Photovoltaik in asiatischen Ländern

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Photovoltaik in asiatischen Ländern

Beitragvon erickmoel » 06.07.2011, 02:32

Hallo Leute,
ich bin ganz neu hier und hat keine Ahnung über PV-Anlagen, möchte aber gern wissen und zwar :
1. Es ist in asiat. Ländern wie Indonesien mehr sonnig und wärmer (tropisch. Land mit Temp. ca. 35°C ständig im Jahr) als in DE, kann man sagen, dass mit der gleichen Leistung einer 'PV-Anlage mehr Strom erzeugt werden kann als in DE?
2. Welche Faktor muss man noch beachten, wenn eine PV-Anlage in Indonesien geplant wird? Außer sonnig und warm ist aber die Feuchtigkeit da sehr hoch. Hat Feuchtigkeit auch Einfluß auf Wirkungsgrad einer PV-Anlage ?

Ich danke euch für weitere Info.

gruß
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Re: Photovoltaik in asiatischen Ländern

Beitragvon orosee » 06.07.2011, 06:15

Hallo Erick,

alle Fragen kann ich nicht beantworten, aber bei PV gilt ganz grob: Mehr Sonne = gut, mehr Waerme = schlecht. Insofern waere eine PV Anlage in den Tropen, aber ueber 3,000 m Hoehe, sicher ganz gut (wie hoch sind denn die Vulkane auf Bali?).

Ich habe lange Zeit in So Asien gelebt, so oft scheint da leider die Sonne auch nicht. Aber das haengt sicher von den Jahreszeiten und regionalen Luftstroemungen ab. Immerhin sind die Module nie verschneit.

Feuchtigkeit hat eigentlich zweierlei Einfluss: Elektrisch-chemisch (Kurzschluss und Korrosion, das sollte aber durch die Qualitaet einer Installation als Faktor ausgeschlossen werden koennen), und atmosphaerisch-organisch (Truebung der Luft durch Kondensation, Algen- oder Moosbewachsung der Moduloberflaeche). Klar, in der Monsunzeit wird auch weniger produziert, aber dafuer sind die Module hinterher schoen sauber.

In der Jahressumme wuerde ich aber schon mit mehr Ertrag rechnen, als in Deutschland.

Ich wuerde vor allem darauf achten, dass nichts geklaut werden kann und nichts an den Kabeln knabbert.
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Re: Photovoltaik in asiatischen Ländern

Beitragvon erickmoel » 06.07.2011, 18:26

danke schön orosee, es hat mir viel geholfen.
:danke:

PS:
wie sieht in seoul aus? PV-anlage sehr beliebt auch da?
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Re: Photovoltaik in asiatischen Ländern

Beitragvon orosee » 07.07.2011, 02:52

Hi Erick,

ich kenne ein paar Anlagen auf dem Land und habe auch ein paar Daecher in Seoul gesehen, aber seit 2009 hat die Regierung ja die Einspeisetarife stark reduziert, da wird relativ wenig in Korea noch gemacht. Schade, denn Ende 2008/Anfang 2009 glaubte man noch, Korea wuerde Japan als #1 PV Nation in Asien einholen koennen.

Vom Wetter her ist es fast wie in Deutschland; etwas extremer im Winter und Sommer, aber wenn es hier regnet oder schneit, dann meist auch in D...

Jede Menge PV fuer Strassenlampen, Verkehrseinrichtungen usw., und grosse Plaene fuer ganze Staedte, die mit EE laufen sollten. Ja, jede Menge Plaene... ab 2012 gilt ein neues System, vielleicht tut sich dann wieder was. Allerdings sieht SK auch Kernkraft als "erneuerbar", hier sollen demnaechst >20 neue Reaktoren gebaut werden.

LG, Oliver
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Re: Photovoltaik in asiatischen Ländern

Beitragvon einstein0 » 10.07.2011, 16:44

Ich kann aus Malaysia etwas mitreden. Die äquatoriale Position erfordert installationen auf Flachdächer, was einfachere Systemtechnik ermöglicht (auch Solyndra- Module sind eine Lösung). Dagegen darf man das Klima bzw. die Sonnenscheindauer nicht überschätzen. Obschon kein Schnee anfällt ist es doch sehr oft bedeckt oder bewölkt und regnerisch und die Tage sind im Verhältnis zu Mitteleuropa kürzer. Der Wirkungsgrad der Generatoren ist durch die hohen Temperaturen ebenfalls tiefer. Dagegen spielt die Luftfeuchtigkeit für den Betrieb der Solargeneratoren elektrisch keine Rolle, aber Wechselrichter würde ich ins Trockene setzen. Die Strahlungsdaten können auch online abgefragt werden.
In Malaysia gibt es erst einige wenige, meistens Insel-PV-Anlagen und m.W. noch keine einheitlichen Richtlinien für den Netzverbund. Als ich Q-Cells anfragte, ob ich einen halben Container Panels aus malaysischer Fertigung mitnehmen könne, erhielt ich die Antwort, diese würden nur über das HQ in Berlin vertrieben;-(
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Re: Photovoltaik in asiatischen Ländern

Beitragvon Südostdach » 10.07.2011, 17:05

In Äquatornähe ist die Sonneneinstrahlung wesentlich stärker als hier, was die durch die höheren Temperaturen niedrigere Effektivität der Module mehr als ausgleicht. Die Dachneigung der meisten Häuser dort ist meist niedriger als hier, was in diesem Fall vorteilhaft ist.
Die Tage sind dort zwar aktuell kürzer als hier, dafür im Winter länger, da am Äquator die Tageslänge das ganze Jahr über mehr oder weniger bei gut 12 Stunden liegt. Bringt also gleichmäßigere Erträge, die im Winterhalbjahr ungleich höher sind.
Bei der Installation würde ich allerdings vielleicht auf einheimische Kräfte verzichten, insbesondere wenn z.B. WR mit hoher Stringspannung verwendet werden sollten. Gerade Feuchtigkeit und hohe Spannungen, gepaart mit lockeren Regeln für Elektroinstallation sind nicht immer eine perfekte Kombination.

Grüße
Südostdach
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