Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Rund um die Planung einer Solaranlage.

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen) | Zum Bewerten bitte anmelden

Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon BlueKingMuch » 11.02.2012, 20:44

Begrüße euch Leute!

Vorerst Grundidee: Die Planung einer Solarfarm auf einer Freifläche, die entweder die bei den Jährlichen Einnahmen knapp unter der Einkommenssteuergrenze in Österreich Einnahmen produziert, oder solche die maximal 20kWp liefern ( bis 20kWp in Österreich 0,25cent, danach 0,19 Vergütung), und dabei möglichst wenig kostet, unter verwendung von Bauteilen, die man in der EU (also Zoll und Einfuhrumsatzsteuerfrei) kaufen und nach Österreich Transportieren kann.

Dabei spielt einzig und allein (ganz kalt kalkuliert ohne berücksichtigung auf Lebensdauer) ein Faktor eine Rolle: die Rendite, also das Verhältnis des jährlichen Ertrags zu den Investitionskosten.

Dabei habe ich aber zum Teil folgende Probleme, bei denen ich dankbar wäre, wenn ihr mir dazu was sagen könntet:

1. Für die Modulauswahl Sind entweder Siliziumbasierte Module, oder Dünnschicht zur engeren Auswahl gekommen:

Dünnschichtmodul (Preis pro kWp Leistung: 736,58 Euro)
http://www.photovoltaik-shop.com/miasole-miasole-mr107-cigs-dchichtmodul-p-2113.html?osCsid=dfe93fa4a82bd1231e1f4a32910a0b02

Polykristallinmodul (Preis pro kWp Leistung: 937,27 Euro)
http://www.photovoltaik-shop.com/eoplly-tech-m125230-poly-photovoltaikmodul-p-2115.html?osCsid=c298cb839c39a592ebc60b3efc1ce163

Monokristallinmodul (Preis pro kWp Leistung: 947,3 Euro)
http://www.photovoltaik-shop.com/eoplly-tech-m125185-mono-photovoltaikmodul-p-1257.html?osCsid=c298cb839c39a592ebc60b3efc1ce163

...das Dünnschichtmodul ist hier am günstigsten in der Leistungsbetrachtung, wenn auch finde ich leider wenig Informationen wie diese BEI GLEICHER KWP (nicht bei gleicher Fläche, es ist klar dass man Mehr module braucht für solche) sich im gegensatz zu den Kristallinen schlagen aufs Jahr gerechnet. Wenn nämlich da nicht viel um ist, hat man trotz geringerer Leistung erhebliche Einsparung, die Frage hier ist nur: sind diese Module bei gleicher installierter Peakleistung viel schlechter als die Kristallinkonkurrenten?

2.) wie sieht eigentlich der Gesamtwirkungsgrad einer PV Anlage aus? Ich habe es bisher so verstanden:
Damit man zur Auslegung sich rechnerisch der Realität am weitesten nähern kann, braucht man die Wirkungsgrade aller Komponenten im PV System. Man hat den Wirkungsgrad der Module (Polykristallin 14%, Mono 16% und Dünnschicht 9%),
Den Wirkungsgrad der Leitung (wird oft mit 97% angegeben) und des Wechselrichters (Steht oft mit 96% drinnen).
Soweit ich im Unterricht aufgepasst habe, bekommt man den GesWirkungsgrad durch Multiplikation aller Elemente.

Also wenn man gleiche Kabel und Wechselrichter nimmt und nur bei den Modulen unterscheidet, komme ich auf Gesamtwirkungsgrad pro m² bestrahlter Sonnenfläche, dazu rechne ich neben noch den Quadratmeterpreis des Gesamtsystems aus (Solarpanel + Wechselrichter + Kabel (4,95m pro Panel gerechnet) + Buchsen, also ohne Befestigung und Montage) und dazu noch die Quadratmeterpeakleistung des Panels:

Mono: 14,8%, 160,26€ pro Quadratmeter bei 144,9 Wp/m²
Poly: 13%, 161,6€ pro Quadratmeter bei 148,2 Wp/m²
Dünnnschicht: 8,3%, 91,17€ pro Quadratmeter bei 99,5 Wp/m²

Rechnerisch sind im Einkauf die Dünnschichtmodule am günstigsten beim Gesamtpaket, so hat man im einkauf trotz mehrerer Module bei gleicher kWp Anzahl immer noch einen Preisvorteil (zb bei einer 20kWp Anlage 3300 Euro)...
Doch wie siehts in der Realität aus? wird man trotz gleicher Installierter Leistung im vergleich zu den Kristallinen mit weniger Energie-Ertrag bestraft? Wenn ja um wie viel ca bei sonst gleichen Komponenten?

