Rund um die Planung einer Solaranlage.
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von rolsan » 24.04.2011, 19:33
Hallo, wir sind ein junges Paar aus Osthessen die Interessen an einer Anlage auf dem Dach haben.  Kommende Woche kommt auch jemand aus einer nahgelegenen Firma zum Beratungsgesräch. Wir wollen da aber nicht unvorbereitet rangehen. Nun unser Dach ist ein 30° Satteldach von dem eine Seite total gen Süden steht. Diese Seite umfasst eine Fläche von 150m² und hat von Sonnenaufgang bis momentan 18 Uhr Sonne - 0 Schatten, keine Dachfenster und ist unausgebaut. Die Ziegeln liegen seit 1965 auf dem Dach. Die Fragen die wir uns stellen sind: 1. Obwohl das Haus finanziert ist bräuchten wir für die PV Anlage einen Kredit (Vollfinanzierung) - wie stehen da die Chancen, bzw gibt es Erfahrungswerte? 2. Trägt sich so eine Anlage selbst (Ratenabzahlung + Zinsen)? 3. Ist es bedenklich die Anlage auf das 1965er Dach zu installieren (Betonziegeln Frankfurter Pfanne) So wie man es uns bisher erzählt hat brauchen wir eigentlich kein Geld in die Hand nehmen um die Anlage aufs Dach zu bekommen und der Kredit bezahlt sich durch die selbige ab. Das wäre eigentlich zu schön um wahr zu sein... Vielen Dank für Antworten. Anbei noch ein Foto vom Dach
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von solarteur0502 » 24.04.2011, 19:41
Bei einem ordentlichen und nicht überzogenen Angebot (deren Einstellung hier im Forum ihr nach Erhalt für eine Bewertung gern veröffentlichen könnt ), sollte auch eine vollfinanzierte Anlage sich tragen können und selbst refinanzieren. Der Zeitpunkt, bis die Anlage vollends abbezahlt wurde, wird aber von verschiedenen Faktoren abhängig sein. Beim Ziegel und seines Durchhaltevermögens, würde ich mir die Meinung eines seriösen in der Nähe befindlichen Dachdeckers einholen, falls dein Angebotsanbieter dazu keine genaue Aussage wagt.
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von spreesun-si » 24.04.2011, 19:52
Dach von 1965, da braucht man kaum einen Fachmann, selbst, wenn es die nächsten 20-30 Jahre wasserundurchlässig sein sollte, würde ich dies nicht empfehlen, die Statik wäre mir hier auch wichtig, dann kommt noch der aktuelle Stand der Technik (WSV-Warmdach Kaltdach) aber Unterspannbahn doch sicher etc. aber Ferndiagnose nicht abschließend möglich, Vielleicht auch INDACH-Lösung wirtschaftlich ?, Viel Erfolg und schöne Feiertage
Mit sonnigem Gruß Spreesun-si
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von HEWE » 24.04.2011, 20:29
rolsan hat geschrieben:Hallo, wir sind ein junges Paar aus Osthessen die Interessen an einer Anlage auf dem Dach haben.  Kommende Woche kommt auch jemand aus einer nahgelegenen Firma zum Beratungsgesräch. Wir wollen da aber nicht unvorbereitet rangehen. Nun unser Dach ist ein 30° Satteldach von dem eine Seite total gen Süden steht. Diese Seite umfasst eine Fläche von 150m² und hat von Sonnenaufgang bis momentan 18 Uhr Sonne - 0 Schatten, keine Dachfenster und ist unausgebaut. Die Ziegeln liegen seit 1965 auf dem Dach. Die Fragen die wir uns stellen sind: 1. Obwohl das Haus finanziert ist bräuchten wir für die PV Anlage einen Kredit (Vollfinanzierung) - wie stehen da die Chancen, bzw gibt es Erfahrungswerte? 2. Trägt sich so eine Anlage selbst (Ratenabzahlung + Zinsen)? 3. Ist es bedenklich die Anlage auf das 1965er Dach zu installieren (Betonziegeln Frankfurter Pfanne) So wie man es uns bisher erzählt hat brauchen wir eigentlich kein Geld in die Hand nehmen um die Anlage aufs Dach zu bekommen und der Kredit bezahlt sich durch die selbige ab. Das wäre eigentlich zu schön um wahr zu sein... Vielen Dank für Antworten. Anbei noch ein Foto vom Dach
Kredit dürfte bei einem einigermaßen geregeltem Einkommen kein Problem sein. Trägt sich selber und ist bei einer Investitionssumme von 2.350.-- bis 2.400.--nach ca. 11 bis 12 Jahren bezahlt Ist nicht bedenklich wenn sich ein seriöser Solateur die Unterkonstruktion vorher angeschaut hat und sein o.k. gibt Frohe Ostern
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von rolsan » 24.04.2011, 20:34
Wie meinst du die investitionssumme von 2400€ ? Monatlich, einmalig? Den Part hab ich nicht verstanden  Aber danke bisher für die antworten, Dienstag gibt's mehr Fakten.
