Diskussion: Kein Schutz für anonyme Meinungsäußerungen?

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Beitragvon PV-Harry » 31.05.2009, 20:40

Hallo Wolfgang Neumann,

dass Du mit Deinem eigenen Namen auftrittst, finde ich ehrenrührig, und auch ohne Kritikpunkt. Muss jeder selbst wissen. ich würde das nicht wollen!

So wird unsere Gesellchaft noch schneller gläsern als es gewollt ist.

Sucht ein Arbeitgeber einen Grund gegen einen Mitarbeiter, dann googelt er so lange, bis er Belastendes gefunden hat....Beiträge während der Arbeitszeit, inhaltliche Aussagen etc..

Ebenso könnten Scheidungsanwälte und viele andere mehr auf die Suche
gehen und hier für jeden Belangloses zum Stolpersteinchen machen.

Ich finde Foren sollten auch User schützen und auch deren Anonymität.
Ein guter Umgang und Akzeptanz untereinander ist deshalb doch kein Problem!

Klar hier geht es um persönliche Meinungen Erfahrungen und perspektivische Einschätzungen.

Gute Foren sind in sich offen und nach meinen Beobachtungen selbstreinigend. Schlechte Beiträge werden hier so pluralistisch zerpflückt, dass sich Firmen nicht einmischen brauchen, die sollten lieber die Dichtigkeit ihrer Sicherheitsmechanismen prüfen und dort den Hebel ansetzen. Eher den Foren dankbar sein, um innerbetriebliche Lekagen zu
suchen und zu erkennen.

Dafür Foren verantwortlich zu machen, finde ich, den Falschen bestraft.

Ein Forum sollte sicher sauber von Schmutz, (Schleich)werbung und Anfeindungen sein, aber es sollte "anonym...Nick" und pluralistisch bleiben.

Mods sollten im Zweifelsfall einschreiten dürfen.

Vorrangig halte ich die Anonymität unter den Interessenten in der Interessengemeinschaft. Wird diese nicht mehr gesichert, halte ich Persönlichkeitsrechte für massiv verletzt.

Für mich sind der größte Prozentsatz der Schreiberlinge keine Profilneurotiker, sondern Hilfe- und Ratsuchende.

Beispiel: Franz Müller bekommt ein Angebot von Firma X und stellt es zur Diskussion, mit anbiete Firmen sehen teilweise(Dank Googel) die Preise der Mitbewerber und sehen wie sie den Anbieter X von Franz Müller zu unterbieten haben, weil Franz Müller so doof war sich im Forum mit seinem Namen zu outen.

Dieses verschärfte Form des Wettbewerbes würde ich verabscheuen und ablehnen, allein deshalb würde ich für 100 % Anonymität plädieren.

Die reinigende Wirkung von Foren halte ich für unbestritten und gut.

Deshalb plädiere ich für 100 % Datenschutz der Schreiberlinge.

Auch wenn man sich persöhnlich von Messen, Foren und Messen kennt, muss man sich in Foren nicht outen!

Schöne Pfingsten wünscht PV-Harry 8)
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Beitragvon pumlux » 04.06.2009, 20:28

So für morgen viel Erfolg.

Ich hoffe das Gericht entscheidet sich für freie Meinungsäußerung.

Eins ist gewiss, die Mitglieder des Forums stehen hinter Elektron. Ich bin gespannt über den Verlauf des Prozesses zu lesen und ich hab auch schon einen Wunsch wie das Gericht entscheiden sollte.

Meinungsäusserung ist wichtig, Sie muss aber auch korrekt sein.

In diesem Sinne.

Gruß
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Beitragvon Helios » 04.06.2009, 20:35

pumlux hat geschrieben:So für morgen viel Erfolg.

Ich hoffe das Gericht entscheidet sich für freie Meinungsäußerung.

Eins ist gewiss, die Mitglieder des Forums stehen hinter Elektron. Ich bin gespannt über den Verlauf des Prozesses zu lesen und ich hab auch schon einen Wunsch wie das Gericht entscheiden sollte.

Meinungsäusserung ist wichtig, Sie muss aber auch korrekt sein.

In diesem Sinne.


...dem ist nichts hinzuzufügen, viel Erfolg Morgen Jürgen !

Gruß Helios
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Beitragvon bereil » 04.06.2009, 20:59

... viel Erfolg morgen. Leider ist mir der Weg zu weit, sonst wäre ich gerne dabei gewesen.

Gruß,

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Beitragvon Max » 04.06.2009, 22:14

Nun, habe ich eine ganze Zeit überlegt, ob ich hier wirklich meinen Senf zu abgeben soll oder nicht.

Aus Erfahrung heraus hören sich die Schilderungen verschiedener Parteien oftmals auch sehr verschieden an.
Da lässt der eine ganz erhebliche Details weg oder agiert mit Halbwissen.

Wie oft habe ich hier schon den einen oder anderen Bericht mit Argwohn zur Kenntnis genommen und fand es dann erfreulich, wenn zumindest der Beschuldigte dann auch in der Anonymität wie sein Ankläger bleiben durfte ( heißt kein Name erwähnt wurde oder konkrete Hinweise, welche Rückschlüsse möglich machen könnten).

