Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger
Moderator: Mod-Team
von ermaesp » 15.01.2010, 08:35
DANKE S O L A R W O R L D A G !!!!!Habe die Artikel in Focus, TAZ und Spiegel ebenfalls gelesen, und es scheint so zu sein, dass die Forderung (unter anderem vom Vorstand der Solarworld AG), vor der Umsetzung steht. Nun liegt es an uns Kunden, ob wir solchen Firmen auch noch unser Geld hinterher werfen ?! Bekomme noch im Februar meine 1. Anlage aufs Dach, die 2. ist für Juli geplant, und wird mit Sicherheit nicht mit Solarworldmodulen bestückt sein !!! Zudem sollten alle jetzigen Interessenten Ihren Protest in Form von Emails, Briefen usw. an die jeweiligen Parteien und Verbände loswerden !!! Wir sind auch Wähler !!!
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von doschdi » 15.01.2010, 08:40
CM07Q3 besser als Zeitverschwendung
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von Besessen » 15.01.2010, 08:43
Meine Meinung,
diesen Spruch schreibe ich gern, weil ich keiner dieser bin, die je daran glauben, das alles vorbestimmt ist.
Vergegenwärtigt euch doch bitte mal, was da gerade in der Welt los ist.
Klimaerwärmung!
Und unser Regierung schreit es in die Welt, wir Deutschen sind die größten, besten und können mehr machen, wie alle anderen in der Welt. Bo Mann, wie vermessen!
Es ist jedoch ein Fakt, das hier letztes Jahr wirklich was passiert ist. Ob das Wind, Solar, Bio oder was auch immer. Erneuerbare Energien, sind ganz gut ausgebaut worden und es hört nicht auf. Dieser Umstand ist schon mal ganz gut, für uns und unsere Kinder.
Ich möchte das Thema nochmal aufgreifen. Die, die ihre Anlagen bis 2008 und auch noch Anfang 2009 realisiert haben, wissen meist gar nicht was Renditen bedeuten und denn noch zweistellig, hallo!? Habe mir selbst vorher Angebote eingeholt und da war nix zu machen. Im Normalfall, mit viel Eigenanteil, ja da ging was, viele andere wissen sehr wohl was es heißt anlagen nicht nur des Gewinnes wegen zu bauen.
Da kommen wir wohl wieder hin, nur wann das ist, ist keinesfalls schon so geschrieben, bestimmt oder sogar beschlossen! Lasst euch doch bloß nicht verrückt machen, plant und baut für eure und unsere Zukunft. Jedenfalls solange wie es geht und nix genaues bekannt ist.
Meine Meinung!
Gruß Henry
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von Südschwabe » 15.01.2010, 09:55
Hallo. ermaesp hat geschrieben:DANKE Solarworld AG !!!!! Habe die Artikel in Focus, TAZ und Spiegel ebenfalls gelesen, und es scheint so zu sein, dass die Forderung (unter anderem vom Vorstand der Solarworld AG), vor der Umsetzung steht.
Es ist bekannt, dass sich Herr Asbeck schon lange für eine starke Senkung der Einspeisevergütung einsetzt. Wenn man sich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt, kommt man ja kaum um die Statements des Herrn Asbeck, an denen durchaus was dran ist. ermaesp hat geschrieben:Nun liegt es an uns Kunden, ob wir solchen Firmen auch noch unser Geld hinterher werfen ?!