3.) Weitere Kosten
Leider finde ich keinen Hersteller, der mir konkrete Zahlen auf der Webseite geben kann was so ein Flachlandbefestigungssystem für eine normale flache Graswiese kostet. Damit meine ich nicht teure nachführungsanlagen, sondern ganz stinknormale Alu bzw Stahlprofile, die Billig im Einkauf sind und somit das Gesamtsystem nicht gnadenlos teurer machen.
Wie viel € kann man da so pro Panel rechnen?

Ausrichtung/Neigung wäre frei Wählbar, rundherum nix da es ehemaliger Acker war, was zahlt sich da am besten aus? gibt es da Richtlinien bei statischer Befestigung?


Ich bedanke mich schonmal für Eure antworten :)

LG Michael
BlueKingMuch
Neu hier
Neu hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 6
Registriert: 11.02.2012, 18:32
Info: Interessent

Re: Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon Mr.10.000Volt » 11.02.2012, 22:30

Super Einstieg Blueking,

verrat uns doch bitte mal was Du am Wochenende rauchst :?: :?
Wer, wenn nicht wir....

wann, wenn nicht jetzt?????
Benutzeravatar
Mr.10.000Volt
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1760
Registriert: 31.01.2009, 16:46
Info: Betreiber

Re: Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon BlueKingMuch » 11.02.2012, 23:22

Ich bin Passivraucher und Rauche meistens Abgase wenn ich mich nicht innerhalb von 4 Wänden befinde...
echt hart das Zeug! :)
BlueKingMuch
Neu hier
Neu hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 6
Registriert: 11.02.2012, 18:32
Info: Interessent

Re: Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon Elektron » 11.02.2012, 23:26

Benutzeravatar
Elektron
Administrator
 
Beiträge: 6936
Registriert: 10.01.2005, 15:20
Wohnort: 88457 Kirchdorf
PV-Anlage [kWp]: 20,18
Info: Betreiber

Re: Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon BlueKingMuch » 11.02.2012, 23:39

Danke für die erste hilfreiche Antwort Elektron!

also so wie ich das verstanden habe, bezieht sich der Wirkungsgrad nur auf die Fläche der Solarmodule?

Wenn der Platz also keine Rolle spielt, so hab ichs jetzt verstanden, ist der Modulwirkungsgrad also relativ egal, man muss halt bei schlechterem Wirkungsgrad mehr Module nehmen, aber bei gleicher Leistung kommt dann schon der ungefähr gleiche Energie - ertrag im Jahr heraus oder?

LG Michael
BlueKingMuch
Neu hier
Neu hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 6
Registriert: 11.02.2012, 18:32
Info: Interessent

Re: Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon KyoSun » 11.02.2012, 23:47

Blue King Much fragt
und dabei möglichst wenig kostet, unter verwendung von Bauteilen, die man in der EU (also Zoll und Einfuhrumsatzsteuerfrei) kaufen und nach Österreich Transportieren kann.


Nimm doch eine Holzständerkonstruktion für die Module--billig,ein paar Dachlatten, VierkantBalken,Spaxe und gut iss :wink:
Gruß vom Berg---KyoSun---
Wer nicht an die Zukunft denkt, der wird bald große Sorgen haben ( Konfuzius )

4,73 kwp,Kyocera,-4200 TL HC - 160°- 40°- 2006
5,94 kwp,Kyocera,-5000 TL 20 - 210°- 40°- 2009
7,28 kwp,SunTech,-3300 TL HC - 210°- 25°- 2010
Benutzeravatar
KyoSun
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 2215
Registriert: 03.05.2009, 21:41
Wohnort: Knüllgebirge/Nordhessen
PV-Anlage [kWp]: 17,95
Info: Betreiber

Re: Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon BlueKingMuch » 12.02.2012, 00:05

KyoSun hat geschrieben:
Blue King Much fragt
und dabei möglichst wenig kostet, unter verwendung von Bauteilen, die man in der EU (also Zoll und Einfuhrumsatzsteuerfrei) kaufen und nach Österreich Transportieren kann.


