Diskussion: Kein Schutz für anonyme Meinungsäußerungen?

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Diskussion: Kein Schutz für anonyme Meinungsäußerungen?

Beitragvon Elektron » 05.05.2009, 20:47

Hallo,

http://www.photovoltaikforum.com/ftopic27015.html
hier darf darüber unterhalten werden, aber bitte sachlich!

Gruß Elektron
Zuletzt geändert von Elektron am 07.05.2009, 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon bandae » 05.05.2009, 21:08

Hallo Elektron,
eine geäußerte Meinung ist in der Regel nie ganz objektiv. In vielen Fällen wird es für Forumsbetreiber nicht möglich sein die Richtigkeit zu überprüfen.
Wie ist das bei Leserbriefen in Tageszeitungen, sind da die Redakteure in der Pflicht die Richtigkeit zu prüfen?

Grüße,
bandae.
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Beitragvon Wiese » 05.05.2009, 21:11

Hallo Jürgen

dann werd ich mich doch gleich mal dazu äußern.

Meine Erfahrung mit der Urheberrechtsverletzung hat ja gezeigt, wie schnell man in die Fänge der Anwälte gerät.

Die jüngste Diskussion

http://www.photovoltaikforum.com/viewto ... c&start=30

zeigt auch wieder wie schnell Du als Betreiber in die Bredouille geraten kannst. Viele User sind sich nicht darüber im klaren, wer da am Ende den Geldbeutel aufmachen muss.

Es wäre natürlich ein großer Sieg für die MEINUNGSFREIHEIT wenn das Gericht die Beweisführung bei demjenigen ansiedeln würde, der sich durch die Meinungsäußerung angegiffen fühlt.

Hoffen wir, dass das Gericht dir einen gewissen Spielraum lässt.

Ansonsten ist die Sache mit den Niknames gestorben, und jeder muss sich mit vollem Namen und Adresse anmelden.

Peter
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Beitragvon to2 » 05.05.2009, 21:46

Ist es nicht so, dass die sich auf den Schlips getretene Person/Firma erstmal den Forenbetreiber auf den nach ihrer Sicht verletzenden Beitrag hinweisen muss. Gleich mit der Abmahngebühr zu kommen, scheint mir übertrieben zu sein. Man liest ja öfter davon was in der c't (Computermagazin).
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Beitragvon VeronaFeldbusch » 05.05.2009, 22:06

Hallo,

na dann werde ich mal gleich meinen Nickname ändern und alles was ich schreiben will vorher vom Anwalt prüfen lassen.

Find auch das die Firma überreagiert.

Wegen sowas vor Gericht ist ja lächerlich...

Armes Deutschland... als wenn es keine anderen Probleme gibt.

Jürgen Kopf hoch und durch.

Gruß Verona

PS Vollständiger Name, Adresse und Kontonummer per PN :lol:
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www.solarlog-home.de/heckmann
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Beitragvon KönigKai » 06.05.2009, 08:10

Für den Forumbetreiber wäre die Diskussion sofort vom Tisch, wenn die Anmeldung nur mit dem Klarnamen möglich ist. Solche Diskussionen, wie auch diese geführt habe (Pro und Kontra), sind dann unmöglich, weil bei Klarnamen im Internet einige Beiträge nie geschrieben worden wären.

Wir können darüber reden, ob es sich um Meinungsfreiheit handelt, wenn einige Unternehmen subjektiv oder objektiv beweisbar öffentlich in die Schmuddelecke gestellt werden. Bei einer objektiv beweisbaren Kritik droht keinem Schreiber ein gerichtliches Problem.

Elektron kann die Haftung vom Forum auf die Schreiber verlagern, wenn er deren Identitiät freigibt oder diese bereits bei der Anmeldung geprüft wird.
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Beitragvon Elektron » 06.05.2009, 08:15

Hallo,

das Thema Nickname <==> Realname wurde hier schonmal angesprochen.


Gruß Elektron
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Beitragvon KönigKai » 06.05.2009, 08:23

Danke für den Link. Scheinbar doch nicht so einfach. Auch ich hätte diese Diskussion pro / kontra unter meinem Namen nie geführt.
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Beitragvon Sonnenstevie » 06.05.2009, 10:15

Wenn ich aus fachlicher Sicht etwas dazu sagen darf:

M.E. geht es nicht um die Frage, ob sich jemand anonym äußert oder nicht. Auch wenn dem Forum bzw. seinem Betreiber die Identität eines Users bekannt ist und er die sogar weitergegeben hat, haften immer noch beide - der einzele User und der Betreiber. Zu dem Thema gab es ein Urteil des BGH:

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-b ... pm&Blank=1

M.E. kann man gegen Schadensersatzansprüche nur einwenden, dass es sich um Äußerungen handelt, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sind.

Es muss einfach jeder User dran denken, dass das, was er schreibt, Folgen haben könnte. Vielleicht hilft die Testfrage, ob man sich auch in einem anderen Medium (z.B. in einer Tageszeitung) in dieser Weise äußern würde.

Viele Grüße


Stevie
Dr. Stefan Rode
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Beitragvon firestarter » 06.05.2009, 10:22

Ich hoffe,
dass das Gericht eine Weise entscheidung zu dem Thema trifft

Eigentlich sollte es da mal eine echte Grundsatzentscheidung geben, die Forenbetreiber schützt.

Das Internet ist nunmal das größte frei zugängliche Medium
und ja, da wird auch eine Menge Schindluder getrieben.
Dennoch sollte jedem Neuling schon nach wenigen Tage klar sein, dass nicht alles wahr sein muss, was im Internet steht...da gehört heutzutage einfach zur Allgemeinbildung.
Wenn sich nun jemand negativ über eine Firma xy-gmbh äußert, sollte jedem klar sien, dass dies seine Persönliche Meinung widerspiegelt. Und jeder kann sich wohl ein Bild davon machen, ob das eine Einzelmeinung ist, oder es noch tausend andere gibt, die sich ähnlich äußern.
Wenn nun ein allgemeingebildeter internet-nutzer mal vereinzelt eine Negativ-Meinung liest, dann ist das noch lange keine (Ruf-)Schädigung gegenüber der Fa....jeder Mensch weiss, dass es auch mal andere, ggf. falsche Meinungen gibt.

Wenn einer nun übertreibt und in zig Beiträgen immerwieder das gleiche wiederholt und offensichtlich den Ruf der xy-gmbh schädigt, dann werden die Foren-Mod's doch eh schon von ganz alleine aktiv.

Forenbetreiber gehören einfach geschützt
(solange sie nun nicht unbedingt vorsätzlich falschaussagen forcieren)
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