Ist Solarworld ein Finanzdienstleister, der dazu da ist, Deinen persönlichen Gewinn zu maximieren oder ist es ein "Solarunternehmen", das dafür eintritt, dass die Solarindustrie, besonders die Deutsche, langsam aber sicher vom Subventrionstropf genommen wird und lernt ohne diese aus zu kommen? Es scheint, dass für viele eine PV Anlage auf dem Dach nur zum Zwecke der persönlichen Gewinnoptimierung angeschafft wurde. Der eigentliche Grund, nämlich umweltschonend Energie zu erzeugen und eine Möglichkeit der alternativen Energieversorgung auf zu zeigen, scheinen viele einfach vergessen zu haben. Das ökologische Gewissen reicht bei vielen nur bis zum Rande des Geldbeutels. Ich muss zugeben, dass ich natürlich auch froh darüber bin, dass ich "unter'm Strich" mit der Anlage einen Überschuss erwirtschaften werde (auch wenn das steuerlich anders gerechnet wird). Ist ja nicht so, dass ich Kohle im Überfluss hab. Aber ich wäre durchaus zu der Investition bereit gewesen, wenn sie kostenneutral bis leicht defizitär gewesen wäre, weil ich nämlich die Stromerzeugung per PV als solches eine tolle Sache finde.Was Herr Asbeck (und andere) fordert ist meiner Meinung nach ein Korrektiv. Meiner Meinung nach können die Subventionen noch nicht so stark zurück gefahren werden, wie das bspw. der Bund der Verbraucherschützer (BdV) fordert, aber eine deutliche Korrektur ist angebracht. Warum soll eine PV Anlage Renditen um 12% einfahren? Eine PV Anlage ist keine Geldanlage wie ein Aktienfont. Eine PV Anlage ist vor allen Dingen erst mal eines: Ein Kleinkraftwerk zur Erzeugung von umweltschonender Energie. Die Solarsubvention in Form des EEGs soll dazu dienen, den Markt und die Technologie an zu schieben, nicht um die Gewinne einzelner zu Maximieren. Was viele bei den Banken als unendliche Gier verschriehen haben, ist bei PV Anlagen nun auf einmal salonfähig: Gewinnmaximierung. Wird da nicht mit zweierlei Maß gemessen? Meiner Meinung nach ganz schön scheinheilig. ermaesp hat geschrieben:Bekomme noch im Februar meine 1. Anlage aufs Dach, die 2. ist für Juli geplant, und wird mit Sicherheit nicht mit Solarworldmodulen bestückt sein !!!
Bleibt Dir natürlich unbenommen. Keiner wird Dir vorschreiben, was Du tun und lassen sollst. Aber Du solltest Dir vielleicht Gedanken über Deine Motivation machen und vielleicht doch lieber in Aktien der Energiekonzerne, Fonts oder sonstige Wertanlagen investieren. ermaesp hat geschrieben:Zudem sollten alle jetzigen Interessenten Ihren Protest in Form von Emails, Briefen usw. an die jeweiligen Parteien und Verbände loswerden !!!
Und was soll da drin stehen? "Ich fordere eine Garantie auf 12% Rendite der Wertanlage meiner Wahl? 12% Rendite sind ein Menschenrecht!"Mei, ismirschowiederschlecht! Der SüdSchwabe.
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von MrSchnittlauch » 15.01.2010, 10:01
Hallo, natürlich streben die großen Solarfirmen keine Gewinnmaximierung an ........ Warum zum Teufel soll man als Betreiber hinehmen wenn die Anlage Minirenditen bis kostenneutral, ja vielleicht sogar defizitär arbeitet? Solarworld würde/müsste den Laden auch dicht machen wenn sie 20 Jahre lang kostenneutral wirtschaften... Gruß, Thorsten
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von alex.schmid76 » 15.01.2010, 10:19
Aber ich wäre durchaus zu der Investition bereit gewesen, wenn sie kostenneutral bis leicht defizitär gewesen wäre
Wärst Du wirklich dazu bereit???? Niemals.
Gruß Alex
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von amoss » 15.01.2010, 10:34
Achtung: Dies ist eine Sammelantwort an modila, Südschwabe, cephalotus und lehmann28 (siehe auch weiter unten) @modila:modila hat geschrieben:..,ich glaube nicht, das diese androhung eingehalten werden kann, denn es kann doch nicht richtig sein, das planungen die schon seit meheren monaten bzw. jahren innerhalb von stunden nichtig gemacht werden,...!!!
