DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon wesozell » 15.01.2010, 15:39

Bei Atomkraftwerken wird über Restlaufzeiten von zehn und mehr Jahren geredet, wegen der Planungssicherheit, und hier soll ein Vorschlag angeblich
als Gesetz schon in reichlich drei Monaten wirksam sein. Da dauert ja die Baugenehmigung und die Festlegung des Einspeispunktes bei mancher Anlage schon länger. Ich denke, wir sollten froh sein, daß wir uns hier endlich mal auf die Politik verlassen können. :D
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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon pv-jr » 15.01.2010, 15:43

Bithumer hat geschrieben:
Die alte Oma mit 80 Jahren, die eine ganz kleine Rente bezieht, ihre Wohnung im Winter kaum heizt und dringend neue Zähne bräuchte, die sich abends gerade so eine Suppe leisten kann und als einzigen Luxus abends das Licht länger einschaltet und dazu an einem alten Radio eine Sendung hört, diese Oma finanziert auch die PV-Anlagen mit. Ist das OK?

Es würde mich nicht wundern, wenn in absehbarer Zeit der Zorn einiger Bevölkerungsschichten so wächst, dass es deren Hobby wird, nachts die Anlagen mit Pflastersteinen zu zerstören.

Gruß Bithumer



Wie hoch ist denn der Anteil, den die alte Oma für PV bezahlt in Relation zum Strompreis? Warum ist denn ihre Rente so klein - willst du da in Bezug auf das Thema Rentenhöhe wirklich mit PV argumentieren?

Und glaubst du nicht, dass dieses Argument für viele Dinge sehr viel treffender ist als für PV? Deshalb habe ich auch keine Angst vor den Pflastersteinen, die würden vorher sicher für etwas anderes fliegen.

Wenn du ehrlich bist, geht es doch bei deinem Beispiel gar nicht um Argumente, sondern (bei der Verwendung von Begriffen wie "kann kaum heizen, bräuchte neue Zähne, gerade eine Suppe leisten, etc.) um nichts anderes als provozieren. Dafür eignet sich aber dein Beispiel nicht, es ist fast schon eine Verhöhnung dieser Personen bei deren Problemen.

Gruß zurück.
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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon hadl » 15.01.2010, 15:58

Bithumer hat geschrieben:
MrSchnittlauch hat geschrieben:
Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Jeder der Strom verbraucht, finanziert die PV-Anlagen mit.

Zwei Beispiele:

Die alte Oma mit 80 Jahren, die eine ganz kleine Rente bezieht, ihre Wohnung im Winter kaum heizt und dringend neue Zähne bräuchte, die sich abends gerade so eine Suppe leisten kann und als einzigen Luxus abends das Licht länger einschaltet und dazu an einem alten Radio eine Sendung hört, diese Oma finanziert auch die PV-Anlagen mit. Ist das OK?
Und was für mich an Perversion grenzt, sind Aussagen wie: "Jeder der kein eigenes Dach hat, kann sich ja an Großprojekten beteiligen."


Gruß Bithumer


Hallo Bithumer !
Schau mal hier:http://www.sfv.de/artikel/wind-_und_solarstrom_senken_den_strompreis_der_merit-order_effekt.htm
und besonders auf die im Link erwähnte Untersuchung im Auftrag des BMU.
Da wirst Du erkennen müssen, dass die 80 Jährige Oma sogar noch profitiert hat. Vorausgesetzt es wurde ihr nicht vorenthalten.
Zuletzt geändert von hadl am 15.01.2010, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon redwolf32 » 15.01.2010, 15:59

Hallo,

ich bin Photovoltaik Neuling und kenne das Forum auch erst seit ein paar Tagen. Bin Bauherr und möchte mich daher über PV informieren. Zufällig jetzt gerade zu der Zeit der Subventionskürzung.