Nimm doch eine Holzständerkonstruktion für die Module--billig,ein paar Dachlatten, VierkantBalken,Spaxe und gut iss :wink:


Wenn dann würde ich aber doch eher Systeme vorziehen die von Grundauf für Freilandsysteme gedacht sind...
Solche Dachkonstruktionen sind mir für eine Freilandanwendung doch zu klapprig wenn man bedenkt dass bei einem Orkan auf freier Fläche ordentliche Angriffsfläche Vorliegt... Außerdem muss man dann die Holzkonstruktion nachbehandeln damit mans nach einem Jahr nicht komplett austauschen muss weil alles Morsch ist :/

Hab da eher an Systeme gedacht die preisgünstig mit Pfahlen die man in die Erde rammt arbeiten... sicher und stabil eben :)
BlueKingMuch
Neu hier
Neu hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 6
Registriert: 11.02.2012, 18:32
Info: Interessent

Re: Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon DiVo » 12.02.2012, 08:31

Guten Morgen.
Dann versuche ich das mal.
Wenn du eine Freiflächenanlage realisieren willst mit max 20kWp um die größere Einspeisevergütung zu bekommen würde ich pauschal sagen das die gerechnete Rendite ziemlich mager aussehen wird, da Freiflächenanlagen noch andere Kostenfactoren aufweisen als andere Bauweisen ( Flachdach - Schrägdach ).
Da sind die Mehrkosten für Module ( Dünnschicht - Mono - Poly ) eigentlich zu vernachlässigen.
Du musst den Erzeugten Strom ins Netz bringen können, und da du auf dem Acker baust, wie weit musst du den Strom transportieren bis du am Anschlußpunkt bist??? Was kostet das?? wenn die nächst mögliche Einspeisung 100m entfernt ist wird es ein teures Vergnügen das deine Rendite in den Keller zieht.
Also als erstes---MEHR INFOS über die Infrastruktur.

Und Freiflächenanlagen---immer so groß wie möglich ---- damit die Rendite besser wird.
Je grösser desto preiswerter werden die einzelnen Komponenten ( Module - U-Konstru - etc. )

Und bitte NIX aus Holz oder Eisen es soll ja schliesslich auch mind. 20 Jahre stehen bleiben, ohne Jährlich Extrakosten für Instandhaltung der U - Kostru.

Ich hoffe ich konnte helfen

DiVo
Wir wollen nicht die billigsten sein, sondern die Besten.
29,64 kWp Grevenbroich November 2011
161,00 kWp Düsseldorf Flughafen Dezember 2011
61,80 kWp Korschenbroich Dezember 2011
10,34 kWp Wegberg Dezember 2011
9,01 kWp Bonn Dezember 2011
Benutzeravatar
DiVo
Stammmitglied
Stammmitglied
 
Beiträge: 55
Registriert: 30.09.2011, 07:04
Info: Solarteur

Re: Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon jodl » 12.02.2012, 11:24

früher gabs für solche Anforderungen mal die sog. "Solartechnics" Dünnschichtmodule
unter Rendite-Gesichtspunkten der absolute Knüller, super billig das Zeug
also genau das was du suchst
musst du halt mal suchen ob es die noch wo gibt...
jodl
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3727
Registriert: 02.07.2007, 15:58
PV-Anlage [kWp]: 103,9
Info: Betreiber

Re: Planung mit Hauptaugenmerk auf Rendite

Beitragvon sabernicht » 12.02.2012, 13:48

also jodl du super hirn

die sog solartechnics dünnschichtmodule sind gelabelte gs-solar module,
also gar nicht mal so schlecht mit filiale in frankfurt am main.
hatte mal mit denen was zu klären.
und so mies wie immer geschrieben sind die dünnschicht module ganz sicher nicht. vor allem wenn platz kein problem ist.
sabernicht
Stammmitglied
Stammmitglied
 
Beiträge: 41
Registriert: 14.06.2011, 21:55
PV-Anlage [kWp]: 45,87
Info: Interessent

Nächste

Zurück zu Allgemeine Anlagenplanung



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Exabot [Bot] und 1 Gast