Verdrahtung

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Re: Verdrahtung

Beitragvon Herrvolt » 25.09.2011, 19:44

Also die Aussage von Bockmoeller ist schon richtig, wenn Schraubsicherungen verwendet werden kann es beim öffnen schon "bruzeln"

Allerdings ist eine Sicherung nicht als Schalter gedacht, das ist das eine.
Eine Sicherung schützt die Leitung, nicht das angeschlossene Gerät, das ist die andere Sache.
(Ausnahmen gibt es im Elektronikbereich, aber das sind dann superschnelle Sicherungen)

Nehmen wir mal an, eine Zuleitung kann mit 4qmm angeschlossen werden und wird verlegt. Was spricht dagegen, diese Leitung mit sagen wir mal 25A abzusichern, auch wenn der WR-Hersteller 20A empfohlen hat. Nichts. Denn wenn eine Brandgefahr bestehen könnte, bei höherer Absicherung, dann muss er eine max. Vorsicherung vorschreiben, nicht nur empfehlen.
Das kann geschehen, wenn die interne Verdrahtung relativ knapp bemessen ist.

Aber wie kann so ein WR überlastet werden? Doch wohl nur wenn er mehr produziert als er kann. Kommt wohl kaum vor.
Bei einem Kurzschluss müssen sowieso andere Faktoren berücksichtigt werden.

Fazit: Die Sicherung ist für den Leitungsschutz zuständig, nicht für den WR Schutz.
Wasserkraft, Naturenergie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte, ist sicher Verfügbar, nicht nur wenn die Sonne scheint.
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Re: Verdrahtung

Beitragvon solarlux » 25.09.2011, 20:11

Herrvolt hat geschrieben:Fazit: Die Sicherung ist für den Leitungsschutz zuständig, nicht für den WR Schutz.


Jep, das habe ich auch gesagt. Der WR-Schutz ist mit Schmelz(schraub)sicherungen ala Neo/-Diazed nicht (immer) erfüllt.

Z.B . heißt es bei SMA so:


http://www.sma.de/de/service/downloads/ ... 574c1d272c

Lt. SMA-Doku:
"
Der Wechselrichter kann beim Trennen unter Last mit einem Schraubsicherungselement
beschädigt werden.
• Ausschließlich einen Lasttrennschalter oder einen Leitungsschutzschalter als
Lasttrenneinrichtung einsetzen."
------------------------------------------------------------------------------------

Hier geht es insbesondere um den Zustand: Gerätetrennung vom Netz unter Last.

Ein Lasttrennschalter mit Schmelzsicherungen, sollte dem nach gehen.

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Immerhin kann man mit Neozed gegenüber LS ganz locker noch ein paar € einsparen !


Na, wenn Du vom Lasttrennschalter schreibst, und die örtlichen Anschlussbedingungen nichts anderes aussagen, ist die Welt wohl ok.

Die LS-Schalter werden im allgemeinen aber wohl bevorzugt.
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Re: Verdrahtung

Beitragvon Dewey » 26.09.2011, 08:46

solarlux hat geschrieben:Nach einem halben Jahr.....

mit der Argumentation kann man Häuser/-elektrische Anlagen auch komplett ohne Sicherungen errichten.

Wenn eine Leitung nach einem halben, nach einem oder nach 10 Jahren NICHT kaputt gegangen ist, dann wäre alles ok und "sicher genug" ^^

Nicht alles "was geht", muss auch gut und richtig sein


Da gebe ich Dir Recht, meine Antwort war zu allgemein gehalten.


Mühli hat geschrieben:Es gibt auch Neozed mit denen man per Schalter trennen kann. Nennt sich Neozed-Lasttrennschalter.


Genau diese habe ich auch. Somit kann und darf man mit NEOZED-Elementen die Leitung unter Last trennen, da bruzelt nichts.