Einige Kommentare pro Subventionserhaltung sind - bitte nicht böse sein - sehr naiv. Viele sehen die Ereignisse nur aus ihrem Blickwinkel eines PV Unternehmers, der sich um seine Rendite beschnitten sieht. Man muss aber doch die Entscheidungen aus einem größeren politischen Blickwinkel betrachten.

Was will die Politik? PV Verbreitung fördern. Dies muss sie, da die Technologie noch weit weg ist von kWh zur Konkurrenz (kurzfristig - über Folgekosten, Externe Kosten etc. gegenüber Stromerzeugung durch andere Ressourcen mal abgesehen.)
Aber! Sie will nicht die Verbreitung fördern, um der Verbreitung Willen. Sondern um die Technologie voranzutreiben. Das erreiche ich nunmal nur durch einen Markt auf dem produziert und gekauft und verkauft wird. Dies fördert technologische Innovation.
Und bitte nicht kommen mit "aber die Innovationen könnte man auch in einem Forschungszentrum vorantreiben". Das wirtschaftliche Interesse ist die beste aller Antriebsfedern. Ist auch in allen anderen Industrien so.

In den letzten 2 Jahren ist es eben nun mal zu starken Marktverwerfungen gekommen. Die Gründe sind ja hinlänglich diskutiert worden.

Nun ist aber die Politik, die ja einen gesellschaftlichen Auftrag hat, wieder gefordert die diese Verwerfungen zu korrigieren. Punkt aus.

Einer der Vorredner hat richtigerweise verglichen zwischen einem PVler, der sich 2007 zu 5000,- €/kWp 6 kWp auf sein Hausdach montiert hat und einem PVler, der das Glück hatte sich in 2009 zu 2900,- €/kWp eine 25 kWp Anlage auf seine Scheune oder Gewerbehalle montieren lassen zu können. Bitte mal kurz nachrechnen!!!

Es kann auch nicht sein, dass sich ausländische Investoren deutlich zweistellige Renditen holen, indem sie die deutsche Landschaft mit asiatischen Modulen pflastern!!
Da ist in der politischen Absicht der Innovationsförderung etwas aus dem Ruder gelaufen. Sollte nicht sein. Aber das muss wieder korrigiert werden.
Man stelle sich ein Jahr 2010 vor in dem die Installierte Leistung bei der PV der letzten beiden Jahre um den Faktor 2 oder 3 ansteigt, bei der bisherigen Einspeisevergütung!!
Gleichzeitig bremst dies technologische Innovation und kostet den Staat Mrd.

Bitte auch mal den Spiegel Artikel vom 9.12.2009 lesen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 98,00.html

Ca. 45% des Umsatzes im Bereich der EE wird in der PV generiert, bei einem Anteil der PV an der Stromerzeugung durch EE von ca. 5%


Ich habe noch etwas "frischere Augen" als Neuling, denke ich. Mit diesen dachte ich mir gestern Abend ich sehe nicht richtig. Was für Auswüchse sich im PV-Sektor gebildet haben nur um die maximale Förderung abzugreifen!
Da gibt es mittlerweile mit PV Modulen bestückte "Drehhallen".
Also:
PV auf Nutzgebäuden ist gut. Aber da nimmt jemand Zusatzkosten des Drehgestells etc. in Kauf, halbiert gleich mal den Nutzwert der Halle - durch nicht verstellbaren Raum - kann aber eine höhere Einspeiseleistung erzielen. Die wiederum der Steuerzahler trägt. Kurzform: Investitionsentscheidung - Nutzwert der Investition verringern - Kosten der Investition erhöhen - trotzdem FÜR diese entscheiden = Mehrkosten werden von steuerfinanzierte Mehreinnahmen übertroffen.
Das ist doch volkswirtschaftlicher Wahnsinn!

