Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

länderspezifische Themen für die Beneluxländer

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Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon Sunny-Gi » 16.04.2010, 12:07

Hallo zusammen,

ich bin neu in diesem Forum und auch in der Solarbranche - mich interessiert aber, wie die Einspeisevergütung in unseren Nachbarstaaten geregelt sind. Ich habe im Internet nur alte Informationen gefunden, hat jemand aktuelle News wie hoch die Vergütungen aktuell sind bzw. ob es überhaupt Einkspeisevergütungen in den Benelux-Staaten gibt?

freue mich auf Antworten, :danke:
Grüße, sunny-gi
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Re: Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon pv-tommy » 20.01.2011, 11:56

Hallo zusammen,
ja nach solchen informationen suche ich auch, kann aber nichts gebrauchbares oder aktuelles finden...
Weiß hier denn keiner bescheid???????
mfg
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Re: Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon liteman » 02.03.2011, 18:03

Hallo,

ich kann nur für Belgien sprechen.

Eine Einspeisevergütung wie in Deutschland gibt es in Belgien nicht. Wir "schenken" dem Energieversorger den produzierten Strom. Es gibt auch keinen Eigenverbrauch oder ähnliches.
Verbrauche ich weniger oder genau den Strom den ich in einem Jahr produziere ist meine Jahresstromabrechnung = 0 €. Verbrauche ich mehr als ich produziere, kaufe ich den Unterschied ganz normal beim Energielieferanten ein. Der Stromzähler meines Hausanschluß dreht an sonnigen Tagen also rückwärts, sobald ich mehr produziere als ich aktuell verbrauche.

Jetzt zu dem interessanteren Teil.
Wir bekommen 7 "Grüne Zertifikate" pro 1000 Kwh produziertem Strom, egal ob dieser Strom selber gebraucht wird oder ins Netz eingespeist wird. Hierzu hat jede Anlage einen extra "Grünen Stromzähler", der jede produziert Kwh zählt.
Diese Zertifikate verkauft man an den meistbietenden Energieproduzent. Diese sind per Gesetz verpflichtet einen gewissen Prozentsatz des verkauften Strom's grün zu produzieren. Das heißt für einen gewissen Prozentsatz des verkauften Strom's muß das Unternehmen grüne Zertifikate vorlegen. Einen Teil der Zertifikate erwirtschaften die Energieriesen selber (z.B. Windfarmen, Biogas, ...), die fehlenden kaufen sie bei uns ein. Es gibt verschiedene Gesellschaften, die diesen Handel mit den Energieriesen betreiben und jeder kleine Produzenten muß selber mit der Gesellschaft seiner Wahl den bestmöglichen Preis aushandeln. Man könnte das mit Börsenhandel vergleichen.

Ich hoffe ich konnte das verständlich erklären, ansonsten einfach fragen.

Grüße aus Belgien

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Re: Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon GAST » 26.09.2011, 16:15

liteman hat geschrieben:Hallo,

ich kann nur für Belgien sprechen.

Eine Einspeisevergütung wie in Deutschland gibt es in Belgien nicht. Wir "schenken" dem Energieversorger den produzierten Strom. Es gibt auch keinen Eigenverbrauch oder ähnliches.
Verbrauche ich weniger oder genau den Strom den ich in einem Jahr produziere ist meine Jahresstromabrechnung = 0 €. Verbrauche ich mehr als ich produziere, kaufe ich den Unterschied ganz normal beim Energielieferanten ein. Der Stromzähler meines Hausanschluß dreht an sonnigen Tagen also rückwärts, sobald ich mehr produziere als ich aktuell verbrauche.

Jetzt zu dem interessanteren Teil.
Wir bekommen 7 "Grüne Zertifikate" pro 1000 Kwh produziertem Strom, egal ob dieser Strom selber gebraucht wird oder ins Netz eingespeist wird. Hierzu hat jede Anlage einen extra "Grünen Stromzähler", der jede produziert Kwh zählt.
Diese Zertifikate verkauft man an den meistbietenden Energieproduzent. Diese sind per Gesetz verpflichtet einen gewissen Prozentsatz des verkauften Strom's grün zu produzieren. Das heißt für einen gewissen Prozentsatz des verkauften Strom's muß das Unternehmen grüne Zertifikate vorlegen. Einen Teil der Zertifikate erwirtschaften die Energieriesen selber (z.B. Windfarmen, Biogas, ...), die fehlenden kaufen sie bei uns ein. Es gibt verschiedene Gesellschaften, die diesen Handel mit den Energieriesen betreiben und jeder kleine Produzenten muß selber mit der Gesellschaft seiner Wahl den bestmöglichen Preis aushandeln. Man könnte das mit Börsenhandel vergleichen.

Ich hoffe ich konnte das verständlich erklären, ansonsten einfach fragen.

Grüße aus Belgien

liteman


Hallo,
ist auch eine Interssante Variante die Förderungskosten gering ausfallen zu lassen!!
Aber wieviel bringt so ein grünes Zertifikat in €€??
Gibt es da irgendwo eine Internetseite wo man sowas nachsehen kann.
Wie sieht es denn mit den Steuern aus ??
Müsst ihr da irgendwas beim Finanzamt angeben??
Was passiert wenn ihr wesentlich mehr produziert als ihr selber verbraucht??
Habt ihr dann als Vergütung nur die Zertifikate??

