Leistungsreduzierung <30 KW

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon wig » 07.02.2012, 15:45

Hallo,

wie funktioniert die Leistungsreduzierung bei kleinen Analgen?

signal vom FRE schließt ein Relais und dann?

1. Wechselrichter verschiebt Arbeitspunkt
oder
2. Leistung wird in Wärme umgewandelt

zu 1. wie ermittle ich die verlorene Energie?

bitte erklärt mir es einmal!
wig
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Re: Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon MBIKER_SURFER » 07.02.2012, 18:43

wig hat geschrieben:1. Wechselrichter verschiebt Arbeitspunkt
bitte erklärt mir es einmal!


Hallo,

der WR fährt aus dem MPP. Kein relais etc. Der WR weiss ja, welche Leistung anliegt. Es muß eben im WR der entsprechende Wert einegstellt werden (mittels SW).
Dein Ertragsverlust wird sich so um die 3% bis 8% p. a. belaufen - abhängig von Dachneigung und Ausrichtung.

Gruß
Martin
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Re: Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon JayM » 07.02.2012, 19:41

wig hat geschrieben:Hallo,

wie funktioniert die Leistungsreduzierung bei kleinen Analgen?

signal vom FRE schließt ein Relais und dann?

1. Wechselrichter verschiebt Arbeitspunkt
oder
2. Leistung wird in Wärme umgewandelt

zu 1. wie ermittle ich die verlorene Energie?

bitte erklärt mir es einmal!


Hallo wig,
mit Rundsteuerempfänger brauchst du bei den meisten WR noch einen Power Manager in irgendeiner Form (Danfoss Grid Management Box, SolarLog PM, oder ähnliches). Der FRE empfängt ein Steuersignal vom Netzbetreiber, dass entweder 0%, 30%, 60% oder 100% Leistung fordert. Das Signal geht an den Power Manager, der das Signal aufbereitet und an die WR weitergibt. Diese fahren bei geforderter Leistungsbegrenzung aus dem optimalen Leistungspunkt (MPP). Dein WR bekommst also nicht plötzlich 3 kW Heizleistung ;-)

Verlorenen Energie muß vom Netzbetreiber vergütet werden. Ich würde mal raten, dass das erstmal jeder Netzbetreiber anders machen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Anlage <30 kWp in den nächsten Jahren mal tatsächlich per FRE abgeregelt wird, ist recht gering. Die Frage ist also für die meisten hier eher akademisch.

Die Alternative ist die 70% Begrenzung. Dabei mußt du die Wirkleistung deiner WR permanent auf 70% der Modulnennleistung begrenzen. Ertragsverlust ist je nach Dachneigung und Ausrichtung bis zu 3 - 5%. Einige WR können das schon alleine, sonst geht es auch wieder mit einem Power Manager wie dem SolarLog PM. Diese Lösung bietet sich an, wenn du Module mit verschiedenen Ausrichtungen innerhalb der selben Anlage hast. Dann ist nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass du mehr als 70% der Modulnennleistung bekommst sowieso gering. Es kann sich sogar lohnen ein paar zusätzliche Module auf das Nord- (oder Ost-, West-)Dach zu packen ... .

Hoffe das hilft.
Gruß
Jochen
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Re: Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon wig » 07.02.2012, 22:22

MBIKER_SURFER hat geschrieben:
wig hat geschrieben:1. Wechselrichter verschiebt Arbeitspunkt
bitte erklärt mir es einmal!


Hallo,

der WR fährt aus dem MPP. Kein relais etc. Der WR weiss ja, welche Leistung anliegt. Es muß eben im WR der entsprechende Wert einegstellt werden (mittels SW).
Dein Ertragsverlust wird sich so um die 3% bis 8% p. a. belaufen - abhängig von Dachneigung und Ausrichtung.

Gruß
Martin

ich rede hier nicht von der 70% Regel.
JayM hat geschrieben:
wig hat geschrieben:Hallo,

wie funktioniert die Leistungsreduzierung bei kleinen Analgen?

signal vom FRE schließt ein Relais und dann?

1. Wechselrichter verschiebt Arbeitspunkt
oder
2. Leistung wird in Wärme umgewandelt

zu 1. wie ermittle ich die verlorene Energie?

bitte erklärt mir es einmal!