Die PERVERSION des ganzen sind die Drehhallen-Parks. Da werden 20 Hallen aufgestellt anstatt üblichen Drehgestellen!!! Der Hersteller des Systems wirbt sogar gezielt damit, daß man mit einem Drehgestell in Form einer Halle eine höhere Einspeisevergütung bekommt als mit einem nachgeführten Gestell ohne "vorgegaukelten zusätzlichen Gebäudenutzwert". Das ist doch absurd.


Photovoltaik im Jahr 2025:

- Die kWp kostet 100,- €
- PV Strom unterliegt keiner Subvention mehr.
- PV ist in Europa nur noch in "effektiven" Regionen rentabel. (Mittelmeer, Süden, vielleicht noch Süddeutschland! Aber - bitte wieder nicht böse sein - in Skandinavien oder weiten Teilen Norddeutschlands!!) Bitte wie kann man sich beschweren, dass man in Norddeutschland nicht so viel Sonne bekommt als der Süden.
Da kann ich mich ja gleich beschweren, dass ich am Bodensee keinen Off-Shore Windpark aufstellen kann!!!
Im Energiemix der Zukunft und Regionen muss eben die Region, ihre Stärken einbringen.
- PV ist nur noch in Größen ab 50 kWp rentabel. (Das politische Interesse liegt darin, dass irgendwann die kWh PV-Strom konkurrenzfähig ist. Da gehören Mengen und Skaleneffekte dazu. Die Politik hat kein Interesse daran, dass sich jeder 2. Hausbesitzer mit einer 4 kWp Anlage ein bisschen was dazuverdient. Ganz abgesehen von den optischen negativen Externen Effekten, die so manche Kleinanlage durch das Flickwerk im Zusammenspiel mit Gauben und Dachflächenfenster erzeugt. Einfach nur grausam. Da ist eine große Fläche auf Landwirts Stall 1000 mal besser.

Dieses Bild ist gesellschaftlich erwünscht und genau deshalb wird es von der Politik angesteuert.

Vielen Dank für die Zeit meine Meinung als PV Laie und Neuling durchzulesen.

Ich freue mich auf eine weitere interessante Diskussion.

Viele Grüße
Hubert
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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon wattpeak » 15.01.2010, 16:03

Ach ja der Herr Asbeck ohne Worte, hüh hott ja nein...

Auch Solarworld-Chef Frank Asbeck hält die geplanten Einschnitte bei der Förderung für "absolut inakzeptabel". Die Firmen könnten so rasch nicht ihre Kosten senken, auch der technische Fortschritt könne nicht Schritt halten. "Das führt mit Sicherheit dazu, das wir technologische Mitspieler und Arbeitsplätze verlieren werden", sagte Asbeck in einem Reuters-Interview.

http://de.reuters.com/article/domesticN ... A720100115


FRANKFURT (Dow Jones)--Das Bundesumweltministerium (BMU) will am Montag oder Dienstag einen Vorschlag zur Kürzung der Solarförderung unterbreiten.

http://www.stock-world.de/nachrichten/d ... 34184.html
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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon amoss » 15.01.2010, 16:04

SunForFree hat geschrieben:Hat mal einer nachgerechnet, dass Anlagen sogar noch nach einer möglichen Kürzung von 16% wirtschaftlicher sind als 2008?


Sagt einer, der selbst vom Verkauf der Anlagen lebt und jetzt natürlich Angst bekommt, dass die Aufträge einbrechen könnten. :D

Sagt einer, der selber 125kwp nach den alten Vergütungssätzen betreibt und alleine damit für die nächstsen 20 Jahre ein gesichertes Jahreseinkommen von mindestens 53.000 EUR brutto erzielt? Das ist *deutlich* über dem Durchschnittseinkommen! :shock:

Leider haben "normale" Leute nicht die Möglichkeit, so einfach so große Flächen zu erschließen um damit eventuell Vergütungseinschnitte zu kompensieren.

