Optimierung von PV-Anlagen

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Optimierung von PV-Anlagen

Beitragvon Basti9 » 21.10.2011, 10:59

Hallo zusammen,
ich hoffe das ich mit diesem Thema hier richtig gelandet bin ;)
Ich schreibe demnächst eine Bachelorarbeit zum Thema Wirtschaftlickeit von Optimierungsmaßnahmen von PV-Anlagen.
Es sollen in dieser Arbeit alle Anlagenvarianten betrachtet werden, beispielsweise dachparallele Anlagen, aufgeständerte Anlagen, Freiflächenanlagen etc.

Nun bin ich auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten und ich dachte mir, dass ich doch mal in diesem Forum hier Ideen sammeln könnte.
Selber habe ich schon "mögliche" Optimierungsmaßnahmen überlegt, z.B. Schattemanagement, Reinigung der Module, Eigenstromverbrauch, aktive Kühlung der Wechselrichter... bei allen Maßnahmen stellt sich dann die Frage "Ist dies Wirtschaftlich? oder ist es eher ein Verlustgeschäft?

Ich bin der Aufgabenstellung persönlich ein bisschen skeptisch gegenüber, da ich der Meinung bin das eine PV-Anlage von Beginn an Ertragsmaximal arbeiten sollte und alle möglichen Fehlerquellen schon während der Planung und Ausführung ausgeschlossen sein sollten damit ein optimaler Betrieb gewährleistet werden kann.
Leider musste ich in meinem Praktikum bei Abnahmen von PV-Anlagen des Öfteren feststellen, dass diese schlampig, unsauber und nicht nach den anerkannten Regeln der Technik installiert worden sind. Somit wurde dementsprechned die Mängelliste immer länger.

Ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Ideen liefern, und seien sie noch so weit hergeholt ;) ich würd mich drauf Freuen.

Viele sonnige Grüße
Basti
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Re: Optimierung von PV-Anlagen

Beitragvon hofbauer51 » 21.10.2011, 11:19

Wenn Deine Arbeit fertig ist kannt sie einstellen. Wäre ein konstruktiver Beitrag.
Günther
2,4kWp PV seit 2004. 4qm Solar für WW + Heizungsunterstützung + Stagnationsverhinderung, WP 2,7kW für Heizung, SplitKlima Heizungsunterstützung bis ca. 0 Grad AT Alleinheizung, WW WP extra
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Re: Optimierung von PV-Anlagen

Beitragvon GAST » 21.10.2011, 11:38

Hallo,
ob eine Kühlung der WR nennenswerte Ertragssteigerungen bringt ??
Viel wichtiger ist da wohl das der WR an einem kühlen Ort hängt, also entweder auf der Gebäude Nordseite oder aber im kühlsten Raum des Objekts.
Mehr Ertrag bringt da eine "Kühlung" der Module, das heist entweder eine Aufständerung oder zumindest eine Montage auf doppellagigem Gestell (Kreuzschiene)
Selbst eine Reinigung wird in vielen Fällen überschätzt, es sei denn man hat wirklich starke Verschmutzung durch z.b. Belastung aus der Umgebung....Wobei es nicht heist das eine Reinigung nicht doch ab und an erfolgen sollte!!

Ein ganz wesentlicher Punkt dürfte auch die optimale Belegung der WR sein, nicht jedes Modul und jeder WR passen zusammen.
Das sehe ich bei mir, ich habe an einem WR 2x8 und 1x7 Module....das macht beim kürzeren String mal eben um die 2 % weniger Leistung...lies sich aber nicht anders machen da ich im nachhinein ein Modul wegen Schatten weglassen musste.

gruß
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Re: Optimierung von PV-Anlagen

Beitragvon Basti9 » 21.10.2011, 12:18

Hallo,

@ hofbauer51 wenn die Arbeit fertig ist dann kann ich sicherlich das Ergebnis und ein paar Auszüge hier im Forum veröffentlichen.

@ Gast mit Kühlung der Wechselrichter ist gemeint, dass die Ausfallzeit, falls diese zu warm werden verringert bzw. beseitigt wird. Somit hätte man eine Optimierungmöglichkeit. Wie du schon geschrieben hast sollten die Wechselrichter möglichst an einem kühlem Ort montiert werden um eine Überhitzung und die damit verbundene Abschaltung zu vermeiden. Da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Zum Thema Reinigung geben die Firmen an das ein Mehertrag von bis zu 30% zu erwarten ist aber hier kommt es auch auf die Art der Verschmutzung und dem Standort der Anlage. Nur ich bezweifel das bei einer Anlage die nicht gerade auf einem Hühnerstall oder ähnlichem gebaut ist und komplett verdreckt ist da 30% herausholen kann.

Mit der Wechselrichterbelegung geb ich dir Recht, da stellt sich die Frage ob es eventuell lohnenswert sein könnte diesen gegen einen anderen Wechselrichter zu tauschen der besser auf die Anlage abgestimmt ist.

