Rund um die Planung einer Solaranlage.
Moderator: Mod-Team
von elfaro » 21.03.2012, 00:59
@VadersApp Ich muss mich korrigieren, was die chinesischen WR anbelangt - die können keine Blindleistung bereitstellen und wären insofern aktuell nicht mehr erlaubt. Da es bei den kleinen WR ohnehin nur wenige WR-Typen mit Blindleistungsfähigkeit gibt, ist die Auswahl derzeit im Bereich zwischen 3,68 kW und 8 kW sehr übersichtlich und du der SB 5000TL-21 wohl so oder so die beste Wahl. @andreas82 Wegen der obigen Aussagen zur Blindleistung und kleinen WR kann ich verstehen, dass dein Anbieter den SB 5000TL-21 herausgesucht hat - nur leider ist der viel zu klein und unter 14°C überschreitet er außerdem auch noch die maximal MPP-Spannung von 500V. Der passt halt gar nicht. Zwei kleinere WR wie auch schon vorgeschlagen, helfen halt nicht, weil die Solarmax keine Blindleistungsfähigkeit besitzen. Allenfalls der SMA SB 3000TL-21 kann - von den effizienten WR - damit derzeit dienen, hat aber wie die ganze Baureihe das Maximaler-MPP-Problem. Die Verstringung mit 1x9M + 1x13M wird wohl wegen Verschattung oder Gaubenbelegung oder aus anderen sinnfälligen Gründen gewählt sein - bitte nachreichen! Unter dieser Prämisse bietet sich hier wohl nur ein Danfoss TLX 6k an, der bei deiner Konstellation noch eine minimale MPP-Spannung von 250V abkann. Leider kostet der dann auch rund 700 EUR (netto) mehr als der SB 5000TL-21. Kannst aber froh sein, überhaupt einen geeigneten WR bei dieser Konstellation gefunden zu haben, Euro-WG dürfte übrigens knappe 96% betragen. P.S.: Lieferzeit aktuell 4 Wochen! lieferzeitenuebersicht-wechselrichter-p681334.html#p681334
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von win_solar » 21.03.2012, 07:43
elfaro hat geschrieben:Zwei kleinere WR wie auch schon vorgeschlagen, helfen halt nicht, weil die Solarmax keine Blindleistungsfähigkeit besitzen. Allenfalls der SMA SB 3000TL-21 kann - von den effizienten WR - damit derzeit dienen, hat aber wie die ganze Baureihe das Maximaler-MPP-Problem. Die Verstringung mit 1x9M + 1x13M wird wohl wegen Verschattung oder Gaubenbelegung oder aus anderen sinnfälligen Gründen gewählt sein - bitte nachreichen! Unter dieser Prämisse bietet sich hier wohl nur ein Danfoss TLX 6k an, der bei deiner Konstellation noch eine minimale MPP-Spannung von 250V abkann. Leider kostet der dann auch rund 700 EUR (netto) mehr als der SB 5000TL-21. Kannst aber froh sein, überhaupt einen geeigneten WR bei dieser Konstellation gefunden zu haben, Euro-WG dürfte übrigens knappe 96% betragen.
Hallo, wer sagt, dass die Solarmax keine Blindleistungsfähigkeit können?? Natürlich können sie das! Es bleibt die Frage ob die Strings so aufgeteilt werden müssen?! falls ja, muss man neu überlegen, der Danfoss passt meines Erachtens jedoch nicht (Kanns aber grad nicht prüfen) Gruss Win
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von Dachhaber » 21.03.2012, 08:56
elfaro hat geschrieben: unter 14°C überschreitet er außerdem auch noch die maximal MPP-Spannung von 500V.
750 darf der, TL-21
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von elfaro » 21.03.2012, 12:14
@dachhaber 750V ist die maximal verträgliche Spannung, also vorallem die maximale Leerlaufspannung - passt mit um die 635V soweit. Aber den MPP-Bereich verlässt der WR bei 500V und dann gibt's kein optimales Tracking mehr. Würden wir hier von wenigen Volt reden, wäre das ok, nur sind es satte 49V und somit beginnen bereits unter 14°C die Verluste.
@win_solar ICH hab behauptet, dass die Solarmax keine Blindleistung können. Hatte noch ein altes Datenblatt und korrigier mich diesbzüglich. Hab ja auch geschrieben, dass "andreas82" die Verstringung nochmals erklären möge, aber muss dann auch davon ausgehen, dass er diese korrekt ermittelt hat bzw. mitgeteilt bekommen hat. Sein Anbieter hätte doch gewiss nicht diese ungewöhnliche Variante - die nicht mal richtig zum SB 5000TL-21 passt - gewählt, wenn's nicht einen guten Grund dafür gäbe. Obwohl mir deine Auswahl der S3000 nicht gut gefällt, weil diese bei 3,135 kW Generatorleistung, 2,75 kVA max. AC-Scheinleistung und 11 Modulen in einem String nur mit 83% dimensioniert sind, ist es wirtschaftlich nicht vertretbar die ca. 500 EUR (netto) teuereren SB 3000TL-21 zu nehmen - vorausgesetzt die Verstringung wäre möglich. Andernfalls passt der Danfoss wie vorgeschlagen und ich weiß nicht, wieso du ihn nur aus dem Bauch heraus ablehnst, ohne echte Begründung.
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von win_solar » 21.03.2012, 13:25
elfaro hat geschrieben:Sein Anbieter hätte doch gewiss nicht diese ungewöhnliche Variante - die nicht mal richtig zum SB 5000TL-21 passt - gewählt, wenn's nicht einen guten Grund dafür gäbe.