Du glaubst also noch an den Weihnachtsmann? Dann google mal nach "Gesetz zur Änderung der Förderung von Biokraftstoffen" und schaue mal, was den Investoren da so alles passiert ist - rückwirkend!!!!!!! Wenn die großen Lobbyisten am Werk sind, gibt's keine Rücksicht mehr, dann herrscht auch bei uns die Bananenrepublik und das Recht des Stärkeren. ..,wir haben selber mehrere kunden, die in den kommenen wochen, eine PVA von uns erhalten werden, die bereits den Trafo für ( brauche ich euch ja nicht sagen, was dieser kostet ), erstellt haben ( nicht bestellt )!!!!!!!!!!..,was soll nun mit diesen Investoren passieren, das kann ( oder wird ) der TOD jedes einzelnen sein,...........................!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich kann dir sagen, was die und auch einige Kollegen hier im Forum sagen werden: Sie werden dir sagen: "Tja, Pech gehabt, du bist doch Unternehmer, oder? Und Unternehmer tragen Risiken! Hier geht's nur um Ökologie, nicht um deine Gewinne und es ist doch besser, keiner von Euch macht Gewinne aber jeder hat billige Anlagen als umgekehrt." Was insbesondere letztere Burschen nie kapieren werden, dass unser System nicht auf Idealismus beruht sondern darauf, dass sich Handlungen LOHNEN müssen. Und dazu gehört bei uns nunmal Rendite. Sie kapieren nicht, dass es zwischen den Extrempositionen "Totalkapitalist und Öko-Idealist" einen Mittelweg gibt, dass Ökologie und Ökonomie gut zusammengehen können und müssen. Die Extrempunkte helfen der Masse nicht weiter, sondern immer nur einigen wenigen. Im einen Fall dem Management und im anderen dem Jesus-Latschen-Öko. @Südschwabe, cephalotus und lehmann28 (ihr habt ja alle ähnlich argumentiert):Es scheint, dass für viele eine PV Anlage auf dem Dach nur zum Zwecke der persönlichen Gewinnoptimierung angeschafft wurde. Der eigentliche Grund, nämlich umweltschonend Energie zu erzeugen und eine Möglichkeit der alternativen Energieversorgung auf zu zeigen, scheinen viele einfach vergessen zu haben. Das ökologische Gewissen reicht bei vielen nur bis zum Rande des Geldbeutels.
Um Himmelswillen, was für ein naiver Idealismus, das erinnert an die grünen Fundis mit den Jesuslatschen aus dem 80ern...  Ja, ok, dann oute ich mich mal als jemand, der zwar ökologisch denkt, aber eben auch so realistisch ist, dass es ohne Geld bei uns nicht geht. Ja, ich habe AUCH für die Rendite gebaut und JA, für mich lohnt es sich nicht, wenn ich absolut zu wenig rausspringt. Für eine zu kleine absolute Summe tue ich mir auch mit billigen Anlagen ganz sicher nicht den Stress an, mir eine Anlage auf's Dach zu setzen, risikiere ich nicht, dass dabei das Dach beschädigt wird und, und, und... Normale Investoren im kleineren Rahmen werden erst wieder investieren, wenn es sich für sie LOHNT, finanziell, nicht ideell! Die Idealisten haben längst investiert! Wenn ihr wirklklich wollt, dass mehr PV installiert wird, dann müsst ihr die erreichen, die auch realistisch sind und auch Rendite UND Einkommen haben wollen! Das dürfte jetzt erst mal schwerer werden. Aber ich wäre durchaus zu der Investition bereit gewesen, wenn sie kostenneutral bis leicht defizitär gewesen wäre,
Ja, DU wärst das! Die meisten anderen aber NICHT! Aber Du solltest Dir vielleicht Gedanken über Deine Motivation machen und vielleicht doch lieber in Aktien der Energiekonzerne, Fonts oder sonstige Wertanlagen investieren.
Tja, da ist er wieder, der Öko-Extremist! Wer nicht mit ihm ist, ist gegen ihn. Dass es auch Leute gibt, die Ökologie und Ökonomie verbinden möchten, kommt dir nicht in den Sinn? Nicht umsonst sind die meisten Grünen-Wähler eher die gut betuchten in unserem Lande! Komisch, dass man mit reinem Idealismuns nicht soviel Geld zusammenbringt! PS.: Damit kein falscher Eindruck entsteht: Auch wenn ich Begriffe wie Öko-Extremist und Jesuslatschen-Öko verwende - diese Leut HABEN meinen Respekt! Ohne sie hätte es in den 80er Jahren nicht diese tolle Bewegung gegeben, wären wir nicht da, wo wir heute sind! Idealismus ist eine tolle Sache, aber ich bitte diese Leute doch darum zu akzeptieren, dass es auch Andersdenkende gibt, ja, dass die Mehrheit andersdenkend ist und das aus guten, realistischen Gründen. Genau diese Akzteptanz für Andersdenkende ist leider eine SChwäche der Idealisten.
Zuletzt geändert von amoss am 15.01.2010, 10:43, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß, amoss
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von Bithumer » 15.01.2010, 10:35
alex.schmid76 hat geschrieben:Aber ich wäre durchaus zu der Investition bereit gewesen, wenn sie kostenneutral bis leicht defizitär gewesen wäre
Wärst Du wirklich dazu bereit???? Niemals.