Was die Haftung eines Internetforumbetreibers angeht, könnte ich mir vorstellen, dass bei gewerblichen Foren durchaus eine erweiterte Haftung des/der Forenbetreiber und Unternehmer in Betracht gezogen werden könnte, da eine Unternehmereigenschaft auch gewisse Obliegenheitspflichten mit sich bringt.

Was das Internet betrifft, hat dieses eine viel größere Erreichbarkeit und Präsenz als irgendein anderes Medium und hinterlässt oftmals tausende für die Unendlichkeit geschaffene Spuren.
Dies verleiht Nutzern des Mediums Internet jedoch auch die Fähigkeit jemanden einen Schaden zuzufügen, dessen Ausmaße in keinster Weise abschätzbar sind.

Ich möchte natürlich nicht, dass Jürgen in irgendeiner Weise Schaden durch diese Klage erleidet aber möchte doch dazu anregen, wenn das Münchener Gericht in diesem Fall zu Gunsten von Forenbetreibern entscheiden sollte, dies nicht als Sieg der Gerechtigkeit und Freifahrtsschein für ungezügelte "Meinungsfreiheit" zu betrachten, sondern vielmehr über den Umgang mit diesem Medium und möglicher "Vorsichtsmassnahmen bzw, Einschränkungen " bestimmter Forenbereiche nachzudenken.

Von meiner Seite natürlich alles Gute für den morgigen Tag.

Viele Grüße
Max
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Beitragvon Amun_Ra » 05.06.2009, 06:20

Ich drück jedenfalls für heut ebenso die Daumen!
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Beitragvon neuharlingerstrom » 05.06.2009, 09:11

Amun_Ra hat geschrieben:Ich drück jedenfalls für heut ebenso die Daumen!


Moin Chef,

ich ebenfalls , auf das die schwarzen Schafe einer Branche in Zukunft schlecht schlafen mögen, weil ihre Missetaten im Internet von um riesige Summen betrogene Kunden veröffentlicht werden.

Ich bin allerdings ganz zuversichtlich, da ja die Staatsanwalt des Falles im gleichen Haus sitzt und sich der Fall durchs Fernsehen auch bis ins Gericht rumgesprochen haben wird.

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Beitragvon Max » 05.06.2009, 14:28

Zitat:
"Moin Chef,

ich ebenfalls , auf das die schwarzen Schafe einer Branche in Zukunft schlecht schlafen mögen, weil ihre Missetaten im Internet von um riesige Summen betrogene Kunden veröffentlicht werden.

Ich bin allerdings ganz zuversichtlich, da ja die Staatsanwalt des Falles im gleichen Haus sitzt und sich der Fall durchs Fernsehen auch bis ins Gericht rumgesprochen haben wird.

mfg vom Deich
"


Hallo,

Soweit ich das verstanden habe geht es in der Klageanschrift um den Grundsatz von Prüfpflichten und Haftung von Forenbetreibern für in ihr Forum eingestellte Beiträge, die anderen schaden.

Sollten sich die werten Juristen von dem parallel laufenden Fall dazu verleiten lassen, den Grundsatz der Klage im Kern nicht zu erfassen und dies einseitig auf den einen Fall beziehen, dann ist damit noch keine eindeutige Rechtsprechung erfolgt für anders geartete Beiträge, welche ungeprüft im Internet eingestellt werden und jeder berechtigen Grundlage entbehren.

Viele Grüße
Max
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Beitragvon Helios » 05.06.2009, 20:53

Hallo Max,

wir wurden noch nie mit Löschungsaufforderungen oder Klagen von Personen oder Firmen konfrontiert, über die User in nicht nachprüfbaren Beiträgen positiv berichtet haben.
Komisch, nicht?

Gruß Helios
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Beitragvon solerling » 05.06.2009, 21:52

Max hat geschrieben:Zitat:
"Moin Chef,

ich ebenfalls , auf das die schwarzen Schafe einer Branche in Zukunft schlecht schlafen mögen, weil ihre Missetaten im Internet von um riesige Summen betrogene Kunden veröffentlicht werden.

Ich bin allerdings ganz zuversichtlich, da ja die Staatsanwalt des Falles im gleichen Haus sitzt und sich der Fall durchs Fernsehen auch bis ins Gericht rumgesprochen haben wird.

mfg vom Deich
"


Hallo,

Soweit ich das verstanden habe geht es in der Klageanschrift um den Grundsatz von Prüfpflichten und Haftung von Forenbetreibern für in ihr Forum eingestellte Beiträge, die anderen schaden.

Sollten sich die werten Juristen von dem parallel laufenden Fall dazu verleiten lassen, den Grundsatz der Klage im Kern nicht zu erfassen und dies einseitig auf den einen Fall beziehen, dann ist damit noch keine eindeutige Rechtsprechung erfolgt für anders geartete Beiträge, welche ungeprüft im Internet eingestellt werden und jeder berechtigen Grundlage entbehren.

Viele Grüße
Max


Da frage ich mich aber schon wer denn die Beiträge prüfen soll.. :roll:
Aja dafür gibt es ja Rechtsanwälte,und da werden sicher auch wieder einige streiten darüber...was richtig ist.. :twisted:

Denke hier im Forum muss Jeder selbst entscheiden was er für richtig oder falsch hält.(Ob er sich dann tatsächlich für das "Richtige" entschieden hat ist eine andere Frage) :?:

Gruß Josef
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