Verschattung

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Verschattung

Beitragvon daniel2012 » 15.10.2012, 15:01

Hallo!
Wer kann mir helfen was die Verschattung meiner zukünftigen Anlage angeht??

Folgendes ist gegeben:
Haus siehe Datei Dachneigung 45 Grad, Abweichung von Süd siehe Bild.
Oben auf dem Dach sind schon 2 Röhrenkollektorflächen .
Nun meine Frage
Angeboten bekommen habe ich 2 Reihen neben der Solaranlage und dann 1 Reihe drunter...
2. Reihe wäre auch möglich nur die Frage ob sich das rechnet ihr seht die Häuser auf der anderen Straßenseite
Der Bau liegt bei knapp 11 Metern Höhe wir sind ungefähr nur 10 Meter...
Anlage Aleo 235 Watt Module!
Vielen Dank
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Re: Verschattung

Beitragvon JayM » 15.10.2012, 23:41

Hallo Daniel,
Das Haus auf der anderen Straßenseite würde mir keine zu großen Sorgen bereiten. Du kannst auch noch weiter unten Module legen, wenn Du mit der Verstrangung entsprechend aufpaßt. Die haben dann nicht unbedingt den gleichen spezifischen Ertrag, aber ja auch nicht die gleichen spezifischen Kosten wenn due Gerüst und AC Anschluß, etc. ja sowieso schon machst.

Wie kannst Du das weiter analysieren:
- bau in Google Sketchup ein Model der beiden Häuser und simulier den Schattenverlauf. Dann siehst Du schonmal zu welchen Zeiten welcher Teil Deines Daches verschattet wird.
- erstell mit Hilfe einfacher Geometrie eine Horizontdatei für PVGIS http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php# für verschiedene Modulreihen auf Deinem Dach und simuliere die Erträge
- hol Dir das PV App von Comoving Magnetic aufs Smartphone (10 euro) und fahr aus Höhe der Traufe mal den Horizont um das neue Haus herum ab. Das App gibt Dir eine grobe Verlustabschätzung. Wenn Du Dich aufs Dach traust kannst Du das für verschiedene Modulreihen wiederholen und dann für jede Reihe eine Entscheidung treffen.
- Du bekommst aus der App auch eine Horizontdatei, die Du mit etwas manueller Arbeit auf eine PVGIS Horizontdatei umformatieren kannst. Dann kannst Du die Verlustabschätzung mit PVGIS überprüfen.
- Such Dir einen Solateur, der Schattenanalyse beherrscht und die entsprechenden Simulationsprogramme hat.

Gruß
Jochen
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Re: Verschattung

Beitragvon Cristian_G_aus_P » 16.10.2012, 00:36

bei dem Dach würde ich mir zwecks Schatten überhaupt keine Sorgen machen..

lange Strings aufs Dach nen WR mit Schattennmanagment und alles ist gut..
Ich hab viel viel mehr Schatten fast 6 Monate lang und schaffe locker meine 900 kwh/kwp..

Hier ende März

Bild

Hier Mitte September

Bild

Hier nochmals von oben und welche Häuser den Schatten werfen.
diese sind übrigens 2 und 3 Meter höher :roll:

PS: Das blaue wäre meine PV-Anlage ( ist bei GMaps noch nicht dabei :roll: )

Gruss Christian
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Re: Verschattung

Beitragvon markga » 16.10.2012, 10:13

Wie sieht es denn dann eigentlich bei "diffusem" Licht aus, z.b. bei bewölkten Herbsttagen wenn die Sonne nicht durch die Wolken durchkommt.
Dann ist der Schattenwurf doch eigentlich nicht mehr vorhanden, oder???
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Re: Verschattung

Beitragvon JayM » 16.10.2012, 12:03

markga hat geschrieben:Wie sieht es denn dann eigentlich bei "diffusem" Licht aus, z.b. bei bewölkten Herbsttagen wenn die Sonne nicht durch die Wolken durchkommt.
Dann ist der Schattenwurf doch eigentlich nicht mehr vorhanden, oder???

Hallo markga,
stimmt, dann ist Schattenwurf weitgehend irrelevant (wenn er nicht gerade große Teile des Himmels abdeckt). Wir hatten auch schonmal eine Diskussion wo ein teilverschatteter Strang bei bewölktem Himmel mehr geliefert hat als bei sonnigem Wetter.

Daher ist ja auch die Analyse der Verschattungsverluste nicht so ganz einfach. Man muß abschätzen wieviel Ertrag ansonsten an sonnigen Tagen bei einem Sonnenstand im Verschattungsbereich angefallen wären, und wieviel davon durch den Schattenwurf verloren geht. Das geht nur mit angenommenen Klimadaten und damit im Allgemeinen nur mit Simulationsprogrammen.
Die andere Komplikation ist der Einfluß auf den ganzen Strang, womit die Verlustvorhersage auch noch von der Verstrangung abhängt.


Gruß
Jochen
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Re: Verschattung

Beitragvon daniel2012 » 17.10.2012, 22:14

Also seht ihr die Häuserschatten für nicht so dramatisch....?
Und ich denke etwas mehr als 4 kwp können es ruhig sein, da ich dann auch bei schlechtem Wetter einen halbwegs ordentlichen Ertrag habe und mit etwas Glück meine Grundversorgung decken kann...
Gruß Daniel
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Re: AW: Verschattung

Beitragvon JayM » 17.10.2012, 22:34

daniel2012 hat geschrieben:Also seht ihr die Häuserschatten für nicht so dramatisch....?
Und ich denke etwas mehr als 4 kwp können es ruhig sein, da ich dann auch bei schlechtem Wetter einen halbwegs ordentlichen Ertrag habe und mit etwas Glück meine Grundversorgung decken kann...
Gruß Daniel

Hallo Daniel,
Ich wuerde das Dach bis unten volllegen und horizontal verstringen mit einem WR mit mehreren MPP Trackern.

Wenn du die Fixkosten von Geruest und AC Anschluss sowieso hast sind die zusaetzlichen Kosten fuer die extra Module und einen etwas groesseren WR sehr ueberschaubar.
Das lohnt sich auch wenn es manchmal verschattet ist.

Gruss
Jochen
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Re: Verschattung

Beitragvon Cristian_G_aus_P » 18.10.2012, 00:42

ich würde das Dach auch völlig vollhauen...

kann mich JayM nur anschließen..

ein WR mit Schattenmanagement und ab gehts ;-)

Wobei ich fast sage das dein Schatten irrelevant ist ertragsmäßig gesehn
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Re: Verschattung

Beitragvon daniel2012 » 26.10.2012, 21:52

Hallo!
Habe nun die Infos was die Anlage trotz der Verschattung bringen soll!
690kwh/kwp.
Habe 15 Platten schon drauf - da bringt sie 715!
Was haltet ihr von den Werten - und sollten wir noch von den 15 auf 26-28 Platten aufstocken...?
Würde noch diesen Monat passieren...

Danke...
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Re: Verschattung

Beitragvon sundevil » 27.10.2012, 14:06

daniel2012 hat geschrieben:Würde noch diesen Monat passieren...

Das wird knapp :mrgreen:
Der Unterschied ist nicht so groß, das es sich deswegen nicht lohnen sollte.
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