oft liegt gar keine böse Absicht der anderen Seite dahinter. Denkt in einer freien Minute mal drüber nach. Die Anwälte überleben auch dank der Fälle, die vielleicht nicht einfach klärbar sind.
ich gehe mal davon aus,.. daß es vielleicht ein paar Fälle gibt, bei denen das mit einem Anruf erledigt werden kann das ist dann die beschriebene Ausnahme bei allen anderen, bei denen eben gerade schon "eine böse Absicht der anderen Seite dahinter liegt", nämlich die böse Absicht, daß sie ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Zahlung der Vergütung nicht nachkommen will, sondern lieber das Geld so lange wie möglich selbst behalten, ist ein "gutes Gespräch" für den Ar... wer glaubt, daß er so weiterkommt, der soll das machen und die anderen, die machen es halt anders Sonnenking hat geschrieben:Wenn man ca. 11 Monate lange keine Vergütung bekommt, und geschätze 6 mal am Telefon vertröstet wird, verliere ich den Glauben an solche Gespräche. Übrigens habe ich für meinen Mahnbescheid keinen Anwalt genommen, mir ging es nicht darum dessen Konto zu füllen, sondern das ich meine Vergütung erhalte.
nur bringt dich das kein Stück weiter der Netzbetreiber kreuzt an, daß deine Forderung unbegründet ist dann hast du für den Mahnbescheid Geld ausgegeben, und brauchst trotzdem einen Anwalt
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von akultim » 13.05.2012, 12:59
Hallo,
bei uns hat das RWE im April nochmals die Formulare angefordert, die wir bereits Ende Dezember 2011 direkt nach der IBN an das RWE geschickt hatten - die Felder waren jetzt nur bereits vorausgefüllt. Ich habe letzte Woche dann zusätzlich, aufgrund des Forum folgendes Schreiben geschickt:
"hiermit unterbreite ich Ihnen das Angebot einer nur jährlichen nachschüssigen Abrechnung bei Zahlung von monatlichen Abschlägen in Höhe von xxx € zzgl. 19% MWSt auf mein in der Fußzeile angegebene Konto. Die Abschlagshöhe habe ich wie folgt ermittelt: Basis der Jahresprognose gem. PVGIS 28,2 kWp x xxx kWh/kWp xxx kWh x 28,74 Cent Einspeisevergütung Berücksichtigung eines Sicherheitseinbehalts von 5% ergibt eine monatliche Netto-Abschlagszahlung von xxx € zuzgl. 19% MWSt zu zahlender Monatsabschlag xxx €
Sollte ich bis spätestens zum 29.5.2012 keine Annahmeerklärung erhalten, gehe ich von der Ablehnung des Angebots aus und werde monatlich abrechnen."
Mal sehen, ob sich jetzt schneller was tut.... Werde entsprechend berichten.
Gruß akultim ---------------------------------------------------------------------------------------------------- 28,2 kWp = 120 St. CSI CS6P-235-P an 2x KACO Powador 14.0 TL3 (je 14,1 kWp auf Ost -90° und West 90°, DN 24°)
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von gruennetz » 20.05.2012, 13:55
Als ich aber Ende März noch nichts gehört habe und alle Versuche jemanden zu erreichen scheiterten, habe ich mich entschlossen dem VNB eine ordentliche Rechnung zu schreiben. Vorweg: Wir können Rechnungen schreiben - davon leben wir
§ 46 Anlagenbetreiberinnen und -betreiber Anlagenbetreiberinnen und -betreiber sind verpflichtet, dem Netzbetreiber .... 3. bis zum 28. Februar eines Jahres die für die Endabrechnung des Vorjahres erforderlichen Daten zur Verfügung zu stellen. Dann prüf' vorsichtshalber, ob RR nicht die "Vollständigkeitskarte" ziehen kann. Viele teilen bei eigenem Zähler die Stände häufig erst durch die Rechnungserstellung mit, da wäre dann der Termin Ende März eindeutig zu spät. Ebenso gehören dazu natürlich auch die Abrechnungskategorien. Gruß Gruennetz
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von Paul Panzer » 20.05.2012, 15:50
jodl hat geschrieben:Sonnenking hat geschrieben:Wenn man ca. 11 Monate lange keine Vergütung bekommt, und geschätze 6 mal am Telefon vertröstet wird, verliere ich den Glauben an solche Gespräche. Übrigens habe ich für meinen Mahnbescheid keinen Anwalt genommen, mir ging es nicht darum dessen Konto zu füllen, sondern das ich meine Vergütung erhalte.
