Rund um die Planung einer Solaranlage.
Moderator: Mod-Team
von teddy101 » 24.02.2012, 11:21
Hallo,
die neue Regelung zum 9.3. ist ja wirklich traurig. Nun denn, ich frage mich grade folgendes: Wenn ich nun eine kleine Anlage auf mein privates Dach baue, sagen wir 7 kWp, und diese dann irgendwie nach 10-12 Jahren bezahlt ist, was dann...?
Der Strompreis wird bei z.B. 30ct liegen, die Vergütung durchs Einspeisen 19ct.
Also heißt es doch möglichst viel selbst verbrauchen, statt den teuren Strom zu kaufen. Das geht aber nur bedingt, da Abends ja nun mal die Sonne nicht scheint, also muss man zukaufen, z.B. 70%.
Ich habe mal gehört, mann könne dann die Vertrag zur Einspeisevergütung kündigen, und alles selbst verbrauchen, also am Jahresende einen Strich drunter, 5000 kw verbraucht, 4800kw erzeugt, müssen also 200 kw bezahlt werden.
Gibt es diese Möglichkeit zur Eigennutzung oder was macht mann dann am sinnvollsten?
Gruß teddy
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von Ralf Hofmann » 24.02.2012, 11:27
Hallo Teddy, teddy101 hat geschrieben:Also heißt es doch möglichst viel selbst verbrauchen, statt den teuren Strom zu kaufen.
genau das ist der Sinn der Sache. Das EEG ist nicht dafür gemacht worden, damit Investoren sich die Taschen voll machen können. teddy101 hat geschrieben:Das geht aber nur bedingt, da Abends ja nun mal die Sonne nicht scheint, also muss man zukaufen, z.B. 70%.
Es wird in den nächsten Jahren eine Schwemme von bezahlbaren Speicherlösungen am Markt geben, dann wird das interessant. Die ganzen WR-Hersteller, denen jetzt das Geschäft z.T. wegbricht müssen sich ja etwas einfallen lassen, um ihre Kapazitäten auszulasten. teddy101 hat geschrieben:Ich habe mal gehört, mann könne dann die Vertrag zur Einspeisevergütung kündigen, und alles selbst verbrauchen
Du brauchst gar keinen Einspeisevertrag. Du kannst Deinen Strom jederzeit selbst nutzen. Wenn Du Volleinspeiser warst, muss das dem VNB nur rechtzeitig mitgeteilt werden, das war`s dann schon.
MfG Ralf Hofmann _________________________________________________________________________ 30 kwp seit 12/2011 (Suntech STP 250er / SolarMax MT / SL 1000) + 23,6 kwp seit 4/2013 Meine Anlagen: viewtopic.php?t=72378.html
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von teddy101 » 24.02.2012, 11:39
Gibt es denn die Möglichkeit, am Jahresende zu verrechnen? Wenn ja, bräuchte man doch keine Speicherlösungen, man würde alles einspeisen, und am Jahresende seinen Verbrauch abziehen...?
Gruß Teddy
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von jodl » 24.02.2012, 12:02
teddy101 hat geschrieben:Gibt es denn die Möglichkeit, am Jahresende zu verrechnen? Wenn ja, bräuchte man doch keine Speicherlösungen, man würde alles einspeisen, und am Jahresende seinen Verbrauch abziehen...?
Gruß Teddy
nein diese Möglichkeit gibt es nicht nicht in Deutschland
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von frank19 » 25.02.2012, 15:51
Hallo Zusammen,
also ich bin neu im Forum und interessiere mich seit 2-3 Monaten für den Bau einer PV Anlage im Südwesten. Eigenheim, bis 10kW/p.
ist Situation: Habe ein Angebot über 8.96 kWp, 28 Stück E19 320 sunpower Module, Danfoss 10kw Pro (2x14 String), Flachdach, Südausrichtung, All Inclusive für 2500 Euro/kwp (netto) (Dach letztes Jahr erneuert). Wollte das Angebot in den nächsten Tagen unterschreiben. Jetzt werde ich natürlich neu verhandeln... warte aber einige Wochen ab.
möchte Situation: Meine Vorstellung/Idee geht in folgende Richtung: 1. Die Anlage soll in Zukunft (nach Amortisation) Strom für ein 2Famhaus liefern/etwas unabhängig sein! 2. Amortisation nach 13-14 Jahren (muss jetzt natürlich neu verhandeln/Fremdfinanzierung) 3. 30 Jahre sollte die Anlage schon halten! - In den nächsten 10 Jahren steht auch eine neue Heizungsanlage im Raum! 4. Möchte alles einrichten, dass ich in ca. 10 Jahre den Strom selbst nutzen kann (zumindest teilweise) 5. Speichersystem auch erst in ca. 10 Jahren (vermute, dass preise diesbezüglich fallen werden) 6. Qualität ist mir wichtig. 7. Eine kleine Rendite über der durchschn. Inflation aber auch.