VIele sonnige Grüße
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Re: Optimierung von PV-Anlagen

Beitragvon maguwa » 21.10.2011, 18:16

Basti9 hat geschrieben:Mit der Wechselrichterbelegung geb ich dir Recht, da stellt sich die Frage ob es eventuell lohnenswert sein könnte diesen gegen einen anderen Wechselrichter zu tauschen der besser auf die Anlage abgestimmt ist.
Basti


Wenn der WR nicht optimal ausgelegt ist, ist das bereits ein Fehler bei der Planung der Anlage. Das nachzujustieren kostet mehr Geld als es einspielt; es sei denn, ein WR macht die Grätsche. Dann natürlich kann man schauen, ob es einen WR gibt, der besser passt. Dann aber hast du meistens wieder das Problem, dass die Strings nicht passen. Und aufs Dach, Module neu verkabeln - das sprengt jede Kosten-Nutzen-Rechnung!

Grüßle
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Re: Optimierung von PV-Anlagen

Beitragvon bikerks » 21.10.2011, 19:29

Basti9 hat geschrieben:mit Kühlung der Wechselrichter ist gemeint, dass die Ausfallzeit, falls diese zu warm werden verringert bzw. beseitigt wird. Somit hätte man eine Optimierungmöglichkeit.

Genau erkannt.
Die WR-Kühlrippen sind ja schon augenscheinl. Karwänzmänner und der Trend geht auf leise Geräte hin.
Aber der Schein trügt.
Die Elkos haben i.d.R. 95-105Grad Grenztemperatureigenschaften.
Die MTBF der Bauteile wird aber schon bei geringeren Temperaturen beeinflusst.
Bestes Beispiel sind PC oder deren Netzteile, mit schlechter bis durchwachsener Luftdurchströmung(Temperaturen um die 45 Grad aufwärts ).
Jene Mainboards, respektive andere Perepherie sterben früher als bei Optimierern ;-) .
Es sind zu 99% die Elkos die "sterben". Der Bürger(User) nimmt es aber einfach so hin, weil was neues auf diesem Sektor reizt.

Auch in einem kalten Raum wird die Temperatur auf den Leiterbahnen der Wechselrichter steigen, weil die Gesamtmasse der Kühlrippen im Vorfeld schon ein höheres Temp.-Niveau angenommen hat(durch die passive Kühlung).
Der WR-Industrie ist das nur Recht, wenn man nach 5...10... Jahren wieder angetanzt kommt.
Da wird fast niemand zu dem Thema Lüfteroptimierung positiv nicken :) . Es wird natürlich behauptet, dass alles bestens ist.

Abhilfe: Ventilatoren selber nachrüsten. Dadurch wird der "Temp.-Ableit-Kamineffekt" positiv unterstützt.

Praktisches Beispiel anhand meines WR:
4 langsamdrehende PC-Lüfter auf dem Gehäuse angebracht, senken die Leiterbahntemp. um ~ 15 Grad bei Vollast.
Die kühle Kellerraumluft wird durch den ständigen Luftsog von der WR-Masse gespeichert.
Bringt mehr als eine Garantieverlängerung, die immer noch abgeschlossen werden könnte.


PS: Hier wird ja immer negativ über "laute" Danfoss-WR berichtet, wo anscheinend die Lüfter ständig oder öfters laufen.
So negativ sehe ich das nicht(s.o.).



Gruß
bikerks
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Re: Optimierung von PV-Anlagen

Beitragvon Basti9 » 22.10.2011, 14:33

Hallo,
danke für die Antworten.
@ maguwa genau das ist der springende Punkt. Falls der Wechselrichter nicht perfekt auf die Anlage ausgelegt ist dann ist dies schon ein Planungsfehler. Deshalb bezweifel ich auch das ein nachträglicher Wechselrichter Tausch nicht den notwendigen Mehrertrag erzielt damit sich die ganze Sache bezogen auf die Restlaufzeit (EEG Einspeisevergütung) armotisiert, weil wie du schon sagtest eventuell die Module neu verstringt werden müssen was wahnsinnige Kosten verursacht ( Absturzsicherung, Module demontieren, neu montieren, Stundenlöhne etc.)
@ bikerks ich stimm dir da voll zu. Ein Lüfter aus einem PC-Netzteil auf die Kühlrippen montiert kann schon das ein oder andere Vollbringen ;) hier kommt es aber auch drauf an wie der Anlagenbetreiber sich um seine PV-Anlage "kümmert". Viele denken sich auch "passt schon, Hauptsache die Rendite stimmt"
Ich wünsche euch ein sonnenreiches Wochenende.
Viele Grüße
Basti
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Re: Optimierung von PV-Anlagen

Beitragvon delink2000 » 23.10.2011, 19:18

wie schon zuvor geschrieben, bringt eine aktive Kühlung der Module einige Prozente (angeblich bis zu 20%), kommt darauf an, wie gut der Temperaturkoeffizient der Module ist...
Im Hochsommer gibt es wohl welche, die die Module mit Hilfe einer Sprenkelanlage kühlen.... machen aber nur sehr wenige, da es je nach Gegebenheiten aufwendig ist und wohl recht merkwürdig in Nachbars Augen erscheint...;-)
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