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Was so alles problemlos funktioniert !
Nach einem halben Jahr ist ja auch eigentlich nachgewiesen dass es trotz gegenteiliger Empfehlung von SMA geht.
Immerhin kann man mit Neozed gegenüber LS ganz locker noch ein paar € einsparen !
Es setzen sich doch immer wieder die "Waschmachinen-Elektriker" durch...., warum nur ?

Viele Grüße:

Klaus



Lt. SMA darf kein Schraubsicherungselement eingesetzt werden. Davon erwähnte ich auch nichts, sondern ausschließlich
NEOZED.

Dewey hat geschrieben:Boelckmoeller3 hat geschrieben:
Wechselrichter sollte man nicht über Neozed anschließen, weil man damit nicht sauber trennen oder verbinden kann.

Klaus


So, wirklich?

http://www.hensel-electric.de/wDeutsch/ ... GROUP=6904

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Immerhin kann man mit Neozed gegenüber LS ganz locker noch ein paar € einsparen !


Im Gegenteil, das kostete mich im Vergleich sogar bewußt einiges mehr. Diese Lösung ist nach meiner Ansicht im Vergleich
zu Leitungsschutzschalter einfach besser, robuster und langlebiger.

Ich radl heute vormittags mal raus und knips ein Foto - sofern ich mich von meiner Waschmaschine losreißen kann. :roll:
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Re: Verdrahtung

Beitragvon Boelckmoeller3 » 26.09.2011, 09:02

Hallo,

achso, dann war das wohl ein großes Missverständnis hier, ich meinte die normalen Neozed Schraubeinsätze und Neozed Schraubsicherungen die ich hier und da wirklich noch in PV-Anlagen vorfinde. Die im Betrieb auch immer recht heiss werden.
Ich kenne einen Betreiber einer größeren Anlage der schon dreimal Probleme wegen zu heisser Neozed-Schraubsicherungen bekommen hat. Nicht Alles dass im noch fast die Bude dabei abgebrannt ist ! Mal von der unsauberen Trennmöglichkeit damit abgesehen.
Du meintest aber eine Trenneinrichtung von Neozed die so allzeit zugänglich ab 30kw Anlagenleistung vorgeschrieben ist mit NH-Sicherungen darin. Diese Trenneinrichtungen werden von verschiedenen Herstellern angeboten.
So ausgestattet habe ich auch eine Anlage. Allerdings hat die Trenneinrichtung dort nichts mit den Leitungsschutzschaltern zu tun. Die Trenneinrichtung sitzt Außen für den Versorger jederzeit zugänglich, ich schalte aber die Wechselrichter daran bestimmt nicht spannungslos sondern nur der Versorger seine Leitungen frei bei Bedarf.
Ich schalte mit den Automaten in der Unterverteilung die zweckmäßiger Weise neben den Wechselrichtern sitzt dann wenn ichs brauche spannungslos. Wie funktioniert das bei dir ? Welche Sicherungen hast du außer der Trenneinrichtung noch bis zu den Wechselrichtern ? Auch Automaten ? Fotos wären gut.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Verdrahtung

Beitragvon Dewey » 26.09.2011, 09:18

Jo, ich radl dann mal los.
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Re: Verdrahtung

Beitragvon Dewey » 26.09.2011, 10:21

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Hallo,

achso, dann war das wohl ein großes Missverständnis hier, ich meinte die normalen Neozed Schraubeinsätze und Neozed Schraubsicherungen die ich hier und da wirklich noch in PV-Anlagen vorfinde. Die im Betrieb auch immer recht heiss werden.
Ich kenne einen Betreiber einer größeren Anlage der schon dreimal Probleme wegen zu heisser Neozed-Schraubsicherungen bekommen hat. Nicht Alles dass im noch fast die Bude dabei abgebrannt ist ! Mal von der unsauberen Trennmöglichkeit damit abgesehen.
Du meintest aber eine Trenneinrichtung von Neozed die so allzeit zugänglich ab 30kw Anlagenleistung vorgeschrieben ist mit NH-Sicherungen darin. Diese Trenneinrichtungen werden von verschiedenen Herstellern angeboten.
So ausgestattet habe ich auch eine Anlage. Allerdings hat die Trenneinrichtung dort nichts mit den Leitungsschutzschaltern zu tun. Die Trenneinrichtung sitzt Außen für den Versorger jederzeit zugänglich, ich schalte aber die Wechselrichter daran bestimmt nicht spannungslos sondern nur der Versorger seine Leitungen frei bei Bedarf.
Ich schalte mit den Automaten in der Unterverteilung die zweckmäßiger Weise neben den Wechselrichtern sitzt dann wenn ichs brauche spannungslos. Wie funktioniert das bei dir ? Welche Sicherungen hast du außer der Trenneinrichtung noch bis zu den Wechselrichtern ? Auch Automaten ? Fotos wären gut.