Gruß
Jörg
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Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !!
Zitat von eggis!!
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Re: Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon Ingorc » 28.09.2011, 11:07

Hallo,

grüne Zertifikat sind für mom. noch bis 15 Jahre gesichert momentaner Marktwert ca. 80- 85 euro

ab Ende November is dann schluss dann gibt es nur noch 10 Jahre Zertifikate auf einer Anlage von 5kwp verlust auf 15 Jahre ca. 10.000 euro

was mehr produziert wird sollte verbraucht werden :lol:

Belgische Anlagen sind nach ca. 3-4 Jahren amortiesiert, heist ab dem 4 Jahr = Gewinn durch Zertifikate und 0 Euro für Strom :mrgreen:
Schreibfehler macht jeder mal
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Re: Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon Francois » 28.09.2011, 20:11

Und ich kann nur fur die Niederlande sprechen.

Wir konnen eigen gemachten strom bis 5000 kWh jahrlich von eigenverbrauch abziehen. ( "Net - metering" )
Wenn man mehr produziert als selbst verbraucht kriegt mann etwas wie 8 bis 9 cent pro kWh.
Der wert von eigenverbrauch kWh liegt so bei 21 bis 22 cent pro kWh.

Aber wir haben keine weiteren kosten dafur. Mit jetzigen PV-preisen ist das prima. Ich bin der meinung das wir jetzt "grid-paritat" haben hier.
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Re: Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon liteman » 11.10.2011, 17:48

Hallo,

@ Jörg

Den Wert eines grünen Zertifikat kann man nicht pauschal festlegen. Dieser hängt vom Bedarf der Energielieferanten und vom eigenen Verhanlungsgeschick ab.
Die Beträge liegen aber meist zwichen 75€ und 85€ pro Zertifikat.
Der Gewinn aus dem Verkauf dieser Zertifikate ist bis zu einer Grenze von 5580€/Jahr steuerfrei.
Ja als Vergütung haben wir nur die grünen Zertifikate.


Die weiter oben von mir beschriebene Vergütung zählt so auch nur noch für die Wallonische Region, in Flandern gilt ein anderes System. In Flandern gibt es pro 1000kWh produziertem Strom eine pauschale Vergütung von x €.

Ab 1. Dezember 2011 wird sich an der "Förderung" in der Wallonischen Region jetzt definitiv etwas ändern. Es wird eine Übergangsphase bis zum 1. April 2012 geben, bevor das neue System greift.

Wenn Interesse besteht kann ich die neue Förderung hier genauer erklären.

Grüsse aus dem deutschsprachigen Gebiet Belgiens, welches zur französischsprachigen Region gehört. :wink:

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Re: Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon Ohnesorg » 21.10.2011, 08:54

liteman hat geschrieben:Hallo,

ich kann nur für Belgien sprechen.

Eine Einspeisevergütung wie in Deutschland gibt es in Belgien nicht. Wir "schenken" dem Energieversorger den produzierten Strom. Es gibt auch keinen Eigenverbrauch oder ähnliches.
Verbrauche ich weniger oder genau den Strom den ich in einem Jahr produziere ist meine Jahresstromabrechnung = 0 €. Verbrauche ich mehr als ich produziere, kaufe ich den Unterschied ganz normal beim Energielieferanten ein. Der Stromzähler meines Hausanschluß dreht an sonnigen Tagen also rückwärts, sobald ich mehr produziere als ich aktuell verbrauche.
...
Grüße aus Belgien

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Mein Solateur arbeitet auch in Belgien. Interessant fand ich die "Drehrichtung" des Zählers. Im ganzen wird in Belgien das Ganze einfacher gehandhabt, wie in Deutschland, wen wundert's. Der Zähler dreht sich solange ich Strom produziere Rückwärts, Abends wieder vorwärts. Für das verbliebene Plus erhalte ich die Zertifikate a XkW und wenn es stimmt, ist die Anlage schnell wieder reingespielt, die Technik ist etwas einfacher. Angenehmer Nebeneffekt: das FA hat keine Arbeit, der Abnehmer hat kaum Arbeit, der Betreiber hat keinen Schreibkram mit dem Abnehmer UND dem FA und die Umwelt macht auch seinen Schnitt. Hätte man bei uns nicht hinbekommen?!
Sonnige Grüße
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Re: Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon liteman » 21.10.2011, 11:30

@ Ohnesorg

Deine Schilderung stimmt nicht ganz.

1. Die Zertifikate erhällst du für jede Kwh die deine Anlage produziert egal ob diese selbst verbraucht oder eingespeist wird. Dafür auch der extra " grüne" Zähler.
Dieser Zähler dreht immer nur vorwärts, wenn die Sonne denn scheint. :wink:
2. Der Zähler des Hausanschluß dreht nur dann rückwärts wenn du mehr produzierst, als du gerade verbrauchst.
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Re: Einspeisevergütungen in den Be-Ne-Lux-Staaten

Beitragvon Ingorc » 26.10.2011, 15:31

Achtung

die Regelung in Belgien wurde abgeändert ,bzw. vorverlegt :evil:

Es gilt nicht mehr bis 29 november 2011 ,sondern der 14 November

Was heist das

Auftrag und Anzahlung muss spätesens bis 14 November 2011 unter Dach und Fach sein.
Anlage muss zudem bis ca. Anfang Mai 2012 montiert und abgenommen werden, ansonsten gilt dann die neue Regelung mit weniger Zertifikate usw.
Schreibfehler macht jeder mal
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