Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

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Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon Brisko_S » 05.06.2012, 12:34

Hallo,

Ich bin ein wenig verwirrt was die Thematik des Einspeisemanagements betrifft.
Da ich diese Woche noch eine 29,64kWp-Anlage in Betrieb nehmen will bin ich auf der Suche nach einer vernünftigen Lösung für das Herunterregeln der Wechselrichter. Die 70%-Regel macht bei dieser Anlagengröße meiner Meinung nach wenig Sinn, daher habe ich mich für das Einspeisemanagement entschieden. Nun stellt sich für mich die Frage, wie ich das umsetze.

Als Wechselrichter kommt ein SMA STP 10000TL-10 und ein SMA STP 17000TL-10 zum Einsatz. Mir ist bekannt, dass die Kommunikation mit den WRs über RS485 laufen muss, also brauche ich schon mal zwei Data-Module für die WRs.

Meine Suche hier im Forum hat mich folgende Lösungen gebracht:
- 2 x SMA DM-485CB-10 Data Module für ca. 180€, 1 x SMA Power Reducer Box für ca. 850€, 1 x Sunny WebBox für ca. 490€, macht einen Gesamtpreis von ca. 1520€
- 2 x SMA DM-485CB-10 Data Module für ca. 180€, 1 x Solar-Log 500 PM/PM+ für ca. 580€, macht einen Gesamtpreis von 780€
- 2 x SMA DM-485CB-10 Data Module für ca. 180€, 1 x PowerDog M für ca. 740€, macht einen Gesamtpreis von 920€

So weit ich gelesen habe soll es wohl auch eine günstige Möglichkeit geben die Wechselrichter mit Relais vom Netz zu trennen. Aber dann frage ich mich, wie ich die 100/60/30/0%-Stufen einhalten soll. Wird das denn auch von allen Netz-Betreibern akzeptiert?

Was meint ihr? Gibt es noch andere Möglichkeiten?

Gruss
Brisko
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Re: Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon Bart » 05.06.2012, 12:37

nehme bei meiner Anlage die 2te Variante!
Da schlägst du 2 Fliegen mit einer Klappe! (Einspeisemanagement und einen TOP Logger)

mfg
1. 30x Sanyo HIT 210 - 6,3kWp - SB2100 - SB3800 - 06.12.2007
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3. 130x CLS-230P 225Watt - 29,25kWp - 2x STP15000
4. 48x Risen SYP200S-M - 9,6kWp - 1x Steca Grid 10000+
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Re: Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon Brisko_S » 05.06.2012, 13:10

Der Solar-Log ist ein etabliertes, gutes Gerät. Doch der PowerDog bietet (zumindest auf dem Papier) interessante Zusatzfunktionen. Leider gibt es zum PowerDog noch keine Erfahrungsberichte oder Produkttests. Ob sich der Aufpreis lohnt kann man bisher kaum absehen.

Gibts denn noch eine günstige Variante? Vielleicht eine Softwarelösung für Windows oder Linux, die das Einspeisemanagement beherrscht? Für den PC gibts ja durchaus die passenden Schnittstellenkarten bzw. USB-Adapter.
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Re: Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon Brisko_S » 07.06.2012, 07:54

MOIN,

Da offenbar keiner eine weitere Möglichkeit benennen kann werde ich dann wohl erst mal die Variante mit dem Leistungsschütz anwenden. Ich sehe nicht ein so viel Geld für ein Gerät auszugeben, was nur ein paar Daten via serieller Verbindung abfragt um sie ins Internet zu senden.
Weil ich natürlich auch loggen will bin ich nun auf der Suche nach einer passenden self-made Lösung. Praktisch wäre eine Software, die YASDI verwendet und auf einem Router mit DD-WRT läuft. Kennt hier jemand was passendes?

Gruss
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Re: Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon DeLaDope » 07.06.2012, 08:04

Hi,
wir haben eine ähnliche Anlage und werden die günstige Variante wählen und die Anlage mit Relais vom Netz nehmen.
Dies wurde auch akzeptiert. Lediglich die Ausgleichzahlung bei einer Regelung der Anlage fählt niedriger aus. Sollten nur 60% angefordert werden, bekommt man auch nur 60% entschädigt.

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Re: Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon Brisko_S » 07.06.2012, 08:18

Hi DeLaDope,

Bei mir sieht es so aus, dass ich 60 Module am SMA Tripower 10000 und 96 Module am Tripower 17000 habe. Wenn ich nun zwei Schütze einbaue und bei dem 60% Signal nur den Tripower 10000 vom Netz trenne, dann wären das:
156 x 190Wp = 29,64kWp
60 x 190Wp = 11,40kWp
(11,40 x 100) / 29,64 = 38,46% Leistungsminderung.

Man kann natürlich auch einfach rechnen:
(60 x 100) / 156 = 38,46%

Müssen denn die Stufen so genau eingehalten werden?
Ein Mitarbeiter meines Netzbetreibers hat mir am Telefon gesagt, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass wir jemals abgeregelt werden. Er sagte bisher hänge noch keine große Erzeugungsanlage an unserem Strang.

Gruss
Brisko
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Re: Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon DeLaDope » 07.06.2012, 09:01

Ob die Stufen genau eingehalten werden müssen, kann ich Dir leider nicht sagen. Da wie Du schon schreibts die Wahrschienlichkeit eines Abregelns sehr gering ist, würd ich es mit einem Schütz machen.

VG
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Re: Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon jodl » 07.06.2012, 11:10

- die Stufen müssen überhaupt nicht eingehalten werden. 100 % / 0 % genügt
- zu den oben aufgeführten Kosten kommen noch die Kosten für den Rundsteuerempfänger dazu
- unabhängig vom Einspeisemanagement würde ich bei einer 30 kWp-Anlage trotzdem einen Logger einbauen
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Re: Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon LumpiStefan » 07.06.2012, 11:29

jodl hat geschrieben:- die Stufen müssen überhaupt nicht eingehalten werden. 100 % / 0 % genügt

bist Du da sicher?
Wie will das EVU damit Spitzen abfangen, wenn immer nur alles oder nichts von der Anlage kommt.
Meines Wissens muss man das ihrer mitbedenkst EVU klären...

Stefan
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Willst du mir was gutes tun... --> http://www.stefan-bauer.net/daten/spende/
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Re: Einspeisemanagement bei 29,64kWp und SMA Tripower WR

Beitragvon jodl » 07.06.2012, 11:40

@Stefan:
Anwendungshinweis § 6 Absatz 2 EEG 2012
Seite 7 oben:

"V. Ergebnis
Anlagen bis 100 Kilowatt erfüllen die Voraussetzungen nach § 6 EEG 2012, wenn bewährte weitgehend standardisierte verfügbare Technik eingesetzt wird, zum Beispiel Rundsteuertechnik. Die technische Einrichtung muss mindestens die Befehle Einspeiseleistung 100 Prozent (Ein) und 0 Prozent (Aus) umsetzen können; ein stufenloses Regeln ist für diese Kleinanlagen derzeit nicht erforderlich."

da braucht nichts mit einem EVU geklärt werden, ein einfacher Hinweis sollte reichen

vielleicht machst du dir auch falsche Vorstellungen bezüglich der Größenordnung in der so eine Abregelung gedacht ist
"drohende Netzüberlastung in der Gartenstraße, sofort die 5 kW-Anlage von Herrn Schmidt auf 63% abregeln!" 8)
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