Ich glaube, viele hier ärgert nicht das Kürzen der Vergütung an sich, sondern die fehlende Differenzierung bei den verschiedenen Anlangengrößen! Die Rasenmähermethode ist es, die die Kollegen hier ärgert. Die Rasenmähermethode, die die Kleinen (Wohnhausanlagen) wieder mal überproportional benachteiligt!

Zwischen "amortisiert sich" und "rentiert sich der (Arbeits-/Zeit-/Risiko-)Aufwand dann noch" ist außerdem auch noch ein Unterschied.
-> Ich als klassischer Wohnhaus-Anlagenbetreiber werde ganz sicher keine neuen Anlagen bauen, wenn sich damit in EUR nur noch Mini-Erträge erzielen lassen - Traumrenditen in Prozent hin oder her. Eine Anlage ist kein Artikel, der sich "mal eben schnell" mitnehmen lässt.

Da hängt viel Zeit und Aufwand und trotz der relativen Sicherheit eben auch ein größeres Risiko (Beschädigung des Daches; wenn es Probleme gibt Ärger mit Montagefirma, Herstellern, Gefahr von Rechtsstreitigkeiten etc.) mit drin. Dast tut sich niemand mehr an, wenn sich damit nur noch ein paar EUR im Jahr verdienen lassen. Es LOHNT sich dann einfach nicht mehr, trotz guter Renditen!

Dann lieber anderweitig anlegen. Ob das gut für die ökologische Sache ist? Bleiben dem Normalbürger dann also doch wieder nur die vergleichsweise schlecht rentierlichen Beteiligung an den ungeliebten Großanlagen übrig?

Sollen wieder nur die Großen (Betreiber von Desertec, Offshore-Windkraft, PV-Freiflächen),profitieren, weil sie praktisch unbegrenzt Installationskapazitäten einkaufen und daher jede Vergütungsminderung einfach kompensieren können?

Ich frage mich, warum sich nicht auch oder gerade das Engagement von Kleinanlagenbetreibern nicht lohnen darf? Ein Engagement, dass nebenbei langfristig allen zu Gute kommt in Form von technischer Entwicklung wie es bisher ja auch gut funktioniert hat? 20 Millionen Kleinstanlagen sind im Sinne der dezentralen Versorungssicherheit vermutlich besser als wenige Riesenanlagen. Mit Mini-Erträgen als Anreiz kriegt man die aber nicht zusammen.
Und zumindest ich habe lieber auf jedem Dach eine Kleinanlage als eine Großanlage vor dem Dorf.

Was den "teuren PV-Strom für den Stromkunden" betrifft: Ich frage mich, warum ein gutes Produkt nicht ruhig teuerer sein darf? Im Alltag wird doch meistens auch die Regel akzeptiert: Wer Qualität will, muss dafür auch mehr hinlegen. Und wir alle wollen, und müssen sogar früher oder später auf Qualität bei der Stromerzeugung setzen. Und Qualität ist in diesem Fall eine gesunde, unschädliche und langfristig billigere Lösung als beispielsweise die schmutzige Kohle oder die gefährliche Atomkraft. Warum fällt es so schwer zu vermitteln, dass man eine zeitlang für die gute Lösung erst mal ein wenig mehr zahlen muss? Quasi eine Investition der Stromkunden in eine bessere Zukunft?
Gruß,
amoss

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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon Joerg Cl » 15.01.2010, 16:16

wattpeak hat geschrieben:Ach ja der Herr Asbeck ohne Worte, hüh hott ja nein...

Auch Solarworld-Chef Frank Asbeck hält die geplanten Einschnitte bei der Förderung für "absolut inakzeptabel". Die Firmen könnten so rasch nicht ihre Kosten senken, auch der technische Fortschritt könne nicht Schritt halten. "Das führt mit Sicherheit dazu, das wir technologische Mitspieler und Arbeitsplätze verlieren werden", sagte Asbeck in einem Reuters-Interview.

http://de.reuters.com/article/domesticN ... A720100115


FRANKFURT (Dow Jones)--Das Bundesumweltministerium (BMU) will am Montag oder Dienstag einen Vorschlag zur Kürzung der Solarförderung unterbreiten.