Hallo wig,
mit Rundsteuerempfänger brauchst du bei den meisten WR noch einen Power Manager in irgendeiner Form (Danfoss Grid Management Box, SolarLog PM, oder ähnliches). Der FRE empfängt ein Steuersignal vom Netzbetreiber, dass entweder 0%, 30%, 60% oder 100% Leistung fordert. Das Signal geht an den Power Manager, der das Signal aufbereitet und an die WR weitergibt. Diese fahren bei geforderter Leistungsbegrenzung aus dem optimalen Leistungspunkt (MPP). Dein WR bekommst also nicht plötzlich 3 kW Heizleistung ;-)

Verlorenen Energie muß vom Netzbetreiber vergütet werden. Ich würde mal raten, dass das erstmal jeder Netzbetreiber anders machen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Anlage <30 kWp in den nächsten Jahren mal tatsächlich per FRE abgeregelt wird, ist recht gering. Die Frage ist also für die meisten hier eher akademisch.

Hoffe das hilft.
Gruß
Jochen


Wieso habe ich etwas von FRE + Schütz gelesen?

Wird also die verlorene Leistung hochgerechnet!?

Kann den nicht die Leistung halbwegs sinnvoll in Wärme umgewandelt werden?
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Re: Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon JayM » 07.02.2012, 22:34

Hallo wig,
die einfache Version ist FRE und einfach ein Schütz in der AC Leitung vom/zum WR. Da ist die Wahl dann nur 0% oder 100%. Nachdem die regelung 0, 30, 60 und 100% vorsieht weiß ich nicht ob es dann mit der Kompensation Probleme gibt. Aber wie schon gesagt, das ist denke ich für Anlagen < 30 kWp noch lange eine recht theoretische Frage.

Verlorener Ertrag soll hochgerechnet werden. Aber wer weiß mit Genauigkeit was die Anlage ohne Abregelung geliefert hätte? Das wird noch viele nette Diskussionen geben, wenn Abregelung bei < 30 kWp dann doch mal öfter gemacht wird.

Im WR willst du die Leistung sicher nicht in Wärme umwandeln. Extern mit einem Heizstab im Pufferspeicher könnte es gehen und ist bei der 70% Regelung auch so vorgesehen, 70% am Netzverküpfungspunkt. Wenn dann Leistung über 70% der Nennleistung der Module im Haus verbraten werden kann ist das eindeutig OK. Bei der Fernsteuerungsregelung weiß ich nicht, ob das ebenfalls zulässig wäre, sprich statt z.B. 30% runterzuregeln den entsprechenden Verbraucher einzuschalten. Ich würd die Regelung nicht so interpretieren.

Gruß
Jochen
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Re: Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon gandalf666 » 07.02.2012, 22:58

was ist wenn die anlage mehr als 100 kva hat und die anlage reduziert wird auf z.b. 30% für 1 sonnigen tag?wer gibt mir den den ausfall!?
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Re: Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon gandalf666 » 07.02.2012, 22:59

hab heut was gehört zwecks nachweisplicht beiderseits
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Re: Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon JayM » 07.02.2012, 23:09

gandalf666 hat geschrieben:wer gibt mir den den ausfall!?

Der Netzbetreiber, der es dann auf die EEG Umlage draufschlägt. Am Ende bezahlt der Stromkunde für deinen wegen Abregelung nicht produzierten Strom.

Gruß
Jochen

P.S.: Ein Möglichkeit des sicheren Nachweises wäre eine kleine Anlage mit ein paar kWp mit gleichem Winkel am gleichen Ort zu betreiben. Wenn die große Anlage abgeregelt wird kann man durch Analogie mit der kleinen die Ertragsverluste ziemlich gut bestimmen. Vielleicht tut es auch ein Einstrahlungssensor (+ Temperatur + Windgeschwindigkeit).
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Re: Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon gandalf666 » 07.02.2012, 23:59

da sind wir ja in der nachweisplicht.das heisst sensoren nachträglich installieren lassen ergo kosten
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Re: Leistungsreduzierung <30 KW

Beitragvon modila » 08.02.2012, 07:29

..,ob das Schütz ausreicht, würde ich immer beim zuständigen EVU anfragen, bei den meisten reicht es, bei einigen aber leider nicht, ich halte das Schütz für anlagen bis 30 KWp für eine gute u. günstige lösung !

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