Viele Grüße:

Klaus
1.jpg


Auch Leitungsschutzschalter werden ohne genügend Zwischenraum sehr heiß > Anreihfaktor.

Mit dieser Lösung sind die NEOZED-Elemente übereinander mit genügend Abstand angeordnet und Sie fungieren sowohl im Sinne einer
"Überstromabsicherung" als auch als dreipoliger-Lasttrennschalter.

Meine Wechselrichter sind direkt neben dran. Pro WR ein Dreipoliges NEOZED-Sicherungselement.
Die NH-Sicherungen sitzen 20m weiter in der Trafostation.

In der gesamten Anlage gibt es keinen Automaten.

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Re: Verdrahtung

Beitragvon Boelckmoeller3 » 26.09.2011, 10:31

Da kann man mal sehen, ist doch auch stark mentalitätsabhängig was da vor Ort so hingeschraubt wird.
Auf diese Idee wäre ich erstmal garnicht gekommen, dafür hätte ich auch jetzt kein Geld ausgegeben. :D
Und zu deiner Devise unten, in der PV-Technik kann sie für mich nur heißen,

"Sowenig Schraubsicherungen wie möglich".

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Re: Verdrahtung

Beitragvon Dewey » 26.09.2011, 11:02

Das Ganze ist komplett im Freien, IP65 sollte es schon sein.

Auch wenn das den Schafen drumrum egal ist. :lol:

Boelckmoeller3 hat geschrieben:"Sowenig Schraubsicherungen wie möglich".


Richtig, nämlich keine, auch keine Automaten.
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Re: Verdrahtung

Beitragvon Boelckmoeller3 » 26.09.2011, 11:25

das sehe ich dann etwas anders als du,
gegen den Einsatz richtig dimensionierter Sicherungsautomaten spricht nichts

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Re: Verdrahtung

Beitragvon solarlux » 26.09.2011, 20:48

Boelckmoeller3 hat geschrieben:gegen den Einsatz richtig dimensionierter Sicherungsautomaten spricht nichts


Na das wurde ja auch noch nicht bestritten. Es ging bei den Automaten z.T. um die "Kosten", sowie um die "Langlebigkeit".
Offenbar sind die Kosten bei jedem Solateur anders, und die Sicherungselement- Langlebigkeit kann man nun auf x-Jahre tippen, bzw. bei den NH-Trennern gleich auf 50 Jahre und/-oder mehr schätzen.

Hier muss einfach der Preis mit der Leistung stimmig sein.

Die Leitungsabsicherung kann man ja "fast" beliebig machen, solange die Leitung geschützt, alle Normen und Vorschriften eingehalten werden und die Betriebssicherheit sichergestellt ist.

Die "Schraub"-Sicherungen sollte man hier somit weglassen.

Zum Thema RCD oder kein RCD; ortsveränderliche Geräte, oder ortsfest installierten Geräte bezieht, da gibt es i.d.R. unterschiedliche Möglichkeiten.

Ein RCD ist aber 1. nicht falsch, und 2. manchmal auch ausdrücklich gefordert.

Den Punkt 2 "ausdrücklich gefordert" kann man nun zelebrieren und herum argumentieren, und noch einwerfen man könne ja gleich ein allstromseitigen FI für 300 Euro einbauen....
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