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Hallo Wattpeak,
ich muss Dir Recht geben. 2009 forderte Asbeck eine drastische kürzung der Einspeisevergütung. Nun ist Ihm das zuviel.
Des Weiteren redet derjenige über Arbeitsplätze, der auf seinen "deutschen Modulen" den Aufkleber "Made in China" trägt.
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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon benchfrooser » 15.01.2010, 17:24

redwolf32 hat geschrieben:Photovoltaik im Jahr 2025:
- Die kWp kostet 100,- €
- PV Strom unterliegt keiner Subvention mehr.
- PV ist in Europa nur noch in "effektiven" Regionen rentabel. (Mittelmeer, Süden, vielleicht noch Süddeutschland! Aber - bitte wieder nicht böse sein - in Skandinavien oder weiten Teilen Norddeutschlands!!) Bitte wie kann man sich beschweren, dass man in Norddeutschland nicht so viel Sonne bekommt als der Süden.
Da kann ich mich ja gleich beschweren, dass ich am Bodensee keinen Off-Shore Windpark aufstellen kann!!!

100€ glaubst ja wohl selber nicht. Werden die aus Luft gebaut und per E-Mail verschickt? Es wird einen Zeitpunkt geben ab diesen die Module wieder teurer werden. Rohstoffpreise und Montagekosten werden langfristig nicht billiger werden.

Warum soll PV nur noch in "effektiven" Regionen rentabel sein? Desto billiger die Module sind desto weniger wichtig ist es wo die Module aufgestellt werden. Der Strompreis = Modulpreis/(Modulleistung*Sonneneinstrahlung)
Wenn der Modulpreis sinkt dann sind Module auch in Gebieten mit weniger Sonneneinstrahlung rentabel.

redwolf32 hat geschrieben:Photovoltaik im Jahr 2025:
Im Energiemix der Zukunft und Regionen muss eben die Region, ihre Stärken einbringen.

Willst du damit sagen, dass die Energieversorgen dezentralisiert werden soll?

redwolf32 hat geschrieben:- PV ist nur noch in Größen ab 50 kWp rentabel. (Das politische Interesse liegt darin, dass irgendwann die kWh PV-Strom konkurrenzfähig ist. Da gehören Mengen und Skaleneffekte dazu. Die Politik hat kein Interesse daran, dass sich jeder 2. Hausbesitzer mit einer 4 kWp Anlage ein bisschen was dazuverdient. Ganz abgesehen von den optischen negativen Externen Effekten, die so manche Kleinanlage durch das Flickwerk im Zusammenspiel mit Gauben und Dachflächenfenster erzeugt. Einfach nur grausam. Da ist eine große Fläche auf Landwirts Stall 1000 mal besser.

Warum gerade 50kWp? Gerade wenn Anlagen sehr billig sind ermöglicht es Leuten ihren Strom selbst zu produzieren.
Schon mal an Menschen gedacht, die noch gar keinen Strom haben und es in Zukunft nur mit Hilfe der Photovoltaik auch welchen bekommen können. Ich weiß nicht von wie viel Menschen wir hier reden. Eine Milliarde?

Der momentanen Politik ist es relativ egal ob 2x25kWp installiert werden oder einmal 50kWp. Sie wollen gar keine PV-Module, weil diese in Konkurrenz mit den Großkraftwerke der großen 4 Stromanbieter stehen.
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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon GLu » 15.01.2010, 18:17

redwolf32 hat geschrieben:Ca. 45% des Umsatzes im Bereich der EE wird in der PV generiert, bei einem Anteil der PV an der Stromerzeugung durch EE von ca. 5%

Betrachte es mal anders, ohne den kleinlichen Förderquatsch, rein ökologisch:

Rein rechnerisch produziert eine 1 kwh/kwp-Anlage in 30 Jahren ca. 28.000 kw
Bei 2.800 € pro kwPeak belaufen sich die Erzeugungs-Kosten auf 10 Cent p/Kwh

Blöde für die StromerzeugungsGanoven ist nur, daß nach der einmaligen Erstellung
der Anlage keiner mehr was verdient, da von der Sonne keine Rechnung kommt ...