..bevor wir hier weiter spekulieren warten wir erst mal ab ob noch was kommt Obwohl mir deine Auswahl der S3000 nicht gut gefällt, weil diese bei 3,135 kW Generatorleistung, 2,75 kVA max. AC-Scheinleistung und 11 Modulen in einem String nur mit 83% dimensioniert sind, ist es wirtschaftlich nicht vertretbar die ca. 500 EUR (netto) teuereren SB 3000TL-21 zu nehmen - vorausgesetzt die Verstringung wäre möglich.
Daher hatte ich ja geschrieben, dass man auch statt dem 3000S einen SB3000TL-21 nehmen kann..ich verstehe nicht wirklich worauf du hinaus möchtest... eine weitere Alternative wäre der PVI3.0-OUTD mit 3,3kVA Andernfalls passt der Danfoss wie vorgeschlagen und ich weiß nicht, wieso du ihn nur aus dem Bauch heraus ablehnst, ohne echte Begründung.
Ich sags mal so, da ich das zur Zeit nicht prüfen kann: Der Danfoss mag gern hohe Spannungen um seinen Nennwirkungsgrad zu erreichen. Wie hoch wird denn die Spannung beim Danfoss bei einem 9er oder 10er String? Soweit ich das noch in Erinnerung habe passen max. 20 Module in einen String..da sollte man idealerweise irgendwas zwischen 14..19 Module in Reihe schalten Gruss Win
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von andreas82 » 21.03.2012, 18:09
Danke für eure Informationen soweit. Die Strings müssen nicht so aufgeteilt sein, das war der (vorläufige) Vorschlag vom Anlagenerrichter. Ich habe den Plan in den Anhang gepackt. Der Schatten an der Gaube ist nicht groß. Ursprünglich waren einmal andere Module geplant.
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von win_solar » 21.03.2012, 19:43
Hallo, ich habs grad nochmal kontrolliert mit dem Danfoss 6+TLX und ich muss @Elfaro insofern Recht geben, dass man diesen benutzen kann. Leider würden beide Strings (1*10+1*11) nicht die Spannungshöhe erreichen, bei der der Wechselrichter seinen Nennwirkungsgrad (EU96,5%) erreicht. Jetzt stellt sich die Frage was teurer ist, die 2 Wechselrichterlösung (PVI,SMA,Solarmax) oder der Danfoss. Wie soll das Einspeisemanagement geregelt werden? Bei vereinfachtem Einspeisemanagement via Schütz würde ich schätzen, dass 2*Solarmax bzw PVI die günstigste Lösung darstellen. Gruss Win
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von andreas82 » 21.03.2012, 21:40
win_solar hat geschrieben:Wie soll das Einspeisemanagement geregelt werden? Bei vereinfachtem Einspeisemanagement via Schütz würde ich schätzen, dass 2*Solarmax bzw PVI die günstigste Lösung darstellen. Gruss Win
Da gibt es nichts Konkretes. Es ist vielleicht angedacht eine Rundsteueranlagen anzuschaffen, das scheint aber nicht so dringlich angesehen zu werden. Große Anlagen werden über die EVU-eigenen Steuerleitungen geregelt.
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von elfaro » 22.03.2012, 01:21
@win_solar Der Danfoss war der Vorschlag für die (notwendige) 1x8M+1x13M-Stringvariante, bei einer möglichen gleichmäßigeren Verstringung würde ich den allein schon wegen des Aufpreises nicht nehmen wollen. Und daneben natürlich wegen des Spannungsniveaus. @andreas82 Mein Vorschlag wären dann zwei PVI 3.0TL, da die mehr AC-Leistung bringen, was für den 11M-String sinnvoll ist. Wenn dein VNB keine Unsummen für den RSE fordert, wäre der in Verbindung mit einem Schütz wohl die richtige Wahl. Alternativ bietet sich die starre 70%-Regelung mit einem PVI 4.2TL an, der dann fix auf 4550 W (inkl. max. WG 97% und cos phi 0,95) DC-Eingangsleistung eingestellt würde. Du verlierst dadurch durchaus 5% des Jahresertrags oder ca. 60 EUR/a, sparst andererseits etwa 630 EUR (netto) beim WR zzgl. geringe Ersatzkosten später. Das dürfte sich unterm Strich ausgleichen, bleiben die gesparten Ausgaben für einen RSE, Schütz und Installation. Eine letzte Alternative wäre noch ein Solarlog 500PM an, der die 70%-Regelung mittels Verbrauchsauslesung umsetzen kann. Das macht nur Sinn, wenn du eh eine Überwachung einbauen willst und du sicherstellen kannst, dass ein Gutteil der abzuregelnden 30% auch verbraucht werden können, z.B. wegen eines Büros mit ordentlich Verbrauchslast o.ä. Hier ist ein sehr ähnlicher Fall wie deiner, da sucht jemand ebenfalls die richtige Lösung: beurteilung-ob-70-regel-oder-einspeisemanagement-p682017.html#p682017
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von win_solar » 22.03.2012, 07:40
andreas82 hat geschrieben:Da gibt es nichts Konkretes. Es ist vielleicht angedacht eine Rundsteueranlagen anzuschaffen, das scheint aber nicht so dringlich angesehen zu werden. Große Anlagen werden über die EVU-eigenen Steuerleitungen geregelt.
Hallo, in dieser Aussage sehe ich ein Problem. Du optierst auf Einspeisemanagement, deine Anlage wird aufgebaut ohne Rundsteuerempfänger und Freischschalteinrichtung und du bezahlst die Rechnung. In bspw. einem halben Jahr kommt der Netzbetreiber auf dich zu und verlangt die Nachrüstung des Rundsteuerempfängers samt Freischalteinrichtung (natürlich zu deinen Kosten) Gruss Win
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