Anlagenerweiterung / Eigenstromnutzung mit BHKW

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Re: Anlagenerweiterung / Eigenstromnutzung mit BHKW

Beitragvon gruennetz » 02.02.2011, 20:09

hast Du Dir den Link oben, von Gunnar Kaestle, mal angesehen? Du brauchst nur einen eigenen Zählerraum


Sehe ich auch so, ich hatte so einen Fall, allerdings ohne schon vorhandener Anlage, und wir kamen auf 7 Zähler, teilweise mit Rücklaufhemmung, teilweise ohne, hier mal ein 2-Wege-Zähler, dort ein Eintarif. Dein Netzbetreiber muss es dir beantworten können, stell die Frage an ihn über einen PV-Installationsbetrieb.

Gruß

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Re: Anlagenerweiterung / Eigenstromnutzung mit BHKW

Beitragvon Netzplaner » 22.02.2011, 15:16

RainerN hat geschrieben:
Netzplaner hat geschrieben:Hallo erstmal,
diese Konstellation (BHKW plus PV in Eigennutzung) ist ja sehr interessant und es gibt aus elektrophysikalischer bzw. messtechnischer Sicht eine ganz einfache, klare Antwort: das geht nicht!!! Da beide Generatoren auf eine Hausanlage speisen und erst dann über Messungen ermittelt werden soll, welche Energie aus welchem Genrator kommt ist eine elektrische Teilung ja nicht mehr möglich. Diese Konstellation liegt bereits zur Klärung bei der BNETZ-A aber auch die werden die elektriophysikalischen Bedingungen nicht ändern können.
Gruß
Lothar


Hmmmm,

hast Du Dir den Link oben, von Gunnar Kaestle, mal angesehen?
Du brauchst nur einen eigenen Zählerraum :wink:

Gruß Rainer


Danke für den Hinweis aber an welcher Stelle wird dann die Menge für die ins Netz eingespeiste Energie aus PV bzw. aus BHKW gemessen. Du brauchst doch die Werte für die Abrechnung der unterschiedlichen Vergütungssätze! Was eimal auf einer Schiene vermischt wurde kannst Du ja nicht wieder teilen! Ich wüsste jedenfalls in der Anordnung nicht, welche Menge von wo kommt.
Gruß
Lothar
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Re: Anlagenerweiterung / Eigenstromnutzung mit BHKW

Beitragvon gunnar_kaestle » 25.02.2011, 19:22

Netzplaner hat geschrieben:Danke für den Hinweis aber an welcher Stelle wird dann die Menge für die ins Netz eingespeiste Energie aus PV bzw. aus BHKW gemessen. Du brauchst doch die Werte für die Abrechnung der unterschiedlichen Vergütungssätze! Was eimal auf einer Schiene vermischt wurde kannst Du ja nicht wieder teilen! Ich wüsste jedenfalls in der Anordnung nicht, welche Menge von wo kommt.


Anbei noch mal die gleichen Vortragsfolien in Grün, aber mit etwas anders dargestelltem Rechenschema (S. 17).

Der eingespeiste BHKW-Strom ermittelt sich aus dem Zählerstand Z2-. Die Standby-Verluste eines PV-Wechselrichter sind vernachlässigbar klein (wie genau messen Zähler für den Haushaltsgebrauch?), also geht alles, was vom BHKW über (Z2-) fließt, ins Netz der allgemeinen Versorgung.

Der Rest der Rückspeisung, der am Hauptzähler (Z1-) festgestellt wird, wird daher von der PV-Anlage geliefert.
Gesamtrückspeisung (Z1-) = Rückspeisung PV + Rückspeisung BHKW. Ist das soweit für Dich nachvollziehbar?

Das lässt sich umstellen, so das gilt:
Rückspeisung PV = Gesamtrückspeisung (Z1-) - Rückspeisung BHKW

Rückspeisung BHKW ist wie oben gezeigt am Zähler (Z2-) ablesbar: et voilá man erhält
Rückspeisung PV = (Z1-) - (Z2-)

Z- bezeichnet dabei die eingespeiste Arbeit, Z+ betrifft den Leistungsfluss vom Netz in die Kundenanlage. Ich hab auch ein wenig gebraucht, um mich davon überzeugen zu können, dass das funktioniert. Am liebsten wär mir eine Einspeisung nach Willenserkärung gewesen - das ist dann ein juristisches Konstrukt. Genauso wie durch Vertragsabschluss der Strom von österreichischen Wasserkraftwerken bis nach Hamburg fließt, könnte durch willentliche Einspeisung von bevorzugt PV oder BHKW-Strom man sich den ganzen Heckmeck mit den Unterzählern sparen.

Der Verbraucherservice der BNetzA nimmt gerne positive und negative Fallbeispiele zur Hybridstrom-Messung entgegen, um sich ein Bild von den BATs (Best Available Techniques) zu machen. Unter dem Aktenzeichen E2010-06-30-0215 wurde das Thema der messtechnischen Erfassung schon registriert. Wer will, kann darauf gerne Bezug nehmen.

Gruß,
Gunnar
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Re: Anlagenerweiterung / Eigenstromnutzung mit BHKW

Beitragvon gunnar_kaestle » 12.11.2011, 23:39

Netzplaner hat geschrieben:Danke für den Hinweis aber an welcher Stelle wird dann die Menge für die ins Netz eingespeiste Energie aus PV bzw. aus BHKW gemessen. Du brauchst doch die Werte für die Abrechnung der unterschiedlichen Vergütungssätze! Was eimal auf einer Schiene vermischt wurde kannst Du ja nicht wieder teilen! Ich wüsste jedenfalls in der Anordnung nicht, welche Menge von wo kommt.


Hier ist noch mal ein ausführlicher Artikel zum Thema:
Hybrid-Strom in der Prosumerzelle

Falls jemand eine Hybridstrom-Anlage mit der Zählerkaskade baut, möge er sich bitte hier kurz melden und berichten, wie die Überzeugungsarbeit mit dem Netzbetreiber geklappt hat. Wir sammeln im BHKW-Forum gerade Fallbeispiele.

Gruß,
Gunnar
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Re: Anlagenerweiterung / Eigenstromnutzung mit BHKW

Beitragvon gunnar_kaestle » 04.01.2012, 22:57

Netzplaner hat geschrieben:diese Konstellation (BHKW plus PV in Eigennutzung) ist ja sehr interessant


Das BHKW-Forum hat sich zur Klärung dieser interessanten Frage auch an die EEG-Clearingstelle mit einer Stellungnahme gewendet. Des Weiteren ist vor der Bundesnetzagentur ein Missbrauchsverfahren BK-6-11-111 anhängig.

Gruß,
Gunnar
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Re: Anlagenerweiterung / Eigenstromnutzung mit BHKW

Beitragvon Uli_bw » 05.01.2012, 10:43

Sehr ionteressant, werde das Thema verfolgen müssen....

Danke ULI
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Re: Anlagenerweiterung / Eigenstromnutzung mit BHKW

Beitragvon liselotte » 08.01.2012, 09:25

Hallo Kollegen
Meine Meinung und eigene Erfahrung mit einem BHKW mit Tier-namen:
a ) BHKW darf durch Zusatz-Installationen nicht unter 5000 Ben-Stunden kommen, denn die Service-Kosten sind bei dem
kleinenTIerchen nicht klein.
b) Zählertechnik und Schaltpläne realisierter Anlagen gibt es bereits, aber-wie Kollegen berichtet- etwas aufwendig.

mein Rat
Beide PV-Anlagen zusmmenschliesen und über Drehstromähler direkt einspeisen.
Gruss
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