Problem mit Verschattung

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Problem mit Verschattung

Beitragvon fmaibs » 06.01.2012, 21:17

Hallo,

seit 14.12.2011 habe ich meine PV Anlage in Betrieb, insgesamt 29 Sanyo Module HIT-N240SE10 mit einem STP 8000TL-10. Es liegen 22 Module hochkant auf einem 40° Satteldach (MPP-001: 2 Strings je 11 Module) und 7 Module liegen ebenfalls hochkant (MPP-002: 1 String) auf einem Flachdach mit ca. 25° Aufständerung.

Zur Überwachung habe ich eine Sunny Webbox montiert. Nun war am 04.01. und 06.01. das erste Mal richtig gutes Wetter und mir ist Dank Sunny Portal ein Problem aufgefallen.

Und zwar haben es die 7 Module mit 1.680 kWp heute in der Spitze auf max. 250 W Leitung gebracht haben. Das sind nur 35 W pro Modul. Im Vergleich war zur gleichen Zeit die Leitung auf dem Satteldach bei 160 W je Modul. Die 7 Module auf dem Flachdach sind um diese Jahreszeit leider auch um die Mittagszeit zur Hälfte durch das Nachbarhaus verschattet (ich war heute auf dem Dach). In der Anlage eine Grafik aus dem Sunny Portal.
Verschattung.jpg


Kann es sein, dass die Bypassdioden die 7 Module und damit den gesamten String ausstellen, da sie halb verschattet sind? Kann man da etwas machen? Kann man die Bypassdiode z.B. deaktivieren?

SMA hat ja schon lange angekündigt die „OptiTrac Global Peak Funktion“ auch für den STP 8000TL zu entwickeln. Würde das etwas bringen? Die 7 Module sind alle an einem String und an einem eigenen MPP Eingang.

Für gute Tips wie ich diesen String optimieren kann bin ich sehr dankbar.

Viele Grüße,
fmaibs
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Re: Problem mit Verschattung

Beitragvon Zyklentyp » 06.01.2012, 23:06

Hallo,

der WR hat einen MPP-Bereich von 320V - 800V. Die 7 Module schaffen die 320V nur, solange sie ziemlich kalt sind.
Falls der WR auf 320V regelt, sinkt der Modulstrom rapide, je wärmer die Module werden. Auch ohne Schatten.
Für OTGP wären dann sowieso keine Spannungsreserven vorhanden.
Wenn möglich, sollte der String verlängert werden.

String A hat vermutlich eine winzige Verschattung, wo die Kurven von I und P etwas auseinander driften.

mfg
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Re: Problem mit Verschattung

Beitragvon Kran01 » 07.01.2012, 09:59

Die Frage ist doch, ob eine jetzige eventeuelle Verschattung ab März oder so noch eine Rolle spielt. Jetzt steht doch die Sonne dermaßen niedrig, dass sicher sehr viele Anlagen Morgens und Abends Verschattungen haben.
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Re: Problem mit Verschattung

Beitragvon Tonihihi » 07.01.2012, 10:44

Hallo erst einmal....

Ich bin neu hier und würde gerne einen eigen eintrag machen.
kann mir auf diesem Wege vieleicht einer sagen, wie dass geht!

Ich selber habe eine Anlage auf einem gepachtetetn Dach:

Aufdachanlage 30 Grad und Südausrichtung.
36 Kw/p = 150 Module Trinasolar 240 PC-150 (Poly)

An einer Stelle wird vermutlich eine Reihe durchgängig Verschattet sein.
Kann mir jemand sagen, wie sich verschattung wirklich auf den Ertrag auswirkt?
Kann man vieleicht sogar sagen, dass eine verschattete 36 kw/p Anlage nicht mehr erwirtschaftet als eine nicht verschattete 34 kw/p Anlage?
Die Anlage ist noch in der Bauphase. Ich könnte also dem Solarteur sagen: Nehm die verschatteten Module wieder mit umd die Anlage wird halt kleiner, aber auch günstiger.

Gruß Tonihihi
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Re: Problem mit Verschattung

Beitragvon user4711 » 07.01.2012, 11:11

Mit Verschattung ist der Ertrag mehr oder weniger 0.

Die Frage ist wie ist die Verschattung innerhalb des Tages und wie über das Jahr verteilt. Mit dieser Info kann man überschlagen, ob sich das ok ist oder nicht. Defaultwert es lohnt sich nicht.

Die Funktion OTGp oder Modulwechselrichter helfen zwar, können die Sonne aber nicht ersetzen.

Viele Grüße
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Re: Problem mit Verschattung

Beitragvon fmaibs » 08.01.2012, 12:35

Kran01 hat geschrieben:Die Frage ist doch, ob eine jetzige eventeuelle Verschattung ab März oder so noch eine Rolle spielt. Jetzt steht doch die Sonne dermaßen niedrig, dass sicher sehr viele Anlagen Morgens und Abends Verschattungen haben.


