Neues EEg in Belgien? Preisanstieg

länderspezifische Themen für die Beneluxländer

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen) | Zum Bewerten bitte anmelden

Beitragvon kuki » 29.09.2009, 18:10

Wie du schreibst soll sich die Anlage nach 3,5 Jahren rechnen. Wenn man von armotisieren spricht, dann heisst das doch:
Ich nehme meine private Kohle in die Hand und nach n Jahren bekomm ich die zurück und ab einem bestimmten Punkt bin ich von - auf 0 gekommen,
danach fängt die Armotisation an. Also, angenommener Anlagenpreis: 20000€ (Angebot lokaler Händler 4 kwp Anlage)
abzüglich 4500 € (3500 € + 1000 € in Eupen) Förderung sind 15500 € Nettoanlagenpreis - 9329,25 € Einspeisevergütung = 6170,75 € die
nach 3,5 Jahren noch übrig wären.


Du vergisst zum ersten meine Steuerermäßigung von 40 % der in Rechnung gestellten Kosten der PV Anlage mit einer Höchstsumme je Steuerperiode (3440€ für 2008 installierte Anlagen) für 3 Jahre.
Beispiel: Eine Anlage kostet 20000€. 40% davon sind 8000€.
Steuerermäßigung im Jahr 1: 3440€
Steuerermäßigung im Jahr 2: 3440€
Steuerermäßigung im Jahr 3: 1120€

Zum zweiten musst du noch berücksichtigen dass du eine deutlich geringe Stromrechnung haben wirst und da natürlich auch noch Geld sparst.

Was hat das denn jetzt mit dem Rückwärtslaufen des Zählers auf sich?

Du schreibst
"In den 12 Monaten die ich meine Anlage nun betreibe habe ich 4484,6 kWh ins Netz eingespeist."
"Mit meinen 4484,6 kWh : 143 = 31,36 d.h. ich habe 31,36 Zertifikate erwirtschaftet."

Das würde ja bedeuten, du hast keinen Strom verbraucht. So wie ich das verstanden habe, wird ein Teil des produzierten Stroms
ja von der Anlage in das Hausnetz gespeist


Auch hier mein Beispiel:
Mein Zählerstand der Stromverbrauchszähler beim Start meiner Anlage
war 48646 kWh. Genau ein Jahr später zeigte mein Stromverbrauchszähler 48700 kWh. Das heisst ich habe fast eine Punktlandung vollbracht nämlich soviel Strom zu produzieren wie ich verbraucht habe. Das ist ein quasi ein Tauschgeschäft zwischen meinem
Stromlieferanten der mir Strom zu jeder Tag und Nachtzeit bei Bedarf liefert und ich liefere ihm meinen über Tag produzierten Strom zurück.
In meinem Fall liegt meine Stromrechnug bei der Differenz zwischen verbrauchtem und eingespeisten Stronm (57 kWh) plus der
Durchleitungsgebühr für den Netzbetreiber (Interost).
Ich hoffe das erklärt dir das Rückwärtslaufen des Zählers.

Wenn du Grenzgänger bist geht dir natürlich die üppige Steuerermäßigung durch die Lappen dafür ist der Verdienst auf der anderen Seite der Grenze auch sicher lohnenswert oder?:wink:
Benutzeravatar
kuki
Stammmitglied
Stammmitglied
 
Beiträge: 74
Registriert: 16.02.2008, 19:48
Wohnort: 50,644907 6,041914

Beitragvon Mario_m » 29.09.2009, 20:31

Ok, dann glaube ich das verstanden zu haben.

Das heißt also, dass man immer ins öffentliche Netz einspeist und den Verbrauchsstrom
vom jeweiligen Anbieter bezieht, wie bisher auch (Nur dass der Zählerstand nach einem
Jahr geringer ist). Man also bei einer Punktlandung nichts mehr zahlen muss, aber trotzdem
die Kohle für die Zertifikate bekommt (Wie ich gehört habe am Jahresende).

Würde also konkret bedeuten (zahlen der Einfachheit halber aufgerundet):

Gesamtstromverbrauch/Jahr: 5500 KWH
eingespeister Strom/Jahr: 4500 KWH
noch zu zahlender Strom/Jahr: 1000 KWH

Investitionssumme: 20000 € - 4500 € = 15500 €
Steuerersparnis Grenzgänger: 0 €
Erwirtschaftete Summe PV/Jahr: 65 € * (4500/143) = 2045 €
restlicher zu zahlender Strom/Jahr: 1000 KWH * 0,15 € = 150 € (gemittelt weil Tag und Nacht)
Nettoertrag/Jahr: 2045 € - 150 € = 1895 €
Armortisation: ca. 8 Jahre

Sehe ich das so richtig?

Wird man in B versteuert, verbessert sich das natürlich. Trotzdem halte ich das für eine
Mogelpackung. Da ich als Grenzgänger anders behandelt werde und ändern kann ich das ja
so ohne weiteres auch nicht. Das Doppelbesteuerungsabkommen lässt ja einem leider keine
Wahl. Selbst Belgier ohne weiteren Bezug zu D, die nur ihrem Job nachgehen und mit D
nichts zu tun haben, gucken hier in die Röhre. Ob man in D mehr verdient, das sei mal dahin
gestellt. Belgien ist ja schließlich kein Drittewelt Land und die Kosten für das eine oder
andere sind hier sogar höher.
Mario_m
Neu hier
Neu hier
 
Beiträge: 3
Registriert: 28.09.2009, 10:04

Beitragvon kuki » 29.09.2009, 21:39

Hallo Mario,

you got it!

Vieke Grüsse

Kuki
Benutzeravatar
kuki
Stammmitglied
Stammmitglied
 
Beiträge: 74
Registriert: 16.02.2008, 19:48
Wohnort: 50,644907 6,041914

Re: Neues EEg in Belgien? Preisanstieg

Beitragvon turpit » 06.07.2010, 08:50

Ich trage mich mit aehnlichen Gedanken wie Mario und bin auch Grenzgaenger. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung so stimmt. Selbst ein Grenzgaenger zahlt doch Kommunalsteuer in Belgien (aktuell fuer Kelmis z. B. 6% seines Welteinkommens). Kann denn die Steuerersparnis nicht ueber die Kommunalsteuer geltend gemacht werden? Dann saehe doch Armortisationsdauer schon ganz anders aus ...
turpit
Neu hier
Neu hier
 
Beiträge: 1
Registriert: 06.07.2010, 08:43
Info: Interessent

Re: Neues EEg in Belgien? Preisanstieg

Beitragvon cybersoft » 24.11.2010, 21:09

wie sehen die aktuellen förderprogramme aus, wer kann einem dabei helfen?
cybersoft
Neu hier
Neu hier
 
Beiträge: 2
Registriert: 24.11.2010, 20:41
Info: Interessent

Vorherige

Zurück zu Belgien / Niederlande / Luxemburg



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste