Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

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Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

Beitragvon Ralf Hofmann » 28.12.2011, 16:15

Hallo zusammen,

evtl. muss ich die Inbetriebnahme meiner PV-Anlage vor Ende des Jahres selbst organisieren.
Zumindest ist das mein Plan "B", falls der Elektriker nicht pünktlich kommt.

Ich habe selbst einen befreundeten Elektromeister und noch einen Elektrotechniker, beide schon Jahre im Beruf.
Beide haben aber noch nix mit PV-Anlagen gemacht.
Darum benötige ich ein paar Tipps für die beiden von Euch, worauf bei der Inbetriebnahme zu achten ist.

Der PV-Generator ist fertig auf dem Dach. Er besteht aus 120 Modulen Suntech STP 250Wb Modulen, die zu je 20 Modulen auf 6 Strings verteilt sind.
Wechselrichter sind zwei SolarMax 15MT. Die Stringkabel liegen schon vor den Wechselrichtern (einer hängt schon an der Wand), der WR ist aber noch nicht am Zählerschrank angeschlossen.

Zur Einrichtung des WR (Softwareseitig) hätte ich nur die Frage, ob`s bei dem genannten Modell über die Betriebsanleitung hinaus irgendwelche Tricks gibt, die man kennen muss . . .

Jetzt meine eigentliche Frage: Was muss UNBEDINGT an den Strings gemessen werden, bevor sie am WR angeschlossen werden?
Nur die Spannung oder auch Isolationswerte usw.?
Müssen noch irgendwelche Bauteile zwischen die Stringkabel und die Wechselrichter?
Welche Bauteile müssen zwischen WR und Netz in den Zählerschrank? SLS-Schalter? Normale Sicherungsautomaten?
Der Weg vom WR zum Zählerschrank ist ca. 6 Meter lang.
Da reichen bei 30 kwp doch 5x10 mm2 Flexkabel, oder gehen auch 6 mm2? Nur zur kurzzeitigen Inbetriebnahme, wohlgemerkt!

Bin für jeden Tipp dankbar. Wenn der Plan "B" steht, kann ich erheblich besser schlafen . . . :roll:
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

Beitragvon eggis » 28.12.2011, 16:27

Moin Ralf,

ich würde jetzt nur die Spannung messen. Je nach Stringlänge sollten sich die Einzelmodulspannungen ausrechnen lassen. so dass du erkennst, ob alle Module angeschlossen sind.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

Beitragvon Georg Wieser » 29.12.2011, 13:53

Lass das mit dem "provisorisch an den Zähler anschließen" mal ganz schnell sein. Das kann rechtlich heftig ins Auge gehen.

Fürs EEG und somit die Erhaltuung der Einspeisevergütung soll nach aktuellem Stand die Inbetriebnahme der Gleichstromseite,
sprich Deiner Module reichen. Schalte 3 oder 4 Stück 15W Glühbirnen in Reihe und halte diese der Reihe nach an deine Strings und
mache Fotos. Parallel miss die Spannung der Strings und führe darüber ein Protokoll. Das ganze schön anständig ausdrucken und einen
Zeugen mit unterschreiben lassen. Dann dem EVU fertigmelden mit diesen Unterlagen. Schön wäre wenn der Elektriker auch noch seinen Stempel und seinen Servus draufhaut.

Aber bitte mach keinen Scheiß mit unerlaubter Einspeisung, da verstehen die meisten EVUs 0,00% Spaß.
Georg Wieser
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Re: Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

Beitragvon Ralf Hofmann » 29.12.2011, 17:02

Hallo Georg,

Georg Wieser hat geschrieben:Aber bitte mach keinen Scheiß mit unerlaubter Einspeisung, da verstehen die meisten EVUs 0,00% Spaß.


danke für den Hinweis. Dann lieber nicht einspeisen. Unnötige Risiken mag ich auch nicht.
Die Stringspannungen habe ich schon mal durchgemessen. Sind auf allen Strings zwischen 730 und 750 Volt.
Dann bastel` ich mir mal so eine Reihenschaltung, ist `ne gute Idee. Mein WR läuft nämlich gar nicht, wenn er kein AC Netz sieht.