Die 7 Module waren mittags um 12:20 Uhr halb verschattet, nicht morgens oder abends. Wenn das von Mitte Oktober bis Mitte März der Fall ist, sind das für den String im Schnitt ca. 65% Einbusse je Tag und ca. 14,6% auf das Jahr gerechnet. Die Einbusse habe ich im Vergelich zu den anderen beiden ermittel, die haben nie eine Verschatten (ausser ich bin auch dem Dach...).
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Re: Problem mit Verschattung

Beitragvon fmaibs » 08.01.2012, 19:53

Zyklentyp hat geschrieben:Hallo, der WR hat einen MPP-Bereich von 320V - 800V. Die 7 Module schaffen die 320V nur, solange sie ziemlich kalt sind.
Falls der WR auf 320V regelt, sinkt der Modulstrom rapide, je wärmer die Module werden.


Hallo, laut Sunny WebBox hat der WR je MPP einen Bereich von 188V - 800V und Minimum ist auf 188V eingestellt.
Aber das mit der Temperatur würde ich gerne verstehen. Werden die Module wärmer, wenn sie halb verschattet sind und nicht leisten? Ansonsten sind es im Moment zwischen 0°C und 6°C und das ist sicher nicht warm.

Viele Grüße,
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Re: Problem mit Verschattung

Beitragvon fmaibs » 08.01.2012, 19:57

Zyklentyp hat geschrieben:String A hat vermutlich eine winzige Verschattung, wo die Kurven von I und P etwas auseinander driften.


Die Verschattung muss ich gewesen sein, um die Zeit war ich auf dem Anbau und habe Schatten auf das Satteldach geworfen. Ansonsten ist das Satteldach null verschattet.
Viele Grüße,
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Re: Problem mit Verschattung

Beitragvon Zyklentyp » 15.01.2012, 15:15

fmaibs hat geschrieben:Hallo, laut Sunny WebBox hat der WR je MPP einen Bereich von 188V - 800V und Minimum ist auf 188V eingestellt.
Aber das mit der Temperatur würde ich gerne verstehen. Werden die Module wärmer, wenn sie halb verschattet sind und nicht leisten? Ansonsten sind es im Moment zwischen 0°C und 6°C und das ist sicher nicht warm.

Die Startspannung beträgt 188V und die Mindestspannung für den Tracker 320V.
Was dazwischen passiert, kann ich nicht sagen. Das müsste sich im Spannungsdiagramm zeigen.
Deine 7 Module haben bei STC-Bedingungen eine MPP-Spannung von 7 X 43.7V = 305.9V.
Das ist schon ziemlich wenig. Was sagt denn SunnyDesign dazu ? Zudem ist die Spannung stark von der Temperatur abhängig. Je wärmer die Module, desto niedriger ist die Spannung und umgekehrt. Für die Leerlaufspannung gibt es einen Temperaturkoeffizienten. Bei 0°C bis 6°C könnten die 320V vermutlich noch erreicht werden, im Sommer nie.
Was zu tun ist, hängt davon ab, wie der WR mit der Unterspannung umgeht.
Wenn OTGP rauskommt, wäre es möglicherweise günstiger, die 29 Module auf zwei Strings zu verteilen.
Dagegen spräche aber die unterschiedliche Ausrichtung. Vielleicht kann man die noch optimieren.
Module im Schatten heizen sich kaum auf.

mfg
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Re: Problem mit Verschattung

Beitragvon 99kWp » 15.01.2012, 16:29

Hallo zusammen,

habe ein ahnliches Problem für eine Anlage in Planung - Strommasten. Problem in diesem Thread hier ist, dass durch die niedrige Spannung der Wechselrichter normal die Spannung absenken will um die Bei-Passdioden zu aktivieren. Nur hier ist die Sapnnung ja schon im "Keller" - String zu kurz - und der Wechselrichter kann nicht weiter runter. Ergebnis ist, dass die Beipassdioden der verschatteten Module nicht durchschalten.
Für mich plane ich Strings mit 23 Modulen bis an die 1000 Volt. Wenn dann 10 Stück davon verschattet sind bleibt als Stringspannung bei 70 Grad Celsius Modultemperatur noch eine Spannung von 325 Volt. Nebenbei wird ein Dafoss Tryplex Wechselrichter geplant der bis auf 250 Volt runter MPP machen kann. Soviel zum Plan. Ich hoffe dass dies dann auch in der Praxis so sein wird.

Die minimale Spannung eines STP8000 TL für MPP ist glaube ich 320Volt. Schau mal nach was diese bei einem Danfoss Tryplex 8K ist. Ich denke der Danfoss Tryplex geht runter bis 250Volt - abhängig vom Spannungsniveau auf den anderen Trackern - siehe Datenblatt Vermerk 2) - bin nicht sicher was dies genau bedeutet.
Wenn es so ist, wäre der für dich vermutlich besser.

Was meinen die anderen WR Experten?

Grüsse,
99kWp
1) 2 x 29,97kWp Solar-Swiss SSM185M, 1x Süd, 28°DN + 1 x Süd 24°DN; 4.2010
2) 38,4kWp S-Energy 240PA8, Süd 35°DN; 4.2011
3) 9,12kWp Suntech STP190S-24/AD+, Süd 24°DN; 9.2011
4) 33,12kWp S-Energy SM240-PC8, Süd 15°DN; 3.2012
99kWp
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