Frage: Nachdem jetzt aller Voraussicht nach die "Entlassung" der solaren Stromerzeugung langsam in die freie Wirtschaft bevorsteht, wird sich einiges ändern... aber was wird sich genau ändern?
zunächst die Frage nach meiner Neuverhandlung mit dem Solateur: - Mit was für einem Preis pro KWp kann ich in den nächsten Monaten rechnen? bei ähnlicher Qualität? - Wo sind die Grenzen bei Gesamtpreisen? --- Zukunftsfragen: - Werde ich in 10 Jahren Strom privatwirstchaftlich veräußern können? Zu welchem Preis? - Kombi mit KWK? - Wie wird die Einspeisung in 10 Jahren aussehen? Neue Speichertechniken? - Was kann ich jetzt schon dafür tun? --
Ein Dankeschön im Voraus, mit besten Grüßen, frank19
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von kpr » 25.02.2012, 16:05
2.500 Euro pro kWp..... ist das ein Schreibfehler? Die hab ich ja Anfang 2010 nicht bezahlt.
16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung
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von win_solar » 25.02.2012, 16:15
..ist ja ne Sunpower, immer etwas teurer..allerdings wär mir das auch zu teuer. Zur Zeit läge diese Anlage vermutlich bei 2100€/kWp, nach der Vergütungsabsenkung wirds ganz schwer mit Sunpower, max. 1800€/kWp an einem guten Standort ( >1000kWh/kWp ), ansonsten nach guten, preiswerteren Alternativen suchen Gruß Win
2,4kWp BPsolar BP275F/Sunways NT2500 seit 2000 4,2kWp Heckert HS-PXL-210/Sunways NT3700 seit 2008 5,5kWp Axitec AC230P/Solarmax 6000S seit 2009 2,7kWp Suntech STP225/Solarmax 3000S seit 2010 2,2kWp Schott PolyProtect 180/SMA SB3800 (vorüberg.) seit 2011
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von frank19 » 25.02.2012, 16:44
ja, ich gebe zu, der Preis ist überdurchschnittlich. Muss aber dazu sagen, dass ich in der Umgebung keinen weiteren Anbieter fand, der mir supower Module anbot! (Raum BAD). Und ich wollte schon Module mit einem besseren Wirkungsgrad. Zudem wäre der Anbieter ein renommierter Dachdecker, der evtl. auch noch in 15 Jahren existiert. Hört sich komisch an, aber das war eines meiner Argumente für diesen Anbieter. Das er teurer kommt, war mir klar. Ein weiteres Argument war die Verarbeitung. ich habe mir einige weitere Module (haptisch) angesehen.... und habe mir vorgestellt wie all das in ca. 20 Jahren aussehen wird. Das ist wirklich schwer zu sagen... einige Module sind zum Teil sehr beweglich, und m.E. oftmals einfachere Qualität...
Habe jetzt auch nicht viel zu Amortisation gefunden. Was ist denn bei diesen Modulen (sunpower) üblich? Und wäre ein Szenario möglich, dass bei sehr hohem Strompreis in 10 Jahren die Vergütung privatwirtschaftlicher Unternehmen höher wäre als die staatliche Vergütung?
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von none » 26.02.2012, 10:18
hört sich an, als hättest Du Dich schon entschieden. Die Amortisationszeit kann bei Fremdfinanzierung und Deinem Preis lang dauern.
Bei 1000KWh/KWp Ertrag im Jahr und Fremdfinanz. ca. 17 Jahre Würd auch einen WR defekt bzw. ein Garantieverlängerung einberechnen, dann verschiebt sich`s noch weiter nach hinten Ca. 18 Jahre Wie Du siehst, am Kaufpreis sollte man noch schrauben.
Überzeugter PV`ler seit 2004 im Allgäu Aleo,Yingli,Sunways,SMA,Kaco,Aurora
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von Heiko Krause » 26.02.2012, 10:53
@ teddy101
wollen wir mal beim Thema Eigenverbrauch bleiben !
Dein Eigenverbrauch wird über einen Zweirichtungszähler ermittelt und nicht irgendwie geschätzt oder Deinem Netzbetreiber ausgehandelt !!! Und ... Eigenverbrauch hast Du auch NUR zu dem Zeitpunkt, zu dem Deine PV-Anlage in Betrieb ist, heißt Strom erzeugt bei Sonneneinstrahlung bzw. Tageslicht. Du kannst also nicht Deinen eigenen Strom verbrauchen, wenn Deine Anlage keinen Strom erzeugt. Du mußt also alle "Stromfresser" wie Waschmaschine, Wäschetrockner usw. möglichst dann betreiben, wenn Deine Anlage genügend Strom produziert, nur so kannst Du Deinen Eigenverbrauch erhöhen ... eine andere Möglichkeit gibt es im Moment nicht. Stromspeichermöglichkeiten für den Eigenverbrauch sind zur Zeit noch nicht ausgereift bzw. noch "unerschwinglich" !
sonnige Grüße, Heiko
21,62 kWp Gesamtleistung, mit Eigenverbrauch 10,34 kWp Hausdach West 274° DN 45° 7,52 kWp Hausdach Ost 94° DN 45° 3,76 kWp Garage Süd 184° DN 45° 92 Module aleo solar S 19 235 W, 2 Kaco Wechselrichter Powador 12.0 TL3
Luschenzähler: 8 Douple: 1
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