Warum niemals? Also ich bin der Meinung, dass man jeden Tag dankbar sein sollte, wenn man gesund ist und wenn es einem finanziell gut geht. Es sollte doch dann eine Selbstverständlichkeit sein,sich an Projekten zu beteiligen, die für die Zukunft und insbesondere für die Kinder von Nutzen sind. Es gibt sogar Menschen, die gerne etwas von ihrem "Vermögen" in gute Zwecke investieren. Ich finde es schlimm, welchen Stellenwert das Geld bei vielen PV-Betreibern hat. Ich zum Beispiel habe meine Anlage an Freude an der Technik gekauft und habe es nicht bereut. Sollte meine Rendite nicht den Erwartungen entsprechen, so ist mir das egal. Ich muss aber gestehen, dass ich meine Rendite nie berechnet habe. Gruß Bithumer
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von hadl » 15.01.2010, 10:46
Cephalotus hat im geschlossenen Thread „Einspeisevergütung wird um 39% gesenkt“ u.a. Folgendes geschrieben: Nochchmal: Ich halte es gut, PV in Deutschland weiter auszubauen und ich denke, es ist ein sehr sinnvoller Bestandteil der künftigen Stromerzeugung und bietet große Chnacen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir müssen das aber intelligent weiter voran bringen und da sind sowohl "Rendite-Blasen" wie heute als auch ein komplettes Abwürgen von heute auf morgen kontraproduktiv. Wie man's nicht machen soll hat man in den USA bei Windenergie und in Spanien bei PV gesehen. Die PV Blase in Spanien machen wir gerade nach, jetzt muss man da schnell(!) die Luft raus lassen, denn im schlimmsten Fall passiert genau das, was uns das RWI immer vorrechnet. xx Milliarden Kosten für 1-2% Strom und gefördert haben wir damit die Industrie in China und USA. [Edit (Mod): Zitat kenntlich gemacht!] Hallo Cephalotus Ich könnte Deinen Posting,s zustimmen, wenn da nicht immer diese Kosten Frage wäre. Ich hatte früher mal einen Beitrag von Dir in die nähe des EON Chefs gerückt, weil Du genau so wie dieser von Milliarden gesprochen hast, die auf die Verbraucher durch PV zu kämen. An anderer Stelle, als wieder die Kosten Thema einer Deiner Posting waren, habe ich Dir widersprochen mit dem Hinweis, auf mein Lieblings Thema „Merit Order“ und der Bemerkung, dass laut der da maßgebenden Untersuchung, zumindest bis 2006 der Verbraucher rein rechnerisch einen Vorteil von 2 Milliarden Euro hatte. Wie ich Dich einschätze, ist der „MO“ Thread nicht unbeachtet an Dir vorbeigegangen. Wenn Du nun wieder die Rechnung des RWI benutzt, muß ich erneut widersprechen: So lange nicht eine neuere Untersuchung das Gegenteil der oben Genannten beweist, kann man nicht sagen, dass durch dezentrale EEG Einspeisung die Verbraucher belastet würden. Natürlich ist mir bekannt, dass bis zum Zeitpunkt dieser Untersuchung der „MO“ Effekt überwiegend durch Windstrom ausgelöst wurde. Eine neuere Untersuchung könnte durch den rasanten Ausbau die Rolle der PV in diesem Prozess neu definieren. Was zu der Spitzenlast Zeit zwischen 11 und 14 Uhr die Sonne zum „MO“ Prozess beiträgt, könnte zwischen 17 und 20 Uhr der Wind übernehmen, wie hier: http://verlorenegeneration.de/2009/12/2 ... ls-nichts/ Nach den Erkenntnissen der genannten Untersuchung sind es eindeutig die Kraftwerksbetreiber, die dabei Federn lassen müssen. Leider können die das durch Strompeiserhöhung mit dem Hinweis – mit der für sie günstigen Version sogar richtig - auf steigende Kosten durch die Erneuerbaren Energien wieder rein holen.
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von MrSchnittlauch » 15.01.2010, 11:03
Ich finde es schlimm, welchen Stellenwert das Geld bei vielen PV-Betreibern hat.
Ich finde es schlimm welchen Stellenwert das Geld bei vielen Arbeitnehmern hat! Können doch auch ohne Gehalt Arbeiten! Oder ist das wieder was anderes? Ich glaube nicht! Ich investiere in PV, sichere damit Arbeitsplätze und erzeuge grünen Strom. Dafür verlange ich eine entlohnung! Wenn es keine entlohnung mehr gibt wirds nicht gemacht. Das ist die Realität! Großkraftwerke werden auch nicht mehr betreiben wenn sichs nicht mehr lohnt! Solarfirmen wollen MAXiMALE Gewinne erziehlen!! Gruß, Thorsten
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