GLu
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Re: DAS LICHT GEHT NUN WOHL AUS - Im April SENKUNG ca. 17%!!!

Beitragvon cephalotus » 15.01.2010, 18:23

MrSchnittlauch hat geschrieben:Hallo Südschwabe,

Nochmal, warum jetzt? Du sprichstFirmen wie Solarword die Gewinne zu, warum? Die Gewinne stammen doch auch aus der Garantierten Einspeisevergütung.
Es wurde doch in der PV Branche sehr sehr gut verdient! Hätte man da nicht eventuell schon kürzen müssen?

Gruß,
Thorsten


Solarworld bekommt sein Geld nicht über die EEG Umlage, sondern über dem Verkauf von Modulen an Käufer. Dabei konkurriert man auf einem globalen Markt mit anderen Unternehmen.
Wenn Solarworld gut wirtschaftet bekommt es eine hohe Rendite,m wenn sie schlecht wirtschaften sind sie Pleite.

Der PV Betreiber kauft sich statt einem Klumpen Gold oder einem Stapel Aktien eine PV Anlage, die ihm aufs dach geschreubt wird. Seine unternehmerische Tätigkeit betshet darin, alle heiligen Zeiten zu schauen, ob der Strom noch fließt und die Rechnung dafür zu stellen. Unternehmerisches Geschick ist dafür keineswegs nötig, genau wie beim aktienkauf kommt es maximal darauf an, "günstig" einzukaufen.

Wieso man also so eine Kapitalanlage mit Renditen weit jenseits der 10% belohnen soll und das vom Geld der Allgemeinheit ist für mich nicht nachvollziehbar.

Anhand der Diskussion meine ich zu erkennen, dass die überwiegende Kritik genau von diesen "Investoren" kommt, wo sich jetzt die große Entäuschung auftut, weil die Rendite künftig vielleicht nur noch bei 7% liegt.

Ich meine: gut so!

Der Zubau war eh zu hoch, mögen diese Investoren doch bitteschön die Märkte wieder verlassen.

Das waren doch auch genau die, die "Renditeoptimiert" gebaut haben, mit noname China Modul und Dumping Lohn beim Solarteur. Ihr werdet neue Betätigungsfelder finden, z,B. Investitionen in isländische Kapitalanlagen, in Uranabbau in Afrika, in Waffengeschäfte, Gentechnik oder was auch immer hohe Renditen versprechen mag.

Übrig bleiben dann vielleicht nur noch 1-2GW Zubau im Land mit Renditen von vielleicht 4-7%. Das hat auch 2007 oder 2008 prima funktioniert. Die Solarteure können dann wieder Qualität liefern, der Kunde kann sich die Module aussuchen (z.B. auch Deutsche) und die Modulhersteller können beginnen, ihre Produkte vertärkt zu exportieren in die Märkte, die jetzt am Wachsen sind.
Genau das wollten wir doch mal mit dem EEG schaffen: Eine deutsche PV Exportindustrie.

Das EEG war meinem Verständnis nach nie dazu gedacht, 10.000 Millionären noch ein paar Millionen von allem Stromverbrauchern zusätzlich zu organisieren, steueroptimiert und mit maximalem Ertrag.

Und wenn es Solarwolrd & co in 2010 nicht schaffen, auf Märkten wie Spanien, Frankreich, Tschechien, Österreich, USA, etc... Fuß zu fassen, weil die Chinesen dank schwachem Dollar billiger produzieren, dann hat es halt nicht sollen sein. (was ich übrigens nicht glaube).

mfg
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