Rund um die Planung einer Solaranlage.
Moderator: Mod-Team
von wengerm » 30.01.2012, 20:24
Hallo miteinander,
ich plane gerade meine Anlage mit Ost und Westausrichtung (siehe Grafik, nicht exakt). Es handelt sich um ein Trogdach mit einer Neigung von jeweils 6Grad. Ich habe eine kleine Grafik angefügt in der auch dies Ausrichtung des Gebäudes drauf ist. Ich überlege jetzt schon die ganze Zeit hin und her, was ich machen soll ....Direktbelegung Ost und West ....eine Seite belegen und die andere nach Süden aufständern ...oder beide Seiten aufständern?? Was meint Ihr dazu??
Viele Grüße
Johannes
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von za-ass » 30.01.2012, 20:49
wengerm hat geschrieben:....Direktbelegung Ost und West ....eine Seite belegen und die andere nach Süden aufständern ...oder beide Seiten aufständern??
Die mittlere Lösung fällt gleich weg, würde ja bei diesem speziellen Dach zu einer Verschattung des jeweils anderen Generatorfeldes führen. Mit der Aufständerung insgesamt kannst du zwar den spezifischen Ertrag erhöhen, bekommst aber weniger auf's Dach, so dass sich für mich unter'm Strich (v.a. angesichts der Modulpreise) eine dachparallele Montage des Generators abzeichnen würde, bei der man aber zwingend Wartungsgänge, wenigstens aber einen in der Mitte / tiefster Punkt vorsehen sollte. (wie breit ist ein Dachhälfte?) Vielleicht auch mal den ein oder anderen Gedanken darüber verschwenden, wie man durch eine gezielte Auswahl von Dachkaken bzw. der Unterkonstruktion insgesamt die Generatorneigung eventuell auf 8-9° (mehr Steigung hin zu den Dachrändern) erhöhen könnte, weniger wegen der paar kWh Mehrertrag denn durch einen mit jedem Grad mehr verbesserten Eigenreinigungseffekt und einem eventuell verbesserten Kamineffekt. (Abfuhr der Warmluft unter den Modulen). Eine mindestens alle 2 Jahre stattfindende Genratorreinigung würde ich in die Wirtschaftlichkeitsrechnung zwingend mit einbeziehen.
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von wengerm » 30.01.2012, 21:04
Also die Dachfläge ist links und rechts jeweils ca 6 Meter breit. Ich habe in der Mitte noch eine Art Gang (Dachrinne) die ist ca. 1 Meter breit(hab ich leider nicht richtig einzeichnet), also ist auch keine bis geringe Verschattung wenn ich eine Aufständerung mache, da die Dachneigung sehr gering ist. Ich denke genau wie du, wg. der Verschmutzung...mein Problem ist auch noch, dass es sich nicht um mein Gebäude handelt, deswegen überlege ich überhaupt wg. dem Aufständern nach
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von JayM » 30.01.2012, 22:53
Vielleicht kann man das mit einer sanften 7 Grad Aufständerung mit dem Schletter FixZ-7 System lösen? Guckst du hier: http://www.schletter.de/files/addons/docman/solarmontage/produktblaetter/FixZ-7_-_Produktblatt_V4_I400041DE.pdfGibt dir etwas mehr Ertrag und erhöht die Modulneigung etwas für die Selbstreinigung. ohne gleich die Windlasten massiv zu erhöhen oder die Gesamtleistung stark zu begrenzen. Gruß Jochen
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von wengerm » 31.01.2012, 08:28
Hi jaym, über das leichte ändern der Modulneigung hab ich auch schon nachgedacht, der Vorteil ist die Modulreinigung, jedoch ist bei mehr Neigung nach Ost und West der Ertrag wieder niedriger!!!... Mensch ist die Entscheidung schwierig. Aber wenigstens macht ihr euch die selben Gedanken wie ich!!!
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von krk-solar » 31.01.2012, 09:05
Habe es mal mit PVSOL durchgerechnet....
Bei einer Abweichung zu Süden von 70° und einer Dachneigung von 6° wäre das ein Spezifischer Jahresertrag von 756,3 KWh/KWp.
Ich habe mal mit einer 20 KWp Anlage gerechnet und dabei einen Jahresertrag von 15567 KWh bekommen. Bei einer angenommenen Einspeisevergütung von 24,43 Cent wären das im ersten Jahr 3803 Euro.
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von wengerm » 31.01.2012, 09:26
also wäre doch eine Aufständerung nach Süden die Optimallösung, hier komme ich dann mit der Neigung und Südausrichtung über 900!!! Oder was meint ihr??
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von JayM » 31.01.2012, 09:35
wengerm hat geschrieben:Hi jaym, über das leichte ändern der Modulneigung hab ich auch schon nachgedacht, der Vorteil ist die Modulreinigung, jedoch ist bei mehr Neigung nach Ost und West der Ertrag wieder niedriger!!!... Mensch ist die Entscheidung schwierig. Aber wenigstens macht ihr euch die selben Gedanken wie ich!!!
Hallo Johannes, ich dachte eher an 7 Grad ungefähr in Richtung Süden. Rechtwinklig zum Gebäude, also wirklich in Richtung -20 Grad (20 Grad Ost von Süd). Damit bekommst du effektiv einen Modulwinkel von 9,2 Grad mit Ausrichtung -61 Grad auf deinem Ostdach (original 6 Grad, -110 Grad) und 21 Grad auf deinem Westdach (original 6 Grad, +70 Grad). Der tiefste Punkt des Moduls ist dann in einer Ecke statt an einer Kante, Wasser sollte also ganz gut ablaufen. Erträge für PLZ 84048 laut PVGIS10 Classic: 6 Grad -110: 848 kWh/kWp/a 6 Grad +70: 877 kWh/kWp/a Schnitt: 863 kWh/kWp/a 9 Grad, -61: 891 kWh/kWp/a 9 Grad, +21: 918 kWh/kWp/a Schnitt: 905 kWh/kWp/a (+ 5%) Muß man sich dann überlegen ob die extra Kosten für das FixZ-7 System und die geringere Gesamtleistung auf dem Dach von 5% Mehrertrag und etwas besserer Selbstreinigung aufgewogen werden. @krk-solar, PVGIS10 Classic ist normalerweise eher konservativ. Ist PVSOL nochmal soviel konservativer als PVGIS10 Classic? Gruß Jochen P.S.: Um Verwirrung zu vermeiden und auf die Gefahr hin, dass ich hier Sachen erzähl die alle schon wissen: bei uns ist Süd = 0 , Ost = -90 und West = 90.
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von za-ass » 01.02.2012, 19:42
wengerm hat geschrieben:Ich habe eine kleine Grafik angefügt in der auch dies Ausrichtung des Gebäudes drauf ist.
wengerm hat geschrieben:mein Problem ist auch noch, dass es sich nicht um mein Gebäude handelt, deswegen überlege ich überhaupt wg. dem Aufständern nach
Ja was nun, ist es ein Gebäude oder ist es keines?! Falls es keines ist, kannst du natürlich auch die vorgenannte Beispielertragsrechnung mit der Gebäudevergütung knicken...., Aufständern hin oder her.
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von JayM » 01.02.2012, 20:51
Hallo za-ass, man beachte das 'm'. So wie ich das verstehe ist es ein Gebäude aber nicht sein Gebäude.
Gruß Jochen
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