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von Meik1977 » 24.04.2011, 20:41
Hallo,
2350,00 - 2400,00 Euro je KWp
gruss Meik
Gruss Meik
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von eggis » 24.04.2011, 20:46
Moin rolsan und Willkommen!
HEWE meint 2400€ (netto) je installiertes Kilowattpeak (kWp) Anlagenleistung. Bei 150m² Dachfläche passen schon gut 20kWp drauf. 2400€ x 20kWp sind dann 48000€ Gesamtinvestition.
Bei einer geschätzten Ertragsprognose für Osthessen mit 900kWh je Kwp (evtl. mehr) kommt ihr auf einen jährlichen Ertrag 18.000kWh die zu 28,74ct/kWh vergütet werden. D.h. ihr bekommt jährlich ca. 5200€ vom Netzbetreiber ausgezahlt. In ca. 12-13 Jahren müsstet ihr den Kredit ab bezahlt haben und die Anlage bringt dann nur noch Einnahmen.
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt!" (Oscar Wilde)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von jodl » 24.04.2011, 22:45
Betondachsteine von 1965 haben ihr Leben gehabt ich würde da nichts draufbauen was die nächsten 20 Jahre draufbleiben sollte außerdem wissen wir nicht, wie es drunter aussieht was da 1965 Standard war, reicht heute auch nicht mehr, und in 20 Jahren erst recht nicht das Bild vom Haus lässt die Vermutung zu, daß das Dach nicht das einzige ist, was nicht auf dem aktuellen Stand ist ich würde mir da ein Konzept machen (lassen) was wann gemacht werden muß oder soll (Energieberatung) und die PV-Installation dann damit abstimmen
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von rolsan » 25.04.2011, 10:12
Ja ein gewisser investitionsrückstau im Bereich energiemaßnahmen liegt vor. Wir haben das haus aber auch erst seit 10 Monaten. Bisher sind die Fenster und die Elektrik stand 2010. ich dachte wenn die Anlage am Dach ist sind die Ziegeln doch weitestgehend vor weiterer Verwitterung geschützt, oder ist das ein Trugschluss? Das Dach ist von innen 0 gedämmt. Wenn man auf dem Dachboden steht sieht man die Ziegeln von unten... Wir werden aber dieses Jahr den fußboden des Dachgeschosses Dämmen.
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von HEWE » 25.04.2011, 10:36
rolsan hat geschrieben:Ja ein gewisser investitionsrückstau im Bereich energiemaßnahmen liegt vor. Wir haben das haus aber auch erst seit 10 Monaten. Bisher sind die Fenster und die Elektrik stand 2010. ich dachte wenn die Anlage am Dach ist sind die Ziegeln doch weitestgehend vor weiterer Verwitterung geschützt, oder ist das ein Trugschluss? Das Dach ist von innen 0 gedämmt. Wenn man auf dem Dachboden steht sieht man die Ziegeln von unten... Wir werden aber dieses Jahr den fußboden des Dachgeschosses Dämmen.
Denke mal im Zuge einer PV-Anlagen Montage bietet sich an vorher : Dach abdecken, Dachlatten überprüfen, ggfs. erneuern und gleichzeitig unbedingt Unterspannfolie einziehen. Dann mit den alten Ziegeln ( wenn noch verwendbar ) eindecken. Ansonnsten wenn alte Ziegel rott sind, neue Ziegel drauf. Diese Investitionen könntest du mit einem höheren Kredit dann über die Einspeisvergütung tilgen. Bist halt nicht nach 10 bis 11 Jahren fertig , sondern erst nach 14 bis 15 Jahren. Dafür hättest du aber ein fast neues Dach und Ruhe bis ans, hoffentlich langes Lebensende. So würde ich es machen. Gruß HEWE
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