Crespel hat geschrieben:Also meiner Meinung nach - das einfachste,billigste und genaueste loggen funktioniert nur am Zähler --> eHz.
Ich habe zwei davon und logge mit je einem Com-Log von Co-met - Daten gehen auf eine Micro -SDHC Karte und können auf den PC übertragen werden wenn man Zeit dazu hat.
Gruss
Crespel
Es kommt darauf an...
Wenn die Hautaufgabe sein soll, die Erträge fortzuschreiben, dann ist die Datenquelle Zähler sicher das Entscheidene. Jedoch haben die heute zeitgemäßen Datenlogger zusätzlich noch andere Zielsetzungen, die über das passive akkumulieren von Daten hinausgehen und die in der einen oder anderen Situation durchaus größen Schaden vermeiden können.
Schleichende Veränderungen an den Anlagen sind oftmals durch die manuelle quasizyklische Bewertung der Erfassungsdaten nicht zu erkennen. Mittlerweile ist ebenso die Netzqualität auf der AC-Seite zunehmend ein Bereich aus dem Beeinträchtigungen eingestrahlt werden können.
Also es geht um die kontinuierliche und automatische Bewertung von Messwertverläufen im Zusammenhang mit Klimadaten und Referenzdaten im Umfeld, um proaktiv Alarmierungen an den Betreiber abzugeben, die frühzeitig einen Indikator darstellen und auf die er dann ereignisbezogen reagieren kann.
Ob man das Sicherbedürfnis in dieser Art hat oder es als ausreichend abgedeckt über die Versicherung ansieht, ist dabei eine zweite Sache.
Die Mehrzahl der Leser und Teilnehmer dieses Forums haben eine erhöhte Sensivität gegenüber dem Betriebsverhalten "IHRER" PV-Anlage und wenn sich hier jemand über die Leistungen eines Datenloggers informiert oder um Ratschläge bittet, dann ist meine persönliche Meinung, dass die mehr brauchen und wollen als die periodische Ertragsüberwachung, weil die bekommen die meisten auch nach einem Jahr über die EVN Abrechnung nach Ablesung des Ertragszählers.
Ich habe auch den (subjektiven) Eindruck, dass sicher 90 % der Betreiber gar nicht wissen, ob die eigene Anlage im Rahmen der verwendeten/verbauten Komponenten einen vergleichsweise "normales Betriebsverhalten" aufweisen. Ich wage auch zu behaupten, dass 2/3 aller errichteten Anlagen auf Einfamilienhäusern nicht vollständig nach den Regeln der Technik korrekt aufgebaut sind und betrieben werden.
Wenn dann sich einer nach Ersterrichtung mit einem Datenlogger separat beschäftigt, hat derjenige ein erhöhtes Informationsbewusstsein und eventuell auch schon einen wagen Verdacht, dass es Optimierungspotenzial geben könnte.
Denen würde ich auf jeden Fall keine Loggerversion empfehlen, die auf die eigene Disiplin über Jahre hinweg setzt. Zwei, drei Jahre geht das ganz gut, aber nach Ablauf der Gewährleistung und ggf. Garantiezeiträumen schleift sich diese anfängliche Konsequenz ab, insbesondere wenn man keine beunruhigende Ereignisse wahrgenommen hat.
Also wenn Datenlogger, dann automatische Alarmierung, bei Abweichungen der Verläufe.
Mittlerweile (nach Juli 2010) ist ja das Thema Wiederholungsprüfung der elektrischen Gegebenheiten der Anlagen auch ein weiterer Baustein, den sich die Betreiber durchaus einmal vergegenwärtigen sollten.
Grüße