Aber wo wir schon beim Thema sind, wie sieht`s denn aus, wenn ich den erzeugten Strom ausschließlich selbst verbrauche?
Zum Beispiel wenn die PV-Anlage so klein ist, dass sie nur 1 kw erzeugt, ich aber permament mehr verbrauche.
Dann verlässt der PV-Strom meine Hausinstallation ja gar nicht. Oder wenn der Himmel so bedeckt ist, dass nur ein paar hundert Watt erzeugt werden,
die gleich in der eigenen Kaffeemaschine landen. Wie ist das dann rechtlich?
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

Beitragvon Boelckmoeller3 » 29.12.2011, 18:24

Hallo Ralf,

ich würde das so wie hier vorgeschlagen gleichstrommäßig in Betrieb nehmen und fertig. Ich kenne es in unserer Gegend eigentlich nur so dass jemand vom Netzbetreiber bei der Anschaltung an sein Netz anwesend sein will. Es soll aber auch Gegenden in D. geben wo der Elektromeister ganz alleine anschalten darf. :D Dein Meister kann ja mal höflich anfragen. :D
Lass auch deine Zeugen sehen dass alle Module auf dem Dach fest montiert sind.
Wenn ich das so lese haben wir wieder mal Glück gehabt, wir durften mit unserer kleinen 8,6kwP-Anlage noch gestern ans Netz der Stadtwerke Weilburg, die Anmeldung bei der Netzagentur online hat auch vor einigen Tagen noch funktioniert.

Viele Grüße nach Herborn:

Klaus


falls du noch irgend etwas an Hilfe brauchtest....
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Re: Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

Beitragvon Ralf Hofmann » 30.12.2011, 16:42

Hallo zusammen,

Boelckmoeller3 hat geschrieben: falls du noch irgend etwas an Hilfe brauchtest....


vielen Dank, Klaus, läuft alles . . .

@Georg: Inbetriebnahme ist jetzt so wie Du vorgeschlagen hast erfolgreich dokumentiert!
Vielen Dank nochmal an Alle!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
MfG
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Re: Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

Beitragvon trudento » 30.12.2011, 17:01

Hallo,

das sieht ja "kriminell" aus. Aber anscheinend hast Du das überlebt.

Gruß
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Re: Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

Beitragvon JayM » 30.12.2011, 17:08

Vielleicht solltest du noch + und - jeweils gegen Erde messen, um zu sehen ob irgendwo ein Erdschluß ist. Spannung sollte gegen 0 gehen (es sei denn ein Pol des Stranges ist geerdet). Widerstandsmessung von + bzw. - gegen Erde sollte im MOhm Bereich liegen (kennt jemand einen definitiven Grenzwert?)

Sollte sich ein Erdschluß erst bei der Inbetriebnahme durch den VNB herausstellen sind Panik und Verzögerungen groß.

Gruß
Jochen
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Re: Strings durchmessen zur Inbetriebnahme PV-Anlage

Beitragvon Ralf Hofmann » 30.12.2011, 17:49

Hallo,

trudento hat geschrieben:das sieht ja "kriminell" aus. Aber anscheinend hast Du das überlebt.


ja, ich halte gerade das blanke DC+ Kabel an einen Pol eines Lampensteckers.
Die anderen Lampen sind mit Kroko-Klemmen über ihre Stecker zu einer Parallelschaltung gekoppelt, am letzten Stecker ist dann mit Tape das blanke DC- Kabel angeklebt. :wink:
Ein Augenschmaus für die Monatshefte der Elektriker-BG. :twisted:

JayM hat geschrieben:Vielleicht solltest du noch + und - jeweils gegen Erde messen, um zu sehen ob irgendwo ein Erdschluß ist.


Ja, guter Vorschlag. Werde ich morgen mal machen.
Geerdet ist nur das Montagegestell, die Pole des Generators nicht. Dann würde mein WR nicht anlaufen.
MfG
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