nur bringt dich das kein Stück weiter der Netzbetreiber kreuzt an, daß deine Forderung unbegründet ist dann hast du für den Mahnbescheid Geld ausgegeben, und brauchst trotzdem einen Anwalt
Das ist nicht ganz richtig. Die Kosten für den Mahnbescheid gehen automatisch in die Forderung mit ein, sind also nicht verloren. Sofern mit beantragt, wird durch das Kreuz des VNB automatisch das Verfahren eröffnet. Da es sich hier um ein zivilrechtliches Verfahren vor einem deutschen Amtsgericht handeln dürfte besteht kein Anwaltszwang. Der vom Sonnenking eingeschlagene Weg, war auch meiner, und ist durchaus korrekt. @mimos: Zieh das Ding genauso durch wie Du es angedeutet hast. Ich sehe es ebenso...
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von akultim » 30.05.2012, 09:32
akultim hat geschrieben:Hallo,
bei uns hat das RWE im April nochmals die Formulare angefordert, die wir bereits Ende Dezember 2011 direkt nach der IBN an das RWE geschickt hatten - die Felder waren jetzt nur bereits vorausgefüllt. Ich habe letzte Woche dann zusätzlich, aufgrund des Forum folgendes Schreiben geschickt:
"hiermit unterbreite ich Ihnen das Angebot einer nur jährlichen nachschüssigen Abrechnung bei Zahlung von monatlichen Abschlägen in Höhe von xxx € zzgl. 19% MWSt auf mein in der Fußzeile angegebene Konto. Die Abschlagshöhe habe ich wie folgt ermittelt: Basis der Jahresprognose gem. PVGIS 28,2 kWp x xxx kWh/kWp xxx kWh x 28,74 Cent Einspeisevergütung Berücksichtigung eines Sicherheitseinbehalts von 5% ergibt eine monatliche Netto-Abschlagszahlung von xxx € zuzgl. 19% MWSt zu zahlender Monatsabschlag xxx €
Sollte ich bis spätestens zum 29.5.2012 keine Annahmeerklärung erhalten, gehe ich von der Ablehnung des Angebots aus und werde monatlich abrechnen."
Mal sehen, ob sich jetzt schneller was tut.... Werde entsprechend berichten.
Wasserstandsmeldung von heute: Gestern war der gesetzte Termin zur Äußerung des RWE zur Erstellung einer Rechnung/Abschlagszahlung, siehe Zitat. Da ruft doch tatsächlich gestern eine Sachbearbeiterin an und meint zu dem Schreiben, dass eine Rechnung des Betreibers - und dann auch noch wie "angedroht" monatlich! - die RWE viel zu teuer käme und sie (das RWE) ja Abschläge zahlen würden. Es würden nur noch 2 Datenblätter und der VERTRAG fehlen. Auf meinen Hinweis, dass wir den Vertrag nicht unterschreiben würden und er ja auch lt. EEG ausdrücklich nicht notwendig sei, kam dann die Bitte, ihr die beiden Datenblätter per Email zuzusenden. Sie würde diese sofort bearbeiten und zur Abrechnungsstelle nach Münster weiterleiten. Von dieser Abteilung gab sie mir dann auch die Telefonnummer. Auf den Einwand, dass das RWE diese Datenblätter bereits im Dezember 2011 und nochmals Anfang April 2012 erhalten hätte, gab sie zu bedenken, dass das RWE mit den vielen gemeldeten Neuanlagen immer noch überlastet sei... Nun, die Datenblätter haben wir gestern - nun zum 3. Mal - ans RWE gemailt mit dem Hinweis, dass bisher bereits knapp 10.000 kWh eingespeist worden wären. Jetzt sind wir mal gespannt, wann die ersten Abschläge kommen. Wir bleiben dran und berichten weiter ...
Gruß akultim ---------------------------------------------------------------------------------------------------- 28,2 kWp = 120 St. CSI CS6P-235-P an 2x KACO Powador 14.0 TL3 (je 14,1 kWp auf Ost -90° und West 90°, DN 24°)
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